Dachlatten, Kanthölzer, Balken usw. mit Tauchsäge sägen?

tschawo22

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Moin,

ich habe als Anfänger bisher nur ne Tauchsäge mit Führungsschiene, die Metabo KT 66BL und ne kleine Handkreissäge, die Bosch GKS 12V-26. Bisher habe ich damit auch nur hauptsächlich Platten zugeschnitten. Nun kam es vor dass ich damit auch schmale Dachlatten schneiden musste, 24x48 oder 30x50 ganz normal 90 Grad, keine Gehrungsschnitte. Das ging zwar auch irgendwie aber mehr schlecht als recht.

Wenn ich in Zukunft mehr Dachlatten, Kanthölzer, Balken, Rahmenhölzer usw. schneiden will, muss ich mir dafür extra ne Kappsäge zulegen oder geht es mit einer bestimmten Methode oder Vorrichtung auch genauso gut mit der Tauchsäge? Wie ist die Präzision von einer guten Kappsäge im Vergleich zur Tauchsäge bei Latten wenn man 90 grad Kappschnitte macht?

Manche Dachlatten sind ja leider krum, verdreht oder machen in sich nen Bogen. Ich könnte mir vorstellen, dass in dem Fall selbst die beste Kapssäge auch keinen perfekten 90 Grad Kappschnitt macht oder liege ich falsch?
 

raziausdud

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Du brauchst einen Abläng-/Querschnitt-/Winkel-Anschlag. Den gibt es ev zu Deiner Führungsschiene passend zu kaufen. Oder Du montierst selbst unter Deine Führungsschiene rechtwinklig eine Leiste/ein Brettchen, die/das Du immer längs an die Latten anlegst.

Meine Version sieht so aus: Leiste unter Brett, die legst Du immer längs an den Latten an, obendrauf genau rechtwinklig dazu ein Anschlag für die Säge, einmal mit der Säge drüber und Du erhältst die anzulegende Kante (das liegt bei mir offensichtlich schon länger jungfräulich herum, denn die Anlegeleiste unten wird beim ersten Schnitt ja mit abgeschnitten). Das ist bei mir auch gleich für zwei Sägen gedacht, einmal „so rum, einmal andersrum“.

Grüße. Rainer

IMG_0037.jpeg IMG_0038.jpeg
 
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raziausdud

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Nachtrag: ich habe lange nach dem richtigen Begriff gesucht. Unter „Kappschiene“ findest Du wohl die meisten Anregungen.

ZB von Kreg gibt es einen „Kappanschlag“.
 
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Time_to_wonder

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Vielleicht bietet sich bei Dachlatten und Rahmenhölzern die altbewährte Methode an, von Hand zu sägen. Bevor ich alles aufgebaut und eingestellt habe, bin ich mit ner Duzoki längst fertig. Finde ich...
 

tschawo22

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Du brauchst einen Abläng-/Querschnitt-/Winkel-Anschlag. Den gibt es ev zu Deiner Führungsschiene passend zu kaufen. Oder Du montierst selbst unter Deine Führungsschiene rechtwinklig eine Leiste/ein Brettchen, die/das Du immer längs an die Latten anlegst.

Meine Version sieht so aus: Leiste unter Brett, die legst Du immer längs an den Latten an, obendrauf genau rechtwinklig dazu ein Anschlag für die Säge, einmal mit der Säge drüber und Du erhältst die anzulegende Kante (das liegt bei mir offensichtlich schon länger jungfräulich herum, denn die Anlegeleiste unten wird beim ersten Schnitt ja mit abgeschnitten). Das ist bei mir auch gleich für zwei Sägen gedacht, einmal „so rum, einmal andersrum“.

Grüße. Rainer

Anhang anzeigen 219253 Anhang anzeigen 219254
ich hab so ein 90 Grad Winkel den ich unter der Führungsschiene und an der T-Nut Schiene oben einspannen kann. Meine FS ist von Evolution die im Prinzip ähnlich ist wie Makita/Festtool.
 

tschawo22

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Nachtrag: ich habe lange nach dem richtigen Begriff gesucht. Unter „Kappschiene“ findest Du wohl die meisten Anregungen.

ZB von Kreg gibt es einen „Kappanschlag“.
Ja da gibt es von Kreg auch die Kappstation. Im Prinzip wäre das genau das was ich mir so vorstellen würde um schnell und einfach Kappschnitte bei schmalen Dachlatten etc. zu machen:

https://www.sautershop.de/kreg-mobile-kappstation-kr-kma4100-int

Nur leider steht dort ganz unten dass es nicht für Tauchsägen geeignet ist. Man kann sowas bestimmt auch selbst bauen aber als Anfänger bin ich nicht so der Freund von "Werkzeuge für Werkzeuge" bauen, da greif ich dann lieber erstmal auf kaufbare Lösungen zurück. Nur bis jetzt hab ich da kaum was gefunden
 

tschawo22

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Vielleicht bietet sich bei Dachlatten und Rahmenhölzern die altbewährte Methode an, von Hand zu sägen. Bevor ich alles aufgebaut und eingestellt habe, bin ich mit ner Duzoki längst fertig. Finde ich...
ja wenn es nur paar Stk sind geht das vielleicht gut, sofern man handgeführte Schnitte so präzise überhaupt drauf hat. Ich als Anfänger kann das leider nicht und wenn ich mehrere davon schneiden muss dann sind mir präzise und wiederholbare Maschinenschnitte deutlich lieber
 

Johannes

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Hallo,
als ich mir meine erste HKS mit Schiene angeschafft habe, gab es die Festo-Schiene nur in 1,4 m Länge. Das war für Kappschnitte sehr unhandlich, also habe ich eine Schiene durchgesägt auf 60 und 80 cm. An die Kurze habe ich dann ein Stück Holz geschraubt und so habe ich meine einfache Kappschiene. IMG_5531.jpeg IMG_5530.jpeg

Also einfach eine kurze Schiene besorgen und einen 90° Anschlag dranschrauben und schon können Dachlatten einfach abgelängt werden.

Es grüßt Johannes
 

dsdommi

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Ich habe diesen Anschlag an einer Festool Schiene. Wenn man an der Oberseite bisserl was vom Steg weg feilt passt das auch bei der Metabo Schiene. Habe ich auch.
Schau mal bei banggood. Da gibt es einige :emoji_slight_smile:
 

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tschawo22

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Hallo,
als ich mir meine erste HKS mit Schiene angeschafft habe, gab es die Festo-Schiene nur in 1,4 m Länge. Das war für Kappschnitte sehr unhandlich, also habe ich eine Schiene durchgesägt auf 60 und 80 cm. An die Kurze habe ich dann ein Stück Holz geschraubt und so habe ich meine einfache Kappschiene. Anhang anzeigen 219265 Anhang anzeigen 219266

Also einfach eine kurze Schiene besorgen und einen 90° Anschlag dranschrauben und schon können Dachlatten einfach abgelängt werden.

Es grüßt Johannes
Danke! Im Prinzip hab ich ja sowas schon. Meine Evolutionschiene hab ich 2x mit 1400 und 2x mit 700mm und das ist der Anschlag den ich habe 71M1zF2Rh2L._AC_SL1500_.jpg

Wie gesagt, man kann damit arbeiten, nur wenn die Dachlatte krum und schief oder verdreht ist dann wird doch auch der Schnitt schief oder sehe ich da was falsch?
 

tschawo22

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Johannes

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Was haltet ihr eigentlich von dieser Vorrichtung hier? Sieht eigentlich easy aus.. vielleicht krieg ich das ja auch noch hin..
Hallo,
das funktioniert nur, wenn das Holz der Vorrichtung und das zu schneidende, gleich dick sind. Wenn ich schmale Werkstücke ablängen will, lege ich einfach am hinteren Ende der Schiene ein Reststück passender Dicke unter, dann kippt die Schiene am Ende des Schnitts nicht ab.
Was mir an deinem Anschlag fehlt, ist die Möglichkeit, eine Zwinge trotzdem von vorne ansetzen zu können.

Es grüßt Johannes
 
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rafikus

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Wie wäre es mit einer HGS aus? Die ist recht klein, Handlich, im Handumdrehen einsatzbereit und wenn man nicht gerade ein Billiges Modell kauft, dann ausreichend genau.
 

Martin45

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ja wenn es nur paar Stk sind geht das vielleicht gut, sofern man handgeführte Schnitte so präzise überhaupt drauf hat. Ich als Anfänger kann das leider nicht und wenn ich mehrere davon schneiden muss dann sind mir präzise und wiederholbare Maschinenschnitte deutlich lieber
Übung macht den Meister und das ist sicher eine immer (wieder) hilfreiche Fertigkeit. Dachlatten sind ja recht günstiges Übungsmaterial.
 

raziausdud

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Und die Antwort zu krummen und verdrehten Leisten kennst doch zumindest teilweise schon: Kein Werkzeug ist in der Lage mit solchen Werkstücken PRÄZISE Schnitte zu liefern. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da eine Werkzeugart präziser sein soll als die andere.

Vom HANDLING her ist eine Führung, die nicht direkt auf dem Werkstück aufliegt (zb so ein „Hochbahn-Schlitten“) sicher vorteilhafter. Oder bspw eine Kappsäge, da legt man an so gut es geht, überlegt nicht lange, fixiert am besten noch, und durch damit … das ergibt halt schnell irgendeinen Schnitt. Nur keinen präzisen, einfach weil es am krummen Werkstück keinen präzisen Bezugspunkt für die Präzision gibt …

Rainer
 

idasenpop

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Hi,
ich mache das häufig mit einem Anschlagwinkeldreieck und führe die HKS da freihändig entlang.
Da muss man dann natürlich, anders als bei der Führungsschiene, den Abstand vom Winkel zum Sägeblatt berücksichtigen.
Ich finde die Lösung von Matthias Wandel auch super, er zeigt das hier mit Nutschnitten.
https://youtu.be/KNX9Y2cyRhk?si=lpH2weyubNhPZmSU
Da kannst du dann direkt am Riss anlegen.

Viele Grüße
 

tschawo22

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Und die Antwort zu krummen und verdrehten Leisten kennst doch zumindest teilweise schon: Kein Werkzeug ist in der Lage mit solchen Werkstücken PRÄZISE Schnitte zu liefern. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da eine Werkzeugart präziser sein soll als die andere.

Vom HANDLING her ist eine Führung, die nicht direkt auf dem Werkstück aufliegt (zb so ein „Hochbahn-Schlitten“) sicher vorteilhafter. Oder bspw eine Kappsäge, da legt man an so gut es geht, überlegt nicht lange, fixiert am besten noch, und durch damit … das ergibt halt schnell irgendeinen Schnitt. Nur keinen präzisen, einfach weil es am krummen Werkstück keinen präzisen Bezugspunkt für die Präzision gibt …

Rainer
ja keine Ahnung ich hab noch nie an einer Kappsäge geschnitten und bin schon froh wenn mir die Schnitte mit Tauchsäge und Schiene überhaupt gelingen. Leider ist mein Boden mit unebenen Fliesen auch nicht gerade und meine Stanley Klappwerkbank auch nicht richtig Plan.. Das erschwert mir sicherlich auch die Präzision.
 

raziausdud

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meinst du so eine MFT Lochrasterplatte?
Ja … im Prinzip … nur etwas mehr … Such mal nach Zuschnittbrett Guido Henn oder Multiwerkbank Guido Henn.

Im Prinzip eine größere Platte mit einem Anschlag zum Anlegen eines Werkstücks. Genau rechtwinklig dazu wird die Führungsschiene an definierten Punkten angelegt oder in einer Version heruntergeklappt.

Rainer
 
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