Bongossi, nachhaltig

fahe

ww-robinie
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Linde vs. Bongossi ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich kann mir keinen Anwendungsfall vorstellen, wo man zwischen den beiden schwanken könnte.
Damit ist imho jetzt aber auch die Blödsinnsgrenze dieses Threads vollständig erreicht, oder?

Michael - @flüsterholz - hat zum Bongossi angemerkt: "...war bis jetzt das schlimmste Holz, was ich versucht habe von Hand zu hobeln."

Ja, Drechseln, Schleifen und wahrscheinlich alle anderen Berbeitungen sind jetzt auch nicht so der Quell überschäumender Freude.

Und wenn @flüsterholz dann mit einem offensichtlichen Augenzwinkern Linde - natürlich - als wahren "Traum beim Hobeln von Hand" zeigt, ist doch jedem klar, dass das alles andere als ein ernsthafter Vergleich der beiden Hölzer ist. Also hätte ich hier zumindest unterstellt.
 

flüsterholz

ww-robinie
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Linde vs. Bongossi ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich kann mir keinen Anwendungsfall vorstellen, wo man zwischen den beiden schwanken könnte.
Das lag auch nicht in meiner Absicht. Ich will hier auch nicht Bongossi komplett runtermachen. Gerade in Bereichen, wo ein möglichst geringer mechanischer Abrieb der Oberfläche gewünscht ist, hat es sicherlich seine Berechtigung. Beispiele hatten wir ja hier im Thread schon einige und in einem anderen Thread auch als Verwendung für Hobelsohlen. Aber dadurch entstehen eben auch Nachteile in der Bearbeitung, die man kennen sollte, wenn man über eine Verarbeitung nachdenkt.
Es gab auch eine Anwendung, wo ich froh war, dass ich Bongossi zur Hand hatte. Sonst hätte ich da ein wesentlich teueres Holz nehmen müssen.
Linde hatte ich nur aus dem Grund erwähnt, weil ich es, erstens gerade in Bearbeitung hatte. Ansonsten, wie es @fahe schon beschrieben hatte. Also nichts für ungut.
Gruß Michael
 

uwe_

ww-eiche
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Das lag auch nicht in meiner Absicht. Ich will hier auch nicht Bongossi komplett runtermachen. Gerade in Bereichen, wo ein möglichst geringer mechanischer Abrieb der Oberfläche gewünscht ist, hat es sicherlich seine Berechtigung. Beispiele hatten wir ja hier im Thread schon einige und in einem anderen Thread auch als
meines Wissens ist die hauptsächliche Verwendung in Bereichen, die resistent gegen Nässe/Feuchtigkeit sein sollen - und da ist mir dieses Holz auch zum ersten Mal aufgefallen, nämlich beim Wasserbau in den Niederlanden. Oder eben als Zaunspfahl oder Stallboden.
 

Holger74

ww-fichte
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Nur um mal klarzustellen wo Bongossi im Stallbau eingesetzt wurde...Die eingangs genannten Spaltenböden aus dem Zeug gab's nur in der Kälbermast bzw. -aufzucht. Die sind dann aus Tierschutzgründen vor Jahren schon verboten worden und mussten getauscht werden. In der Schweinehaltung wurden die Bretter eine zeitlang für Buchtentrennwände eingesetzt. Macht heute auch keiner mehr, das geht mit Kunststoffprofilen deutlich besser und hygienischer.
 

magmog

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Bongossi, bzw Azobe', steht seit 1998 auf der roten Liste der IUCN, als mit dem Kriterium A1cd als anfällig eingestuft.
Fällt zwar noch nicht unter CITES, aber von neuem Material sollten die Finger gelassen werden.

Daher finde ich es sehr begrüßenswert dass es hier um die Weiterverwendung von Material geht,
dass sonst in die Öfen oder auf den Müll gehen würde.
Einen sorgfältigen Umgang damit würde ich mir dennoch sehr wünschen, es geht um die letzten Reste der Art!
 
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