Bohrschablone für Dübel-Rasterkreis

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von kleiner wurm, 4. Dezember 2018.

  1. kleiner wurm

    kleiner wurm ww-fichte

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    Hallo,
    ich möchte eine flexible Holzverbindung wie bei diesem Kinderklettergerüst bauen:
    [​IMG]
    [​IMG]

    Gesehen habe ich das hier:
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    Wie gehe ich dabei am besten vor? Ist eine mittels Tischlerwinkel, Zirkel, Winkelmesser und Bohrständer selbstgebaute Bohrschablone präzise genug? Abhängig von meinen Fähigkeiten natürlich. Oder sollte ich mir die Schablone nach Möglichkeit lieber CNC-Fraesen lassen? Gibt es andere Tricks oder Hilfsmittel dieses 30 Grad Kreis-Raster präzise zu bohren? Wollte 18mm oder doppelt Multiplex für die Schablone verwenden?

    Auch bin ich anderen Ideen interessiert mit denen ich solche flexiblen aber stabilen Scharnierverbindungen lösen könnte. Gibt es für diese Art der Verbindung eine Bezeichnung?

    Wie schätzt ihr die Stabilität und Zuverlässigkeit dieser Lösung ein? Laut dem Hersteller des Klettergerüstes trägt es in diesen Dimensionen auch Erwachsene, also 100kg+
     
    Fidgety Feet gefällt das.
  2. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Hallo Würmchen :emoji_wink:

    (würdest Du mit Namen posten, würde ich Dich auch damit anreden),

    mir fallen als Kontaktflächen noch zwei genau ineinander passende radial/sternförmig angeordnete "Berg- und Talbahnen" ein, also entweder Nuten gegenüber Leisten/Erhöhungen, Wellenberge gegenüber Wellentälern oder abgewinkelte Berge gegenüber abgewinkeltem Tälern (zick-zack-artig). Die hätten meines Erachtens alle den Vorteil, dass man beim Verstellen das Ganze nicht immer komplett trennen muss. Also dann ehr so: Schraube lösen, ein/zwei Rasten weiterdrehen, Schraube wieder anziehen.

    Meines Erachtens müssen all die Versionen, auch Deine mit den Dübeln, sehr genau gefertigt werden. Ich bin sonst ehr ein Fan von "so-einfach-wie-möglich". Hier kann ich mir jedoch nur ein Vorgehen per CNC oder zumindest mit per CNC hergesteller Schablone(n) vorstellen.

    ICH würd vorher allerdings einfach mal testen, ob ich das vielleicht doch so genau hinbekomme. Also Mittelpunkt festlegen, recht lange Strahlen zeichnen zuerst 90 Grad zueinander, dann zweimal jeweils die Winkelhalbierende konstruieren (erscheint MIR leichter und genauer als das Abtragen von Winkeln; die überlangen Strahlen erhöhen die Genauigkeit), bis man also 16 Strahlen hat, in definiertem Abstand ankörnen und bohren, Dübel rein, testen. Dann auch mit einer Berg-und-Tal-Version testen, am einfachsten erscheinen mir aufgeleimte Keile (Version zick-zack-artig)

    Grüße
    Rainer:emoji_money_mouth:

    p.s.: beim Abschalten des Rechners fällt mir ein: bei der von Dir gezeigten Dübel-Version, muss die Seite mit den Löchern (in die die Dübel greifen) meines Erachtens gar nicht haaaaaargenau sein, natürlich +- genau schon ... Die könnten gegenüber den Dübeln ein Übermaß von z.B. 1mm haben, dann verdreht es sich halt bei Belastung um diesen Betrag in die eine oder andere Richtung und die Teile ließen sich beim Zusammenfügen sogar besser ineinander stecken. Meine "Gefühls-Statik"/mein "Statik-Gefühl" sieht da keinen Unterschied zu haaaaaaaaaargenau passenden Bohrungen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Dezember 2018
  3. kleiner wurm

    kleiner wurm ww-fichte

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    hamburg
    Danke Rainer,
    Die Radial-Zinken-Variante gefaellt mir auch gut, sieht bestimmt toll aus und sollte fast noch stabiler sein. allerdings muesste man da wahrscheinlich jedes "gewindeteil" cnc-fraesen, glaube nicht das ich da auch mit einer noch so genauen schablone praezise genug duplizieren koennte.

    Bei der Dübelvariante hast du natuerlich recht das die Aufnahmelöcher sowieso mit 2-5mm groesserem Durchmesser Sinn machen. Und in dem Mittelloch soll ebenfalls eine Schraube mit Drehknopf angebracht werden so dass man die Verbindung nicht komplett loesen muss sundern nur die halbe Duebeltiefe.

    Habe mittlerweile einen bekannten gefunden der mir das evtl bald per CNC machen kann, und ein extrem proaktiver mitforist hat mir unglaublicherweise per nachricht schon ein schnell mal gefraesten prototypen einer bohrschablone geschickt.
     
  4. WANNA1904

    WANNA1904 ww-kirsche

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    EDIT: Mist, Punkt 2 hat Rainer schon geschrieben - man sollt doch genauer lesen...

    Hey
    Auch wenns zu spät ist :emoji_slight_smile: - ein Tipp: Solche Teilkreise entweder per CAD ausdrucken und aufs Holz übertragen oder besser (wenn möglich) nicht 30°-Raster, sondern 45° oder 22.5° nehmen.
    "Per Hand" Winkel zu halbieren (180°=>90°=>45°=>22.5°...) ist viel einfacher als zu dritteln.

    Gruß Jens
     
  5. Fidgety Feet

    Fidgety Feet ww-buche

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    Wenn man Wert auf eine gute Reproduzierbarkeit der Winkelstellungen legt, führt eigentlich kein Weg an der Herstellung einer Bohrschablone vorbei. Eine solche muss schließlich kein Hi-End-Produkt sein. Aus 3 oder 4 mm Stahlblech gelasert, gibt es sowas schon für kleines Geld. Vor allem führt das zu einem befriedengenden Ergebnis und man muss später nicht irgendwelche Bohrungen "aufnudeln", weil sonst die Bohrungen nicht aufeinander passen. Wer ganz sicher gehen will, sollte zu dem solche Bohrbuchsen nach DIN 172 (gibts bei Ganter) verwenden, die man in das entsprechend gelaserte Stahlblech einpresst, die Bohrbuchsen sollten dann auch gleich für den Enddurchmesser der Bohrung geeignet sein.
     
  6. magmog

    magmog ww-robinie

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    Guuden,

    Ein Einpressdübel für den Holzbau wäre eine mögliche Ankörnhilfe:

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  7. Kilroc

    Kilroc ww-pappel

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    Was manchmal für ein Brimborium vorgeschlagen wird... Das geht selbst in Word: 6 Linien mit der Länge vom gegenüberliegendem Lochabstand seitenmittig ausgerichtet und um jeweils 30° weitergedreht. Ausdrucken, aufkleben, Standbohrmaschine, zack Schablone fertig. Jaja es gibt viele Möglichkeiten es profesioneller zu machen.
    Stabilität ist abhängig davon wie steil das Gerüst steht. Sind die Schenkel beinahe horizontal ist die Last darauf am größten, aber bei der Anzahl an Dübeln glaube ich die 100kg in Multiplex ohne Weiteres.
     
  8. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Wobei man statt übertragen den Ausdruck auch einfach aufs Holz leimen kann.
    Leim (vielleicht auch Gummiarabicum, weils schonender zu entfernen ist..?) auf dem Holz erst etwas antrocknen lassen, bevor man das Papier auflegt, damit dieses nicht unnötig durchweicht und seine Maße ändert.
    Und Bohr"punkte" immer als große Kreuze anzeichnen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Dezember 2018
  9. Fidgety Feet

    Fidgety Feet ww-buche

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    Da ich in naher Zukunft auch gefordert bin, mich mit solchen Klettergerüsten auseinander zu setzen, erscheint mir die Verwendung einer gelaserten Schablone bei mindestens 12 Lochkreisen zielführend zu sein. Zumal ich auf dem Gebiet über gute Erfahrungen verfüge. Ich kann anbieten, eine Kopie einer Schablone gegen einen Selbstkostenbeitrag herstellen zu lassen. Bei Interesse mir einfach eine PN zukommen lassen. Das geht dann ganz ohne Brimborium :emoji_sunglasses:
     
  10. SkobyMobil

    SkobyMobil ww-kiefer

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    Hallo,
    vielleicht bekommst Du für kleine Kasse einen gebrauchten Teilapparat.
    Du brauchst dann ja nur mit einem Zentrierbohrer vorbohren.
    Gruß und Spaß
    Andreas
     
  11. kleiner wurm

    kleiner wurm ww-fichte

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    hamburg
    "Teilapparat" musste ich erstmal googeln, sieht sehr interessant aus! waer das fuer mein vorhaben praezise genug? zb. ein einfacher wabeco teilapparat und eine bohrmaschine?
     
  12. SkobyMobil

    SkobyMobil ww-kiefer

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    SFA
    Hallo,
    Teilapparat kommt eigentlich aus dem Metall.
    Die Dinger sind dort mehr als präzise.
    Die Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.haben einen im Angebot. Das würde ich riskieren.
    Der hat T-Nuten. Da befestigst Du Dir ne´Grundplatte drauf, und nie wieder Probleme mit Kreisen.
    Gruß und Spaß
    Andreas
     
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