Bandsäge Schlag/Unwucht

Gitarrenbauer

ww-nussbaum
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hallo leute!

nach langem suchen war ich heute eine bandsäge gleich ums eck bei mir besichtigen, die säge hat alles was ich mir wünsche: alte gussmaschine, 800mm räder, 400mm schnitthöhe größtenteils guter zustand, preis passt auch

ein punkt bereitet mir aber noch kopfzerbrechen, die obere rolle. motor und untere rolle laufen sauber, leise und vibrationarm. mit band und oberem rad vibriert die maschine merklich.

bild mir ein das rad verläuft dabei nach vorne und zurück,müsste aber nochmal genauer nachsehen. höhenschlag war keine festzustellen.

ist soetwas in den griff zu bekommen? das ist dann vermutlich dynamisch unwucht, oder? ... oder einfach normale unwucht, und die 1-2mm vor und rücklaufen des rades wirken sich nicht in form von vibration aus?

vielleicht hat wer erfahrungen diesbezüglich?
werd morgen auch mal bei hema anrufen, die bieten ja so weit ich weiß dynamische wuchten an

LG klaus
 

Gitarrenbauer

ww-nussbaum
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... was ich noch vergessen hab: hab die säge noch nicht gekauft, also noch ist nichts verloren

das problem tritt lt. verkäufer bei allen bändern auf, und es ist nicht nur so dass dass band vor und zurückläuft sondern wirklich auch das rad. werd mir die maschine morgen nochmal anschauen, und genau drauf achten wieviel das wirklich ist (kann auch nicht sagen ob vielleicht nur der gummibelag nach vorn und hinten gelaufen ist

wie gesagt, die maschine ist sehr günstig, aber falls das rad wirklich unbrauchbar ist, wird ersatz finden schwierig (hersteller ist unbekannt), und da was reparieren lassen oder ein anderes rad einpassen übersteigt den maschinenwert vermutlich um ein vielfaches, und ein paar hundert kilo schrott will ich mir auch nicht unbedingt kaufen

lager sind spielfrei, und von risse hab ich auch keine festgestellt
 

Gitarrenbauer

ww-nussbaum
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ok, danke, stimmt, das könnts auch sein ... bandagen erneuern bzw ballig schleifen trau ich mir schon zu, nur ein schiefes rad wieder gerade bringen wird für mich schwierig ... wird morgen nochmal hinschauen :emoji_thumbsup:
 

Dietrich

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Hallo,

der Vorteil bei Gebrauchtmaschinen, die laufen und man kann vor Ort testen, sind sie nicht i.O. und haben einen Schaden den der Vorbesitzer schon nicht ausmerzen konnte lässt man sie stehen.
Wenn man sich Arbeit mit ungewissem Ausgang kaufen will i.O. ansonsten stehen lassen.

Gruß Dietrich
PS: Maschinenschlosser mit Metallwerkstatt im Hintergrund kann auch anders entscheiden.
 

Roterbischof

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Hallo, das klingt also ob die Einstellung des Neigungswinkels des oberen Randes Spiel hätte. Also man kann bei Bandsägen die Position des Sägenandes durch neigen des oberen Randes verstellen ( mehr nach vorne oder nach hinten). Das geschieht über eine Gewindestange an deren sende eine Gelenkaufnahme für den Führungskasten des oberen Rades ist. Ist dieses Gelenk aus geschlagen, beginnt das Band zu springe, also von hinten nach vorne auf den Rollen. MFG
 

Mathis

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Hallo, das klingt also ob die Einstellung des Neigungswinkels des oberen Randes Spiel hätte. Also man kann bei Bandsägen die Position des Sägenandes durch neigen des oberen Randes verstellen ( mehr nach vorne oder nach hinten). Das geschieht über eine Gewindestange an deren sende eine Gelenkaufnahme für den Führungskasten des oberen Rades ist. Ist dieses Gelenk aus geschlagen, beginnt das Band zu springe, also von hinten nach vorne auf den Rollen. MFG
Das passiert garantiert nicht, wenn ein gespanntes Sägeband drauf ist.
Das obere Rad kann ohne Band drauf hin und her bewegt werden, ein gespanntes Band zieht das Laufrad jedoch gegen seinen verstellbaren Anschlag und dann bewegt sich das im Betrieb nicht mehr.
Dies ist sicher nicht die Ursache für Vibrationen, wenn das Laufrad vor und zurück pendelt, hat es einen Schlag und damit ist solch eine Maschine Schrott.
 

Gitarrenbauer

ww-nussbaum
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hab grad mit hema telefoniert, wenn das rad vor und zurückläuft (sprich einen schlag hat oder verbogen ist) kriegen sie das mit dynamischen wuchten auch nicht mehr hin, und lt. hema wär ein verbogenes rad auch grund für die vibrationen (eben durch dynamische unwucht)
ein neues rad kostet lt. hema ab 700€ ... also wie Mathis gesagt hat wär die maschine dann reif für den schrottplatz

man könnte lt hema zwar probieren das rad geradezubiegen, aber der ausgang ist ungewiss, und die maschine zu kaufen um das zu probieren ist mir zu riskant.

also werd ich die maschine heut nochmal genau unter die lupe nehmen, und wenn seitlicher versatz des rades zu sehen ist die finger davon lassen ... (hab da gestern bei der besichtigung zu wenig drauf geachtet, bzw mich erst nacher über den unterschied zwischen statischen und dynamischem wuchten eingelesen)

werde das obere rad auch mal ohne band laufen lassen und schauen ob sich da eine statische unwucht erkennen lässt

also, die erste euforie über die passende maschine in meiner nähe ist verflogen, und ich werd sie wirklich nur kaufen wenn sie in ordnung ist, bzw der grund für die unwucht/vibration gefunden wurde und beseitigbar ist
 
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Roterbischof

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@Mathis naja ganz so ist das nicht, wenn die Gelenke und Lager des oberen Randes aus geschlagen sind passiert das mit dem springen schon. Ein Kumpel hatte das Mal. Nach dem Lager tauschen war es weg. Das ein Rad ein Schlag hat ist schon sehr selten, dafür müssten zwei Leute einen ordentlichen Balken tragen und mit ihm dann das Rad der bandsäge rammen, das klingt jetzt schon etwas konstruiert. Da klingt für mich ausgeschlagene Radlager plus Führungslager wahrscheinlicher. MFG
 

Gitarrenbauer

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stimmt auch wieder, so ein rad verbiegt sich ja auch nicht so einfach :emoji_thinking:

werd heut nochmal genau schauen, statische unwucht des oberen rades kann ich auch nicht ausschließen ... ebenso werd ich mir mal die beläge anschauen ob die vielleicht doch wo eine macke haben
 

Roterbischof

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@Gitarrenbauer vielleicht, hast du irgend einen größeren Ring, der exakt gerade ist, den hälst du denn, dann schaut eine andere Person ob sich das Rad irgendwo weg gebogen hat, ist das der Fall, hat Mathis Recht und dann würde dir jeder empfehlen las die Finger weg. Aber in den meisten Fällen sind es die Lager, bei den alten Gusmaschinen sind die teilweise 50 bis 70 Jahre alt, schaut euch Mal unsere Autos an 200.000 km und der TÜV jammert ( wenn auch nur Profilacktisch) da sind die Karten 8 Jahre alt
 

Gitarrenbauer

ww-nussbaum
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ja, die lager werd ich auf jeden fall auch checken :emoji_thumbsup:

inzwischen hab ich auch wegen dynamischer unwucht nicht mehr große bedenken ... hab in einem englischsprachigem forum eine intressante methode gefunden: man misst die vibrationen der bandsäge mit einer messuhr, und klebt dann im sinne von trial&error an verschiedenen positionen ein wuchtgewicht an die maschine und notiert die werte. an die position mit der geringsten vibration kommt dann das wuchtgewicht. das ganze dann belibig oft wiederholen :emoji_thinking:
... wenn man dann noch schlau ist und die wuchtgewichte vorne und hinten an das rad klebt müsste man auch eine dynamische unwucht mit "heimwerkermethoden" in den griff bekommen :emoji_thinking::emoji_muscle:

... aber mal schauen obs was wird mit der maschine :emoji_sunglasses:
 

Herr Dalbergia

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Da werden die Band Beläge fertig sein. Oder mal nachgeschliffen müssen. Nimmst du einen Radiusschleiklotz mit 12 oder 14 Zoll vom Griffbrett schleifen und baust Dir eine Vorrichtung zum schleifen....Messier dran, fertig.

sagt dir ein Gitarrenbaumeister mit 2 Bandsägen zum Tonholz auftrennen....
 

raziausdud

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schaut euch Mal unsere Autos an 200.000 km und der TÜV jammert ( wenn auch nur Profilacktisch) da sind die Karten 8 Jahre alt
Pardon, ich bin sonst ehr für sachliche Beiträge, aber das muss auch mal sein: über den Profilacktisch beim TÜV musste ich schon schmunzeln ... :emoji_wink:

Aber gern auch noch ein sachlicher Tipp: beim nächsten Ansehen der Maschine ein paar Leisten mitnehmen, "irgendwie" fixiert ans Rad anlegen, vorne, hinten, seitlich, Rad per Hand drehen, da sieht man schnell was stimmt und was nicht.

Rainer
 
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Gitarrenbauer

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...
sagt dir ein Gitarrenbaumeister mit 2 Bandsägen zum Tonholz auftrennen....
dann hab ich ja das selbe vor wie du :emoji_grin:

was hast du denn für sägen? auch so alte gussägen oder was moderneres?
Panhans (APA) führungen sind ja noch immer stand der technik, und ich denk mit gut abgerichteten belägen lassen sich schon gute ergebniss erzielen ?

... fragt ein Hobby-Gitarrenbauer, der derzeit mit einer alten Elektra Beckum Bandsäge Holz aufzutrennen versucht :emoji_cold_sweat: :emoji_head_bandage:
 

Herr Dalbergia

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Hallo,

für grobe Arbeiten die Meber SR 600 und für das eigentlich auftrennen die Bäuerle BS 70 von 1964, Guss, Schwer, solide....
Bandsägeblätter von Lenox das Woodmaster CT oder auch von Kohlbacher das Resaw King, je nach Anforderung...
 

Gitarrenbauer

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Hallo,

für grobe Arbeiten die Meber SR 600 und für das eigentlich auftrennen die Bäuerle BS 70 von 1964, Guss, Schwer, solide....
Bandsägeblätter von Lenox das Woodmaster CT oder auch von Kohlbacher das Resaw King, je nach Anforderung...
Hab mich im Gitarre-Bass-bau - Forum durch deine Beiträge duchgelesen ... sehr intressante sachen zum thema Bandsäge dabei :emoji_thumbsup:
 

Mathis

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Es ist doch so einfach: am oberen Rad in vertikaler Richtung wackeln: da muss etwas Spiel sein, das darf sich bewegen, (eine Hand oben am Rad, eine Hand unten). Dieses Spiel wird durch die Spannung des Blattes in einer Endlage fixiert.

Das Gleiche in horizontaler Richtung: eine Hand links, die andere rechts: da darf rein gar nichts wackeln. Und wenn Du dann einen Finger an den Rand des oberen Rades hältst und mit aufgelegtem Band die Räder von Hand langsam drehst, darf kein Pendeln oder Schlagen des Rades bemerkbar sein, das fühlt man ganz gut. Die ganzen irren Vorschläge mit dem großen Ring, der da zufällig rumstehen müsste und rein zufällig die gleiche Größe hat wie das Sägenrad kannste alle vergessen. Btw.: sind es Scheibenräder oder noch Speichenräder?
 

Gitarrenbauer

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Es ist doch so einfach: am oberen Rad in vertikaler Richtung wackeln: da muss etwas Spiel sein, das darf sich bewegen, (eine Hand oben am Rad, eine Hand unten). Dieses Spiel wird durch die Spannung des Blattes in einer Endlage fixiert.

Das Gleiche in horizontaler Richtung: eine Hand links, die andere rechts: da darf rein gar nichts wackeln. Und wenn Du dann einen Finger an den Rand des oberen Rades hältst und mit aufgelegtem Band die Räder von Hand langsam drehst, darf kein Pendeln oder Schlagen des Rades bemerkbar sein, das fühlt man ganz gut. Die ganzen irren Vorschläge mit dem großen Ring, der da zufällig rumstehen müsste und rein zufällig die gleiche Größe hat wie das Sägenrad kannste alle vergessen. Btw.: sind es Scheibenräder oder noch Speichenräder?
sind speichenräder ... wenn ich beim drehen mit der hand was merke sind es vermutlich die lager, oder?
den rundlauf werde ich prüfen indem ich einen schraubendreher oder ähnliches am rahmen anhalten, und 1-2mm neben dem rad positioniere ... dann das rad drehen, und schon sieht man die seitliche abweichung
 

Sel

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Gabs damals, als die Maschine gebaut wurde, schon die Lager bei solchen Sägen als Kugellager? Ich denke da werden Bronzebuchsen die Arbeit verrichten. Eine solche Buchse hält, sofern richtig und regelmäßig geschmiert, fast ein Leben lang. Die Stahl- oder Gußwellen der Räder könnten allerdings Riefen haben oder Abrieb zeigen. Das wieder zu richten ist keine einfache Arbeit (abdrehen, neu wuchten, neu ausbuchsen). Also gugg genau hin und auch was für Lager drin sind. Bei Kugellager gibts normalerweise kaum Probleme (außer die sind in Zollmaßen, ist aber lösbar).

LG Sel
 

Mathis

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sind speichenräder ... wenn ich beim drehen mit der hand was merke sind es vermutlich die lager, oder?
Wenn es noch Speichenräder sind, wär ich ganz klar raus.
Solche Maschinen wurden vor oder kurz nach 1900 gebaut, und die Probleme, die du dir damit anlachst, sind einfach unkalkulierbar. Ein schlackerndes Speichenrad ist ein KO-Kriterium, alleine solche Weißmetalllager neu zu machen ist eine kleine Wissenschaft für sich mit Metallgießen usw...
Schau dir diesen Film an, die Säge dürfte ganz ähnlich sein wie deine, und werde dir bewusst, was da auf dich zukommen kann.
Kosten darf eine solche Säge nur den Schrottpreis, 2-300 Euro maximal. Mir wärs einfach zu viel Arbeit, bis so ein Methusalem wieder läuft.
Es gibt so viele gute halbwegs moderne Bandsäge auf dem Markt, dass man sich solche einen Kauf sehr gut überlegen sollte.
 

Gitarrenbauer

ww-nussbaum
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so, eine halbe schlaflose nacht liegt hinter mir, hab viel hin und her überlegt :emoji_sleeping:

lager sind so weit ich das einschätzen kann in ordnung
bandagen gehören neu
bei den führungen gehören 2-3 rollen getauscht
sonst fehlen auch noch ein paar abdeckungen
das obere rad hat schon mal eine statische unwucht, spricht ohna band pendelts sich immer an der selben position ein
zuden hat es leichten seitlichen verlauf (1-2mm)
aber das untere rad hat auch seitlichen verlauf (ca 1mm), und da vibriert nichts

zutrauen würd ichs mir die maschine einsatzbereit zu machen
reizen würds mich auch :emoji_thinking::emoji_grin:
da aber noch gefühlt 1000 andere unerledigte dinge auf meiner To-do liste stehen, die ähnliche priorität haben wie die bandsäge hab ich schließlich abgesagt . jetzt wieder neue arbeit kaufen, wenn ich vor lauter arbeit schon nicht mehr weiß wo ich anfangen soll ... schließlich hat die vernunft gesiegt, ganz untypisch für mich :emoji_sunglasses:

nun muss ich halt vermutlich etwas weiter fahren für meine bandsäge, aber ich bin zuversichtlich dass ich das passende finden werde, hat ja keinen stress (Langweilig wird mir in der zwischenzeit sowieso nicht) :emoji_slight_smile:
 
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