Absaugung TKS Haube suboptimal

ToniTurek

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Hallo zusammen,
ich habe versucht, bei meiner TKS die Absaugung der Schutzhaube zu optimieren. Allerdings mit mäßigem Erfolg.
Ich habe vor dem direkt angeschlossenen Ulmia Absaugmotor einen Abzweig, 80mm, dazwischen gesetzt und daran über einen Spiralschlauch die Schutzhaube angeschlossen. Leider ist die Saugkraft an der Haube dann nur sehr mäßig.
Vorher hatte ich einen Haushaltsstaubsauger an der Haube, was auch einigermaßen funktionierte. Allerdings war mir das separate Einschalten etwas nervig, und so kam ich auf diese "glorreiche" Idee mit dem Abzweig. Ist der 80er Schlauch wohl zu dick? Warum hat dann die Haube einen 80er Anschluss?
Ein zweites Problem: die Säge verstopft bei längerem Sägen von Langholz. Die filzigen Langholzspäne setzen dann das Gitter zu und ich kann die Säge dann per Hand über die Klappe entleeren. Sehr mühselig! Gitter rausnehmen?
Auf dem Typenschild des Motors steht 13 m³/h an Volumenstrom, was für die Säge meistens ausreicht mit Ausnahme Langholzsägen im Dauerbetrieb.
Habt Ihr Verbesserungsvorschläge, oder baue ich besser alles wieder zurück?
Danke für Eure Ratschläge,
Gruß
Toni
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Hondo6566

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Hallo, wo ist das Gitter drin? Vor dem Absaugstutzen? Kannst du getrost raus nehmen. Eventuell eine Sägeeinlage verwenden die verhindert dass Holzstücke in die Maschine fallen.
Das Problem wird das Absauggebläse sein, das hat keine allzu große Leistung. Der 45 Grad Abzweig und der 80er Schlauch sind schon richtig, die gehören aber an eine gescheite Absauganlage angeschlossen.
 

ToniTurek

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Ja, das Gitter ist innerhalb der Säge direkt vor dem Ansaugstutzen in die Öffnung geklemmt.
Aber ich lese gerade am Typenschild, dass meine o.a. Angabe zum Volumenstrom 13m³/h falsch ist. Richtig ist 13m³/min. Ist aber wohl auch zu wenig, um Haube und Säge gleichzeitig abzusaugen. Schade.
 

Hondo6566

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Diese Gebläse sind eh reine Dreckschleudern, das Leeren des Filtersackes macht kein Spass und ist gesundheitlich höchst bedenklich.
 

magmog

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Guuden,

Plastikrohr ist Mist, lange Flexschlauch ist Mist, Gitter ist Mist, Stoffsack mit zu wenig Oberfläche ist Mist, Spanhaube ist Mist.
1 Meter Flexschlauch bringt so viel Widerstand wie 10 Meter Metallrohr.
Zyklontonne dem Gebläse vorschalten.
Taschenfilter statt Stoffbeutelchen.
Haube aerodynamisch gestalten:
http://www.woodworking.de/cgi-bin/h...bbs_config.pl/md/read/id/47264/sbj/spanhaube/
Der schwarze Faden oben wird von der Luft des Sägeblatts ausgeblasen, ohne weiteres Zutun!
Ergo werde die Späne dem Absaugrohr zugeführt und muss sie nur noch abholen.
 

WilliLo

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Ich denke über exakt dasselbe Problem nach, bin aber nicht zuversichtlich, dass es besser funktioniert als die von ToniTurek dargestellte Idee: https://www.woodworker.de/forum/threads/späneabsaugung-an-einer-ulmia-1612.116490/ Immerhin, seine Haubenabsaugung setzt auf der Saugseite des Gebläses an, meine Idee hingegen auf der 'Druckseite'! Kann also auch sei, dass ich an der Spanhaube nicht etwa Sog, sondern Wind ernte? :emoji_wink:
 
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Macchia

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Auf dem Typenschild des Motors steht 13 m³/h an Volumenstrom
ich lese da 13 m³ pro Minute..?
Ist auch nicht viel aber besser aber sollte reichen.
Gitter raus, besteht ja keine große Gefahr, dass da große Trümmer reingeraten.
In welchem Ø geht es zum Sägeaggregat weiter?
Ich frage, weil ich auch einen 100er Anschluß habe aber im inneren wird sofort auf 60 reduziert.
Da die Absauge nur einen 100mm Anschluss hat, würde ich hier anders aufteilen wenn das so wäre wie bei mir.

Der Y Abzweig also 100/60/40
In Verbindung mit der Absaughaube (kenne ich nicht, dachte Panhans hat mitgedacht)
vielleicht auch ein Schritt in die richtige Richtung.

Was bei dieser Absaugung ein Nachteil ist, um so voller der Filter-/Spänesack umso weniger Saugleistung.
Das ist bei den separaten Einheiten nicht ganz so wild.

Den Motor-/Lüftereinheit starr anzuflanschen würde ich übrigens nicht machen,
Habe da einen kurze flexiblen Schlauch dran bevor es in die Verrohrung geht mit Schlauchschelle,
so kann ich schnell einen Kontrollblick auf die Lüfterschaufeln werfen, wenn es doch mal
Klonk macht.
So müßte man ja alles erst abbauen....?
wobei viel Platz hast du da unten sowieso nicht, sehe ich gerade....
 
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magmog

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Guuden,

die 1000m³/Std sind eigentlich ein schöner theoretischer Wert, bei
den vielen Bögen wird es bei 100mmØ schon knapp.
Ein zusätzlicher Zulauf mit 60mmØ und +1000mm Spiralschlauch
bringt die Sache schnell ins Kippen.
Wie sieht die Erfassung der Späne im Maschinengestell aus?

Anzunehmen wäre für die untere Sauge 565m³/Std bei einem Druckverlust von
37Pa /Mtr Rohrleitung und einem Verlust von mind. 50Pa für Abzweige, Bögen und Verteiler,
bei den vielen und engen Teilen eher wesentlich mehr. Die schnell stark verschmutzt und geringe Filterfläche haben ebenfalls eine sehr starke reduzierende Wirkung auf die Absaugleistung.
Auf das Gitter sollte unbedingt verzichtet werden, sollten häufiger Klötze in die Späneerfassung
gelangen sollte eine Klötzchenfalle vor dem Venti eingebaut werden.
 

Hondo6566

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Justus, von deiner selbstgebauten Absaughaube hätte ich gerne die Maße in etwa. :emoji_slight_smile:
Makrolon hab ich schon hier liegen in 6 oder 8mm Stärke.
 

catalano

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Justus, von deiner selbstgebauten Absaughaube hätte ich gerne die Maße in etwa. :emoji_slight_smile:
Makrolon hab ich schon hier liegen in 6 oder 8mm Stärke.
Dem würde ich mich gerne anschließen, wäre super. Fax hätte ich auch noch, allerdings nur nach Voranmeldung, da ich dann zeitweilig eine Leitung quer durch den Raum legen müsste. Ich könnte die Sachen dann auch einscannen und Andreas per Mail zukommen lassen.
Viele Grüße
Catalano
 

magmog

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Guuden,




Ansicht durch ein Estrichgitter, Maschenweite 55mm, die rote Linie zeigt die Achse des Sägeblatts




Ansicht von Vorne, als sehr sinnvoll hat sich der leicht konische Verlauf erwiesen,
(oben etwas breiter als unten)
seit dem Umbau darauf gibt es keine Verstopfungen bei langen Spänen mehr.





Details der Leitelemente, besonders das Tragflächenprofil wirkt sehr gut




Die vorher oben eingesteckte Abdeckung als Berührschutz bei schräggestelltem Sägeblatt.
In der Stellung kommen merkwürdiger Weise keine Späne von hinten hoch.




Der Clou: Die Fäden zeigen die Blaswirkung des Sägeblatts, die Späne fliegen schon durch
den Luftstrom des Sägeblatts in den Absaugstutzen! Bei einem Längsschnittblatt mit dem
großen Spanräumen ist der Effekt extrem!
 
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Hondo6566

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Super, danke.
Was machst du bei 45° Schnitten? Wollte eigentlich meine Haube so breit bauen dass das schräg gestellte Blatt noch drunter passt.
Spricht da was dagegen?
 

Macchia

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sehe jetzt erst, dass Thema ist schon 4 Monate alt...

zur Absaughaube:
mir sind die strömungstechnischen Argumente mit dem entgegengesetzten Tragflächenprofil
nicht ganz klar.

Die Tragfläche soll die Späne von den absteigenden Zähnen beschleunigen und nach oben ziehen
so dass sie zwangsläufig nicht mit dem darunter liegenden Sog der aufsteigenden Zähne in Kollision kommen?

Interessantes Thema mit der Tragfläche in der Haube.

Spontan würde ich ja den Absaugschlauch genau von oben kommen lassen und nicht von hinten....
 

Sebl

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sehe jetzt erst, dass Thema ist schon 4 Monate alt...

zur Absaughaube:
mir sind die strömungstechnischen Argumente mit dem entgegengesetzten Tragflächenprofil
nicht ganz klar.

Die Tragfläche soll die Späne von den absteigenden Zähnen beschleunigen und nach oben ziehen
so dass sie zwangsläufig nicht mit dem darunter liegenden Sog der aufsteigenden Zähne in Kollision kommen?

Interessantes Thema mit der Tragfläche in der Haube.

Spontan würde ich ja den Absaugschlauch genau von oben kommen lassen und nicht von hinten....
Bei den Projektvorstellungen im Thread von @to-mac wurde auch das Thema diskutiert. Da wurde auch auf den YT-Kanal von "Cosel" bezug genommen, der ein Ähnliches Prinzip erarbeitet hat.
Parallelogramm Absaughaube Formatkreissäge | woodworker

Hab inzwischen auch eine Haube von to-mac, aber noch keine Zeit gehabt, das "Außenrum" zu Entwerfen und zu bauen.
 

magmog

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Guuden,

das 5. Bild von oben zeigt meine Situation bei 45° Schägstellung.
Eine breite Haube hat sich durch das Einsteckteil erübrigt,
als Dauerlösung hindert der Paraanschlag deren Absenken auf das Werkstück
bei schmaleren Werkstücken, und ist außerdem dem Schiebestock im Weg.
Mit der schmalen Haube geht es noch bis ~ 22mm Breite.
 

catalano

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@magmaog
vielen Dank für die Bilder und die Beschreibung. Ich denke das wird Vorbild für meine Haube werden.
 
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