Abdichten von Brettern

SimonU

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Hallo,

aktuell plane ich eine Hütte. Das Material für die Wände sind Holzplatten (Fichtenleimholz) mit 1000 mm * 700 mm. Die Unterkonstruktion sind Holzbalken.
Die Platten schraube ich auf die Unterkonstruktion, so dasss der lange Stoß horizontal liegt. Anschließend möchte ich das ganze anstreichen um es vor Witterung zu schützen.

Die Holzplatten sind an den langen Seiten abgerundet.

Nun stellt sich die Frage, wie ich es am sinnvollsten löse:
  1. Besäume ich die lange Kante (2000 mm soll es hoch werden, sprich ich kann bei jeder Platte die Rundung absägen).
    1. Verleimen
    2. Stoß ohne Leim
  2. Ohne Besäumen
    1. Stoß mit Spachtel füllen (was nimmt man hier?)
    2. Platten wenige cm überlappen lassen
  3. Abdichten indem ich eine Latte (Dachlatte?) über die Fuge schraube
Leider weiß ich nicht, wie es am besten gemacht wird damit es möglichst dicht wird.

Vielen Dank und Grüße
 

werists

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Hallo,

aktuell plane ich eine Hütte. Das Material für die Wände sind Holzplatten (Fichtenleimholz) mit 1000 mm * 700 mm. Die Unterkonstruktion sind Holzbalken.
Die Platten schraube ich auf die Unterkonstruktion, so dasss der lange Stoß horizontal liegt.
Hi,
ich befürchte Deine Konstruktion sieht bald so aus:
https://www.woodworker.de/forum/threads/profilholz-am-spielhaus-krümmt-sich.108892/

700mm breites Leimholz als Baumaterial für eine Hütte erscheint mir ungeeignet. Das arbeitet viel zu stark.
 

Wrchto

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Wenn Du die Platten verschraubst, und das Holz keine Möglichkeit hat, zu arbeiten, dann wird es Dir entweder reissen, wenn es sich zusammenzieht, oder sich im schlimmsten Fall vorwölben (haben wir gerade in einem Thread mit einem Kinderhaus).
In einem horizontaler Stoß kann Wasser stehen bleiben, das geht bei vertikal schon schwieriger :emoji_wink:
Das Spachteln kannst Du komplett vergessen, spätestens wenn die Platten arbeiten, bröselt Dir das raus.
Meinst Du das Überlappen im Sinn einer Stulpschalung?

Wenn Du also wirklich planst, ein Ständerfachwerk zu bauen, und dann die Platten vollflächig darauf zu verschrauben, dann wird das unweigerlich zu Problemen führen. Das muss auf jeden Fall bei Feuchtigkeitsschwankungen arbeiten können.

Ich nehme an, übers Dach hast Du Dir schon Gedanken gemacht?
 

SimonU

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Danke für eure Anmerkungen. Die Problematik habe ich verstanden, darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht!

Es ist so, dass ich ca. 80 Platten habe, jede 20 mm dick, es wäre irgendwie schade die wegzuwerfen. Das Leimholz besteht aus 70 mm x 1000 mm langen Latten, 7 Latten sind an den langen Kanten verleimt und an den Stirnseiten mit einer Stahlschiene verstärkt. Die Stahlschiene lässt sich entfernen, danach könnte man die Latten auch auseinander brechen.

Wie wäre es:
  1. Das Holz davor im Regen/draußen stehen lassen?
  2. Mit einer Oberfräse ca. 11 mm x 11 mm an den Kanten abfräsen und sie dann mit Hinterschnitten verlegen + Spalte für das Ausdehnen (Bsp im Anhang)

Dach:
Hier hätte ich auch eine Balkenunterkonstruktion genommen, diese Bretter darauf geschraubt und dann Dachpappe drüber.
 

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IngoS

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Das Leimholz besteht aus 70 mm x 1000 mm langen Latten, 7 Latten sind an den langen Kanten verleimt und an den Stirnseiten mit einer Stahlschiene verstärkt

Hallo,

das sind Schalplatten. Im Baumarkt habe ich mal zwei mitgenommen. Bei denen hat sich gleich bei etwas Feuchtigkeit die Verleimung gelöst.
Solche Dinger draußen zu verarbeiten, halte ich für sehr schlecht. Bau daraus Kellerregale oder ähnliches und nimm für deine Wandverkleidung was vernünftiges. Vorschläge sind ja schon gekommen.

Gruß

Ingo
 

Wrchto

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Oder Du schneidest Dir überhaupt Streifen (dann kann sich auch keine Verleimung mehr lösen) und machst eine Stulpschalung.
 

Friederich

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Für Hüttenwände nimmt man sägeraue Bretter unverleimt. Als Stülpschalung oder Boden-Deckelschalung.
 
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