3D Druck in der Werkstatt

OmnimodoFacturus

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3D Druck in der Werkstatt.


Der Sinn dieses Threats ist das Bereitstellen von generellen Informationen für Neueinsteiger, sowie der Austausch von Erfahrungen zum Thema 3D-Druck in der Werkstatt.
Insbesondere wäre es toll, wenn Leute ihre Projekte vorstellen und eventuell sogar die Druckdateien verlinken.
Die Idee ist, dass jeder seine Erfahrungen teilt und diese hier in diesem ersten Post ergänzt werden, damit alles übersichtlich bleibt.
Wenn ihr etwas hinzufügen, Fehler korrigieren oder missverständliche Formulierungen ändern wollt, dann schreibt es, ich versuche das Ganze zu verpacken.


Allgemeines:
3D-Druck ist der geläufige Begriff für Additive Fertigung. Dabei wird ein Gegenstand durch das Auftragen von Schicht auf Schicht gebildet. Der Vorteil ist, dass sich relativ einfach komplexe Formen herstellen lassen, die sich oftmals – wenn überhaupt – nur mit einer 4 oder 5 Achs-Fräsmaschine herstellen lassen würden.
Für den Heimgebrauch gibt es zwei verbreitete verschiedene Verfahren:
FDM (Fused Deposition Modeling), das bekannte, klassische, günstigere Verfahren, bei dem sich ein Druckkopf in Bahnen über ein Druckbett bewegt und Kunststoff von einer Rolle als Material benutzt.
SLA (Stereolithografie) bei dem ein flüssiges Filament mit Hilfe von Licht gefestigt wird.
Wir konzentrieren uns hier auf FDM, da dieses Verfahren für Anfänger besser geeignet und für den Einsatz in der Werkstatt einfacher zu handhaben ist.

Begriffe:
Bauraum
: maximale Länge x Breite x Höhe die der Drucker drucken kann
minivmk3.jpg

Druckbett: Die Druckplattform auf der das Objekt vom Drucker platziert wird
Druckkopf: gesamte Druckeinheit, die vom Drucker bewegt wird
3d-druckkopf-ph-40.jpg

Extruder: kleiner Motor mit einem Zahnrad, das das Filament durch das Hotenend und die Nozzle drückt, um Material zu drucken
Filament: Material (meist Kunststoff) mit dem gedruckt wird
PLA_1-75_Metallic_Rot_800g_600x600.jpg

Hotend: aufgeheizter Teil des Druckkopfes
Infill: Füllung eines sonst holen Körpers in %
3d-druck-infill-rectilinear.jpg

Layer: einzelne Druckschicht
Nozzle: Düse durch die das Filament gedrückt wird bevor es aufgetragen wird
images

Slicer: Programm, das das 3D Modell in einen vom Drucker lesbaren G-Code übersetzt
Support: Stützstruktur um überhängende Gegenstände drucken zu können
Brim/Raft/Skirt etc.: Strukturen um das Anheften des Druckobjektes an das Druckbett zu verbressern
a-comparison-of-two-types-of-supports-formlabs-180518.jpg

raft+ov.JPG

Wall Count: Wandstärke eines holen Körpers


Getting started:
3D Drucker gibt es bereits ab relativ niedrigen Preisbereichen von etwa 150€ an. Oft können die Drucker direkt aus China gekauft werden. (Bedenkt bitte, dass dabei noch Zoll gezahlt werden muss.) Gut brauchbare Maschinen mit etwas besserer Ausstattung kosten momentan oft ab 300-350€, sehr gute Maschinen können noch deutlich teurer werden. Allgemein kann man davon ausgehen, dass man bei sehr günstigen Maschinen eventuell einige Dinge optimieren muss, um gute Ergebnisse zu bekommen, während teurere Maschinen oft problemfreier funktionieren.
Oft genauso wichtig wie der Drucker selbst ist aber eine funktionierende Community die sich aktiv Modifikationen und Problemlösungen ausdenkt. Ich persönlich tendiere daher zu bekannteren, großen Herstellern. Gerade von chinesischen Herstellern braucht ihr keinen Support bei Problemen erwarten. Je mehr Leute euren Drucker besitzen, desto eher könnt ihr darauf hoffen, dass ihr das Problem lösen könnt. Auch kann es bei chinesischen Druckern, die nicht auf Open Source Hardware basieren zu Ersatzteilproblemen kommen. Das stellt gerade vor Anfänger vor Herausforderungen.

Wenn ihr euch für einen 3D Drucker entschieden habt und er bei euch angekommen und aufgebaut ist, muss er erst kalibriert werden. Die Hersteller legen dazu meist Anleitungen bei. Da dieser Vorgang von Drucker zu Drucker unterschiedlich ist, macht es keinen Sinn das hier zu erläutern. Wichtig ist aber, dass das Druckbett gerade und im richtigen Abstand zur Nozzle für die erste Schicht ist.

3D Drucken hat etwas von manueller Fotografie: es gibt viele Einstellungen, die passen müssen, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Wer erwartet auf „Drucken“ zu klicken und sofort einen perfekten Gegenstand zu erhalten, der täuscht sich.
Wichtig sind zunächst: Nozzle Temperatur, Druckgeschwindigkeit, Layer Hight(Höhe), Infill, Wall Count
Sucht euch für den Anfang leichte Testobjekte auf Thingiverse raus wie den berühmten „Prusa Benchy“. Die Drucktemperatur und Geschwindigkeit wird grundsätzlich von eurem Filament bestimmt (natürlich weichen die Werte von Drucker zu Drucker ab). Auf eurem Filament stehen Empfehlungen des Herstellers. Diese treffen meist relativ gut zu. Bei einem neuen Filament steige ich mit einem mittleren Wert im empfohlenen Bereich ein und probiere mein Glück. Falsche Einstellungen äußern sich auf verschiedenste Weise in schlechterer Druckqualität. Darauf können wir noch mal separat eingehen. Bei normalen 1,75mm Filamenten (Durchmesser des Drahtes, man muss schauen welchen Filamentdurchmesser der Drucker benötigt) empfiehlt sich für den Anfang eine Layer Hight von 0,15mm und mehrere Wall Layers. Support benötigt ihr nur wenn euer Modell überhängende Teile hat und „Klebehilfen“ wie ein Brim/Raft/Skirt etc. braucht ihr hauptsächlich wenn euer Modell nur eine kleine Standfläche hat.
Mit dem Infill und Wall Count bestimmt ihr die Stabilität eures Druckobjektes, aber auch wesentlich wie lange der Druck dauert.

3D Modell:
Euer 3D Modell müsst ihr zunächst erstellen wenn ihr keine Modelle von anderen Leuten benutzt. Programme, die sich anbieten sind Fusion360, Sketchup, AutoCAD, Tinkercad.com, Solidworks und zahlreiche andere. Darauf gehe ich hier erst mal nicht ein.
Euer exportiertes 3D Modell muss daraufhin in einem Slicer in G-Code umgewandelt werden, damit der Drucker etwas damit anfangen kann. Meist wird eurem Drucker ein Slicer des Herstellers beigelegt. Andere, unabhängige Slicer gibt es auch. Zu nennen wären hier vor allem Cura und Simplify3D, die einen höheren Funktionsumfang bieten.
Beim Slicen ist auch auf die Orientierung des Druckobjektes zu beachten: das Objekt hat immer zwischen den Layern Schwachstellen.

Sicherheit + Aufstellort:
3D Drucker sind Maschinen, die wie andere Maschinen auch immer mit der eigenen Sicherheit im Hinterkopf benutzt werden sollten. Oft gibt es Hinweise, dass 3D Drucker das brennen anfangen. Hier sollte beachtet werden, dass ich ausdrücklich empfehle nur in Deutschland Maschinen zu kaufen und nur mit CE Kennzeichnung. Ein 3D Drucker gehört nicht direkt in eine Werkstatt mit massig Holzstaub. Die Kühlung kann sich zusetzen und es kann zum Feuer kommen. Zudem verstopft Staub die Druckdüse. Wenn ihr einen 3D Drucker in der Werkstatt betreibt, dann bitte in einem luftdichten (Glas)Schrank.
3D Druck Materialien können beim Druck einen unangenehmen Geruch abgeben. Man sollte sich nicht stundenlang (bspw im Schlafzimmer 3D Drucken) im gleichen Raum aufhalten. Insbesondere ABS sollte eher mit offenem Fenster, oder sogar mit einer Absaugung betrieben werden. Geht bitte mit gutem Menschenverstand an die Sache ran. Was heiß ist kann brennen und was chemisch stinkt ist nicht gut für die Gesundheit. Lasst euch davon aber nicht abschrecken, wer einfach normalen Verstand an den Tag legt, der sollte kein Problem haben.
 
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OmnimodoFacturus

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Leider muss ich den ersten Beitrag aufteilen, weil ich ins Zeichenlimit komme.

Materialien:
Es gibt verschiedenste Filamente für die verschiedenen Anwendungen. Für FDM 3D-Drucker hier die geläufigsten Materialien:

PLA: das Filament der Wahl für Einsteiger und Fortgeschrittene. Einfach zu drucken, ausreichend stabil, günstig und mit jedem Drucker druckbar. Es schmilzt schon bei um die 200°C und kann schnell gedruckt werden. Es gibt auch zahlreiche Varianten mit bspw. erhöhter Stabilität oder mit Metallpulver (beim polieren sieht das Objekt dann metallisch aus), Carbonpulver, oder sogar Holzpulver. Diese Pulverbeimischungen sind meistens rein kosmetisch und verschleißen sehr schnell die Nozzle, die dementsprechend öfter getauscht werden muss.

PETG: Relativ einfach zu drucken, ähnlich zu PLA. Hat den Vorteil, dass das Material Lebensmittelecht und relativ witterungsbeständig ist.

ABS: sehr harter Kunststoff, bekannt vom Spitzguss. Benötigt sehr hohe Temperaturen von oft über 250°C, sowie ein stark beheiztes Druckbett um Warping (Verziehen) der Druckobjekte zu vermeiden. Damit kann nicht jeder Drucker mit diesem Material problemlos umgehen.

Nylon: sehr zäher Kunststoff, der sehr schwierig zu drucken ist.

TPU: äußerst interessantes flexibles Filament, das je nach Version leicht flexibel bis nahezu gummiartig/silikonartig biegbar ist. Das ermöglicht sehr interessante Anwendungsfälle. Leider sind flexible Filamente nicht mit jedem Drucker gut druckbar, weil sich das flexible Filament zwischen Extruder und Hotend verheddern kann und damit den Druckkopf verstopft.

Lagerung:
Filament zieht mit der Zeit Feuchtigkeit aus der Luft und bricht dann leichter und kann die Nozzle verstopfen. Aus diesem Grund sollte es trocken gelagert werden. Ich hebe mein Filament nicht im Keller auf und lagere es in einer IKEA-Plastikkiste mit 1kg Trockensilikat über den Boden der Kiste verteilt.

Empfehlungen des Forums für Filament:

Polymaker PolyLite: Damit drucke ich, wenn ich sehr gute Ergebnisse brauche. Im Vergleich nicht billig. Allgemein bin ich mit Polymaker Filamenten bisher gut gefahren, außer beim Preis.

Amazon Basics Filament PLA: hab mir mal eine Rolle gekauft, weil sie sehr günstig war. Preis Leistung war gut, ich nutze es immer noch für Drucke bei denen ich nur etwas testen will und die nicht gut aussehen müssen.

Polyalchemy: ich hab schon gutes gehört, aber noch nicht getestet.

Prusament PLA: soll wohl sehr gut sein, teste ich wenn ich mal wieder was brauche.

3D Prima: Empfehlung von Forumsmitglied ManuelS, scheint viele verschiedene Materialien in guter Qualität zu bieten.


Empfehlungen des Forums für Drucker:
An dieser Stelle würde ich gerne konkrete Empfehlungen für brauchbare Maschinen und Filamente sammeln. Bitte versteht aber, dass das nicht weiteres Einholen von Informationen ersetzt. Wenn euer Drucker Probleme macht, dann bin ich nicht schuld, nur weil er hier mit in der Liste aufgeführt ist. Alle Empfehlungen stehen zur Diskussion und sollen ergänzt werden.

Drucker im Bereich bis 250€
Anycubic Mega S
: günstiger Drucker mit relativ großem Druckvolumen
anycubic-i3mega-s-600x600.jpg

Creality Ender 3 (Pro): großer Bauraum, benötigt eventuell ein paar Tweaks. Teils gemischte Reviews. Gibt es oft etwas günstiger im Angebot.
ender-3_3d-drucker_creality3d-360x360.jpg



Drucker im Bereich bis 400€
Prusa Mini
: sehr zuverlässiger Drucker im Einsteigerpreisbereich mit vielen Funktionen der Oberklasse und toller Community. Funktioniert sehr zuverlässig, benötigt kaum eigene Verbesserungen. Etwas kleinerer Bauraum von immerhin 18x18x18cm.
original-prusa-mini.jpg


Drucker im Bereich bis 800€
Prusa i3 MK3S
: sehr guter 3D Drucker im gehobenen Preisbereich mit zahlreichen Modifizierungsmöglichkeiten, toller Community und einem möglichen multi-Material-Upgrade. Allerdings noch 8bit Prozessor und ein etwas altmodisches Display. Sehr wenig Probleme beim Drucken. Für Leute die einen sehr zuverlässigen Drucker haben wollen die erste Wahl.
original-prusa-i3-mk3s-bausatz.jpg



Creality CR-10: riesiger Bauraum, große Community, sicher nicht problemloses Drucken, aber viele Möglichkeiten.
20190911142003_53761.jpg



Drucker im Bereich über 800€:
Dieser Preisbereich ist etwas für Leute, die sehr genau wissen was sie brauchen. Bspw. Ultimaker sind sicher sehr sehr gute Maschinen, aber für den Hobbyanwender nicht den Aufpreis wert. Meistens handelt es sich um Geräte für Firmen, die einfach 24/7 laufen müssen.
ultimaker-2-3d-drucker-kaufen1.jpg
 
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OmnimodoFacturus

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Anwendungsbeispiele aus der Community:
Viele Fragen sich jetzt natürlich, "was soll das alles" und "was bringt mir das in der Werkstatt". Die Anwendungsbereiche sind dabei zahlreich:
  • Ersatzteile für Maschinen herstellen, für die es vom Hersteller keine Ersatzteile mehr gibt
  • Änderungen von Originalteilen, um diese für einen speziellen Zweck anzupassen/zu verbessern
  • Teile erstellen, die es so nicht zu kaufen gibt
  • Maßanfertigungen
  • Teile selbst herstellen, die vom Hersteller nur für sehr viel Geld verfügbar sind
  • Teile selbst herstellen, die lange Lieferzeiten haben oder schwer verfügbar sind
  • Eigene Vorrichtungen erfinden
Um diesen Behauptungen Beispiele folgen zu lassen, haben dankenswerterweise einige Mitglieder dieses Forums tolle Anwendungsbeispiele dokumentiert und als Anregungen hier ins Forum gestellt. Hier die Beiträge auf einen Blick, schaut euch das unbedingt an!
(Ich versuche die Liste aktuell zu halten, schickt mir gerne eine Nachricht, wenn ich etwas übersehe.)

Dikado zeigt in diesem Beitrag eine Bohrschablone, die auf 0,1mm genau ist.

conny_g zeigt in seinem ersten Sammelbeitrag: Gummifüße für Schneidbretter, Stuhlgleiter, Werkzeug Sammler, Montagehalter für Schilder, Kühlwasserverteiler, Streichmaß, Abdeckkappen für Schraubenlöcher, Schrankhaltewinkel, justierbare Halteklammern

conny_g zeigt in seinem zweiten Sammelbeitrag: Kabel Zugentlastung, Glasbodenhalter, Winkel für Zinkenfräsvorrichtung, Zyklonabscheider, Absaugadapter, Elektronikgehäuse

conny_g zeigt in seinem dritten Sammelbeitrag: Jalousiengurt-Abdeckung, VESA-Mount Adapter, Blenden Haltewinkel, Glasscheiben Halter, Silikon Gussform

Dikado zeigt in diesem Beitrag eine Lochreihenbohrvorrichtung, eine vergrößerte Anschlagkante für die Oberfräse, Systainer Befestigung, Gleitschuhe für eine Fräsvorrichtung

schrauber-at-work zeigt in einem anderen Thread seine Mostly Printed CNC (MPCNC)

Dikado zeigt in einem anderen Thread seinen Absaugadapter für einen Festool Schlauch.
 
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OmnimodoFacturus

ww-esche
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Wo ist denn der Mega S unter 200€ zu haben?
Der E3 Pro und Mega S sind im selben Preisbereich, ich würde nicht außerhalb von Angeboten kaufen (warte noch), wobei der E3 Pro in der Regel bei Angeboten besser wegkommt preislich (170€ und darunter).
Auch wenn nicht genannt, möchte ich explizit vor Anet Druckern warnen.
Des Weiteren, naja der Mega S ist noch(!) eine Empfehlung, der Mega ohne S wird seit kurzem mit proprietären Boards ohne Sicherheitsvorrichtungen ausgeliefert, und ist damit in die Kategorie Firestarter wie die Anets einzuordnen.
Danke für den Hinweis ich passe den Preisbereich bis 250€ an. Drunter wird es sonst relativ dünn mit brauchbaren Druckern.
 
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Dikado

ww-robinie
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Der Anycubic i3 Mega kostet z.Zt. 115,80 € bei AliEx. Der Mega-S liegt bei 159,22€
 

Holzfummler

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Hi Omnimodo,
prinzipiell finde ich deine Idee gut.
Ergänzungen meinerseits:
a) der heise-Verlag bietet ein make-Sonderheft 10/2019 zu 3d-Druckern.
b) vor dem Drucken kommt aber das Thema Konstruktion/CAD, also SW; welche sind für einen Laien wie mich (alte Schule mit HB-Mienen und A3-Zeichenbrett) geeignet, welche PC-HW ist da sinnvoll?

Gruß
Thomas
 

KalterBach

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Ich schlage vor, der Bereich wird noch um Die gesundheitlichen Risiken ergänzt.

Nicht jeder Aufstellort ist geeignet, nicht jedes Material gesundheitlich unbedenklich.

Erste Studien Ligen bereits und haben Ergebnisse gezeigt.
 

Dikado

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vor dem Drucken kommt aber das Thema Konstruktion/CAD
Ich sag mal jein.
Angefangen hab ich mit fertigen Dateien, die ich mir kostenlos bei Thingiverse.com heruntergeladen habe.
Der Einstieg ins CAD hab ich dann mit Tinkercad.com gemacht. Damit erstelle ich noch heute einfache Projekte wie z.B.
meine Bohrschablone. Ich möchte sie nicht mehr missen.
Mit einem Hülsenbohrer, der sich selbst zentriert kann ich damit auf 0,1mm genau bohren, vorausgesetzt, man hält die Bohrmaschine gerade.
 

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schrauber-at-work

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Mahlzeit,
Mega S unter 200€ zu haben?

Gibt es immer mal wieder. Meiner lag Ende 2018 mit 1Kg Filament bei 197€ (all inkl., Verkäufer in D).

Der E3 Pro und Mega S sind im selben Preisbereich

Den E3 Pro habe ich noch nicht lange, diesen habe ich für 146€ "geschossen". (all inkl., Verkäufer in D)


Da kommt dann halt noch Versand, Zoll und Einfuhrumsatztsteuer drauf. Wenn keine CE Kennzeichnung oder CE-Konformitätserklärung dabei ist kann auch sein es wandert beim Zoll direkt in den Schrott.

Beide sind für Einsteiger recht gut geeignet, kommen weitestgehend vormontiert. Der Ender ist etwas aufwändiger zum aufbauen als der Any.

Der Ender hat einen größeren Bauraum, läuft leiser und die Riemen lassen sich besser/ einfacher spannen.

Der Any macht seinen Job gut, meiner hat jetzt >400h, keine Auffälligkeiten bis auf die Lüfter, die benötigen beim einschalten und aufheizen nen kleinen "Schüttler" damit Sie sauber hochlaufen. Ansonsten ist noch das 1. Bett, das 1. Hotend (2. befindet sich im Lieferumfang) im Einsatz. Düse habe ich mal vor ~100h gegen eine aus Edelstahl getauscht (Die Messing war verschlissen).
Ansonsten betreibe ich Ihn "out of the box", habe nichts modifiziert.

Der Ender hat noch <20h bezüglich Dauerhaftigkeit kann ich da noch keine Aussage treffen.


Gruß SAW
 

InstantMuffin

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Der Anycubic i3 Mega kostet z.Zt. 115,80 € bei AliEx. Der Mega-S liegt bei 159,22€

Link bitte.
-S für 159€ würde ich mir glatt kaufen. Weil man für den E3Pro eh noch ein neues Bett bräuchte, da wäre der günstigste Preis für den 180€.

Gibt es immer mal wieder. Meiner lag Ende 2018 mit 1Kg Filament bei 197€ (all inkl., Verkäufer in D).

Ich meinte JETZT. In diesem Moment. Wann wird jetzt vergangen sein? Bald.
<200€ mit 1kg Filament für den S wäre aber interessant für mich.

Wichtiger Aspekt ist für mich hier, Aufstellort in der Werkstatt und Sicherheit.
Weil jeder(!) Drucker kann brennen. Und dann ist da noch trockenes Holz. Darüber hinaus, wenn man den Drucker in der Werkstatt hat: Staub?

Ich denke man kann ein ganzes Forum füllen bzgl. 3D-Druck. Daher meine Frage an den TE, worum genau soll es in diesem Thema gehen? Für mich ist die Kombination Holzwerken/3D-Druck interessant (Ersatzteile, Helfer, gemeinsame Unterbringung).
Schön fände ich auch einen Forum-Druckservice, wenn sich Leute hier dazu bereit erklären. Es gibt ja bspw. auch Leute, bei denen man wohl Laserzuschnitt machen kann.
 
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OmnimodoFacturus

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Hi Omnimodo,
prinzipiell finde ich deine Idee gut.
Ergänzungen meinerseits:
a) der heise-Verlag bietet ein make-Sonderheft 10/2019 zu 3d-Druckern.
b) vor dem Drucken kommt aber das Thema Konstruktion/CAD, also SW; welche sind für einen Laien wie mich (alte Schule mit HB-Mienen und A3-Zeichenbrett) geeignet, welche PC-HW ist da sinnvoll?

Gruß
Thomas

Ja es gibt natürlich auch Internetseiten und Foren, die sich nur um 3D Druck kümmern. Das soll mehr eine kurze Einführung für dieses Forum hier sein und bei unserem Hobby mögliche Anwendungen darstellen. Dein PC muss nicht übermäßig schnell sein, wenn du nicht krass komplexe Teile planst. Ich arbeite mit Fusion360, weil man da mit einer ganz normalen Zeichnung (wie am Papier nur präziser) anfängt und die dann "3D macht". Zudem ist es für Hobby Anwender kostenlos.

Ich schlage vor, der Bereich wird noch um Die gesundheitlichen Risiken ergänzt.

Nicht jeder Aufstellort ist geeignet, nicht jedes Material gesundheitlich unbedenklich.

Erste Studien Ligen bereits und haben Ergebnisse gezeigt.

Ich hab es ergänzt!
 

OmnimodoFacturus

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Ich persönlich würde immer lieber für die paar Euro mehr auf Ebay oder bei anderen deutschen Händlern einkaufen, als bei Alibaba einzukaufen. Das dauert ewig, du musst dich mit dem Zoll rumschlagen, hast eventuell kein CE Zeichen, Probleme mit Gewährleistung etc..
Ob einem dieser Aufwand wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Jeder weiß auf was er sich einlässt.
 

InstantMuffin

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Zoll, Wartezeit und CE(?) entfällt, wenn du aus einem Lager innerhalb der EU liefern lässt. Dafür sind die auch da.
Man sollte nur darauf achten von Anycubic bzw. Creality direkt zu beziehen.
 

OmnimodoFacturus

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@InstantMuffin: dann bekommt man die aber nicht mehr zum China Preis.

@Frucht: Ich hab die Formulierung vorhin schon angepasst. Der MK3S ist ein exzellenter Drucker, der es an Zuverlässigkeit mit ganz vielen deutlich teureren Druckern aufnimmt. Er ist auch noch nicht besonders alt. Allerdings basiert sein Prozessor noch auf 8bit Technik, der Prusa Mini (und der bald erscheinende Prusa Max) basieren schon auf 32bit Technik. Das erlaubt bspw das Nutzen eines Farbdisplays mit einer Druckvorschau und eventuell mehr Möglichkeiten in der Zukunft. Das heißt aber nicht dass der MK3S veraltet ist. Es wird auch weiterhin Funktionsupdates geben. Du kannst auch davon ausgehen, dass es wie bisher immer ein "Upgrade Kit" gibt, wenn der MK4 raus kommt. Das besteht meistens aus einem neuen Controllboard und eventuell einem neuen Druckkopf und kann einfach an das alte Gerät angebaut werden. Du machst mit dem MK3S also sicher nichts falsch. Vom Erscheinen eines Mk4 hab ich aber noch nichts gehört. Es wird aber demnächst irgendwann ein Prusa mit größerem Bauraum für etwas über 1000€ erscheinen.

Der MK3S hat trotz des 8Bit Boards Technik von denen Drucker wie ein Ender 3 oder Mega S nur träumen wie ein entfernbares, flexibles Druckbett, automatische Erkennung verschobener Schichten, ist deutlich(!) leiser, automatisches Druckbett leveling und allgemein hochwertigere Komponenten.
 

Dikado

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Stellt doch mal ein paar Ergebnisse hier ein. Ich freu mich immer über Anregungen.
 

schrauber-at-work

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Wichtiger Aspekt ist für mich hier, Aufstellort in der Werkstatt und Sicherheit.
Weil jeder(!) Drucker kann brennen. Und dann ist da noch trockenes Holz. Darüber hinaus, wenn man den Drucker in der Werkstatt hat: Staub?

Mein Any steht auch in der Werkstatt, ist eingehaust, hat somit keine Probleme mit Staub. Türe als Rahmen (meine ersten Schlitz/ Zapfen Verbindungen mit der TF) Füllung Konstruktion, Füllung Glas. Darüber hängt ein Feuermelder.

Der Ender steht derzeit noch im Wohnzimmer.

@InstantMuffin: dann bekommt man die aber nicht mehr zum China Preis.

Siehe:

Gibt es immer mal wieder. Meiner lag Ende 2018 mit 1Kg Filament bei 197€ (all inkl., Verkäufer in D).

Den E3 Pro habe ich noch nicht lange, diesen habe ich für 146€ "geschossen". (all inkl., Verkäufer in D)
 

InstantMuffin

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Jo.
Also, wenn du den E3 Pro für 160€ siehst, sage Bescheid. Dasselbe für den Mega-S <=180€ (bzw. mit 1kg Filament <200€). Ich halte seit Neujahr Ausschau.
Ich will mit dem Filament unter 200€ bleiben. Beim E3 müsste man das Druckbett austauschen, evtl. noch bessere Federn. Der Mega-S hat eine bessere Anfangsleistung, ist aber nicht so upgrade-freundlich. Da würde ich nichts tauschen.

Bzgl. Einhüllung sind meine Bedenken Staub vs. keine Frischluft/Überhitzung? Aber bei dir geht das luftdicht?
 

Mr.Ditschy

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Finde das Thema gut und habe den Ender3.

Als Anfänger hatte ich jedoch am meisten Probleme mit dem Ender3-Menü selbst (da auf Englisch), also was für was eigentlich gedrückt werden sollte oder was muss überhaupt gemacht werden, um einen Druck da raus zu bekommen … des weiteren dann dass man Cura benötigt und da etwas zu wandeln, und was in dessen Programm eingestellt/angepasst werden muss (auch alles Englisch), um einen vernümpftigen Druck zu bekommen, und und und … also ohne in einem "3D Druck Forum" dessen erste Schritte Stück für Stück an- und zu hinterfragen, wäre ich da absolut gescheitert.

Doch die ersten stl hatte ich alle von thingiverse runter geladen und wenn bedarf war, etwas in Cura verändert … doch bald merkt man, das es ohne CAD eben doch nicht geht, also habe ich mich dann nach und nach in SketchUp eingearbeitet (aber da klappt auch nicht immer alles, eben je nach Zeit).

Gedruckt wird jetzt alles was das Heimwerkerherz begehrt …. :emoji_relieved:


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Infos ok, aber wie willst die einzelnen Funktion beschreiben?
 
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