Übernutzung eines Frästisches ?

Andros1989

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Guten Abend zusammen,

im November diesen Jahres bekomme ich meinen Anbau vom örtlichen Holzbauer hingestellt und durch den Kostenvoranschlag der verputzen Fassade hab ich mich dazu entschieden, die Fassade in Holz zu verkleiden. Die verputzte Fassade soll nämlich 12.500 Euro kosten.

Sägeraue Dielen kann ich komplett in 3 Meter länge verarbeiten. Formatkreissäge und großer Hobel sind vorhanden. Die ganze Zeit gingen meine Frau und ich davon aus, dass wir eine Boden-Leisten Schalung wollen. Seitdem wir aber die Neubaugebiete unsicher gemacht haben, kam uns bei einem Haus eine neue Idee.
Eine Art Nut und Feder. Keinen schwarzen Hintergrund, sondern durchgehend in Basalt grau.
Ich versuche mal euch ein paar Bilder anzufügen damit ihr es besser versteht.

Meine eigentlich Frage betrifft nun meinen Frästisch. Dieser läuft mit einer Triton Fräse und einem 50mm Falzkopf der Firma Klein. Erste Probefräsung waren wirklich vielsprechend. Ich weiß aber so garnicht ob die Maschine das in irgend einer Form mitmacht. Sie ging in Last, Pfiff aber wirklich nicht aus dem letzten Loch. 3 Meter Diele .. Zwei Falze .. sind gleich 6 Meter.
Krieg ich 60 Meter hin und brauch dann eine halbe Stunde Pause oder brauch ich nach 12 Metern schon eine Pause von 3 Stunden, weil die Maschine mir am abrauchen ist. Vielleicht kann mir irgendwer dazu was sagen.
Grundsätzlich auch die Frage zum Profil. Gekaufte Profile sind wesentlich aufwendiger in ihren Fräsungen ? Übersehe ich bei meiner einfach Überplattung irgendwas ? Einen Spalt werde ich auf jedenfall wegen des Schwinden und Quellen einbauen.

Achja einen kleinen Vorschub von Bernardo und co. würde ich mir aber hierzu anschaffen.
Die Leisten sollen dann eine ca Breite von 60-80mm haben,
besten Gruß
Andreas.
 

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Martin45

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Puhhh. Ne Oberfräse? Da hätte ich bei der Menge bzw. dem Dauerlauf Bauchschmerzen.
Wenn du es wirklich selber fräsen willst. Kauf dir für 600-800Euro ne alte 4kW o.ä. Starrspindelfräse mit Vorschubapparat (hoffe du hast irgendwo nen 400V Anschluss) und hinterher verscherbelst du sie wieder für 400-800.

Was machst du bei deinem Profil wenn sich das Holz verzieht, windschief wird etc.? Ich würde auch daher auf bewährtes setzen.

Willst du bei deinem Profil sichtbar befestigen?
 

Johannes

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Hallo,
einen Falz mit 2 cm2 sollte deine Oberfräse problemlos schaffen. Das hat meine Elu Mof96 mit 600W schon oft geleistet.
Bei der Montage muss an beiden Fälzen etwas Luft bleiben.
Die Kanten müssen unbedingt abgerundet werden, sonst wird dort die Lasur zu dünn.

Es grüßt Johannes
 

Martin45

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Den Tipp zur Lasur möchte ich unterstützen.

Noch zwei andere Punkte.
Eine so große Fläche zu streichen ist nicht zu unterschätzen. Wenn du beidseitig streichst, etwas zwischenschleifst, auf der Außenseite noch 1-2 weitere Male streichst, dann hast du bei einer Fassadenfläche von vielen m² einen wahnsinnigen Streichaufwand zeitlich, wenn du es gründlich machst.
Und das andere. Wie schleifst du deinen schmalen, kleinen Spalt in 10 Jahren, wenn der Erstanstrich runter ist? Das ist ne Sauscheissarbeit. Vielleicht lässt sich der Punkt jetzt durch ein günstig geformtes Fräsprofil bereits "entschärfen". Es hat jedenfalls einen Grund, dass viele Häuslebauer ihr Holz in ehren vergrauen lassen statt zu streichen. Gestrichen und verwittert sieht mies aus, einmal gestrichen oder lasiert, immer gestrichen/lasiert.
 

Andros1989

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das sind sehr gute Punkte.
das ganze möchte ich einmal mit der Osmo Öl Schutz Lasur in basaltgrau auf der Rückseite streichen und eben zweimal auf der Vorderseite.
Ins Grübeln komme ich aber jetzt trotzdem. Wäre es sinniger eher eine Vergrauungslasur aufzutragen anstatt eines Öles ? Bilden die irgend eine Schicht oder beschleunigen sie nur einen Prozess ?
Keine Option ist das natürliche Verwittern. Ich mag es so absolut garnicht wenn die nicht so beregneten Stellen anders bzw garnicht vergrauen.

Habt ihr ne Idee zu einem günstigeren Profil ?
 

Eilberger

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Das einfachste in der Herstellung bei deiner Ausrüstung ist wohl die Boden-Deckel-Schalung.
Wenn man offenporig braun lasiert, braucht man nicht schleifen, sondern kann immer drüberpinseln. Ist halt Geschmacksfrage. Warum eigentlich die Rückseite streichen?

Das Profil von Dir ist nicht schlecht, denke ich. Bei der Montage mußt du die Wetterseite beachten, das da nicht die offene Fuge hin geht. Die Kanten würde ich aber brechen. Das ganze evtl. Lohnhobeln lassen?

Ich werde das mal anbieten... Kunde kommt, übernachtet 1, 2 mal hier. Dann stellen wir gemeinsam den 4-Seiter ein und er geht glücklich mit seiner selbst gemachten Ware heim und hat Urlaub gehabt, oder schneiden Stammware ein, etc...
Leider ist die Plattform, mit der ich kooperieren wollte, pleite.

Aber vielleicht gibt's sowas auch bei Dir
 

Andros1989

ww-robinie
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Ach ja.. und die rechte Seite sollte normalerweise außen sein (also nicht wie im Bild)
Danke für deinen Tipp. Das im Bild gezeigte war nur eine schnelle Probefräsung. Wollte nur das gewünschte Profil zeigen und habe nicht auf links und rechts geachtet.

Die Rückseite … um einen Grundschutz herzustellen ? Aber Mehr ein Gedanke von mir wie fachmännisch beurteilt.
 

Martin45

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Problem sehe ich beim Urlaub im Sägewerk: wie kommen die 2 m3 Holz zu dir und dann wieder zurück. Bisschen schwer für die meisten Urlaub-Normalos. Ansonsten gutes Angebot:emoji_slight_smile:
 

bast_ig

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Noch ein Aspekt zum Profil, persönlich kenne ich mich aber nicht mit Fassaseden aus: dein Profil sieht aus wie eine "Z-Form". in dem neu errichteten Genossenschaftsbau, in dem ich wohne, wurde auch so ein Profil verbaut. Der Fassadenbauer erwähnte mal in einem persönlichen Gespräch, dass er dieses Profil konstruktiv gegenüber Nut-Feder unterlegen findet.

Tatsächlich sind an dem Haus nach zwei Jahren an der Wetterseite schon einige Rissschäden zu sehen.

Grüße
 

Andros1989

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Noch ein Aspekt zum Profil, persönlich kenne ich mich aber nicht mit Fassaseden aus: dein Profil sieht aus wie eine "Z-Form". in dem neu errichteten Genossenschaftsbau, in dem ich wohne, wurde auch so ein Profil verbaut. Der Fassadenbauer erwähnte mal in einem persönlichen Gespräch, dass er dieses Profil konstruktiv gegenüber Nut-Feder unterlegen findet.

Tatsächlich sind an dem Haus nach zwei Jahren an der Wetterseite schon einige Rissschäden zu sehen.

Grüße
Rissschäden durch ? Hast du ne Idee wieso ?
 

Uranus

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Ich seh bezüglich der Fräse nicht so das Thema. Wenn du aber mit einem kleinen Vorschub arbeitest musst du für ausreichend Absaugung und Kühlung sorgen. Irgendwann frisst sich das Lager in einem Kunstoffgehäuse bei zu viel Stauwärme.
Ich würde versuchen die Späne vom Fräser wegzubekommen, damit die Wärme auch wegkommt. Bei Tischfräsen hast du das Problem ja nicht, da ist der Fräser groß und kühlt sich durch seine Umdrehung und den Luftstrom der Absaugung selbst. Bei Oberfräsen geht das nicht. Dann wird der Fräser heiß, dann kommt das ganze Harz des Nadelholzes auf den Fräser und schon gehts von der Fräsleistung bergab.
Ich würde also am Fräser mit einem Dauerluftstrahl aus dem Kompressor die Späne fernhalten und die Fräse zusätzlich auch mit einem Gebläse kühlen. Dann kannst du wahrscheinlich im Akkord arbeiten. Absaugung hast du ja wahrscheinlich sowieso.
Ich kann dir die Wetterschutzfarbe von Sikkens empfehlen, bei Nadelholz musst du aber einen Sperrgrund wegen dem Harzdurchschlag aufbringen. Consolan wäre das günstigere Produkt, lässt sich sehr gut verarbeiten, hält gefühlt genauso lang.
Wetterschutzfarbe lässt sich gut rollen, geht schneller als Lasur zu pinseln. Lasur kann man prinzipiell aber auch im Spritzverfahren auftragen, ein Punkt mehr für die Lasur. Dabei geht aber halt einiges verloren als Overspray.
 

Kerstenk

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nimm einen Wendeplattenfräser, die sind schärfer, Durchmesser so klein wie möglich, großer Durchmesser verlangt großes Drehmoment, belastet den Motor.
Vorschub ist gut, damit kannst Du die Leistung gut ausnutzen, so das ein Dauerlauf möglich ist. Ich fräse am Frästisch mitunter hunderte Meter mit Vorschub. Halt mal die Temperatur überwachen, wird er zu heiß, im Vorschub was heruntergehen. Volle Drehzahl gewährleistet gute Kühlung.
R5 nutze ich 20m/min Vorschub und das ich Buche, gibt keinerlei Probleme.
 

bast_ig

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Rissschäden durch ? Hast du ne Idee wieso ?

Konkret sieht es so aus, dass im Schraubbereich einige Bretter lange Längsrisse haben. Das Unternehmen ist vom Fach, denke mal nicht, dass die das ganz falsch gemacht haben. Kann aber natürlich sein, dass die einfach schlechtes Holz hatten. Die Schäden sind v. a. an Seiten, die in der Gegend oft nass werden und dann voll von der Sonne beschienen sind.

Der Polier meinte dadurch, dass die Bretter nur einseitig am Werfen gehindert werden, würden sie mehr arbeiten können und in der Folge leichter an den Schrauben einreißen.

Grüße
 

Eilberger

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Problem sehe ich beim Urlaub im Sägewerk: wie kommen die 2 m3 Holz zu dir und dann wieder zurück. Bisschen schwer für die meisten Urlaub-Normalos. Ansonsten gutes Angebot:emoji_slight_smile:
Das Holz ist ja schon da, es kommt vom Holzplatz....
Die fertige Ware würde geliefert werden - nach der Trockenkammer etc

Aber ich such eh noch irgendeine Plattform dafür
 

Eilberger

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Bezüglich der Risse. ....
Sind da je Brettverschraubungsstelle 2 Schrauben nebeneinander oder nur eine drinnen?

Wenn 2 drinnen sind, liegt es daran ( vor allem bei zu hoher Restfeuchte bei Montage)... wenn es nur eine ist, dann ist das Brett irgendwo verkantet/geklemmt und kann die Schwundbewegung (feucht/trocken) nicht mitmachen.
 

Andros1989

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Martin45

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Alter "MVA34" Elu Vorschub. Gewogen mit Stativ. Stativ steht aber noch mit dem Fuß auf dem Boden. Mit Stativ komplett also noch mehr.
Wenn ich mich drüber stelle kann ich es schrittweise gerade heben. Werden so 50kg(?) im ganzen sein.
 

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Andros1989

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Das Problem sehe ich darin, so einen Vorschub an einen Klapperfrästisch zu montieren. Ich bräuchte dann wohl eher ein festen Stativ am Boden fixiert.
 

Martin45

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Ja. Deswegen einfach eine alte Starrspindelfräse. Kein Stativproblem. Kein Problem mit überhitzter Maschine. Ordentlicher Fräser.
Späneabsaugung einfacher.
 
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