Treppe abschleifen - woher weiß ich, ob ich den bestehenden Lack ganz erwischt habe

Tilia

ww-robinie
Registriert
29. Juni 2009
Beiträge
738
Ort
Nähe KA
Den Lack kenn ich. Einfach zu verarbeiten und robust. Ich hatte einen recht guten Eindruck davon. (Mein Einsatz war keine Treppe aber trotzdem teils extrem starke Beanspruchung.)

Willst du mit der Schaumstoffwalze arbeiten? Nicht zu sparsam auftragen, das gibt Orangenhaut. Lieber ordentlich satt auftragen, dass verträgt der schon, und dass er sich gut spannen kann.

Am besten, erst mal irgend ein kleines Probestück hernehmen, zum Üben und um ein Gefühl für die Verarbeitung zu bekommen!
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
34
Ort
Bremen
Die Fase kann man doch am besten mit einem mit 120er Papier bestückten Schleifkork machen. Die Oberfräse braucht es da wirklich nicht.
Melanie
NEU:www.holz-sinn.de
Wenn ich das mache, wird die Phase eher eine Rundung...
Da müsste ich mir eine Vorrichtung bauen um den Winkel zu halten.
Respekt! Was für eine Arbeit.
Danke!
Den Lack kenn ich. Einfach zu verarbeiten und robust. Ich hatte einen recht guten Eindruck davon
Ich habe das ganze ja schon einmal damit gestrichen und jetzt wieder runtergeschliffen. War nicht einfach. Das runterschleifen muss also robust sein :emoji_slight_smile:)

Tatsächlich habe ich das mit so einer Rolle gemacht, mit der man auch die Wand streicht. Also eher so wolle/flusen.

Aber jetzt wo du es sagst, klingt so eine Schaumstoff Rolle viel plausibler.
 

Tilia

ww-robinie
Registriert
29. Juni 2009
Beiträge
738
Ort
Nähe KA
Die Fase kann man doch am besten mit einem mit 120er Papier bestückten Schleifkork machen.
Ich persönlich bevorzuge für eine klare Fase, wenn ich denn da mit Schleifpapier dran gehe, eher einen harten und glatten Schleifklotz. Kork ist weich und schmiegt sich eher an, neigt also bei sowas - finde ich - eher zum Verrunden.

Aber jetzt wo du es sagst, klingt so eine Schaumstoff Rolle viel plausibler.
Ich lackiere als Schreiner natürlich gerne im Spritzverfahren. Aber ich finde immer wieder mit der Schaumstoffwalze kann man schon auch sehr gute und hochwertige Lackoberflächen hin bekommen und wende das situationsbedingt gern auch hier und da immer mal mit an. Gerade dann wenn spritzen nicht möglich ist.

Wenn mit Schaumstoffwalze, dann die Walze am besten 15-20 Minuten vorher schon in die Farbwanne legen, dann kann sie sich schonmal schön mit Lack vollsaugen - dann arbeitet sie am besten.
 

Tilia

ww-robinie
Registriert
29. Juni 2009
Beiträge
738
Ort
Nähe KA
PS:
Fräser mit Anlaufring und 45° Schräge.

Auf den Preis der Fräse kommt es da nicht unbedingt an.
Die Tiefeneinstellung sollte fest(!) sein, der Fräser sollte fest sein, und der Motor sollte drehen. Wenn das gegeben ist, was sollte dann noch passieren?

Aber klar, bei furniert kann ich es schon auch gut verstehen eventuell lieber auf Nummer sicher zu gehen.
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
34
Ort
Bremen
So, ich bin fertig.
PXL_20250910_130653537.jpg PXL_20250910_103412548.jpg


Im Anhang noch Fotos von Stellen, auf die ich nicht so stolz bin.
Aber ich denke, das lasse ich so

Hier noch ein Foto, wie der Handwerker (so ein Alleskönner) es hinterlassen hat.

20250622_065743.jpg


Danke nochmal für Eure Hilfe!
 

Anhänge

  • PXL_20250910_130656576.jpg
    PXL_20250910_130656576.jpg
    109,8 KB · Aufrufe: 21
  • PXL_20250910_130701731.jpg
    PXL_20250910_130701731.jpg
    86,8 KB · Aufrufe: 20

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
34
Ort
Bremen
Hallo,

nach nichtmal einem Jahr sehe ich schon deutliche Nutzungsspuren :emoji_frowning2: siehe Anhang.

Was hab ich falsch gemacht?

Ich meine, ich hätte diesen Lack verwendet:
https://www.clou-shop.eu/clou-heimw...reppen-und-parkettversiegelungslack-1799.html

und zweimal gestrichen - vielleicht war das nicht genug?

Wie behebe ich das?

Gibt es eine einfache (=nicht schleifen) Möglichkeit den "Dreck" aus den Vertiefungen zu bekommen (siehe Detail-Fotos)?
Und dann noch ein, zweimal streichen?

Gruß,
Hendrik
 

Anhänge

  • PXL_20261014_072815571.MP.jpg
    PXL_20261014_072815571.MP.jpg
    109,4 KB · Aufrufe: 64
  • PXL_20261014_072830162.jpg
    PXL_20261014_072830162.jpg
    106,9 KB · Aufrufe: 64
  • PXL_20261014_075016862.MP.jpg
    PXL_20261014_075016862.MP.jpg
    88,8 KB · Aufrufe: 63
  • PXL_20261014_075006693.MP.jpg
    PXL_20261014_075006693.MP.jpg
    93,6 KB · Aufrufe: 64

Uranus

ww-esche
Registriert
13. Januar 2025
Beiträge
421
Ort
Weißblau
Was hab ich falsch gemacht?
Den falschen Lack genommen. Eiche ist per se nicht so einfach zu lackieren, weil die Poren sich mit dem Lack nicht schließen. D.h. der Lack kommt nicht in die Vertiefungen, das Holz bleibt hier offen. Die ersten schichten müssen richtig verdünnt werden, dass zumindest ansatzweise der Verlauf in die Poren passiert.

Am besten ist 2-K Lack für Treppen, der ist recht abriebfest. Normaler 2-K Lack ist nicht rutschhemmend genug.

Ich persönlich würde es lassen, es ist nunmal eine Treppe und kein Möbelstück.
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
34
Ort
Bremen
Hallo,

vielen Dank für die Rückmeldung.
Das muss nicht perfekt aussehen. Aber wenn ich den Verlauf der letzten 12 Monate extrapoliere...
Ich will den Status Quo wenigstens einfrieren. Besser wäre noch wenn man den "dreck" aus den Poren bekommt und danach das Ganze ordentlich versiegelt.

Welchen 2-K Lack würdest du empfehlen und womit würde man die ersten Schichten verdünnen?

Gruß,
Hendrik
 

Uranus

ww-esche
Registriert
13. Januar 2025
Beiträge
421
Ort
Weißblau
Auf Wasser 1-K Aqua-Lack kannst du keinen 2-K PUR/Acryl Lack aufbringen. Die Gefahr, dass der 1-K Lack sich aufzieht, Blasen bildet oder Wolken ist zu hoch. Es müsste also alles wieder runter und du müsstest von neuen beginnen. 1e Schicht grundieren, 2 Schichten deckend.

Mit Treppenlacken hab ich keine Erfahrung, ich verarbeite nur 2-K Möbellacke. Hesse Lignal, Arti, Akzo Nobel; egal, Hauptsache Industriequalität. Alle diese Hersteller haben was im Programm für Parkett/Treppe in 2-K.
Da braucht man aber alles vom Hersteller in einer Linie: Stammlack, Härter, Verdünner oder zB. Additive wie Verzögerer oder Ringfestkonzentrate. Dazu kommt aber auch noch die doch deutlichen Lösungsmitteldämpfe in den ersten Tagen, wenn du die Stufen nicht demontieren kannst.

Ich halte diese 1k-Aqualack Versprechen für reine Verbrauchertäuschung. Gerade bei Eiche erzielt man mit Wasserlacke nur schlechte Ergebnisse, der Lack zieht sich vor den Vertiefungen richtig weg.
Es gibt auch 2-K Hartöl, aber das richt lange ebenso nach Lösungsmittel und braucht auch seine Zeit zum härten, noch dazu ist es lange klebrig. Dann lieber normales Hartöl. Das von Woca nehm ich für fast alles.
 
Zuletzt bearbeitet:

Uranus

ww-esche
Registriert
13. Januar 2025
Beiträge
421
Ort
Weißblau
Wenn es dir zu blöde ist von Vorne zu beginnen musst du 2-K Aqualack für Treppen draufrollen und schauen was passiert.
Anschleifen vorher nicht vergessen. Die grauen Schattierungen kannst du zwar wegschleifen, siehst aber dann halt ein paar Jahre den Dunkel/Hell-Unterschied zum Rest. Bleibt nur noch das Problem mit den Poren. Mit einem Schlichtpinseln kannst du da eventuell bessere Ergebnisse erzielen.
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
34
Ort
Bremen
Hallo,

Schleifen möchte ich ausschließen.
"Schauen was passiert" auch :emoji_frowning2:

Das kann doch alles nicht wahr sein

Gruß,
Hendrik
 

fried.chycken

ww-robinie
Registriert
11. März 2022
Beiträge
1.180
Ort
Dresden
Mit Verdünnung abwaschen ist im Wohnraum halt auch Mist... Das wäre sonst noch eine Überlegung, verbunden mit einer Bürste die in die Poren kommt
 

flüsterholz

ww-robinie
Registriert
18. Juli 2022
Beiträge
4.569
Ort
südlicher Odenwald
Eine etwas unorthodoxe Lösung, die ich normalerweise als total sinnlos bezeichnen würde, aber in deinem Fall, mit Abstrichen, funktionieren könnte.
Hartwachs, speziell für Fußböden, kein Hartwachsöl!!!
Beim Auftrag von Hartwachs mit dem Lappen kannst du die Poren der Eiche, in denen sich jetzt der Dreck sammelt, schließen. Das muss dann aber wirklich gründlich passieren, so dass du nach dem späteren Auspolieren eine glatte Oberfläche hast.

1. ABER, Lacke haben normalerweise eine größere Abriebfestigkeit als Hartwachse. Es macht von daher eigentlich keinen Sinn, eine Wachsschicht auf einen Lack aufzutragen. Trotzdem ist die Abriebfestigkeit durchaus ausreichend, wenn du nicht gerade mit Straßenschuhen und eingetretenem Split drüber läufst. Meine Holzböden und -treppen habe ich alle mit Hartwachs behandelt.
2. ABER, Hartwachse brauchen meistens zwei Wochen zum Aushärten, in denen sie optimalerweise nicht begangen werden sollten. Naja, ich hab mich auch nicht ganz dran gehalten und bin mit dicken Strümpfen drüber gelaufen.
3.ABER und daran wird es wohl scheitern. Die Stufen sind nach dem Polieren der Wachsfläche ziemlich glatt im Sinne von rutschig. Mit kleinen Kindern, die die Treppe rauf und runter müssen, sollte man sich das gut überlegen. Meine haben es gut überstanden, wurden aber entsprechend eindringlich instruiert.

Muss man sich also gut überlegen.
Gruß Michael

Edit, die beiden Produkte müssen sich aber vertragen, das Hartwachs darf also keine Stoffe beinhalten, die den Lack angreifen.
 
Zuletzt bearbeitet:

MTrp

ww-robinie
Registriert
5. Oktober 2018
Beiträge
1.170
Ort
Bezirk St. Pölten
Meine Meinung:
Erstmal Kompliment, ich finde, Du hast sehr viel Arbeit und Mühe investiert, das sehr gründlich gemacht und ein sehr schönes Ergebnis erreicht! Und jetzt kommt das Aber: Meiner Meinung nach schießt Du jetzt etwas übers Ziel hinaus. Ich kann auf Deinen Fotos in Beitrag #33 nichts erkennen, das für mich fehlerhaft oder ungewöhnlich aussieht und Maßnahmen erfordern würde. Das ist eine ganz normale Treppe in einem Wohnraum, die entsprechend frequentiert wird. Dementsprechend gibt es eine gewisse Abnutzung und Verschmutzung, die einfach nicht zu verhindern sind. Es ist normal, dass das nach einem Jahr nicht mehr wie neu aussieht und sich Laufwege leicht abzeichnen.

Mein Rat:
Wenn Dich die leichten Schmutzablagerungen in den Poren stören, dann kannst Du diese sicher mit einem feuchten Mikrofasertuch in Faserrichtung (!) deutlich reduzieren. Eine weiche Bürste kann ebenfalls hilfreich sein. So halte ich es jedenfalls bei unserem Eichen-Dielenparkett, bei dem sich aufgrund der Bürstung noch mehr in den Poren absetzt. Alles andere ist mMn den Aufwand nicht wert. Und wenn Dich das mittelfristig wirklich massiv stört, dann solltest Du bei der nächsten Renovierung über eine andere Art der Oberflächenversiegelung nachdenken.
 
Oben Unten