Eschenbohle mit Riss weiterverabeiten zu einem kleinen Tisch?

derdad

Moderator
Registriert
3. Juli 2005
Beiträge
6.231
Ort
Wien/österreich
Ihr macht mir Hoffnung, mit euren Geschichten. Hab mir gerade 60er Eschebohlen (bayrisch) gekauft. Die möchte ich auftrennen um 19mm Fronten daraus zu machen. Ca. 45 cm breit sollen dann gespiegelt verleimt werden zu 80 cm Küchenfronten.
Künstliche getrocknet?
Dickes Holz auftrennen um dünne Bretter daraus zu machen geht meist schief. Besonders wenn es Fronten werden sollen.
LG Gerhard
 
Registriert
13. März 2018
Beiträge
1.586
Ort
Leipzig
Macht doch dem Fragesteller nicht so eine Angst. Ich habe bisher in drei Projekten Esche verwendet und das Holz war total unauffällig. Bis jetzt hat sich auch nichts verzogen. Z.B. ein Schreibtisch https://www.woodworker.de/forum/threads/kleiner-schreibtisch-aus-esche.137830/ Und ich habe auch Möbelfronten 2m hoch und 60cm breit daraus gefertigt. Hat sich keinen Millimeter verzogen. Da ist bestimmt auch viel Zufall dabei was man so für Holz zu kaufen bekommt. Und ob bei der Trocknung was schiefgegangen ist sieht man ja auch nicht von außen. Mal hat man Glück...
 

HeinrichO

ww-fichte
Registriert
8. Juni 2026
Beiträge
18
Ort
Berlin
Ich würde den Tisch jetzt einfach fertigbauen und beobachten. Wenn die Bohle trocken ist und die kritischen Stellen entfernt wurden, hat man am Ende vielleicht ein Möbelstück mit deutlich mehr Charakter als aus einer perfekten Platte. Manchmal entstehen die schönsten Projekte aus genau solchen Reststücken.
 

derdad

Moderator
Registriert
3. Juli 2005
Beiträge
6.231
Ort
Wien/österreich
An meiner Haustür habe ich so eine Außenverkleidung gemacht. Hat gut geklappt.


Anhang anzeigen 217394

Allerdings habe ich da auch nichts verleimt.
Aber ich meine, es kommt drauf an ...
Du verwechselst da scheinbar verschiedene Techniken. Bei deiner Tür siehst es aus als ob du einfach von einen Pfosten (österr. f. Bohlen. Also dicker als 38mm) "Leisten" heruntergenschitten und liegend verwendet hast.
Soweit ich Cartmans richtig verstanden habe, möchte er den 60er Pfosten mittig auftrennen und daraus 450mm breite Bretter zu erzeugen. Die werden dann wiederum in der ganzen Breite zu 800mm breiten Fronten verbunden.
Also 2 verschiedene Paar Schuhe.
LG Gerhard
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.729
Ort
29549 Bad Bevensen
Ich zitiere mal den Wagenführ: An steinigen Hängen gewachsene Eschen Holz ist kurzfaserig und spröde, auf feuchten Böden gewachsene Eschen Holz ist langfaserig und äußerst elestisch. Braunkerniges Eschen Holz hat gleich Festigkeitseigenschaften wie kernfreies Material. Das ist wohl die Überlegung in die richtige Richtung, nicht die Herkunft übt einen Einfluß auf die Eigenschaften aus, sondern der Standort. Die Bayern sind also erstmal rehabilitiert. Bei uns wachsen die Eschen meist auf einigermaßen guten Böden die ausreichend Feuchtigkeit haben, daß mag bei WoodyAlan anders sein, darum die Unterschiede.
 

derdad

Moderator
Registriert
3. Juli 2005
Beiträge
6.231
Ort
Wien/österreich
Nein luftgetrocknet. Liegt aber seit 10 Jahren.
Dann ist kein Spannungsunterschied zwischen Außenseite und Mitte vorhanden . Meine Befürchtungen sollte es also nicht geben.
Speziell bei kammertrockenem Holz habe ich manchmal mein blaues Wunder erlebt, wenn ich Pfosten aufgetreten habe. Bei natürlicher Trocknung hatte ich diese Probleme weniger.
LG Gerhard
 

WoodyAlan

ww-robinie
Registriert
28. Februar 2016
Beiträge
7.160
Ort
Vilshofen
Dann ist kein Spannungsunterschied zwischen Außenseite und Mitte vorhanden . Meine Befürchtungen sollte es also nicht geben.
Speziell bei kammertrockenem Holz habe ich manchmal mein blaues Wunder erlebt, wenn ich Pfosten aufgetreten habe. Bei natürlicher Trocknung hatte ich diese Probleme weniger.
LG Gerhard
Mein Holzhändler hat mir damals als ich das erste Mal bei ihm was trocknen wollte gesagt: alles kein Problem, aber wenn du Esche hast legt er die erst in die Kammer, wenn ich es idealerweise schon mindestens mehrerer Monate besser 1 Jahr Luft getrocknet habe. Sonst ergibts meistens direkt Brennholz.
 

WoodyAlan

ww-robinie
Registriert
28. Februar 2016
Beiträge
7.160
Ort
Vilshofen
Ein Jahr sollte wohl jedes Holz liegen bevor es in die Trockenkammer kommt.
Kann ich nachvollziehen. Gewerblich wird aber gern aufgetrennt und direkt in die Kammer gelegt, aber auch da wieder nur meine eigene Erfahrung, mal von der Liegezeit als rundholz nachm fällen abgesehen.
 

felixcurly

ww-ahorn
Registriert
30. Januar 2022
Beiträge
141
Ort
Karlsruhe
Weil?
Weils beschissen aussehen würde.
Wenn die Mitte beruhigt ist (Risse herausgeschnitten) bewegt sich da nicht mehr viel.
Ich trenne auch sehr breite Seitenware lediglich einmal in der Mitte auf und habe das bisher nie bereut.
Hallo,

Entschuldige die unwissende Nachfrage: nur auftrennen und wieder verleimen oder schon um ein Stück (Kern) rauszuschneiden?


Hallo,

beim nächsten Mal nicht genau im Riss sägen, sondern einige mm daneben.

Gruß

Ingo

Hallo Ingo,

Auch hier eine naive Rückfrage: wieso?

Danke!!

Felix
 

teluke

ww-robinie
Registriert
26. Oktober 2015
Beiträge
9.443
Ort
Pécs
Wenn Du das Herzbrett hast wirst Du schon sehen was Du herausschneiden musst.

Seitenbretter einfach in der Mitte auftrennen, abrichten, aushobeln, Kanten hobeln und wieder verleimen.
 

kberg10

ww-robinie
Registriert
12. Juni 2019
Beiträge
1.778
Ort
Hopfgarten
Hier ist wohl mit keinem Kern zu rechnen, ist wohl eindeutig Seitenware.
Was aber zum Gelingen der Platte beitragen kann, ist die Verleimregeln beachten. Heißt linke Seite oben rechte Seite oben. Die leicht schrägen Jahresringe sollten in dieselbe Richtung zeigen. Entweder alle nach NO oder NW.
 

Time_to_wonder

ww-robinie
Registriert
19. August 2014
Beiträge
6.672
Alter
52
Ort
Saarlouis
Hier ist wohl mit keinem Kern zu rechnen, ist wohl eindeutig Seitenware.
Was aber zum Gelingen der Platte beitragen kann, ist die Verleimregeln beachten. Heißt linke Seite oben rechte Seite oben. Die leicht schrägen Jahresringe sollten in dieselbe Richtung zeigen. Entweder alle nach NO oder NW.
Was ist denn NO und NW?

Ich vermute, Du meinst eher nicht die Himmelsrichtungen.
 

magmog

ww-robinie
Registriert
10. November 2006
Beiträge
15.880
Ort
am hessischen Main & Köln
Hier ist wohl mit keinem Kern zu rechnen, ist wohl eindeutig Seitenware.
Was aber zum Gelingen der Platte beitragen kann, ist die Verleimregeln beachten. Heißt linke Seite oben rechte Seite oben. Die leicht schrägen Jahresringe sollten in dieselbe Richtung zeigen. Entweder alle nach NO oder NW.


????????, Hilfe, mein Kompass dreht durch!
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.729
Ort
29549 Bad Bevensen
NW, NO verwirrt mich jetzt auch ein wenig. Dieses gestürzte Verleimen habe ich, zumindest bei sichtbaren Flächen, nie gemacht. Daß Bild das dabei entsteht mag ich nicht. Kern an Kern, Splint an Splint, rechte Seite nach oben war immer meine Regel. Das gibt ein schönes Bild, gerade bei Seitenware.
 

kberg10

ww-robinie
Registriert
12. Juni 2019
Beiträge
1.778
Ort
Hopfgarten
NW, NO verwirrt mich jetzt auch ein wenig. Dieses gestürzte Verleimen habe ich, zumindest bei sichtbaren Flächen, nie gemacht. Daß Bild das dabei entsteht mag ich nicht. Kern an Kern, Splint an Splint, rechte Seite nach oben war immer meine Regel. Das gibt ein schönes Bild, gerade bei Seitenware.
Ist wohl nicht richtig angekommen was ich sagen wollte. Bevor wir aneinander vorbeireden sag ich dazu nichts mehr.
Kommt mir vor wie zwei ältere Herrschaften, der eine redet vom Wetter, der andere das jetzt alles so teuer ist. Und irgendwann beginnen sie zu streiten......
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.729
Ort
29549 Bad Bevensen
Warum wir überhaupt und vor allem über was wir hier streiten sollten weiß ich nicht so recht. Jeder hat so seine Regeln nach denen er arbeitet und mit denen er klar kommt. NW, NO hat mich nur verwirrt. Aber sei's drum, ist schon gut.
 

Time_to_wonder

ww-robinie
Registriert
19. August 2014
Beiträge
6.672
Alter
52
Ort
Saarlouis
Wird es jetzt ein ewiges Geheimnis bleiben, was NW und NO bedeuten?

Die KI sagt:
  • NW = Nutwand – die Seite eines Werkstücks, auf der sich die Nut befindet bzw. die zur Nut hin orientiert ist.
  • NO = Nut oben – die Nut zeigt nach oben bzw. befindet sich an der Oberseite des Bauteils.
Hat sie jetzt Recht?

Und wenn ja, warum... ?
 
Oben Unten