Trockenbau -welche Spachtelmasse?

yoghurt

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Hallo,
wer weiß, vielleicht habe ich das schon einmal gefragt? Ich möchte mal wieder eine Trockenbauwand errichten und was ich noch immer nicht weiß ist, welchen Spachtel ich kaufen soll (und wie viel). Ich möchte keine Bewehrungsbänder einarbeiten und der Spachtel sollte gut zu schleifen sein. Was nehme ich am Besten?

Wie viel nehme ich am Besten? Gibt es eine grobe Angabe kg/m² für doppelt beplankt und beide Lagen gespachtelt? Ich werde kein Q4 erreichen (so geschickt werde ich nie!) aber die Fugen so gut spachteln, dass ich ohne Tapete die Wand streichen kann. (Das wird nicht perfekt - muss es auch nicht!)

Vielleicht: @Paulisch und @U.Tho?
 

kberg10

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Was spricht gegen Faservliesstreifen? Das ist eigentlich substanziell bei Gipskarton, wäre schade um die Arbeit. Mein Sohn hat über 600 m² verarbeitet, wenn ich mir vorstelle er hätte da keine Streifen eingearbeitet, lieber nicht..
Bei Spachtelmasse ist die Konsistenz das um und auf, sonst arbeitest dich schnell zu Tode. Wenig anmachen, vielleicht so ca 0,2 L und dann schnell verarbeiten, und wieder neu anrühren. So pastös wie möglich, gerade so das er nicht von selber von der Spachtel läuft. Wir mussten das auch erst lernen.
 

Tokoloshe

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Die zwei, die bei uns alles verspachtelt haben haben auch dieses Gewebeklebeband genommen zusammen mit Goldband. Sieht nach Jahren super aus.
Bei den Mengen habe ich keine Ahnung...
 

Mater1984

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Am Stoß immer Bewehrungsband oder Gewebeklebeband. Sonst gibt es Risse.

Ich mag Knauf Uniflott und Uniflott Finish. Menge gemäß Datenblatt/Onlinerechner zzgl. 10%

Was ich schrecklich fand war die von Brillux. Die ist extrem geschwunden
 

yoghurt

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Herrlich!

Die Google-KI meint ich komme mit ca. 0,35kg/m2 aus, für Randfugen etwas mehr.

Die Hersteller werben ja für ihren Spachtel damit, dass man keine Bewehrungen braucht. Meine letzte Trennwand ist jetzt fünf Jahre alt (ist im Forum dokumentiert) und bisher rissfrei.
 

Heener

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Herrlich!

Die Google-KI meint ich komme mit ca. 0,35kg/m2 aus, für Randfugen etwas mehr.

Die Hersteller werben ja für ihren Spachtel damit, dass man keine Bewehrungen braucht. Meine letzte Trennwand ist jetzt fünf Jahre alt (ist im Forum dokumentiert) und bisher rissfrei.
Ja, so ist das eben mit der Werbung.....das Naschzeug für die Kinder hat auch Vitamine und ist gesund...
-
Was hast für eine Unterkonstruktion? Holz oder Metall?
Bei zweilagiger Beplankung ist die Risswahrscheinlichkeit schon kleiner als bei Einlagiger.
Die Steifigkeit der UK spielt eine Rolle.
Ringsum nicht knirsch die Platten anstoßen vermindert Spannungen.
Die Wandfläche wird bei Dir nicht so groß sein.
MEn kannst Du zweilagi auch ohne Bewehrungsstreifen auskommen, die Spachtelung der 1. Lage aber austrocknen lassen. Die Querfugen sauber ausarbeiten, fasen+ enststauben und so.
 
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PrimaNoctis

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Ich werfe mal in den Raum, dass es auch fertig angemischte Spachtelmasse im Eimer gibt. Bei kleiner Menge finde ich das sehr bequem und zeitsparend. Die Profis in dem Bereich können ja sagen, ob das große Nachteile hat.

Fugenband würde ich auch reinmachen und doppelt beplanken, wenn Wohnraum. Das Band geht recht flott. Und wenn es aus dem Spachtel raussteht, dann macht es doppelt Freude. :emoji_grin:
 

Holzrad09

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Was nehme ich am Besten?
Auf Baustellen sieht man bei den Trockenbauern in der Regel den blauen Uniflott, ggfs noch den gelben.
Den nehm Ich daheim auch, weil er sich gut schleifen lässt.
Je nach GK Platte gibt es nicht mehr diesen Absatz am Rand zum Einlegen der Bewehrung, da lässt man sie halt weg.
bei Platten mit Absatz würde ich sie aber nehmen.
LG
 

Heener

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Knauf hat eine der teuersten Spachtelmassen auf dem Markt, mMn sind die Anderen auch nicht schlecht. Aus dem Eimer haben wir wegen des Preises meist nur als Finish verwendet, aber das ist halt als Firmenarbeit gewesen. Das Zeug schrumpft teils auch sehr, bei Gipsspachtel sind Zuschlagstoffe drin.
 

wirdelprumpft

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Zuerst ne 12 mm OSB und dann nochmal ne 12,5 Rigipsplatte wenn irgendwas an die Wand gehängt wird
wenn nicht 2x 12,5 mm Rigips.
Wenn Tür dann auf jeden Fall 125 mm Wand.
Gespachtelt hab ich immer mit Uniflott. Wobei das so hin zu bekommen das man die Fugen im Gegenlicht nicht mehr sieht ist so ne Sache.
 

Mater1984

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Ich werfe mal in den Raum, dass es auch fertig angemischte Spachtelmasse im Eimer gibt. Bei kleiner Menge finde ich das sehr bequem und zeitsparend. Die Profis in dem Bereich können ja sagen, ob das große Nachteile hat.

Fugenband würde ich auch reinmachen und doppelt beplanken, wenn Wohnraum. Das Band geht recht flott. Und wenn es aus dem Spachtel raussteht, dann macht es doppelt Freude. :emoji_grin:
Ja die finde ich auch besser. Gibt es bei Uniflott aber nur als Finish also die ganz ganz feine.
Vorteil ist eigentlich nur, dass man kein Wasser mitkauft /mitschleppen muss.
 

yoghurt

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Hallo,
der Plan sind Ständerwerksprofile aus Blech mit zwei Stielen aus Holz dazwischen um auf der einen Seite ein Hochbett zu befestigen. Es wird zwei Türen geben, was spricht denn gegen eine 100er-Wand?

Fugenband würde ich auch reinmachen und doppelt beplanken, wenn Wohnraum. Das Band geht recht flott. Und wenn es aus dem Spachtel raussteht, dann macht es doppelt Freude. :emoji_grin:

Genau darum geht es….


Gespachtelt hab ich immer mit Uniflott. Wobei das so hin zu bekommen das man die Fugen im Gegenlicht nicht mehr sieht ist so ne Sache.

Das ist tatsächlich nicht mein Anspruch. Natürlich möchte ich so gut als möglich arbeiten aber auch bei der letzten Wand sieht man die Fugen im Gegenlicht und es stört genau niemanden.

Es ist halt so wie eigentlich immer in meinem Leben: ich weiß vor lauter Geld und Zeit kaum, wie ich beides verschwenden kann. Unser städtischer Palazzo mit seinen 287 Zimmern bietet schier unendliche Möglichkeiten möglichst raumgreifend zu bauen, dass ich aus purem Übermut schon erwogen habe eine 36er Ziegelwand zu errichten um anschließend zu putzen und feinzuspachteln um mich schlussendlich an filigranen Stuckprofilen gütlich zu tun. Nebenbei könnte ich dann noch eine vierflügelige Jugendstil-Türanlage bauen und dort platzieren….
 

wirdelprumpft

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Türfutter unter 125 sind in den meisten Fällen nicht mehr sonderlich gerade, was den Aufwand beim Türsetzten erhöht.
Also meist 4 Richtzwingen zu den 2 Streben.
In das 75 Profil bekommt man 60er Rockwolle rein und hat noch Platz für Kabel etc.
An Türen UA-Profil nehmen, die sind Stabiler und brauchen in der Regel kein Holz mehr zur Aussteifung
 
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kberg10

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Ständerwand mit OSB beplankt hat sich gut bewährt, man braucht keinen Dübel und alles was man aufhängt, hält bombig.
 

isso

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Uniflott Blau wurde schon genannt. Damit habe ich es sogar so hinbekommen, dass es für deinen königlichen Anspruch reichen sollte.

Und Herrgott, bei deinen Heerscharen an dir folgenden Untertanen wirst du eh andere Probleme haben als ein kleines Risschen.

Ich war allerdings so dekadent und hatte oft fertigen Spachtel aus dem Eimer. Finde ich auch gerade im Wohnraum echt ganz gut.
 

ClintNorthwood

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Ja, so ist das eben mit der Werbung.....das Naschzeug für die Kinder hat auch Vitamine und ist gesund...
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Was hast für eine Unterkonstruktion? Holz oder Metall?
Bei zweilagiger Beplankung ist die Risswahrscheinlichkeit schon kleiner als bei Einlagiger.
Die Steifigkeit der UK spielt eine Rolle.
Ringsum nicht knirsch die Platten anstoßen vermindert Spannungen.
Guter Tipp. Wenn die Platten nicht knirsch aneinander stoßen, bringt man automatisch mehr Füllmaterial ein und erhöht die Festigkeit.
Zusätzlich hilfreich ist auch, dass kurz vor dem Spachteln die Stöße angefeuchtet werden.
So kann man sich an einer kleinen Zwischenwand im privaten Bereich die Bewehrungsstreifen sparen.

Leute ohne Übung bringen die Streifen sowieso meist nicht richtig ein. Bringen dann zuviel Spachtel auf und müssen noch mehr schleifen als nötig. Und schleifen letzten Endes im schlimmsten Fall den Streifen mit weg.
 
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