Puh - da gibt's erst mal eine Menge zu zitieren…
Der Splint gammelt bei Robinie auch ruckzuck weg. Gerade bei Verbindungen der einzelnen Hölzer, würde dann ja alles wackelig werden bei dem. Spielturm
"ruckzuck" ist zwar etwas übertrieben, aber deswegen fertigt man solche Verbindungen so, dass man mit Vollgewinde von Kern zu Kern schraubt, sodass ein Verlust am Splint die Statik möglichst nicht oder wenig beeinträchtigt
Ohne Fachmann zu sein würde ich sagen, dass 90 Prozent aller Spielplätze aus Naturstämmen aus Robine sind. Da ist nirgends der Splint mehr dran.
Stimmt nicht ganz. Das kommt sehr auf die Ausschreibung an. Robinienstämme werden in entrindet, entrindet und geschliffen sowie entsplintet gehandelt in preislich aufsteigender Reihenfolge. Das am meisten verwendete ist entrindet und geschliffen, wo noch eine Menge Splint dran ist. Entsplintet leisten sich nur die wenigsten. Hier in Berlin wird im Spielplatzbau jedenfalls immer noch relativ viel lediglich geschliffen verbaut - ist im reichen Süden evtl anders. Allerdings setzt sich entsplintet auch hier zunehmend durch.
Schleifen mit Fächerscheiben. Wie bei der arbortech Scheibe nur feiner… aber ich denke das ist noch am effizientesten.
Fächerscheiben ganz sicher nicht. Die "Profis", also die armen Schweine, die in den Herkunftsländern diese Arbeiten durchführen (müssen) machen das schlicht mit großen Winkelschleifern mit Schleiftellern und groben Schleifscheiben. Man sieht es ganz gut an den Spuren - schätze Körnung 24-40
Sind die Stämme gerade oder krumm (vermutlich)?
Der war gut!
Aber ich telefoniere morgen mal rum.
Kannst Du Dir sparen
Das ging echt super gut. Ist zwar bissl Sport für die nächsten 5rm, macht aber Spaß.
Das geht super und macht tatsächlich Spaß, zumal man richtig Fertigkeit entwickelt und immer schneller wird
Das Zeug ist ja giftig und es riecht auch stechend.
Wie kommst Du auf giftig? Und vor allem giftig bei was? Essen wirst Du es ja kaum. Und solange Du keinen Feinstaub erzeugst, den Du inhalierst, besteht keine Gefahr. Im übrigen riecht die beim Schälen und trennen eigentlich ganz gut und keinesfalls stechend.
Zugeisen das Splintholz zu entfernen und mich bis zum Kernholz vorzuarbeiten. Das mag mal für einen kleinen Ast gehen, aber für 5rm muss da was anderes her.
Also 5rm stehen an. Das entspricht knapp dem, was ich im letzten Jahr verarbeitet habe. Und zwar genau mit einem Zugeisen. Aber meist nicht bis zum Kern.
Stammholz sieht meiner Meinung nach für dein Vorhaben viel besser aus als begradigtes und zugesägtes Holz vom Sägewerk.
Rundgefräste Robinie ist sehr selten, da sehr teuer. Schon Rundpalisaden in Eiche kosten ein kleines Vermögen. Daher wird Robinie im GaLaBau hauptsächlich naturrund verarbeitet. Zumal heimische, die in der Regel kaum sägefähig ist. Säge- und Hobelware kommt durchweg aus Osteuropa. Bei allem was länger ist (Terrassendielen, Glattkantbretter) hat sich inzwischen zum Glück keilgezinkt durchgesetzt. Selbst die plantagenmäßig angebaute Osteuropa-Robinie liefert kaum lange, gerade Schäfte
Das Splintholz habe ich bei Robinien noch nie entfernt und halte es bei Rundholz auch weder für erforderlich noch mit halbwegs vetretbarem Aufwand für realistisch.
Das ist wirklich eine ewige Diskussion, zu der es auch schon allerlei Untersuchungen aber noch viel mehr unmaßgebliche Meinungen gibt.
Fakt ist:
- Der Splint hat nicht die Dauerhaftigkeit des Kernholzes. Kern: 1-2, Splint: 4-5
- Daher gibt es auch bei naturrunden Stämmen das Sortiment "entsplintet"
- Dennoch wird noch viel mit Splint verarbeitet. Das ist vertretbar, wenn man sich überlegt, was passiert, wenn der Splint gammelt und dies ggfs konstruktiv berücksichtigt. Z.B. Verbindungen mit VG-Schrauben (A4 selbstverständlich) die von Kern zu Kern reichen
- Am problematischsten ist dies in der Erde - wenn nur gerammt wird, sollte der Teil in der Erde definitiv entsplintet sein.
- Bei Spielgeräten sollten die Füße betoniert werden. Diese sollte man mit Schrauben zusätzlich im Beton verankern. Beispiel beim Turm von @trailtrotter91: Pro Pfosten von ca. 15cm, 3 bis 5 Stück 8,0x155 mm Schrauben (Eurotec KonstruX - Edelstahl A4 ) über der Umfang und die Höhe etwas verteilt zur Hälfte einschrauben. Der Rest ragt dann in den Beton und ein eventuell gammelnder Splint lockert den Pfosten nicht. Aber entsplintet ist auch hier besser.
Der Splint - viel ist das ja bei Robinie in der Regel auch nicht - ist deutlich weniger dauerhaft als das Kernholz, und alle gehandelten Robinienrundhölzer, die tausendfach auf Spielplätzen und in Gärten hier verbaut sind, sind natürlich quasi splintfrei.
Eben nicht - s.o. "Sollten splintfrei sein" trifft es eher. Aber der Anteil von von entsplintetem hat zumindest in den letzen Jahren zugenommen
Dort würde ich dann das Vorherrschen von Ziehmessern als bevorzugte Methode nicht ausschließen.
Nope. Es ist die Flex. Wird im Freien gemacht und in der Regel auch ohne relevanten Atem- oder sonstigen Arbeitsschutz. Wir wollen das Zeug ja so billig wie möglich kaufen.
Noch ein wichtiger Hinweis: Man sollte nicht zu viel von kleinen Stämmchen erwarten, ob entsplintet oder nicht. Denn die Robinie entwickelt ihre Resistenz erst so ab ca. 15 Jahren. Das juvenile Kernholz aus der Zeit starken Wachstums (wer Robinien kennt, weiß, wie die in den ersten Jahren Gas geben können) ist deutlich weniger beständig als das spätere, sodass Stämmchen von unter 10cm ohnehin nicht so eine hohe Dauerhaftigkeit haben. Ob es bei solchen noch sinnvoll ist, den Splint mühsam zu entfernen, sei dahingestellt.
Hier der Artikel zum Thema
Ein Beispiel aus der Praxis: der Rohling, das Werkzeug (Beil und Säge sind an den Ästen unentbehrlich), eine halbe Stunde später und nach einer Stunde. Am Ende das fertige "Bauwerk". Das "Einspannen" (hier leider nicht sichtbar) ist besonders kritisch: Man braucht eine immense Haltekraft, muss aber trotzdem ständig umspannen. Das einzig wahre ist ein sehr fester Pfosten (Carport o.ä.) und eine kräftige Einhandzwinge Ein Ende an den Pfosten gezwungen, das andere einfach auf einen Bock und dann am besten drauf setzen. So hält das Teil die Kräfte aus, ist aber auch schnell gedreht. Wie so oft beim Holzwerken: ein schlecht eingespanntes Werkstück macht alles zunichte.
