Hängeregal Preiseinschätzung: In Auftrag geben vs. DIY

wasmachen

ww-robinie
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HinternDiwan
Ich möchte nochmal betonen: Ich gönne jedem seinen Stundenlohn, hier geht es nicht um: Das darf der nicht, das ist zu viel!
War nur überrascht über 84 Euro pro Stunde, hatte immer ca 50€ Netto im Kopf. Das Autowerkstätten Apotheken sind ist ja hinlänglich bekannt, kosten hier teilweise 190 Euro pro Stunde.

Autoöackierer 215 Schleifen. Netto.
 

Lorenzo

ww-robinie
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Hier wird viel durcheinander gerechnet.
Ja, des kleine Möbel wirkt teurer als ein größeres mit ähnlicher Gestaltung, der Aufwand ist aber der gleiche. Viele Tischler werden auch keine Platten aus dem Bauhaus verwenden wollen, weil sie erstens möglichst viel Wertschöpfung im eigenen Betrieb haben wollen und zweitens weil die Optik ne ganz andere ist als bei selbst zusammengestelltem Leimholz. Wenn man das als Kunde nicht sieht wird man beim Schreiner auch nicht glücklich.
Ich denk viele Schreiner haben durchaus Bock sowas kleines zu machen, nur fehlen dafür meist die Kunden, da gibts sicher regional große Unterschiede.
Und andere Gründe...
Das Geld wär schon öfter da wenn die Prioritäten anders aussehen würden. Auto(s) muss ja, so wie x Streaming Abos, Coffee to go jeden Tag, Smartphone vierstellig alle ein-zwei Jahre etc. Auch Mobilar wird eher konsumiert als angeschafft. An jeder Ecke wird Geld ausgegeben, da fällts schwer mal bisschen was zusammen zu halten um dann beim Schreiner was zu kaufen. Und für die Produkte vom Schreiner gibts auch keine Werbung. Und man müsste sich vielleicht so ein bisschen Gedanken machen und sich entscheiden. Riskant. Da is einfacher man packt sich bei Ikea noch was auf den Wagen. Wenns nicht so passt, meh...

Wenn man Wert auf Qualität legt, und weiss was man braucht, dann kriegt man das beim Schreiner und es wird lange halten.
 

Martin45

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417xx
Z.B. Einbauschrank 1000Euro pro laufendem Meter zzgl. Schubladen wäre keine unübliche "Faustformel" in D. Dazu noch Steuer und ein bisschen Schweiz-Zuschlag und Schwupp die Wupp ist man circa beim genannten Preis.
 

holzer1998

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Um noch einmal zur Ausgangsfrage zu kommen. Auch ich finde den Preis nicht so übermäßig hoch, wenn man davon ausgeht, dass das der Bruttopreis ist. Evtl. geht es für 100-200€ weniger.

Habe das auch mal versucht zu überschlagen. Die oben mal genannten 500€ Material halte ich auch für realistisch, wenn man von furnierter Spanplatte mit 1-2mm Anleimer und unten liegenden Auszügen mit Soft Close ausgeht. Und dann darf man die Oberfläche (ölen oder lackieren) nicht unterschätzen. Da geht manchmal mehr Zeit drauf als man denkt.
In Massivholz m.E. Für den Preis nicht machbar.
 

NOFX

ww-robinie
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Wenn das Grundmaterial fertig verleimt, selber bearbeitbar und bezahlbar sein soll, eignen sich sonst auch Eiche Leimholzplatten mit durchgehender Lamelle. Das ist preislich natürlich höher als das von Bauhaus (wobei das zumindest ja auch schon durchgehende Lamellen hat) wie z.B. hier mit 140 € pro Quadratmeter: https://www.damrosch.de/platten-zub...-a/b/b-br-strong-massivholzplatte/strong?c=62

Da braucht man halt keine Kanten machen, ein Tauchsäge zu zuschneiden und Oberfräse fürs Anfasen reicht schon fast.
 

chips

ww-buche
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Da braucht man halt keine Kanten machen, ein Tauchsäge zu zuschneiden und Oberfräse fürs Anfasen reicht schon fast.

aber nur fast.
Dann hat man z.B. ein Leimholztürblatt. incl. fast sicherem Verzug. Will man das kontrollieren sind noch Kosten für Fräser für die Gratleiste zu kalkulieren. Forstnerbohrer für die Topfbänder.

Dann hat man die Schubladen mit 20mm dicken Teilen...
Und wie macht man den Schubladenboden?? auch 20mm? ok ist dann massiv. ok. dann muss der auch in der Schublade arbeiten können, dh. ich brauch wieder Falzfräser und Nutfräser...

Was ich damit sagen will:
Auch für so ein einfaches Möbel benötigt es eine gute Grundaustattung an Werkzeugen.
Wer das alles hat, hat gute Aussichten das gut hinzukriegen.

Wer das nicht alles hat - kann beim ersten Problem scheitern.

Gruß Harald
 

NOFX

ww-robinie
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Ich sehe da erstmal nur Blenden, keine Schubladen; zumindest habe ich vom Threadersteller nichts Richtung Schubladen gefunden. Es wurde zwar später von einige Schubladen als Kosten eingebracht aber gewünscht waren die - soweit ich den Thread gelesen habe - nicht unbedingt.

Klar hat man ein wenig Quellen/Schwinden in den Fronten aber ich würde bei maximal 27 cm quer (untere Blende) ist man ja im Millimeterbereich bei üblichen Änderungen der Wohnraumluftfeuchtigkeit.


Kreissäge und Führungsschiene sind ja schonmal vorhanden.
 

brubu

ww-robinie
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Hallo Zusammen

Ich bin neu hier und per Zufall auf dieses Forum gestossen. Daher bitte ich um Entschuldigung, falls mein Thema im falschen Thread sein sollte. (ja habe den Leitfaden gelesen :emoji_wink:)

Zum Thema: Ich möchte für mein Wohnzimmer ein Möbel (Hängeregal) welches zum verstauen eines PC, Modem, Fernbedienungen und Kleinkram sowie zum verstecken des Kabelsalats dienen sollte. Nach stundenlangem Suchen konnte ich bei den Möbelhäuser nichts finden, was ansatzweise den Anforderungen/ Vorstellungen entsprechen würde.

Also nächster logischer Schritt: bei einem Schreiner herstellen lassen oder selbst bauen.

Selbsteinschätzend würde ich mein handwerkliches Geschick mit durchschnittlich bewerten. Von den evtl. notwendigen Werkzeugen besitze ich eine Kreissäge + Führungsschiene und ein Oszillationswerkzeug. Auf weiter Werkzeuge oder sogar eine Werkstattzugang könnte ich theoretisch zurückgreifen, aber die Aufwände sind nicht gerade klein dafür.

Daher habe ich mal beim Schreiner um die Ecke für eine Offerte angefragt. Der vorgeschlagene Preis lag weit ausserhalb meiner Erwartungen, was mich zum Eröffnen dieses Thema bewegte. Vorab mir ist bewusst, dass gutes Handwerk seinen Preis hat und Holz teuer geworden ist.
Der Preisvoranschlag belief sich auf CHF 1’500.- ~ € 1'630.-

Ich füge euch meine «hochprofessionelle» Skizze zu meiner Vorstellung des Möbels zu. Die «Lufteinlässe» auf beiden Seiten müssen nicht so umgesetzt werden. es können auch einfach Schlitze sein. Bei der Materialstärke habe ich einfachheitshalber mit 20mm gerechnet (schlussendlich muss es einfach halten). Optisch wäre Eiche passenden. Aber ob es nun aus Massivholz oder furniert ist, ist für mich 3. rangig. (die Offerte war mit Eichenfurnier).

Anhang anzeigen 211234 Anhang anzeigen 211235


Meine Frage: Wo würdet Ihr ein solches Möbel vom Schreiner preislich einschätzen und was wären die Kosten (grob geschätzt) für DIY?

Grosses Dankeschön bereits im Voraus für Eure Inputs.

Gruss

-W

p.s. falls sich jemand hier meinem Möbel annehmen will, können wir gerne per dm darüber sprechen :emoji_grin:
Hier in der Zeichnung steht Schublade. Leimholz, furnierte Platten immer alles super ausser, dass der Verschnitt oft viel zu gross ist und bis ich alle Varianten durchgerechnet habe sind Massivholz oder Platten zum Furnieren mindestens zugeschnitten. Dazu ist man flexibel in den Materialstärken.
 

actros

ww-kastanie
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zurück zur eigentlichen Frage:
1. Es soll ja auch halbwegs nach was aussehen, wenn es im Wohnzimmer steht. Ich würde mein "Erstlingswerk" da ungern präsentieren.
2. Im Prinzip hast Du ja quasi kein Werkzeug - die Schreiner von vor 200 Jahren hatten auch kein Elektrowerkzeug. Aber dafür Handwerkzeug und v.a. Ahnung!
3. Der Preis, den Dein Schreiner da aufruft, ist nicht unverschämt. Und sicher kann man da noch den einen oder anderen Franken runterhandeln.
 

anobium60

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Der Preis, den Dein Schreiner da aufruft, ist nicht unverschämt. Und sicher kann man da noch den einen oder anderen Franken runterhandeln.
Wenn der Preis nicht unverschämt ist, gibt es auch keinen Grund zu feilschen!
Ich finde den genannten Preis für eine Einzelanfertigung realistisch.
Eventuelle Rabatte müssten ja schon vorher im Angebot einkalkuliert werden........das wäre unverschämt.
Rainer
 

Dale_B_Cooper

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Wenn der Preis nicht unverschämt ist, gibt es auch keinen Grund zu feilschen!
was ja im übrigen auch wenigstens implizit so die erste Frage war.. :emoji_slight_smile:

1. Es soll ja auch halbwegs nach was aussehen, wenn es im Wohnzimmer steht. Ich würde mein "Erstlingswerk" da ungern präsentieren.
Meine größeren Erstlingswerke stehen alle im Wohnzimmer.. :emoji_slight_smile: Meistens ist es ja eher eine Frage, wie viel Mühe man sich gibt. Und der Besitzerstolz lässt einen über den einen oder anderen Makel, den man ja meistens doch ausschließlich selber sieht, hinwegblicken.

Imho: einfach anfangen!
 
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magmog

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Guuden,

die Handwerkskammer BW geht für das Handwerk von einem Verrechnungslohn/Std von Brutto 76,-€ aus.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Tischler eine Betriebseinrichtung im mittleren 6-stelligem
bis zum 7-stelligem Bereich benötigt. Zusätzlich beheizte Arbeitsräume von minimalste 100m²,
für eine rationelle Fertigung eigentlich +500m². Außerdem fressen die Anlagen reichlich Strom,
und die Maschinenwerkzeuge sind in Anschaffung und Instandhaltung auch nicht kostenlos,
auch wenn sich die Kosten auf mehrere Mitarbeiter umlegen lassen.

Mich lässt deshalb wundern, dass Tischler ihren Stundensatz wie Elektroinstallateure, Maler,
Heizungsbauer, Sanitärmotoeure in Rechnung sollen.
Letztere benötigen einen gut ausgestattet Transporter und eine einfache
geschlossene Garage, welche auch nicht auf einen nur Mitarbeiter umgelegt werden.
... und einen Transporter brauchen die Tischler auch!
 
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brubu

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Nein, die Tischler sollen ja noch günstiger arbeiten als die reinen Montageberufe.......................
 

FredT

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Man sollte auch berücksichtige, daß der Profi nur einen Versuch hat,während man als DIY ja mehrfach anfangen und lernen kann... Da wirkt sich der Preis eben auch auf die vom Profi bereits vergeigten Stücke aus, ist eben Erfahrung. Und dann haben diese Menschen ja auch noch jede Menge Maschinelles angeschafft, was die Arbeit erleichtert, sich neben der Erfahrung dabei aber auch im Preis wiederfindet.
Deshalb "och, ist aber viel" kann immer auch als Anlaß zum Selbstfinden genommen werden.
 

chips

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Genau!
Bei uns verlangen z.b. Elektriker einen deutlich höheren Stundensatz als wir Tischler.
Und dabei haben sie max. 1/4 der Infrastrukturkosten.

Ein Tischler ist eben leichter zu ersetzen - Hauptschuld daran sind die Möbeldiscounter.
Gottseidank ist es oft notwendig auf genaues Maß zu arbeiten sonst wäre es noch viel schlechter und uns wärs wie z.B. den Bäckern gegangen denen die Supermarktketten mit ihren Aufbacköfen den Garaus gemacht haben.

Gruß Harald
 

Hoosier

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z.B. den Bäckern gegangen denen die Supermarktketten mit ihren Aufbacköfen den Garaus gemacht haben.
das ist zwar off topic, aber wenn die Bäcker auch nur Backmischungen aufbacken, ist das ja nicht soooo überraschend

Bei uns verlangen z.b. Elektriker einen deutlich höheren Stundensatz als wir Tischler.
ein Architekt oder ein Anwalt haben auch höhere Stundensätze ohne einen Maschinenpark zuhause zu haben. Ich denke das hat einfach was mit der Nachfrage/Notwendigkeit zu tun. Ein Klempner oder Elektriker wird eher nicht in Frage gestellt, weil es viel weniger Optionen gibt: wenn die Heizung defekt ist, wer repariert die denn selber? Wenn die Elektrik für einen Neubau ansteht, wer macht das selber? Eher ganz wenige. Wenn es um Möbel geht, gibt es einfach viel mehr Möglichkeiten: erstens die generelle "Notwendigkeit" eines neuen Wandschränkchens (ging ja vorher ohne), IKEA, Segmüller, online-Konfigurator, Möbelhäuser im höheren Preissegment, und dann halt noch den Schreiner.

zum Thema: Ich finde den Preis schon ambitioniert hier, aber nicht völlig überzogen. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass das die Preise sind die genommen (und bezahlt) werden hier in München z.B.

edit:
ich finde, so ein kleines Möbel eignet sich hervorragend für den Selbstbau. Hier ist nichts wirklich kompoliziertes enthalten, erstmal ein Korpus und dann die Türen. Wenn ich es für mich machen würde, würde ich Massivholz nehmen anstatt Furnierplatten. Preislich ist das bisschen Holz nicht tragisch, ich finde die genannten 500 für ein paar Eichebretter sehr reichlich.
 
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inselino

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Ein Tischler ist eben leichter zu ersetzen - Hauptschuld daran sind die Möbeldiscounter.
Ich finde das ist keine Frage von Schuld sondern eben eine technische Weiterentwicklung. Dass wir heute keine Wagenradbauer mehr haben ist ja auch nicht die Schuld der Gummireifenhersteller.
Es gibt eben Sachen bei denen es heute schwierig wird das finanziell zu rechtfertigen. Wenn ich so ein Möbel für 80€ bei Ikea bekomme und für ein paar hundert dann aus Echtholz etc. in Serie gefertigt dann besteht schon die Frage, ob ein Tischlerstück für 1600€ dann zum 2-3 fachen Preis auch einen 2-3 fachen Mehrwert mitbringt.
Dementsprechend ist die Qualität von Tischlern eben genau dort gefragt, wo es um individuelle Dinge geht. Ich kenne die Preise nicht aber ich denke mal, dass die Preisunterschiede z.B. bei einer Küche zwischen "bei Ikea unpassend zusammengeklickt", "hochwertiger Planung aus dem Küchenstudio" und "vom Tischler geplant und gebaut" nicht so weit auseinanderliegen wie bei so einem kleinen Möbel.
 

Hoosier

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das wird gehn. Schaut dann aber auch entsprechend gebastelt aus. (schon allein weil die Ausgangsplatten grausig sind)

das sehe ich nicht ganz so. Wenn die Platten gehobelt werden kann man schon was anfangen damit.

Ob das Ding gebastelt aussieht oder nicht, entscheidet sich meiner Meinung nach in der sauberen und gleichmäßigen Verarbeitung (Kantenbearbeitung, schöne Verleimung, Oberflächenbehandlung etc.) - Man kann aus wenig sehr viel machen im Holzwerken.
 

chips

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Technische Weiterentwicklung ist das eine. Viele Tischler in Deutschland und Österreich sind technisch hervorragend ausgestattet.
Viel schwerwiegender sind in diesem Zusammenhang die Arbeitskosten. Und wenn die Möbelindustrie in irgendeinem Billiglohnland produzieren darf kann man solch niedrigen Preise halt aufrufen.
Ist wie mit Temu oder Shein.
Bereichern tun sich die Händler auf kosten der Billigarbeitskräfte und der Allgemeinheit!

Gruß Harald
 

brubu

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Es geht um eine Einzelmassanfertigung, versucht das einmal bei einem Billighersteller oder gar bei einem Auto..........
 

MarcBerlin

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CHF 1’500.- ~ € 1'630.-
Absolut akzeptabler, sauber kalkulierter Preis, zumal in CH!
Hier wird viel durcheinander gerechnet.
Sehr viel!
Schon interessant, wie sich hier wieder die Diskrepanz zwisachen Hobbyisten und Profis zeigt. Liebe DIYer, addiert doch mal ehrlich und ohne Beschönigung die Stunden, die Ihr mit Euren Projekten zubringt und multipliziert sie grob mit 50€/Stunde oder eben auch 80. Dann seid Ihr doch genau bei den Preisen, die hier immer wieder als "ganz schön heftig" o.ä. bezeichnet werden. Amateure und Profis tummeln sich hier schon ewig im gleichen Forum und tauschen sich technisch absolut auf Augenhöhe miteinander aus. Da könnte man auch auf der ökonomischen Ebene mal ein wenig Verständnis entwickeln.

Auch das ist lustig:
Die Stunde kostet mittlerweile 70 Euro Netto? Das ist ja heftig, da wundert es mich nicht, dass viele nicht mehr zum Schreiner gehen.
Schon mal überlegt, dass man evtl. einfach drauf angewiesen sein könnte? Ersetze in Deinem Post mal "Schreiner" durch "Anwalt". Da würde sich niemand über 70€ wundern. Nicht einmal über 400€. Und man geht auch nicht zum Anwalt, weil man so luxus-verliebt ist und sich mal richtig was gönnen möchte, sondern weil man keine Wahl hat. Und so wird es mit Handwerksleistungen aussehen. Während Anwälte Konkurrenz von KI bekommen, werden die Preise für unentbehrliche Handwerksleistungen sich denen von Anwälten annähern (okay - Regale wird es auch immer von Ikea geben, Klempnerarbeiten aber z.B. nicht). Dann zieht blue collar an white collar vorbei. Erst im Einkommen und mit ein paar Jahren Versatz wahrscheinlich sogar im gesellschaftlichen Status.
Keine Angst: Das wird sich über ein bis zwei Jahrzehnte hinziehen!
 
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