Maschinenunterweisung Tischkreissäge/ FKS

magmog

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......F&F klingt ja gut, aber hier geht es um eine TISCHkreissäge mit einer ziemlich kurzen Nut!
Bereits vor dem Sägeblatt reicht der Platz gerade so für die zwei Brüder, evtl. noch für
ein oder zwei Dezimeter Holz.

Ach 4, wer auf der A3 an Frankfurt vorbei kommt, kann gerne für praktische Lösungen seiner
hölzernen Probleme reinschauen, lässt sich meistens einrichten.
Der TE hat keinen Schiebeschlitten und kann daher Fritz und Franz nicht wirklich nutzen.

Die Leiste kann man wie oben beschreiben ohne weitere Basteleien sägen. Bei Gelegenheit mache ich euch Fotos.
 

Kunstbohrer

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Sodala, hier einmal für FKS-Besitzer.
Ich habe absichtlich die Spannfläche deutlich kleiner gewählt um mal zu zeigen, dass das problemlos geht.
Das Sägeblatt ist auch Absichtlich ziemlich identisch mit dem des TE. Meines ist ausreichend scharf.
Für die Fotos habe ich teilweise die Haube entfernt.
 

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Kunstbohrer

ww-robinie
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Achso. Es ist natürlich jeder andere Winkel auch möglich.
Für Fritz und Franz wären auch 3mm Spannfläche kein Problem.
Beim Schiebeholz kann es halt leichter passieren das es mal flattert wenn die Leiste zu klein wird.
 

brubu

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Du sägst aber die ganze Lattenhöhe durch, das ist nicht die Situation des TE. Bei dir kann die Leiste nicht wegen Schnittdruck nach limks kippen.
Dann kommt es noch auf die Genauigkeit an. Eine rohe Dachlatte muss nicht genau sein, Hartholz ist es auch nicht. Ich habe mir überlegt es wie der TE zu versuchen aber zuerst Hartholz richten war mir zu aufwendig.

Wenn es genau sein muss bleibe ich bei #49 auch wenn es etwas Einrichtzeit gibt, dafür wird es wie auf der Tischfräse.
 

esel

ww-eiche
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Erstmal gute Besserung! Ich beachte ja auch nicht alle Regeln der Kunst, aber ich habe mir angewöhnt den Bereich der Schussbahn freizuhalten.

Naja, was ich jedenfalls hier vermisse (auch wenns jetzt nicht DAS Wundermittel ist):
Ein 8mm Aluminiumstab, vorne angespitzt, kann sehr griffig und kontrolliert führen, und verträgt auch von der Säge angeknabbert zu werden.
 

esel

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Wenn der Schnittdruck so hoch ist, dass da irgendwas kippt, hätte das Sägeblatt längst zum schärfen müssen
Das möcht ich auch nochmal unterschreiben, weil ich gerade erst den unterschied zwischen nem solala scharfen blatt von festool im vergleich zu nem brandneuen vom discounter gesehen hab... dachte schon meine führungsschiene wäre verbogen so kacke war der schnitt
 

wirdelprumpft

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Man muss schon zwischen Profi und Hobby unterscheiden.
Meist haben die Profimaschinen deutlich mehr Leistung, meine hat 7.35 kw -
da macht ein feineres Sägeblatt weniger aus, einfach weil die Motorleistung nicht einbricht.
Bei einer 2kw Montagesäge ist man da sehr schnell in einer Situation in der man nicht sein möchte.
Wenn man dann noch so ein Akkusägeblatt drauf hat, kann es völlig gruselig werden.
Akkusägeblätter haben ein sehr dünnes Stammblatt und meist auch nur 2,2 mm Sägeschnitt. Damit wird es dann schwieriger.

Der Vorteil von #57 ist das der Abschnitt sich nicht verkeilen kann weil
die Abschnittspitze nach oben zeigt und nicht nach unten wie in #10 (bzw. Bild in der Mitte)

alternative wäre noch eine Leiste überhalb dem Sägeblatt zu spannen. Wobei Schraubzwingen zu vermeiden sind.

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Kunstbohrer

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Die Lösung mit der Leiste am Anschlag ist auch nett. Statt einer Zwinge kann man auch gut Schraubenlöcher in das Aluprofil bohren. Das ist oft mal sehr praktisch

Wenn der Schnittdruck bei so einem Schnitt so hoch ist, dass die Säge verläuft oder der Motor selbst bei einer kleinen Bausäge ein Problem wird, dann ist die Säge stumpf oder vollkommen ungeeignet. Eine CS 60 hat jedenfalls selbst mit dem mitgelieferten relativ feinen Blatt problemlos genug Leistung um so einen Schnitt auszuführen. 50mm Ahorn schnupft die locker weg wenn man etwas gefühl hat.

Auch die Erfahrung mit dem Dünnschnittblättern teile ich nicht. Diese sind aufgrund der realtiv kleinen Durchmesser die solche Sägen haben auch nicht problematischer als ein 350er Blatt mit 3,2mm Schnittfuge. Am meisten zum Verlaufen neigt mein Sägeblatt mit 550mm Durchmesser und 5mm Schnittfuge. Und das auch nur wenn es Feindkontakt hat und ich mangels Ersatz und Zeitdruck den Schnitt noch fertig machen muss.
 

flüsterholz

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Also ganz ehrlich, das war einer der Threads, wofür ich dieses Forum liebe. Viele tolle Lösungen, auch solche, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie funktionieren. Und alles sachlich vorgetragen. Davon gerne mehr.
@HoneyBadger , dir natürlich gute Besserung. Ich weiß wie schmerzhaft sowas sein kann. Ich habs beim Radfahren geschafft. Und auch toll, dass du den Vorfall geschildert hast, sonst wären diese tollen Beiträge vielleicht nie zustande gekommen.
Gruß Michael
 

HoneyBadger

ww-ahorn
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Man muss schon zwischen Profi und Hobby unterscheiden.
Meist haben die Profimaschinen deutlich mehr Leistung, meine hat 7.35 kw -
da macht ein feineres Sägeblatt weniger aus, einfach weil die Motorleistung nicht einbricht.
Bei einer 2kw Montagesäge ist man da sehr schnell in einer Situation in der man nicht sein möchte.
Wenn man dann noch so ein Akkusägeblatt drauf hat, kann es völlig gruselig werden.
Akkusägeblätter haben ein sehr dünnes Stammblatt und meist auch nur 2,2 mm Sägeschnitt. Damit wird es dann schwieriger.

Der Vorteil von #57 ist das der Abschnitt sich nicht verkeilen kann weil
die Abschnittspitze nach oben zeigt und nicht nach unten wie in #10 (bzw. Bild in der Mitte)

alternative wäre noch eine Leiste überhalb dem Sägeblatt zu spannen. Wobei Schraubzwingen zu vermeiden sind.

Anhang anzeigen 209041 Anhang anzeigen 209042 Anhang anzeigen 209043
Also das finde ich eigentlich total elegant. Das ist ja ähnlich einem Winkelbrett. Nuten sind in meinem PA schon vorhanden und befestigen ließe sich das leicht.

Ich möchte mich meine Vorredner anschließen. Vielen Dank nochmal an Alle.

Eine Frage habe ich noch. Ich habe mir die Abbildung der BG zur Gefahrenzone nochmal angeschaut. Nun ist mein Setup ja nicht mit modernen FKS vergleichbar, da das Blatt etwas weiter im Tisch steht. Gestern habe ich mal versucht für Längsschnitte am PA links der Schiene zu stehen. Das hat sich sehr komisch angefühlt, da ich nicht wusste wie ich mit der Schiebehilfe an Haube und Sägeblatt vorbei komme.

Ist doch aber die richtige Konsequenz dann da links neben der Schiene zu stehen oder? Gibt es da adäquatere Schiebehilfen? Oder gewohnt man sich dran? Ich hatte probleme das Werkstück ganz am Blatt vorbei zu schieben.

Würde mich hier nochmal über eine kurze Erläuterung zum Stehen an der TKS freuen.

Lieben Dank nochmal an alle Aktiven hier im Forum.
 

brubu

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Ist doch aber die richtige Konsequenz dann da links neben der Schiene zu stehen oder? Gibt es da adäquatere Schiebehilfen?
Schau hier im PDF https://www.suva.ch/de-ch/download/...en-sie-sicher-an-der-tischkreissaege--44023.D
oder weit unten unter "weitere Videos" das kleine Bild anklicken und das grössere darüber anschauen. (Die Webseite ist schlecht)
https://www.suva.ch/de-ch/praevention/nach-branchen/arbeitssicherheit-in-gewerbe-und-industrie/sicherheit-bei-der-holzverarbeitung/film-sicherheits-und-verhaltensregeln-holzbearbeitung#state=[anchor-04A9173A-B95C-4C58-9E50

Holzgriffe kannst du selber machen und auf ein Brett schrauben. Nennt sich bei uns Stossholz und Seitenstossholz.
 

magmog

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brubu

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Nein, die Stosshölzer bei uns sind Verschleissteile und an den SUVA Griffen in Sekunden gewechselt. Das lernte man in den Kursen, ruck zuck.
Die Griffe gibt es als Nachahmerprodukte auch von anderen Herstellern.
 

Lorenzo

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Zum Parallelanschlag links vom Blatt:
Wenn der PA richtig eingestellt ist, öffnet der sich leicht nach hinten, das heißt dass nur die vorderen Zähne von Sägeblatt schneiden, die hinteren nicht. Wenn du den PA mit dieser Einstellung einfach nach links vom Sägeblatt verschiebst, dann erhöht sich wieder die Gefahr dass das Werkstück klemmt und es fliegen lernt.
 

brubu

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Hier habe ich Stossholzgriffe gefunden, sind wohl Nachbauten der SUVA Griffe und sehen sehr gut aus. Sind aber 5 im Set, 2 braucht man mindestens, 1 für Seitenstossholz, 1 Längsstossholz damit hat man relativ günstig gute Griffe mit schnell wechselbaren Hölzern.

Der Typ im Video rechts ist bekannt und nicht so beliebt. Mochte nicht schauen wie er die Hölzer wechselt.

Noch etwas, die Spitzen werden nicht eingeschlagen. Zuerst stirnseitig den Griff auf Werkbank o.ä. hintere Spitzen nach oben, dann das Holz schräg nach unten eindrücken, ev. schlagen mit Faust. Spitzen vom Körper weg, nicht weil gefährlich aber geht so besser.

Stossholz mit Brett auf Fläche legen und den Griff nach vorn unten drücken oder mit Faust leicht schlagen.
Zuletzt das seitliche Federblech einklinken (das muss am Anfang ausgeschwenkt werden) dann das Stossholz mit der Kanten so leicht auf ein Holzstück schlagen, dass die Spitze seitlich eindringt.

Hoffe ich habe es halbwegs verständlich beschrieben.

Und alles Gute im neuen Jahr
Gruss brubu
 

Schraubzwinge894

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Hier gibt es in der Anleitung zu Fritz und Franz auch eine Vorlage für einen für mich angenehmen Griff. Blatt ausdrucken, auf ein Reststück Platte kleben, ausssägen, Kanten Runden, auf Schubholz/Stoßholz spaxen.
Ganz ohne Plastik und Versand in 10 Min einsatzbereit.
 
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brubu

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Aber die Ösis haben nicht begriffen wie man die einsetzt, da steht von Serienfräsarbeiten, das stimmt gar nicht. Die Griffe sind schlicht für alles.
An der TKS/FKS sind 2 zu platzieren, Tischfräse mindestens 1, Abrichte ev. auch 1, Kantenschleifer 1 an Dreieck für rechten Winkel an Kleinteilen statt einen speziellen Anschlag einzusetzen oder wenn der fehlt, Tischfräse do. für Stirnseiten. Und so weiter von diesen Griffen braucht man eine ganze Menge.
 
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