Planfräsvorrichtung ausrichten

Mere

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Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei eine Planfräsevorrichtung aus Linearführungen und Aluprofilen für die Oberfräse zusammen zu bauen. Prinzipiell soll das so werden wie man das in zig Youtube Videos sehen kann. Einiges ist anders da ich versuche HGR20 Linearführungen zu verwenden. Diese haben so wie ich diese geprüft quasi spielfrei und durch die Alu-Profil mit dem Querschnitt 80x40mm werden die auch bis auf 5 Hunderstel bis 1 Zehntel gerade. (Ob das nun so sein muss oder das über das Ziel raus geht ist ein andere Diskussion, aber darum soll es hier ja auch nicht gehen)

Also wunderbare Genauigkeiten innerhalb der Vorrichtung, die in der Praxis wirklich genaue Ergenisse liefern könnten, aber .... und jetzt kommt das aber und die eigentliche Frage dazu:
Wie kann die "Fläche" auf der die ganze Vorrichtung aufgelegt werden soll plan ausgerichtet werden? Alle Führungsschienen in sich sind ja gerade und behalten die Genauigkeit, aber die entstehende Fläche kann ja an einer Ecke höher oder niedriger sein und damit auch das Werkstück.
Welche Möglichkeiten gibt es hier um die Unterlage exakt auszurichten? Einen Messtisch aus dem Indsutriebereich wäre da ideal, alle anderen Tische sind vermutlich wie der Werkstattboden auch nicht gerade und müssten geprüft werden. Mit einem Baulaser könnte man das ja ungefähr hin bekommen, aber halt auch nur ungefähr. Eine Wasserwaage ist hier auch nur bedingt geanu.
Wie habt ihr das bei euren Planfräsen gelöst?

Vielen Dank für eure Ideen.
 

IngoS

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Hallo,

dafür gibt es Präzisions- oder Maschinenwasserwaagen mit einer Genauigkeit von 0,02mm/m.
Unter obigen Begriffen findest du etliche Angebote.

Gruß Ingo
 

Johannes

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Hallo,
das was du brauchst, ist eine Torsionsbox. Für einfache Anwendungen ist ein modernes Türblatt schon ausreichend. Für größere, stabilere Boxen gibt es einige Beispiele auf YouTube.

Es grüßt Johannes
 

Kerstenk

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in jeder Ecke ein Stück Material festlegen, alle Planfräsen, anschließend ausmessen. Die Ecken, der Vorrichtung, dann um den Differenzbetrag unterlegen, dafür kann man sehr gut Papier verwenden, ist plan und sehr druckfest.
 

Mere

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Hallo,

dafür gibt es Präzisions- oder Maschinenwasserwaagen mit einer Genauigkeit von 0,02mm/m.
Unter obigen Begriffen findest du etliche Angebote.

Gruß Ingo
Das war glaube ich das fehlende Puzzleteil, v.a. die Bezeichnung Maschinenwasserwage. Die gibts mit der angegebenen Genauigkeit sogar zu erschwinglichen Preisen.
Ich dachte zuerst nicht das es so genaue Wasserwaagen gibt. (Ich habe eine digitale mit 0,05° Zuhause, das sind dann nach Adam Riese 0,8mm Abweichung auf 1m).
Mit der Genauigkeit lässt sich auf jeden Fall eine ausreichend plane Fläche herstellen bzw. ausmessen.

Vielen Dank für den Tipp.
 

mc2

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Martin7

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Hallo,

ich mußte gerade eben meine Präzisionsgranitplatte absolut in Waage bringen. (Auswuchten von Schleifsteinen DS)
Das Unterlegen von Papier war für die Präzisionswasserwaage schon zu ungenau.
Ich habe jetzt eine Unterlegplatte aus Trespa mit M4 Gewinden an den Ecken versehen und kann jetzt mit M4 Madenschrauben exakt die Höhe justieren

Gruß
Martin
 

Kerstenk

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Das war glaube ich das fehlende Puzzleteil, v.a. die Bezeichnung Maschinenwasserwage. Die gibts mit der angegebenen Genauigkeit sogar zu erschwinglichen Preisen.
Ich dachte zuerst nicht das es so genaue Wasserwaagen gibt. (Ich habe eine digitale mit 0,05° Zuhause, das sind dann nach Adam Riese 0,8mm Abweichung auf 1m).
Mit der Genauigkeit lässt sich auf jeden Fall eine ausreichend plane Fläche herstellen bzw. ausmessen.

Vielen Dank für den Tipp.
ich habe selbst eine Rahmenwasserwaage mit 0,04mm/m, 0,02 würde ich mir freiwillig nicht antun. Und um so etwas zu bauen, gibt es, wie oben beschrieben, deutlich einfachere Methoden, die genauso genau sind.

Aber geht es hier um Holzbearbeitung, oder warum muss das so genau sein?
 

magmog

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Guuden,

mehr Präzision als nötig ist bei vertretbarem Aufwand anzustreben.
Zumal bei der Länge der Profile die den von der Fräse emittierten Schwingungen
noch nicht eingeschätzt werden können.
Den Vorschlag von @Kerstenk halte ich für eine sehr praxisnahe und einfach
zu realisierende Lösung unter realistischen Einsatzbedingungen.
Allerdings würde ich auch auf halber Strecke der Profile ebenfalls Probeklötze
zum Fräsen positionieren sowie in der Mitte der Arbeitsfläche.

Selbst die beste Wasserwiege kann nur unter Belastung der Konstruktion belastbare Werte liefern,
Trockenübungen helfen nur bedingt.
 

brubu

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Wenn alles sehr genau und ruhig sein soll an Ort einen Betonsockel giessen, Darauf den Rest montieren Nicht ganz ernst gemeint............. :emoji_wink:
 

Mere

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Die Problemstellung dabei war ja die Vorrichtung plan auszurichten (bzw. das auf dem die Vorrichtung aufliegt. DIe Vorrichtung in sich ist ja exakt).
Ist das einmal passiert, kann man alles sehr genau abrichten.
Die Messbarkeit der Ebenheit ist dann nur mit einer Wasserwaage möglich. Oder gibt es noch andere ähnlich exakte Methode das zu bestimmen?

Guuden,

mehr Präzision als nötig ist bei vertretbarem Aufwand anzustreben.
Zumal bei der Länge der Profile die den von der Fräse emittierten Schwingungen
noch nicht eingeschätzt werden können.
Den Vorschlag von @Kerstenk halte ich für eine sehr praxisnahe und einfach
zu realisierende Lösung unter realistischen Einsatzbedingungen.
Allerdings würde ich auch auf halber Strecke der Profile ebenfalls Probeklötze
zum Fräsen positionieren sowie in der Mitte der Arbeitsfläche.

Selbst die beste Wasserwiege kann nur unter Belastung der Konstruktion belastbare Werte liefern,
Trockenübungen helfen nur bedingt.
Ja, das doch immer das Problem mit der Genauigkeit. Wahrscheinlich neige ich bei einigen Sachen es zu genau zu nehmen.:emoji_cold_sweat:
Auf der der anderen Seite macht es doch einem deutlich einfacher, wenn ich für den nächsten Arbeitsschritt weiß, dass ich von einem guten Stand aus weitermache.
 

Djslimer

ww-esche
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Ich hätte jetzt auch gesagt, dass die Auflage vom Werkstück "nur" parallel zum Fräser sein muss. Das kannst du ja dann regelmäßig mit dem Planfräser überprüfen / korrigieren.
Wichtiger dürfte sein, dass der Fräser winklig zu den Führungsschienen ist.
 

mc2

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Welche Werkstücke brauchen nach dem Planfräsen eine so hohe Genauigkeit?
Die, die an einem Stück nicht durch den Hobel oder Breitband passen.

Was hast du genau vor?
 

schrauber-at-work

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Guten Morgen,

Irgendwie verstehe ich das Problem nur bedingt.
Meine Planfräsvorrichtung besteht aus 45-er Boschprofil, die "Füße" (6 Stück auf die Länge) ebenfalls. Der "Schlitten" ist aus Siebdruckplatte gebaut.
Als "Unterlagen" dient der Werkstattboden.
Vorrichtung auf Höhe einstellen mittels Klappmeter, Werkstück auf Seite 1 grob ausrichten durch unterlegen. Überfräsen bis "eben", umdrehen und 2.Seite mit dem Fräser "ankratzen". Dann dicke des Werkstücks an allen vier Ecken messen und Werkstück entsprechend unterbauen. Fertig plan fräsen auf Maß und gut. Ausreichend genau für meinen Geschmack.

Gruß SAW
 

brubu

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Gemeint ist wohl die Windschiefe. Es muss nichts genau waagrecht sein aber in einer Ebene.
 

elchimore

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Meine Planfräsvorrichtung sind auch Boschprofile. Das ist ein Rahmen, der Miteinander Verschraubt ist, den habe ich einmal ausgerichtet, dass er nicht windschief ist und der hält seine Form jetzt in ausreichender Genauigkeit für meine Holzgenauigkeitsansprüche (Was man vom damit "abgerichteten" Holz nicht immer behaupten kann..... :emoji_wink: ). Ist natürlich weit von den Youtube Planfräsvorrichtungen an Genialität und Fancyness entfernt (von der Genauigkein im µ Bereich ganz zu schweigen) :emoji_wink:
Grüssle Micha
 

brubu

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Schaut euch im Netz um, Sperrholz, ev. Alulatten aber auch nicht unbedingt, reichen. Ich habe mir schon viel angeschaut war aber bis jetzt zu faul eine Vorrichtung zu basteln. Die Breitband muss manchmal herhalten mit K40.
 

dsdommi

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@Mere
Ich würde das Problem gerne besser verstehen, weil ich mir eine neue Vorrichtung bauen möchte
Du hast also die Führungen etc aus Alu Profilen. Diese legst du nun auf eine Fläche, zB ein MPX Brett.
Nun befürchtet du dass das Brett nicht 100 Prozent eben ist. Richtig ?
Wenn du nun sozusagen eine breite Nut in das Brett fräst, mit der Vorrichtung, und da dann das Massivholz hineinlegst, eine Seite planen , umdrehen und auf dicke fräst, dann müsste doch alles perfekt eben und parallel sein oder ?
Wozu benötigst du dann das Messequipment ?
Oder habe ich da einen Denkfehler ?
 

FredT

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Planer als zB ein MPX könnten Arbeitsplatten sein... oder auch alte geschliffene Grabsteine.
Maschinenwasserwaage und Fühlerlehrenband, mit denen haben wir auch unsere Meßmaschinen auf 1/1000 ausgerichtet.
 
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