Hallo Tester,
ich glaube du und Dietrich seit garnicht soweit auseinander. Es ist halt so, dass es im Internet immer wieder Leute gibt, die das Sägeblatt spannen und dann den Anschlag an das Band anpassen und das vor jeder Benutzung.
Es grüßt Johannes
Ja - im Internet findet man viele krude Verfahren. Da gebe ich dir absolut Recht - was da so alles propagiert wird ist schon grenzwertig. Und Laien glauben es manchmal und dann wird ein Selbstläufer daraus und die Bandsäge als hoch komplizierte Maschine, die schwer einzustellen ist, angesehen.
Dabei ist es bei einer Bandsäge ja wirklich einfach:
den Vorgaben der Hersteller folgen: vernünftiges Blatt korrekt vorspannen, mittig auf dem Rad positionieren (bei laufender Maschine), Tisch einmalig sauber nach dem Sägeband ausrichten und los geht es ohne Verlauf des Sägeschnitts.
Wenn der Sägeschnitt trotzdem verläuft ist die Schränkung des Sägebandes deformiert oder Vorschub für die Schärfe, oder den Zahnabstand des Sägebandes zu schnell.
Wie heißt es so schön: "komisch - sobald man es richtig macht funktioniert es"
Obwohl - eine kleine Korrektur: bei neuen Maschinen kann (nicht muss) es sein, dass man nach einigen Betriebsstunden den Tisch noch ein zweites Mal nachjustieren muss - aber dann ist es endgültig gut.
Der Grund: Geschweißte Maschinenständer (heute die Regel) und Gussteile (z.B. Tischaufnahnme) können bei Auslieferung noch Eigenspannungen durch die Fertigungsverfahren aufweisen. Auch können Schraubverbindungen Setzungserscheinungen zeigen und die Geometrie beeinflussen.
Das ist normal und nicht zu vermeiden. Dann muss der Tisch nach einiger Zeit noch einmal nachjustiert werden. Aber dann ist es - wenn die Maschine nicht umkippt oder vergewaltigt wird - final gut.