Holzschutz durch abflämmen, suche Erfahrungen

manuell

ww-birke
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Liebe Leute,

ich brauche mal eure Hilfe bzw Erfahrungen , ich möchte das Holz, nordische Fichte,
von diesem Tor durch abflämmen schützen , was haltet ihr davon?

Das Tor befindet sich auf La Palma und zeigt Richtung Westen , dort regnet es ca 10 mal im Jahr .



IMG_20260430_195220.jpg
 

magmog

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Guuden,

ja, das hilft aber so wie die Sonne bei Dir die älteren Hölzer nebenan bereits geflämmt hat,
gibt es eigentlich nur optische Gründe.
.......so manch einer hat beim Flämmen sein komplettes Besitztum gleich mit geflämmt!

PS.: ich hoffe dass die Verbretterung unten schräg geschnitten wurde. Ist aber evtl bei Dir nicht notwendig.
Kann man sich an seiner Nachbarschaft orientieren.
 

brubu

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Wir haben es an Läden an einem Walserhaus auf gut 2000müM gemacht. Lange hat es nicht gehalten und wurde zum grössten Teil abgewittert.
Aber nicht wie die Japaner die Oberfläche total verkohlt sondern braun bis leicht schwarz gebrannt. Richtig verkohlt gibt immer schwarze Finger.
 

manuell

ww-birke
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Gegen die schwarzen Finger hilft dann das abbürsten mit einer Drahtbürste und anschließendes einölen mit Leinöl .
Das habe ich im Innenbereich schon öfters gemacht .
 

carsten

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Hallo

vor Jahren mal einen Bericht über das Abflämmen nach dem japanischen Vorbild gesehen. Da hat man etliche Versuche gemacht bis man ein passendes Ergebnis erreicht hat. Das Fazit, das ich mir behalten habe: Es ist ein SEHR schmaler Bereich zwischen rein optischer Wirkung, der schützenden Wirkung und einer zerstörten Oberfläche.
Mit einfach nur mal mit dem Brenner drüber gehen ist das nicht.

Hier in dem Fall evtl sich mit der optischen Wirkung begnügen.
1. keine extremen wechselnden Witterungseinflüsse
2. einfache Konstruktion, wenn die in 10 Jahren oder auch ein paar mehr nicht mehr schön ist, bzw ihren Zweck erfüllt sind die Latten doch recht schnell ersetzt.
 

magmog

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……sehe ich weitgehend auch so, der konstruktive HS ist, egal was kommt, unabdingbar.
Allerdings ist das japanische Verfahren im Resultat wirklich erstaunlich.
So wie Bahnschwellen aus Buche!!! ohne Rücksicht auf den konstruktiven, Jahrzehnte Ihrem Job nachgekommen sind. Einziges Zugeständnis war aus anderen Gründen der Einbau in Schotter.

Ach ja, Terassendielen halten häufig auch Jahre, häufig im zweistelligen Bereich, aus Thermoholz sogar aus eigentlich völlig ungeeigneten Holzarten.
 

magmog

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Hallo

och über die Stilblüten, die ich fast tagtäglich in Ausschreibungen zu lesen bekomme, könnte ich ein ganzes Buch schreiben.

Der Klassiker WC Drückergarnitur in


......naja, wenigstens nicht in amtlich geprüfter Brandschutzausführung!
Den auch bei einer WC Garnitur dürfen nach einer bestimmten Einwirkzeit eines genormten Bandes
gewisse Oberflächentemperaturen auf der Gegenseite eines FH Elements nicht überschritten werden!
 

weissbuche

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Mein Großvater hat Weidepfähle immer angekohlt. Als ich 10 oder 11 Jahre alt war, haben wir eine Weide neu eingezäunt. Eichenspaltpfähle aus der Forst wurden mit dem unteren Ende in ein Feuer gelegt und angekokelt. Wichtig waren 20 cm über und 30 cm unter der Erde. Dies ganze Prozedere war Opa sehr wichtig. Wir mussten die Pfähle drehen und aufpassen, daß die nicht zu sehr verbrannt sind. Auch auf das Feuer mussten wir aufpassen. Ich weiß nicht, wie lange Eiche Pfähle normalerweise halten. Diese Dinger standen jedenfalls noch, als mein Cousin die Weide vor 20 Jahren verkauft hat, und hatten somit rund 40 Jahre gehalten. Bei Ausgrabungen wird regelmäßig Holzkohle gefunden, die tausende Jahre alt ist. An der Kohlerei ist schon was dran.
 

Horz!

ww-fichte
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Genau, das ist aber in den Architekturhochschulen noch nicht angekommen oder wird untergeordnet und ignoriert.
Sehe ich komplett anders.
Gute Baugestaltung ergibt sich unter anderem aus konstruktiv korrekter Anwendung.
Sehen die Hochschulen und die guten Architekten sicher genauso.
 

Martin45

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Sehe ich komplett anders.
Gute Baugestaltung ergibt sich unter anderem aus konstruktiv korrekter Anwendung.
Sehen die Hochschulen und die guten Architekten sicher genauso.
Naja. Man sieht Inzwischen fast laufend kubische "Bauhaus" Gebäude mit Flachdach, Null Dachüberstand (soll ja modern/chic sein) aber dann in ach so moderner Holzbauweise, Holzrahmen, und/oder Holzfassade. Ist ja nicht nur Öko, sondern auch günstig(er als Klinker&Co.). Das gefällt dann auch dem Bauherrn.
Selbst in unserem kleinen Örtchen sowohl bei der Sanierung der Grundschule vor ein paar Jahren als auch beim KiGa Neubau vor ca. 4 Jahren so ausgeführt. War vor 2 Wochen dann mal dort und viele Fassadenbretter sind schon windschief, nicht mehr richtig fest oder beschädigt. Auch ein Fallrohr fürs Dachwasser? Fehlanzeige. Ein vielleicht 30-40cm langes fast horizontal verlaufendes Rohrstück muss reichen, den Rest wird die Erdanziehung schon erledigen. Theorie und Praxis. Hat nur niemand an den Wind gedacht, der nun große Wassermengen schön gegen die Fassade bläst.
Dem nächsten in meinen Augen verpflichtet Gebäude schaue ich seit einer Weile beim Wachsen zu. Das wird auch kaum 10Jahre durchhalten. Schade um unser öffentliches Geld.
 

mj5

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@manuell :
Du brauchst keine Hilfe. Nur ein wenig Geduld. Lass es, so wie es ist, in Ehren altern.
PS.: ich hoffe dass die Verbretterung unten schräg geschnitten wurde.
Justus' Einwand in Sachen Tropfkante wuerde ich beherzigen. Kann man zur Not ja auch nachtraeglich machen.

Sorry fuer OT!
Mein Großvater hat Weidepfähle immer angekohlt.
Kenne ich auch noch. Aber mit zunehmender Maschinisierung musste ja auch das Altoel vom Trecker irgendwo hin. :emoji_frowning2:
Schade um unser öffentliches Geld.
Ist nicht mein "oeffentliches Geld". :emoji_innocent:
Aber ich bin davon ueberzeugt, dass modulare Holzbauweise wesentlich kostenguenstiger sein kann, als Backsteine zu stapeln.
Ich habe einige Jahre im Bauhauptgewerbe gearbeitet. So ein Modul "schwebt ein", auch wenn es stark regnet. Frost???
Zieht euch warm an, hier kommt das naechste Teil. So laeuft das hier in Alberta auch bei -20C im Winter.
Fragt sich jetzt ob eine dringend benoetigte Kita aussehen muss wie Schloss Neuschwanstein und 200+ Jahre halten.

Nochmal sorry, @manuell :
Lass einfach so alt werden.
 

manuell

ww-birke
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Moin,

selbstverständlich habe ich den konstruktiven Holzschutz berücksichtigt und es wird auch noch eine Abdeckung über der Schiene geben .
Aber schwarz finde ich irgendwie schöner und hoffe dass es auch über längere Zeit gleichmäßig bleibt und wenn ich auf die Art und Weise einen Holzschutz erreichen kann, habe ich doch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Oben an dem Haus soll es dann schiebeläden vor den Fenstern geben und da finde ich schwarz dann auch viel schöner .

Auf jeden Fall schon mal vielen vielen Dank für eure Beiträge .
 

brubu

ww-robinie
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Sehe ich komplett anders.
Gute Baugestaltung ergibt sich unter anderem aus konstruktiv korrekter Anwendung.
Sehen die Hochschulen und die guten Architekten sicher genauso.
Ist zwar OT aber bei uns kann man einfach schauen wie lange die Gebäude halten. Die modernen Kistenbauten wo noch die Dachrinne möglichst im Dach versenkt wird schaut nicht lange gute aus. Ein Extremfall habe ich bei einer Betonkiste gesehen, oben das Abdeckblech durfte keinen Zentimeter nach aussen vorstehen. Folglich wurde der Beton wie ausgefälzt, ausgespart und die Tropfkante des Bleches war Aussenkante Beton
bündig. Die Fassade war einmal weiss gestrichen und die Wasserläufe sind wohl Kunst am Bau. Immerhin verträgt der Beton relativ viel.

Ich weiss es von Studenten, der grösste Teil ist Architektur und Gestaltung, Bautechnik ist fast Nebensache. Dazu kommt dann leider oft noch die persönliche Abgehobenheit, dass die Leute sich von Praktikern eh nichts sagen lassen.
 

magmog

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........ein bisschen Geduld, und die neue Schiebetür wird sich merklich in Richtung der vorhandenen Holzelemente verändern.
Klar, Flämmen bringt eine gewisse Beschleunigung, aber etwas unterschiedlich.
Ich meine jedoch, dass es autentischer ist, wenn die Entwicklung von neu auf alt erkennbar und nachvollziehbar bleibt.
Bis kein Unterschied mehr vorhanden ist.

Der Übergang ist an dem Siebrahmen links der Schiebetür gut zu erkennen
 

Horz!

ww-fichte
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Ist zwar OT aber bei uns kann man einfach schauen wie lange die Gebäude halten. Die modernen Kistenbauten wo noch die Dachrinne möglichst im Dach versenkt wird schaut nicht lange gute aus. Ein Extremfall habe ich bei einer Betonkiste gesehen, oben das Abdeckblech durfte keinen Zentimeter nach aussen vorstehen. Folglich wurde der Beton wie ausgefälzt, ausgespart und die Tropfkante des Bleches war Aussenkante Beton
bündig. Die Fassade war einmal weiss gestrichen und die Wasserläufe sind wohl Kunst am Bau. Immerhin verträgt der Beton relativ viel.

Ich weiss es von Studenten, der grösste Teil ist Architektur und Gestaltung, Bautechnik ist fast Nebensache. Dazu kommt dann leider oft noch die persönliche Abgehobenheit, dass die Leute sich von Praktikern eh nichts sagen lassen.
Ja, die persönliche Abgehobenheit erschwert leider den Dialog zwischen den Praktikern und den „Theoretikern“.
Aber die Abgehobenheit ist in beiden Lagern zuhause.
Mit „das haben wir schon immer so gemacht“ wird sich Baukultur nicht weiterentwickeln.

Mir klingt das zu sehr nach Pauschalkritik an Architekten und am Flachdach. Gute Architektur entsteht durch Zusammenwirken verschiedener Disziplinen.
Da höre ich gerne auf den Praktiker, der mir Vor- und Nachteilen von Abflämmen (…damit ist mein Beitrag nicht mehr OT :emoji_slight_smile:) erklärt, aber ob es zum Gestaltungskonzept passt oder nicht, lasse ich lieber den Architekten entscheiden.
 

Martin45

ww-robinie
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Meine Erfahrung von Abflämmen (Zaunpfähle) ist eigentlich kein Gewinn von Haltbarkeit. Ein Eichenpfahl hält je nach Bodenbeschaffenheit und Durchmesser auch so sehr lange.
Ich würde es machen, wenn es optisch mir gefällt/gewünscht ist. Sonst eher nicht. Um das aber gleichmäßig zu flammen ist auch etwas aufpassen nötig.
 

brubu

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Abflämmen bei Pfählen schützt die äusserste Schicht. Sobald aber der Pilz durch Risse im Inneren angreifen kann fault es trotzdem.
Es gibt eine Verzögerung ähnlich wie bei druckimprägniertem Holz das meist auch nicht durchgehend imprägniert ist.
@Horz!
Alles gut, ich gehöre nicht zu denen wo alles nach alter Schule sein muss. "Das haben wir immer so gemacht" gab es bei uns nie, höchstens die Erklärung wieso es sich so bewährt hat.
Ob und wie konstruiert wird, wird bei mir nicht der Architektur untergeordnet. Die Architektur muss sich gewissen praktischen Regeln unterordnen. Das Problem ist nicht nur Regeln nicht einzuhalten, sondern für die Ausführung möglichst den billigsten Anbieter zu suchen, wo bei heiklen Konstruktionen erst recht eine teure gute Ausführung nötig wäre.
Auf dem Neubau haben wir schon lange nichts mehr zu suchen aber haben viele Reparaturaufträge. Wenn es nach Jahren Probleme gibt habe ich leider noch nie den guten Architekten angetroffen der sich um die Behebung der Fehler seiner Planung gekümmert hätte.
 

methylase

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Ich habe ein Gewächshaus aus Fichte/ Tanne KVH gebaut und das ein paar mal über die Jahre mit Leinöl gestrichen. Nach jetzt 8 Jahren ist das Holz fast schwarz. Ich weiß nicht ganz genau was der Grund dafür ist aber wahrscheinlich würde dir die Optik gefallen. Das Öl war farblos ohne irgendwas.
Grüße Matthias
 

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........ein bisschen Geduld, und die neue Schiebetür wird sich merklich in Richtung der vorhandenen Holzelemente verändern.
Klar, Flämmen bringt eine gewisse Beschleunigung, aber etwas unterschiedlich.
Ich meine jedoch, dass es autentischer ist, wenn die Entwicklung von neu auf alt erkennbar und nachvollziehbar bleibt.
Bis kein Unterschied mehr vorhanden ist.

Der Übergang ist an dem Siebrahmen links der Schiebetür gut zu erkennen
Wenn die Schiebetür fertig ist, denn sie hängt im Moment nur provisorisch dort, kommt die alte Tür rechts davon selbstverständlich weg .
 
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