Festool Hks TS55 EBQ löst sich auf

Antas

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Hallo,
ich schicke hier ein paar BIlder meiner Säge. Die ist zwar schon 20 jahre alt, aber nur im Amateur Sektor gebraucht, und ohnehin dreht es sich nicht um Verschleiß. Die Säge liegt in einer Schublade mit einer doppelt so alten Festo HKS die nur normale Gebrauchsspuren hat. Ich habe einen umfangreichen Maschinenpark rund um eine Metabo 1680 und kenne solche Probleme ansonsten nicht. Habt Ihr auch solche Festool Probleme? Ich habe die Bilder Festool geschickt, Antwort:

"Vielen Dank für die Zusendung der Daten und Fotos.


Da uns die Einsatz- und Lagerungsbedingungen Ihrer TS 55 seit Januar 2006 nicht bekannt sind, können wir die genaue Ursache des Schadens leider nicht abschließend beurteilen.


Die Säge wurde im Jahr 2005 produziert. Die auf den Fotos erkennbaren Ausblühungen deuten nach unserer Einschätzung auf äußere Einflüsse hin.


Ein solches Schadensbild ist uns in dieser Form bislang nicht bekannt, weshalb wir derzeit nicht von einer produktbedingten Ursache ausgehen können.


Vielen Dank für Ihr Verständnis. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung."

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen, wie beurteilt Ihr die Bilder?

Vielen Dank und viele Grüße

Jochen
 

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19rudi99

ww-robinie
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So richtig interessiert und hilfsbereit waren die aber bei Festool nicht. Dabei hat der Festoolverkaufsleiter in dem Gotoolsinterview neulich ein ganz anderes Bild von dem Kundenkontakt beschrieben. Na ja, Marketing und Wirklichkeit.:emoji_money_mouth:
 

Sire Toby

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Ein merkwürdiges Schadensbild.
Es sieht ein bisschen so aus, als ob irgendeine Chemikalie sich an manchen Stellen abgelagert und dann reagiert hätte?
Vielleicht irgendein Sägestaub? Erinnerst Du Dich, mal etwas atypisches oder imprägniertes oder anders chemisch behandeltes geschnitten zu haben?
Oder etwas metallisches, dass vielleicht jetzt galvanisch reagiert hat?
Vielleicht ist es so gewesen:
Metallisches gesägt, Späne beschädigen den Lack und setzen sich ab, etwas Saures von anderen Spänen wirkt vielleicht zusätzlich ein,
Ströme fließen und zerfressen das Metall.
Insbesondere die Aufgelösten Stellen am Sägeblattschutz, an der Lauffläche und um die eine Schraube sprechen für mich am ehesten für einen korrosiven oder galvanisch wirksamen Staub.
(Best guess)
 
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fahe

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Habt Ihr auch solche Festool Probleme?
Nein. Du bist aber auch nicht allein.
https://www.woodworker.de/forum/threads/korrosion-an-festol-ts-55.139104/post-1265309
Korrosion an Festool TS 55

Und das ist offenbar auch nicht Festoolspezifisch. Mir würde als mögliche Ursachen einfallen:

Salz. Eigentlich schwer vorstellbar bei den fett lackierten Teilen.

Oxydation bei Verletzung der Lackschicht. Reines Alu oxidiert quasi schon beim Zuschauen. Es bildet dann aber mit dem Aluoxid eine natürliche Schutzschicht, die außer dem optischen "Mangel" nur segensreich ist. Gut zu sehen bspw. an den alten Fernseh-/Rundfunkantennen. Die waren selbst in unschöner Atmosphäre a la Bitterfeld de facto unzerstörbar.

Problem mit der Legierung. Keine Ahnung, ich bin froh, seinerzeit einen Schutzengel im mündlichen Chemieabi gehabt zu haben, finde aber die Aussagen in #11 des verlinkten Bosch-Threads interessant.

Hier scheint es ja um regelrechten Lochfraß und nicht um oberflächliche Schönheitsmängel zu gehen. Da finde ich es schon nicht übertrieben, wenn sich das Ding einmal jemand von der Festoolentwicklung in Natura anschaut, statt so etwas offenbar vom Firstlevelsupport abschließend beurteilen zu lassen...
 

ClintNorthwood

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Aluminiumkorrosion. Das ist halt manchmal so. Einfach abwischen oder abschleifen. So mancher T6 oder T5 Besitzer kann ein Lied davon singen. So wie mein Schwager.
Karlsson vom Dach würde dazu sagen:"Das stört keinen großen Geist". Im Gegensatz zu manchen VW-Multivan Eignern.
 

ClintNorthwood

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Die Frage eher wäre, sägt sie oder sägt sie nicht. Wenn die keinen emotionalen Wert hat, bleibt halt nur der Gebrauchswert.
Das ist zwar keine korrekte Antwort eines Chemikers auf die Eingangsfrage, doch die würde ich eher ChatGPT stellen als einem Holzforum.
 

SebastianThiel

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https://www.motorradonline24.de/forum/thread/635763-was-tun-bei-blühendem-alu/

Da stehen viele Informationen drin.

Gleichzeitig kam mir der Gedanke, das Zehntausende Leitern aus Aluminium das Problem nicht haben... Manche davon hängen ständig draußen im freien.
Hängt bestimmt auch von der Legierung ab.

Die Teile deiner Säge werden wohl im Druckguss oder Gieß Verfahren hergestellt.
Leitern bzw. die Einzelteile werden bestimmt extrudiert. Strangguss oder sowas.

Das sind bestimmt schonmal unterschiedliche Legierungen.
Es gibt ja sowieso hunderte verschiedene.

Jedenfalls scheint es wohl kein unbekanntes Problem mit Aluminium zu sein und es sieht auch danach aus, das es von äußeren Einflüssen kommt und es zb. nicht an einem verunreinigten Material liegt.
 

fahe

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Da stehen viele Informationen drin.
...finde ich nicht. Da geht's nach schnellem Überfliegen darum, dass Aluminiumteile nicht glänzen. Und darum, dass Tausalze wenig zuträglich für schicke Oberflächen sind.

Aluminium glänzt nicht dauerhaft, weil es innerhalb von Sekunden - ich schrieb ja was vom Zusehen - an der Oberfläche oxydiert. Diese Oxidschicht ist nur Nanometer stark und der perfekte Schutz. Aber eben nicht mehr glänzend. Wenn die Schicht verletzt wird - bspw. mit einem Kratzer - bildet sie sich an der Stelle erneut. Wie geschrieben in Sekunden. Das ist auch der Grund, dafür, dass Federklemmen, die man heute für elektrische Leitungen aus Alu benutzt, mit einer Art Vaseline gefüllt werden. Beim Einschieben wird durch die Federklemme die Oberfläche wieder freigekratzt, die Vaseline verhindert Sauerstoffzutritt und verhindert damit erneute Oxydation. Weil? Weil Aluminiumoxyd auch ein guter elektrischer Isolator ist.

Noch ein "funfact", warum die Oxidschicht in Sachen Oberflächenschutz das Beste ist, was reinem Aluminium passieren kann: Eloxieren ist strenggenommen nichts anderes, als eine stärkere Aluminiumoxidschicht zu erzeugen, als dies natürlich passieren würde.

Dass Tausalz nicht eben zuträglich für den Schutz von Oberflächen ist, muss vielleicht nicht weiter diskutiert werden, dazu reichen meine laienhaften Chemierelikte im Hinterkopf auch nicht, und mir reicht dafür auch, was ich so an Autos sehe. Und Kontaktkorrosion zwischen Alu und edleren Metallen kann bspw. @inselino sicher auch besser erklären.

Bleibt noch die Legierung. Werkzeuggehäuse sind oft Aluminium-Magnesiumlegierungen. Und genau bei denen gibt es unter bestimmten Bedingungen solche Probleme. Wie das mit dem selektiven, interkristallinen Gefügezerfall zur instabilen β-Phase genau geschieht - auch das kann @inselino vielleicht so erklären, dass der Fragesteller das Festool charmant präsentieren kann. Vielleicht sogar so, dass ich es verstehe. :emoji_wink:
 

Helibob

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Eloxieren ist strenggenommen nichts anderes, als eine stärkere Aluminiumoxidschicht zu erzeugen, als dies natürlich passieren würde.
Ja und kann zu diesem Problem beitragen, wenn zum Beispiel der Spülvorgang/die nachträgliche Behandlung zwischen dem galvanischen Eloxieren und dem 1. Lackauftrag fehlerhaft ist in der Durchführung oder vom Prozess her. Die Legierung mit dem hohen Magnesiumanteil begünstigt das dann noch.
Ausgehend von den Fotos, ist es durchaus möglich, dass das unter dem unbeschädigten Lack über die Jahre gearbeitet hat (Lackplotter).
Gruß Matze
 

fahe

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Ich hab' keine Ahnung, ob die Gehäuseteile eloxiert oder lackiert sind. Auf alle Fälle wäre aber weder Dein Beispiel noch meine Vermutung ein Grund, sich mit der Standardantwort von den angeblichen äußeren Einflüssen zufrieden zu geben.

Allein der frisch wirkende Aufkleber auf dem Gehäuse - das erste Detail, dass bei entsprechenden "Umgebungsbedingungen" ganz anders aussehen würde - spricht ja schon Bände. Und die Qualitätstruppe und deren Entwickler bei Festool wissen das ja auch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium-Magnesium-Legierung#Korrosion

Genauer will ich das hier gar nicht schreiben... weil's nur abgeschrieben wäre. :emoji_wink:
 

Antas

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Hallo,
wie gesagt, ich habe etliche Geräte die viel älter sind und unter gleichen Lagerbedingungen keine Ausblühungen zeigen. Hier geht es aber auch nicht um massives Alu, welches bei richtiger Wahl, es gibt 1000de verschiedene, völlig unempfindlich ist. Von meiner Mutter aus den 50er Jahren habe ich ein Gemüsesieb aus dünnem Alublech, es hat nur Beulen. Flugzeugaluminium stand glaub ich drauf. Hier geht es aber um Spritzguss. Ein Material preiswert zu verarbeiten und dann mit einem Überzug versehen, der dem Teil einen massiven Eindruck verleiht, z.B. Griffe in der Küche oder am Auto, (verchromt). Irgendwann blüht dann der Sprtzguss an die Oberfläche. Das Problem liegt in der Zusammensetzung des Spritzguss, der eine dem Werkzeug angemessene Qualität haben muß, und die kann wohl auch mal danebengehen. Das ist glaube ich ist hier passiert, und das sollte Festool interessieren. Bei einer HKS der teuren Sorte, sollte man davon ausgehen können, dass sie nicht auseinanderfällt, wenn der Lack ab ist. Will man ja auch selber nicht.

Vielen Dank für Eure Anteilnahme

Jochen
 
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19rudi99

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Das ist glaube ich hier passiert, und das sollte Festool interessieren.
Ich glaube, wir koennen uns alle sehr gut vorstellen, dass Festool sehr wohl weiss, warum die Saege so ausschaut. Nur wie schon haeufiger geschehen, taucht Festool elegant ab und spielt unschuldig den unwissenden. Deshalb finde ich die markigen Worte ob des intensiven Festool Kundenkontakts waerend des Gotools Filmchen nur heuchlerisch. Klar, die Gewaerleistung ist abgelaufen, aber trotzdem sollte man als Premiumlieferant hinter seinem Produkt stehen. Insbesondere, wenn man jahrelangen gewerblichen Einsatz bewirbt. Deshalb Augen auf beim Neukauf.
 

pedder

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was soll festool denn eigentlich dazu sagen? die Säge ist 20 Jahre alt, da ist jede Gewährleistung jede Garantie lange abgelaufen. nicht maldie Unterlagen müssen so lange aufgehoben werden. ist halt nicht tupper und die sind auch pleite.
 

heiko-rech

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Hallo,
kann es sein, dass die betroffenen Teile nicht aus Aluminium sind, sondern aus Magnesium-Druckguss oder einer darauf basierenden Legierung? Dieses Material reagiert laut einer kurzen Recherche recht empfindlich auf Feuchtigkeit. Diese führt angeblich zu Blasenbildung, was ja passen würde.
Gruß
Heiko
 

summa4ever

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Können da eventl. der Kontakt zu den Metallen der Schrauben eine Rolle spielen? Beim ersten Überfliegen hatte ich den Eindruck, dass es überall da auftritt, wo noch andere Metalle berühren. Also galvanische Korrosion.
 

Ikeabana

ww-esche
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Das scheint ja kein grundsätzliches Problem zu sein, sonst wäre das Netz voll mit Berichten. Offenbar kann das in sehr seltenen Fällen unter uns unbekannten Umständen passieren. Wir wissen nicht mal, um welches Material es sich handelt. Ich kenne ähnliche Symptome bei Geräten, die ich in ungeheizten Räumen gelagert habe.

Leicht soll die Maschine sein, preislich muss es passen und bei Profis soll sie 10 Jahre halten. Check.

Der Schaden wird Festool nicht interessieren und muss es auch nicht. Selbst wenn sie die Ursache kennen, werden sie kaum detailiert Stellung nehmenund nicht in eine Diskussion einsteigen. Egal ob selbstverschuldet oder Produktionsfehler, das ist für ein Unternehmen nach 20 Jahren (!) kalter Kaffee.
 

ClintNorthwood

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Will ja kein Spielverderber sein, doch die ausführliche Meinung von ChatGPT würde ich vor sämtlichem Rätselraten hier bevorzugen. Sehr gut und schlüssig erklärt. Bei Bedarf eine Analyse für jedes einzeln Bild. Tut mir ja echt leid um den gemeinsamen Unterhaltungsfaktor.
 

dsdommi

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Ich bin ja nun kein Festool Fanatiker.
Habe auch nur eine Oberfräse von Festool.
Aber jetzt mal im ernst.
Was hätte der Kundenservice denn besser machen sollen?
Stellt euch mal vor ihr habt einen Schrank gewerblich gebaut und verkauft.
Nach 20 Jahren kommt jemand und sagt :
Hallo. Am Schrank sind 2 Löcher aufgetaucht , das ist neu
Was würdet ihr ihm antworten?.
Klar, ich komme die 150km gefahren und Spachtel die zu ?
Hier gibt es genug Beispiele wie der Festool Service gelobt wurde.
Ob die überhaupt noch ein Ersatz Gehäuse zum Anbieten haben ???
 

WoodyAlan

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Meine TS55 hat das auch nicht. Ist das alles nur im unteren Bereich der Säge? In 20 Jahren kann ja mal vorkommen dass da irgend nen Chemikalien Kontakt stattfindet. Wäre meine erste Vermutung, aber halt auch nur Rätsel raten. Hast du das jetzt erst bemerkt und wann war sie noch in Ordnung?

Zum Service: mir is meine Säge in meiner Anfangszeit mal vom Tisch auf Betonboden gefallen. Grundpkatte war dann scheps. Mail an Service geschrieben. Am gleichen Tag abends irgendwann 19 Uhr rum kam ein Anruf eines Technikers und bat um Videocall um es zu sichten. 20 Minuten später war die Platte wieder Plan auf der Schiene und is bis heute einwandfrei.
 

Martin45

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Was hätte der Kundenservice denn besser machen sollen?
Per se abwiegeln ist was anderes als z.B. "Danke für die Bilder, leider ist ihre Garantie um, aber wir haben die Bilder an unsere Entwicklungsabteilung weiter geleitet, da diese Aussehen auch nach 20 Jahren nicht unserem eigentlich gewünschtem Qualitätsanspruch gerecht wird".
 
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