Nutzbare Schärfe

hainwerker

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Ich gehöre leider zu der Sorte Mensch, die gerne das Ende der Fahnenstange finden will. Ich sage leider, weil man mit der Zeit und dem Geld, was man für die Suche verwendet einfach mal lecker Essen gehen könnte :emoji_slight_smile:

Ich Schärfe meine Stechbeitel seit jeher auf einem 1200er Diamantstein und ziehe sie auf einem Abziehleder mit einer 6mikron Diamantpaste ab. Das geht Ratz fatz und wird richtig scharf. Aber kann ja nicht das Ende der Fahnenstange sein... So dachte ich zumindest. Also zweiter Stein (5000) und ein Abziehleder mit 1mikron Paste angeschafft. Stechbeitel Rückseite nochmal neu plan geschliffen, richtig ordentlich, Zeit gelassen, alles richtig gemacht, einmal bis 1200, einmal bis 5000. Mit Schärfhilfe geschliffen, abgezogen und was soll ich sagen. Sie sind beide sehr scharf.
Aber an Holz kein Unterschied festzustellen... An einem dünnen Papier (kein Druckerpapier, sondern eher Richtung Zeitschrift, bilde ich mir ein, einen Hauch leichter mit dem weiter geschliffenen zu schneiden. Aber an Hirnholz Fichte und Esche absolut kein Unterschied.

Falls es jemand für sich selber ausprobieren will - ich hätte da einen Schleifstein und Diamantschleifpaste abzuheben :emoji_grin:
Das einzig Gute - ab sofort kann ich den Gedanken beiseite legen und mich wieder mit etwas anderem.und hoffentlich nützlicherem beschäftigen :emoji_slight_smile:

Also - sei zufrieden und baue lieber ein paar Möbel ist wohl mein Fazit:emoji_slight_smile:
 

mj5

ww-robinie
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das licht der aufgehende sonne.
Ganz verkehrt! Auch wenn ich Terry Pratchet liebe! :emoji_wink:

Sonne verglueht das Eisen. Dann wird es blau und wird bruechig.
Vollmond, nix anderes! (Neumond waer noch besser, aber da ist einfach die Verletzungsgefahr zu hoch.)

Stech- und Hobeleisen schaerfe ich auf Wassersteinen. Genaue Bezeichnung/Hersteller ist mir entfallen, hab die Teile schon lange.
800 (oder 1200?) -> 2400 -> 6000 (oder 8000?). Oft reicht auch neu abziehen auf dem feinsten Stein.
Fuer wirklich grobe Macken habe ich auch noch einen ~220er. Aber meistens ist grade noch ein anderes Stecheisen zur Hand.
Die Faelle fuer's Grobe warten halt. Die Schleisteine regelmaessig abzurichten hilft mir sehr beim Schaerfen.
Aber ich kenne auch Leute die auf einer "Banane" Rasiemesser-scharf hinbekommen.

"Nutzbare Schaerfe"? Scharf genug reicht.

P.S.:
Wenn es um Messer geht, dann hat da Lee Valley jetzt was Feines... Horrrl... :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:
Benutze ich seit ein paar Jahren in der Kueche, finde ich gut. Einfach und anwendungsicher. Mir "lieb und TEUER!".
Messer schaerfen war noch nie meins. Unsere >30 Jahren alten Zwillinge brauchten eine Behandlung von Grund auf.
Jetzt brauch ich kein neues Messer mehr.
Aber wiederum: Ich kenne auch Leute die auf einer "Banane" Rasiemesser-scharf hinbekommen.
Nur sind die meist nicht zur Hand, wenn ich z.B. Tomaten fein schneiden will, Horrrrrl...
 

hainwerker

ww-birnbaum
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Hast du mal ein Foto vom Schnittbild Fichte?

Gruß, David


Gerne. Aber fang jetzt nicht an zu sagen "bei mir sieht das viel besser aus" - dann geht der ganze Spaß ja von vorne los :emoji_grin:
Einmal das einfach geschärfte, einmal das feiner. Ich sehe da nichts. Und fühlen beim nutzen zu ich auch nix...
 

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hainwerker

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Kommt ja auch immer auf das Holz an. Hier wird's glatter, das ist wohl etwas fester. Beide Male Baumarkt Leimholz
 

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uwe_

ww-eiche
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„Einfach scharf“ ist ein Buch des Autors Chris Schwarz (Christopher Schwarz) über das praktische und effiziente Schärfen von Holzbearbeitungswerkzeugen. [1]

Inhalt des Buches
    • Drei Schritte: Das Buch erklärt, dass Schärfen im Grunde aus nur drei Schritten besteht: Schleifen, Schärfen und Abziehen. [1]
    • Fokus aufs Wesentliche: Der Autor plädiert dafür, sich auf das Notwendige zu reduzieren, anstatt sich von einer unübersichtlichen Vielfalt teurer Spezialausrüstung oder extrem hoher Körnungen verwirren zu lassen. [1, 2]
    • Schwerpunkt: Im Fokus stehen vor allem Techniken für Stechbeitel und Hobelklingen, damit Werkzeuge schnell wieder einsatzbereit sind und die Arbeit an der Werkbank weitergehen kann. [1, 2]
Das Buch hat einen Umfang von rund 128 Seiten und ist im deutschsprachigen Raum unter anderem über den Sautershop oder bei Fachhändlern wie Dictum erhältlich. [1, 2]
 

agnoeo

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Gerne. Aber fang jetzt nicht an zu sagen "bei mir sieht das viel besser aus" - dann geht der ganze Spaß ja von vorne los :emoji_grin:
Einmal das einfach geschärfte, einmal das feiner. Ich sehe da nichts. Und fühlen beim nutzen zu ich auch nix...
Nee, das sieht schon gut so aus. Ist doch prima.
Ich könnte mir höchstens noch vorstellen dass der 1200 dia nicht mehr ganz neu ist und deshalb die effektive Korngröße etwas drüber liegt. Ich hab das auch lange ähnlich gemacht, nur mit chromoxid grün poliert (k.A. welche Größe das hat). Ein Großteil ist eben Technik. Ich nehme an Schärfen dauert bei dir dann auch nicht mehr als 3 Minuten?

Das Buch von Schwarz gibt es kostenlos als pdf auf der lost art press Seite.

Gruß, David
 

bast_ig

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Hallo zusammen,

bei Stechbeiteln kann ich das nicht sagen, aber bei Hobeleisen merke ich da schon einen Unterschied. Ich habe meist bis Wssserstein 6000 geschliffen und kürzlich, weil er zugeflogen ist, gehe ich bis 8000. Das ist merklich schärfer, wenn auch nur kurz natürlich. Am Ende dann natürlich auch wieder nicht erheblich über einen Zyklus betrachtet.

Grüße
 

hainwerker

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Nee, das sieht schon gut so aus. Ist doch prima.
Ein Großteil ist eben Technik. Ich nehme an Schärfen dauert bei dir dann auch nicht mehr als 3 Minuten?

Gruß, David

Da bin ich beruhigt :emoji_wink:

Ne, auf keinen Fall. Ich nutze einen Schleifenrock fürs grobe und dann eine einfache Schärfhilfe für die Schneidfase. Das Eisen lasse ich auch zum Abziehen auf dem Leder in der Schärfhilfe. Das dauert wahrscheinlich nicht mal meine Minute wenn ich mich richtig beeile :emoji_slight_smile:
 

Pareto

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Ich erinnere mich, dass wir in der Berufsschule fast soviel Zeit beim Schärfen wie an der Arbeit waren... :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:
Das hat sich geändert, als mir jemand den Unterschied zwischen "neuscharf" und "gebrauchsscharf" beigebracht hat.
Nicht, dass ich nicht ein neuscharfes Werkzeug genießen würde - aber letztendlich muss das Eisen seinen Job machen, nicht mehr und nicht weniger.
 

agnoeo

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Kommt halt auch auf die Verwendung an; ein Schrupphobel braucht nicht die Schärfe eines Putzhobels; beim Stemmen nicht die gleiche wie beim Schnitzen. Um die Farbdose aufzumachen ist sogar besser das Stecheisen vorher paarmal senkrecht über den Bankstein (oder den Bordstein) zu ziehen oder kurz an den Schleifbock zu halten. :emoji_wink:

Gruß, David
 

Avogra

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Ich glaub, mit den Körnungen muss man gar nicht so wahnsinnig hoch gehen. Viel entscheidender ist ein sauber eingehaltener Winkel und das Abziehen auf Leder am Schluss macht nochmal einen deutlichen Unterschied.

In irgendeinem Blog hat jemand mikroskop-Aufnahmen nach unterschiedlichen Schleifmittel und eben auch Leder mit Polierpaste gemacht. Ich kann mich nicht mehr genau die einzelnen Ergebnisse erinnern, aber was hängen geblieben ist: Die Art von Schleifstein spielt gar keine so große Rolle, also Wasserstein, Öl-Stein, Diamant. Das Leder mit Paste schafft eine Schärfe, die auch die sehr feinen Steine nicht erreichen, weil es nachgibt.

Ich bin vor kurzem von Wassersteinen auf den Diamant-Stein Sharpal 162N + Leder umgestiegen. Der kostet nicht besonders viel und es ist wirklich ein Segen. Kein Einlegen mehr, kein Abrichten, kein Trocknen und keine Sauerei. Einfach raus holen, schärfen, wegräumen fertig. Die feine Seite hat bloß 1200er Körnung, aber mit Leder danach merke ich keinen Unterschied zu vorher 1000 + 3000 + 6000 Wassersteinen.
 

hainwerker

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Ich bin vor kurzem von Wassersteinen auf den Diamant-Stein Sharpal 162N + Leder umgestiegen. Der kostet nicht besonders viel und es ist wirklich ein Segen. Kein Einlegen mehr, kein Abrichten, kein Trocknen und keine Sauerei. Einfach raus holen, schärfen, wegräumen fertig. Die feine Seite hat bloß 1200er Körnung, aber mit Leder danach merke ich keinen Unterschied zu vorher 1000 + 3000 + 6000 Wassersteinen.


Genau den nutze ich auch. Ist absolut prima, kein dreck, kein Abrichten, geht schnell und wird scharf.



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