Was mache ich beim Abrichten falsch?

Urbexopa

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Moin zusammen, ich möchte mir aus Restbrettern Nadelholz eine Tischplatte machen.
Grob zugeschnitten auf der TKS, auf neiner kleinen Scheppach HMS 850 abgerichtet und auf Dicke gehobelt.
Soweit so gut, aber ich habe immer in der Mitte Spalt wenn ich die Bretter aneinander füge. Soll heißen an den Enden sind sie breiter als in der Mitte.
Liegt es an mir oder der Maschine? Diese habe ich bestmöglich eingestellt.
 

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willyy

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Wie lange sind denn deine Teile?
Wenn das dieses Maschinchen ist, dann kann das durchaus anspruchsvoll werden.
Drücke die Teile kurz hinter der Hobelwelle auf den Abnahmetisch beim Abrichten. Wenn das nicht hilft, sind entweder die Tische nicht richitg eingestellt oder die Maschine ist zu "weich" und gibt vermutlich unter dem Druck nach.
Wenn deine TKS einen vernünftigen Parallelanschlag hat, kann es sinnvoller sein, auf der TKS die Bretter parallel zu sägen.
Teste vorher ob dein Schnitt senkrecht ist.
 

chips

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Genau wie mc2 sagt.

Du kannst das kontrollieren, indem du ein Richtscheit (oder eine gewöhnliche Wasserwaage) auf den Abnahmetisch und über den Messerflugkreis legst.
Wenn du die Hobelmesserwelle von Hand drehst (uhrzeigersinn logischerweis) , soll das Messer die Wasserwaage gerade noch so - ein klein wenig mit in Richtung Aufgabetisch mitnehmen. ca. 3mm (horizontal)
Dann stimmt einmal der Abnahmetisch recht genau.

LG Harald
 

Uranus

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Kann die Parallelität der Abrichttische verursachen oder wenn die Bretter zu lang sind und sehr krumm. Denn kurze Tische helfen dir bei langen Werkstücken nicht gerade eine schnurrgerade Fläche zu hobeln. Ich bin auch immer noch der Ansicht, dass Rollböcke das Problem keineswegs besser machen.
Das kannst du leicht austesten, in dem du beim Abrichten der gleichen Fläche mal von einer und dann von der anderen Seite abrichtest, sozusagen die Schieberichtung jeweils umdrehst. Dann sollte es bei zueinander parallelen Tischen auch eine gerade Fläche werden.
Oder du hobelst etwas, was nur minimal länger ist, als der Aufnahmetisch. Wirds gerade, liegts nicht an der Tischeinstellung.
 

Arkhan1806

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Hm, das ist komisch. Es kann - wie oben bereits geschrieben - dazu kommen, dass die Abgerichtete Seite hohl oder ballig wird. Je nachdem, was man falsch macht, bzw. wie die Maschine verstellt ist.

Spannend finde ich jedoch, dass deine Bretter auf beiden Seiten hohl sind. Normallerweise sollten die dann durch das Dickenhobeln zur Banane werden. Sprich: Das Brett ist zwar an und für sich krumm, jedoch sind die jeweils parallelen Flächen an jeder Stelle parallel und im gleichen Abstand. Also eine Seite ist dann hohl, die andere ballig.
Das ist bei dir nicht der Fall. Hast du eine Schmalseite abgerichtet und die andere, gegenüberliegende mit dem Dickenhobel gehobelt? Oder hast du vielleicht beide Schmalseiten abgerichtet?
 

Urbexopa

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Wie lange sind denn deine Teile?
Wenn das dieses Maschinchen ist, dann kann das durchaus anspruchsvoll werden.
Die Teile sind ca. 1 Meter und ja es ist die von dir verlinkte Maschine wohl mit dem Zusatz SE aber dieser ist wohl eher zweitranrangig.
Du kannst das kontrollieren, indem du ein Richtscheit (oder eine gewöhnliche Wasserwaage) auf den Abnahmetisch und über den Messerflugkreis legst.
Wenn du die Hobelmesserwelle von Hand drehst (uhrzeigersinn logischerweis) , soll das Messer die Wasserwaage gerade noch so - ein klein wenig mit in Richtung Aufgabetisch mitnehmen. ca. 3mm (horizontal)
Dann stimmt einmal der Abnahmetisch recht genau.
Das habe ich getan, an beiden Enden der Welle, die Wasserwaage wird ca. 3,5mm mitgenommen (siehe Bild 1&2)
Spannend finde ich jedoch, dass deine Bretter auf beiden Seiten hohl sind. Normallerweise sollten die dann durch das Dickenhobeln zur Banane werden. Sprich: Das Brett ist zwar an und für sich krumm, jedoch sind die jeweils parallelen Flächen an jeder Stelle parallel und im gleichen Abstand. Also eine Seite ist dann hohl, die andere ballig.
Das ist bei dir nicht der Fall. Hast du eine Schmalseite abgerichtet und die andere, gegenüberliegende mit dem Dickenhobel gehobelt? Oder hast du vielleicht beide Schmalseiten abgerichtet?
Ich habe zuerst die Fläche abgerichtet, dann die Hochkantseite, anschließend auf Dicke gehobelt und dann (versucht) die Hochkantseite winkelig zur Fläche abzurichten, das Erbebnis ist ja oben zu sehen.
Aber, eines macht mich stutzig, ich habe ja nicht nur geschaut um wieviel die Hobelmesser die Wasserwaage mitnehmen, eben diese genannten 3,5mm sondern auch mal über die Tische gefluchtet.
Der Aufgabetisch ist nicht winkelig zum Abnahmetisch, soll heißen er steigt Richtung Hobelwelle an (Bilder 3 bis 5) am Tischende sind es 0,3mm am Anfang gute 1,2mm.
Ich werde wohl das ganze Teil mal zerlegen und schauen ob ich was finde. Aussderdem stehe ich mit dem Abrichtanschschlag auf Kriegsfuß weil dies nur ein dünnes Blechteil ist
 

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willyy

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am Tischende sind es 0,3mm am Anfang gute 1,2mm.
das ist viel zu viel. Das muss parallel sein., d.h. überall derselbe Abstand. Je nach Mechanik kann es sinnvoll sein, den Abnahmetisch einzustellen und den Aufgabetsich mit der Höhenverstellung so zu lassen.
Du drehst hoffentlich immer aus derselben Richtung auf deine gewünschte Abnahme ? Immer von unten ?
 

Urbexopa

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Je nach Mechanik kann es sinnvoll sein, den Abnahmetisch einzustellen und den Aufgabetsich mit der Höhenverstellung so zu lassen.
Ich kann nur die die Höhe vom Aufgabetisch einstellen der Abnahmetisch ist fix.
 

Friederich

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Normallerweise sollten die dann durch das Dickenhobeln zur Banane werden.
So wie ich verstehe, tritt das Problem aber nicht auf der Fläche, sondern an den Schmalseiten auf; dagegen hilft das Dickenhobeln natürlich nicht.

@Urbexopa
Dein Problem nennt sich übrigens "Hohlfuge". Liegt meistens an der Einstellung der Tische der Abrichte oder der Hobelmesser.
 

willyy

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ich meinte, Du musst die Tische zueinander ausrichten und einstellen, per Schrauben lösen und wieder anziehen. Sonst wird das nie was mit geraden Kanten. Evtl. steht etwas dazu in der Anleitung.
 

bast_ig

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Ich habe auch eine recht klapprige Hobelmaschine. Da kann ich das zwar einstellen, das hält dann aber nur über einen Arbeitsgang.

Eine Hohlfuge ist auch weniger schlimm, als wenn es spitz ist. Das kannst Du beim Verleimen gut zusammenzwingen.

Ich würde halt mal schauen, wie gut du dass eingestellt bekommst. Ganz perfekt muss es aber auch nicht werden. Wenn da jetzt eine kleine Fuge verbleibt, wird das relativ sicher trotzdem funktionieren. Auch wenn das natürlich dem eigenen Anspruch wehtut, so ist es bei mir immer. :emoji_slight_smile:

Grüße
 

bast_ig

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Stimmt schon, @Friederich . Das hat bis jetzt mit kleiner Fuge trotzdem immer funktioniert bei mir.

Man würde ja denken, dass durch die zusätzliche Spannung das Teil leichter krumm wird. War aber bis jetzt nicht merklich (er) der Fall bei mir.

Ich frage mich immer, ob dann langfristig die Fuge anfälliger wird oder ob es hält, wenn es einmal pappt.

Grüße
 

kberg10

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Du kannst das Problem umgehen in dem du nur auf einer Seite die Kante machst und die andere mit der Dickte, notfalls zweimal durchlassen um auch den letzten Hacker zu korrigieren. Die Fichten lassen sich dann mit den Zwingen anständig verleimen.
 

justplanesteve

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Eine technische Frage:
Ist es in Deutschland nicht üblich, beim Verleimen von Massivholzbrettern Kante an Kante „gefederte“ Fugen herzustellen?
Sogar „mehrere“ zusammen in derselben Platte?

Wir haben zwar keine vergleichbare Ausbildung wie in Deutschland für handwerkliche Berufe, aber es ist allgemein bekannt, dass eine
„gefederte“ Verbindung korrekt und wünschenswert ist. Wenn der Holzofen im Winter das Haus austrocknet und die Tischplatte in der Breite schrumpft – wobei die Enden zuerst trocknen –, reißen diese nicht auf. Im Sommer, wenn die Fenster offen stehen und es viel regnet, quillt der Tisch auf, aber der Leim ist stark genug, um Risse in der Mitte zu verhindern. Schließlich passt sich das Holz der Druckverformung an, und alles ist in Ordnung.

Wie immer ist die Frage „Wie viel?“ eine Ermessenssache.

Die besten alten US-Fugenfräsen verfügten sogar über einen Hebel, mit dem der Auslauftisch mehr oder weniger nach unten geneigt werden konnte, sodass der Bediener bei Bedarf eine elastische Verbindung herstellen konnte. Wenn der Hebel wieder auf „0“ gestellt wurde, lagen die Tische dann perfekt in derselben Ebene.

(Es gibt noch eine weitere Einstellung, die hier nicht zur Anwendung kommt: eine separate Schnellverstellung, um die Tische auf derselben Achse zueinander zu neigen. So konnte ein Modellbauer den Kanten von Werkstücken für Gussformen eine „Schräge“ [eine Abschrägung] hinzufügen.)
 

Holz-Christian

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So macht man das normalerweise.
Es wird nur eine Kante gefügt und dann durch die Dickte.
Eigentlich nicht, wenn ich das Teil schon in der Hand habe füge ich gleich beide Kanten.

Ausserdem bräuchte es dann weitgehend gleiche Breiten was wiederum zu mehr Verschnitt beim Auftrennen führt.
Oder man stellt sich einen Wolf.

Beim reinen Fügen sind die einzelnen Breiten egal.
 

Pareto

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Links unten
Ehrlich gesagt, arbeite ich immer mit parallelen Brettern.
Die werden parallel zugeschnitten, abgerichtet, gefügt und ab durch den Dickenhobel.
So hab ichs gelernt und mein Leben lang praktiziert. Ebenso meine Kollegen.

Klar, man kann auch schräge Bretter verleimen, warum nicht? :emoji_call_me:
 

Johannes

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Hallo,
um mal wieder zum Abrichten zurück zu kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass das Problem die Stabilität/Elastizität der Maschine ist. Ich würde die Maschine mal auf 0 Abnahme stellen und dann eine Richtlatte/Wasserwaage über die Tische legen. Wenn du dann mit etwas/wenig Druck auf das Ende des Abnahmetisch drückst, kann das eventuell schon die Ursache sein.
Wenn es so ist, könntest du versuchen den Abnahmetisch mit einer Leiste abzustützen.

Es grüßt Johannes
 

brubu

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Hallo zusammen
Mal ein Grundsatz zu günstigen Maschinen. Ein Abnahmetisch der sich in der Höhe nicht verstellen lässt oder nur mit Lösen von Schrauben und wieder fix anziehen funktioniert nie richtig. Um genau gerade zu fügen muss sich der Abnahmetisch sehr fein einstellen lassen. Je nach Holz und Schnittigkeit der Messer kann sich die Höhe minim ändern. Wenn der Tisch zu hoch steht wird die Fuge hohl, wenn er zu tief steht rund.
Wenn wir Holz verleimen testen wir kurz beim Fügen und korrigieren leicht.
 

isso

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@Holz-Christian die haben einfach nicht diese tollen Linien auf dem Schiebeschlitten. :emoji_wink:
Mir reichen die an Parallelität, wenn ich darauf Wert lege.

"Gefederte Verbindung" meint wahrscheinlich "Hohlfuge".

In der Theorie habe ich das verstanden. Die Praxis sagt aber, dass auch bei geraden, parallel wäre ja noch was anderes, Kanten die Enden auch halten.

Je sauberer die Kante, umso besser die Verbindung.

Sauber und satt Druck funktioniert einfach immer.
 
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