Dr. Snuggles

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Hallo zusammen!

Auch ich möchte mich daran wagen, selbst ein Hochbett zu bauen. Ich bin kompletter Anfänger, glaube aber, das hinkriegen zu können. Natürlich stellen sich viele Fragen, bei denen Ihr mir idealerweise helfen könntet.

Die erste wäre die Befestigung der Balken an den Wänden. Wie man an der Skizze hoffentlich erkennen kann, habe ich Stahlwinkel genommen, die ich auf der Webseite einer Hochbettmanufaktur gesehen habe. Nun habe ich aber gelesen, dass dafür wohl einfache Balkenschuhe auch reichen würden. Wie seht Ihr das?
Auf vertikale Balken würde ich aus Platzgründen gerne verzichten. Der eine an der Treppe muss aber wohl sein, eben wegen der Treppe.
Ich habe mir das so vorgestellt, dass die beiden quer laufenden Balken die Längsbalken tragen. Überblattung ist hier wohl der Fachbegriff, den ich erstmal lernen musste.
Die Befestigung des Vertikalbalkens am Boden sehe ich auch noch skeptisch. Denn so eine Diele ist ja weder sehr dick noch so steif wie eine Steinwand. Vielleicht muss sie das aber auch nicht sein. Ich hätte die Ecke gerne abgehangen, aber ich glaube, hier in dem Altbau sind Balkendecken verbaut, mit denen ich eigentlich nichts zu tun haben will.
Deckenhöhe ist 3,54m. Die Oberkante der Balken ist auf 2,15m. Der Balkenquerschnitt ist 8x16cm, beim vertikalen 8x8cm. Die grauen Teile im Hintergrund sind zum einen Steckdosen und rechts der Sicherungskasten. Hinten links ist eine Tür und rechts ein Durchgang. Das grüne im Vordergrund ist die Andeutung einer Küchenzeile.
Ich bin natürlich offen für jegliche Gedanken und Anregungen. Vielen Dank schon mal!

Hochbettfrage.jpg
 

Dr. Snuggles

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Hallo,

links der Vorsprung, ist das ein Schornstein?

Gruß Ingo
Ja, genau. Beim Klopfen klingt es teilweise solide, teilweise aber auch hohl. Deswegen bin ich auf die Wand links ausgewichen. Wie dick diese ist, weiß ich nicht, aber es ist das Treppenhaus dahinter, also würde ich denken, dass sie gut ist.
 

J.Tibbe

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Hast du schon über die besfestigung mit eingeklebten gewindestangen nachgedacht? Ist eine einfachere und schönere Methode meiner Meinung nach. Der aufrechte Balken ist wahrscheinlich unumgänglich. Schaffe vielleicht ein größeren Sockel mit mehr Auflagefläche. Das sollte reichen.
 

Dr. Snuggles

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Hast du schon über die besfestigung mit eingeklebten gewindestangen nachgedacht? Ist eine einfachere und schönere Methode meiner Meinung nach. Der aufrechte Balken ist wahrscheinlich unumgänglich. Schaffe vielleicht ein größeren Sockel mit mehr Auflagefläche. Das sollte reichen.
Interessant, das ist mir noch nicht über den Weg gelaufen. Aber ich frage mich, wie das Gegenstück an der Wand aussieht. Und inwiefern ist es einfacher?
Mehr Auflagefläche bei dem Vertikalbalken hört sich gut an! Fragt sich nur, wie man das am besten umsetzt. :emoji_slight_smile:
Danke jedenfalls!
 

J.Tibbe

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Du bohrst ein 10mm loch durch deinen balken und 12mm in die wand zb. Machst montagemörtel rein. Bekommste in jedem baumarkt. Dann gewindestange 10mm rein. Balken auffädeln und nach 10min festziehen. Mit großer unterlegscheibe. Kannst auch in dem durchmesser 15mm tief bohren und ein holzstöpsel drauf setzen. Dann ist es unsichtbar.
 

Dr. Snuggles

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Balken auffädeln und nach 10min festziehen. Mit großer unterlegscheibe.
Hm, ich weiß nicht, ob ich das richtig verstehe. Bei dem hinteren Querbalken komm ich noch mit, weil ich den seitlich befestigen kann/muss.
Bei dem vorderen ist mir aber nicht klar, wie das ginge. Da muss die Gewindestange doch in die Stirnseite des Balkens? Aber da kann ich dann ja nichts festziehen. Und müssten das wegen der Tragkraft dann nicht auch besser 2 Stangen sein?
 

J.Tibbe

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Genau, die Balken an der Wand kannst du alle per Gewindestange befestigen. Den aufrechten sowie die Querbalken würde ich überblatten oder du schraubst hirnseitig 1-2 große Holzbauschrauben ein und verschließt diese wieder mit querholzplättchen. Wäre einfacher und hält bei deinen querschnitten und Anzahl aber auch.
 

Johannes

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Hallo,
mal ein paar Überlegungen zu deiner Konstruktion. Leider haben wir keine Masse, aber ich vermute mindestens einer der mittleren Balken ist überflüssig. Ich würde überlegen die Treppe steiler zu planen, eventuell eine Raumspartreppe. Dann könnte die Treppe dort beginnen, wo der Pfosten steht. Dann kann der Balken bis zur Wand durchlaufen und der Stützbalken kann wegfallen. Wie soll denn der weitere Aufbau des Bettes geplant?

Es grüßt Johannes
 

IngoS

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Ja, genau. Beim Klopfen klingt es teilweise solide, teilweise aber auch hohl. Deswegen bin ich auf die Wand links ausgewichen. Wie dick diese ist, weiß ich nicht, aber es ist das Treppenhaus dahinter, also würde ich denken, dass sie gut ist.
Hallo,

Am Schornstein darfst du nicht unmittelbar mit Holz dran lang und auch keine Schrauben eindrehen.
So gesehen ist deine Konstruktion so nicht möglich.
Konsultiere unbedingt den zuständigen Schornsteinfegermeister, bevor du da Schiffbruch erleidest.

Gruß Ingo
 

Dr. Snuggles

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Leider haben wir keine Masse
Ah ja, hier sind sie, ich hoffe, man kann sie lesen. Auf den Rahmen sollen möglichst dünne Platten, so genau hab ich mir das noch nicht überlegt. Jedenfalls soll mein ganzes Bett (1,50m x 2,10m) mit Matratze drauf stehen. Die Treppe steiler zu machen hatte ich mir auch überlegt, aber mir ist der Komfort wichtiger. Hochbettabmessungen.jpg
 
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Dr. Snuggles

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Hallo,

Am Schornstein darfst du nicht unmittelbar mit Holz dran lang und auch keine Schrauben eindrehen.
So gesehen ist deine Konstruktion so nicht möglich.
Konsultiere unbedingt den zuständigen Schornsteinfegermeister, bevor du da Schiffbruch erleidest.

Gruß Ingo
Ach so, der ist nicht mehr aktiv. Sollte dann kein Problem sein, oder?
 

mabermue

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Die meisten Männer haben eine Schulterbreite um die 60 cm. Schmäler als 65cm würde ich die Treppe auf keinen Fall machen. Man kann sowas auch testen, indem man z.Bsp. ein Regal (oder einen Schrank, eine Stehleiter, etc.) im entsprechenden Abstand von einer Wand aufstellt und dann mal durchgeht.
 

Dr. Snuggles

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Ok, das ist natürlich auch eine Platzfrage, aber danke für den Hinweis! Werde ich in der Tat mal testen.
 

MarcBerlin

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Hab mal ein Hochbett in einer ähnlichen Einbausituation gebaut - vllt als Inspiration.
Die verdeckten Balkenträger waren der Clou der Konstruktion - kann ich nur empfehlen.


Hochbett_Gusche_kl6.jpg Hochbett_Gusche_kl5.jpg Hochbett_Gusche_kl4.jpg Hochbett_Gusche_kl3.jpg Hochbett_Gusche_kl2.jpg Hochbett_Gusche_kl1.jpg
 

MarcBerlin

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Belegt wurde mit einfachen Kieferndielen. Daher die etwas seltsame Untersicht mit den Schrumpfungsnuten.
Am vorderen Balken habe ich einen Falz angebracht, um die Dielen bündig verlegen zu können und von unten kein zusätzliches Auflager anbringen zu müssen (ginge auch - sähe nur von unten nicht ganz so sauber aus). Ist schon länger her, aber wie ich mich kenne, hab ich den Falz auch nicht gefräst, sondern vor Ort per Tauchsäge mit 2 verdeckten Schnitten erstellt. Da nicht durchgehend, am Ende gestemmt, aber das ist alles - zumal in Fichte - überschaubare Arbeit.
Der Stiel neben der Tür ist natürlich überflüssig, wenn dort eine Wand vorliegt, an die auch was trägt. War hier nicht der Fall: 10er Rabitzwand aus der Jahrhundertwende. Auch ich hatte einen Schornstein zum umschiffen (der kleine Vorsprung links). Selbstverständlich habe ich keine Befestigunsmittel rein getrieben, aber um den Abstand des Holzes habe ich mich zugegebenermaßen nicht geschert und auch keinen Schorni befragt.
 

Dr. Snuggles

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Danke für die Erklärung, so in der Art hatte ich das auch vermutet. Schön auch, diese ganzen Fachbegriffe zu lernen. :emoji_slight_smile:
Und sind die Dielen dann noch an den Falz genagelt?
 

MarcBerlin

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Und sind die Dielen dann noch an den Falz genagelt?
Sicher nicht genagelt sondern geschraubt. Solch eine Konstruktion ist zu elastisch zum Nageln.
Ich verwende die großartigen Heco Dielenschrauben (VG mit winzigem Kopf und variabler Gewindesteigung; ziehen daher die Diele runter) und schraube bis 140mm Breite verdeckt (oben in den Falz der Feder und nicht in die untere Nutwange, wie fälschlicherweise auch bisweilen praktiziert!). Breitere Dielen (so ab 150, 160mm aufwärts) sollten mindestens 2 Befestigungspunkte pro Auflager bekommen - da ist dann leider Schluss mit verdeckt.
Schön auch, diese ganzen Fachbegriffe zu lernen.
Wie z.B. "Schorni" … :emoji_grin:
 

MarcBerlin

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Ja, genau. Wenn man mal davon absieht, dass das Schnittbild des Balkens etwas verwirrend ist, weil hier ja Hirnholz vorliegt.
Ich hab einfach die verdeckte Verschraubung von Dielen beschrieben. Die erfolgt im Falz des vorderen Trägers natürlich genauso, wie auf den anderen Auflagern. Ich wusste auch nicht genau, was Du mit
an den Falz genagelt
gemeint hast. Mit dem "Falz der Feder" beschrieb ich einfach die Oberseite der Feder, die ja gewissermaßen einen Falz darstellt. Per Google-Suche nach einer schematischen Darstellung dieser Verschraubung stieß ich sogar auf ein Ergebnis aus diesem Forum. (Die Maße sind irrelevant - geht nur ums Prinzip, wie/wo die Schraube angesetzt wird.)
 
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