Terassendielen verdeckt schrauben, welches System ist gut?

kueppes

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Hallo zusammen,
was könnt ihr für ein Sytem zur verdeckten Verschraubung von Terassendielen empfehlen?
Die DIelen sind 10cm breit, 100 und 200cm lang und aus Robinie.
Preis ist eher sekundär, wichtig ist mir die Dauerhaltbarkeit und einfache Handhabung.
Besten Dank!
 

Ikeabana

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Ich habe ein System verwendet, das Igel heißt. Das hat gut geklappt. Allerdings braucht es eine spezielle Vorrichtung, die ich mir damals von meinem Holzlieferanten leihen konnte.
Haltbarkeit wird vermutlich kein Thema sein. Egal was Du kaufst, es wird länger halten, als das Holz, wenn es aus Edelstahl ist. Ich habe meine Holzterrasse gegen Steinplatten getauscht, als das Holz hin war. Meine Terrasse hat knapp 20 Jahre gehalten und das war noch Bankirai, eine Gedankenlosigkeit meinerseits. Da wird Robinie nicht haltbarer sein. In den letzten Jahren wurde das Holz immer stacheliger und man hat sich beim Barfußlaufen schnell einen Splitter eingefangen.
 

MTrp

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Manche (die meisten?) Systeme für die verdeckte Dielen-Montage benötigen eine für das jeweilige System passende Nut o. dgl. seitlich an den Dielen. Wie ist das bei Deinen Dielen?

Ich habe unsere Terrassendielen mit Edelstahl-Clips befestigt. Ich möchte Dir den Rat geben bei der Auswahl des für Dich idealen Montagesystems darauf zu achten, dass einzelne Dielen z. B. wegen einer Beschädigung ggf. direkt aus dem Verband heraus ausgetauscht werden können, ohne einen Teil der Fläche abbauen zu müssen.
 

wildsau11

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Spiegelverkehrt aufreißen, dann Dielen auslegen, Unterkonstruktion auflegen und von unten schrauben ist keine Option?
 

Seanathair

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Manche (die meisten?) Systeme für die verdeckte Dielen-Montage benötigen eine für das jeweilige System passende Nut o. dgl. seitlich an den Dielen.
Hätte ich kein Vertrauen zu.
1. schwächt es das Holz und dadurch können Spannungen zum Reißen führen.
2. schwindet das Holz, und wird ev. locker.

Ich würde nur Systeme nehmen, die von unten verschraubt werden.
 

kueppes

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Hallo zusammen, vielen Dank für eure Meinungen und Hinweise. Ich habe mich für Sihga Dielenfix Edelstahl entschieden. Die Option war halt der nachträgliche mögliche Austausch einzelner Dielen.
 

IngoS

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Hallo zusammen, vielen Dank für eure Meinungen und Hinweise. Ich habe mich für Sihga Dielenfix Edelstahl entschieden. Die Option war halt der nachträgliche mögliche Austausch einzelner Dielen.
Hallo,

Wie tauscht man bei dem System einzelne Dielen aus? Erschließt sich mir nicht.
Was übersehe ich?

Gruß Ingo
 

kueppes

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Bei 8mm Fugenbreite Verlegung. Die defekte Diele und die nebenan liegende Diele lösen, dann die defekte heraus kanten.
 

Ikeabana

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Die Option war halt der nachträgliche mögliche Austausch einzelner Dielen.
Ja, man möchte sich immer alle Optionen offen halten. Das verstehe ich, aber ich glaube, dass das keine wichtige Option ist.

bei 8mm Fugenbreite, muss man Bretter herausnehmen können, um Dinge, die durch die Spalten gefallen sind, wieder ans Tageslicht zu holen.
 

kueppes

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Die Fugenbreite richtet sich nach dem Schraubenkopfdurchmesser. Wenn man die Schrauben Stück für Stück nacheinander lösen mag, könnte man als Fugenbreite den max. Torx-Durchmesser nehmen. Wird dann aber wohl ne Fummelei, bei 1m Dielen kein Thema, aber bei 4m Dielen eine spannende Sache. :emoji_slight_smile:
 

HolzandMore

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Also ich hab für ein kleineres Pooldeck ein Kunststoffsystem aus dem Holzfachmarkt verwendet, hält jetzt schon Jahre ohne Probleme.
Gruß Andi
 

Seanathair

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Ich will keine Sonderprofile verwenden und meine Terrasse ist stark wechselnden Witterungsbedingungen in direkter Küstennähe ausgesetzt. Hier haben Kunstoffe eine kurze Lebensdauer, daher kommen für mich Systeme, wir TENI nicht in Betracht.
 

MarcBerlin

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Jetzt aber…
Grundsatz: Verdeckt ist immer schlechter, als sichtbar und daher zu vermeiden!
Die Nachteile aller verdeckter Systeme liegen auf der Hand: Die Befestigung erfolgt immer irgendwie seitlich,
  • wo die Kräfte bei Spannungen im Holz am größten sind und obendrein
  • nur eine Teil der Stärke der Diele zum halten genutzt werden kann,
  • was bei allen System dazu führt, dass die Haltekraft durch Schwinden und Quellen variiert und oft bis zum Versagen nachlässt
  • was auch bei allen Systemen das Quellen irgendwie behindert und lokal zu Belastungsspitzen (Stauchungen) führt
  • und bei vielen Systemen eine Tauschen einzelner Dielen unmöglich macht
  • Schließlich sind Stöße in der Fläche meist kritisch, da Mindestabstände zum Dielenende nicht eingehalten werden können
Der simple, subjektive und gestalterisch auch nicht wirklich begründbare Vorteil der Unsichtbarkeit von Befestigungsmitteln, wiegt diese mannigfaltigen und schwerwiegenden Nachteile m.E nicht auf. Soll dennoch dem irrationalen Wunsch nach verdeckter Befestigung entsprochen werden, ist dies nur mit einigen Einschränkungen möglich:
  • Quellen und Schwinden (Q&S) sind auf ein Minimum zu reduzieren indem
    • eine "Holzart" gewählt wird, die dies gewährleistet. Dies sind
      • kostspieligen Exoten wie Ipé oder modifizierte Hölzer wie
      • Thermoholz,
      • Accoya,
      • Kebony, oder
      • gar kein Holz, nämlich WPC
    • und die Dielen möglichst schmal gewählt werden: 100 - 120mm sollte das Maximum sein
  • Es sollten möglichst lange Dielen über die gesamte Breite der Terrasse gewählt werden, Stöße in der Fläche also möglichst vermieden werden
  • Kein System gewählt wird, welches eine seitliche Nut erfordert - die Schwächung durch die Nut ist erheblich, insbesondere bei den üblichen Dielenstärken von um die 20 bis max 25mm. Eine untere Nutwange von >15mm könnte funktionieren, womit man bei einer Stärke von > 30mm läge.
  • Ein System gewählt wird, welches eine ein Tausch einzelner Dielen erlaubt
  • Ein System gewählt wird, welches das Q&S nicht behindert und bei diesem auch seine volle Haltekraft beibehält.
Dies im Hinterkopf gehen wir mal die Vorschläge durch:
Igel:
  • Pro: Keine Nut erforderlich
  • Contra:
    • behindert Q&S bzw. lässt bei starken Schwund nach
    • Kein Tausch in der Fläche möglich
    • Umständlich und bei Hartholz auch fast unmöglich zu verlegen.
    • extrem Aufwändig bei kurzen Dielen wegen der Notwendigkeit doppelter UK-Latten an allen Stößen
  • Fazit: machbar aber mit vielen Einschränkungen:
    • nur eher schmale Dielen mit max 120mm
    • am besten Lärche, Douglasie (oder KDI - kotz!)
    • penibel auf Einbaufeuchte achten!
    • nervliche Stabilität, sollte mal eine einzelne Diele vorzeitig versagen
  • Ich habe den Igel (noch V1) tatsächlich mal angewendet. Holzart war Eiche, wo das Eintreiben der Dornen per Spezialwerkzeug gerade noch möglich war. Bei Robinie oder härteren Exoten dürften das sehr mühselig bis unmöglich sein. Lärche/ Douglasie geht natürlich problemlos. Bei Weichholz ist auch die Stauchung im Bereich der Halter beim Quellen weniger problematisch.
Natur in Form: Auf ein System, was nur aus Alu und Plastik besteht, braucht man im Woodworker Forum eigentlich kaum einzugehen, insbesondere wenn es sich auch noch mit den Greenwashing-Begriff "Natur" schmückt. Aber dennoch der wichtige Hinweis zu WPC: Vor lauter Freude über das sehr geringe Quellen und Schwinden wird gern übersehen, dass WPC dadurch zwar wenig in Stärke und Breite variiert, wohl aber deutlich in seiner Länge: Nämlich nicht mit der Feuchte, sondern mit der Temperatur: 0,3 mm bis 0,5 mm Längenänderung je Meter und 10° Temperaturdifferenz gelten als Hausnummer. Also eine 5m lange Diele kann sommers schon mal einen guten Zentimeter länger sein, als im Winter.

Terraflex:
  • Pro:
    • Tausch in der Fläche möglich
    • konstruktiver Holzschutz durch den Abstandshalter zur UK
  • Contra:
    • seitliche Nut erforderlich mit allen genannten Nachteilen
    • wenig Spiel für Q&S
  • Fazit: es gibt schlechtere Systeme, aber es gelten viele Einschränkungen:
    • schmale Dielen
    • nur teure Holzarten mit wenig Q&S mgl.
    • am besten keine Stöße
Dilia & Sigha: sind nahezu identisch und teilen sich die Eigenschaften
  • Pro
    • System, die Q&S angemessen berücksichtigen
    • Tausch in der Fläche möglich
    • konstruktiver Holzschutz durch den Abstand zur UK
    • keine seitliche Nut erforderlich
  • Contra:
    • ziemlich aufwändig und teuer
    • breitere und damit teure UK erforderlich
    • 4,2x17mm Schrauben haben eine kritisch geringe Auszugskraft
    • Stöße extrem aufwändig
  • Fazit: In der Summe (vor allem wenn man die Arbeitszeit mitrechnet) teuer und aufwändig. Wegen Verschraubung von unten doch wieder nur für eher ruhige Holzarten geeignet um die Spannungen und damit die Auszugskräfte auf die Schrauben zu minimieren.
TENI Terrassenclip
  • Pro:
    • Tausch in der Fläche möglich
    • Seitliche Kehle schwächt weniger als eine Nut
    • konstruktiver Holzschutz durch den Abstand zur UK
    • Stöße einigermaßen einfach zu realisieren
  • Contra:
    • Nur für sehr ruhige Holzarten geeignet (auch lt. Hersteller)
    • sehr eingeschränkte Auswahl an Dielen mir der speziellem seitlichen Profil
    • wenig Spiel für Q&S
    • hohe Abhängigkeit von der Haltbarkeit des Kunststoffs, der recht stark belastet wird
  • Fazit: Wenn man die Einschränkungen in Kauf nimmt sicher ein angenehm einfaches System mit etwas ungewisser Standzeit
Die genannte System sind eine kleine Auswahl des enormen Zoos an verdeckten Befestigern, die inzwischen am Markt sind. Die meisten basieren auf Prinzipien, die hier aufgeführt sind. Mit den genannten Kriterien lassen sich alle anderen irgendwie einordnen bzw. beurteilen

Insbesondere Systeme wie den Terraflex gibt es inzwischen etliche. Die Einschränkung auf Dielen mit seitlicher Nut bei diesen Systemen lässt sich ganz elegant umgehen: Normale, stumpfkantige Dielen können mit recht überschaubarem Aufwand im Bereich der Befestigung mit einer Lamellofräse die nötige Aussparung verpasst bekommen. Man schlägt sogar 2 Fliegen mit einer Klappe: Die Schwächung ist derart natürlich erheblich geringer, als bei einer durchgehenden Nut. Es gab sogar mal einen Halter, der das von vornherein vorsah und eben auch wie ein Lamello ausgeformt war. Ich hab ihn nie verwendet, und fand ihn jetzt per kurzer Recherche auch nicht mehr. Falls es den noch gibt und ihn jemand kennt: Bitte verlinken!
 

Holzfummler

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Die Nachteile aller verdeckter Systeme liegen auf der Hand: Die Befestigung erfolgt immer irgendwie seitlich,
  • wo die Kräfte bei Spannungen im Holz am größten sind und obendrein
  • nur eine Teil der Stärke der Diele zum halten genutzt werden kann,
  • was bei allen System dazu führt, dass die Haltekraft durch Schwinden und Quellen variiert und oft bis zum Versagen nachlässt
  • was auch bei allen Systemen das Quellen irgendwie behindert und lokal zu Belastungsspitzen (Stauchungen) führt
  • und bei vielen Systemen eine Tauschen einzelner Dielen unmöglich macht
  • Schließlich sind Stöße in der Fläche meist kritisch, da Mindestabstände zum Dielenende nicht eingehalten werden können
Moin,
sry, für mich weitestgehend Schmarn. Bei korrekter Verlegung, ordentlicher Unterkonstruktion und entsprechend passender Holzart hält seitliche Verlegung ein Leben lang, obwohl "nur" 1/3 der Dielenstärke fixiert wird. Stösse in der Fläche, ohne untere Auflage, lassen sich durch Längenanpassung vermeiden.
Vielleicht müssen für den Tausch einer Diele mehrere gelockert werden, aber es wird gehen. Man muss nur aufpassen, dass die Schrauben nicht abreissen.
LG
Thomas
 

MTrp

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Grundsatz: Verdeckt ist immer schlechter, als sichtbar und daher zu vermeiden!

Das sehe ich absolut nicht so. Gerade wenn Du die Schwächung des Holzes ins Rennen führst, sind Schrauben von oben durchs Holz problematisch, da dort Feuchtigkeit mit der Zeit als erstes Schäden anrichtet. Schau Dir mal ältere Holzterrassen an.

Ich finde es grundsätzlich okay bzw. manchmal auch durchaus interessant, wenn jemand die KI befragt und das hier postet - ABER NUR, WENN DAS AUCH ENTSPRECHEND GEKENNZEICHNET WIRD!! Wie sehen das @admin und @Moderatoren?
 

MarcBerlin

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Schreibt das eigentlich ne KI?
Nope. Jedes Wort von mir. Ich kann halt strukturiert denken und schreiben. Dass ich damit einer aussterbenden Spezies angehöre, ist mir bewusst. Ob es eine gute Idee ist, dies gänzlich den KIs zu überlassen, darf zumindest angezweifelt werden. Wohin das führt, werden wir erst in einigen Jahren sehen

ABER NUR, WENN DAS AUCH ENTSPRECHEND GEKENNZEICHNET WIRD!!
Du glaubst es echt nicht? Es gibt, so Tests, wo man sich anzeigen lassen kann, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Text von einer KI erstellt wurde - mach den doch mal. Der aufmerksame Leser kann allerdings auch ohne solche Tests erkennen, dass der obige Text keiner KI entspringt
 
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