Werkstatt Ausstattung - Handsägen und Stechbeitel

Heiko D aus H

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Hallöchen,
heute werde ich mein Werkbank Projekt abschließen und zur Belohnung möchte ich mir neues Werkzeug gönnen. :emoji_slight_smile:

Was mir noch fehlt sind Stechbeitel und Handsägen.

Ich hab viel gelesen, Dozuki, Kataba, Ryoba. Was gehört in jede Werkstatt? Ich bin kein Fan von 2 mal kaufen :emoji_wink:
Was könnt Ihr empfehlen? Dictum, ZSAW, Temple tool? Und und ?

Stechbeitel habe ich Narex Richter Set gefunden, oder das Standard Wood, oder Stubai ?
Dazu hatte ich, fürs schleifen, Faithfull und von King einen kw-65 1000/6000 Schleifstein.

Da ich echt keine Erfahrung habe, habt ihr Tipps?

Viele Grüße,
Heiko
 

Dutrag

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Ich fahre gut mit Z-Saw (angefangen mit Dozuki, dann Ryoba und derletzt eine Kataba quer; je nach Nutzungsprofil evtl. zuerst die Ryoba) und Narex Wood Line Plus. MHG sieht auch interessant aus und wird gerne empfholen.
Zum Schleifen habe ich mir das Scary Sharpening Set bei Dictum gekauft und die Veritas Schleifhilfe. Mir reicht das/ich komme damit klar.
 

HartHolzFuchs

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Hab auch Narex Stecheisen, sind gut. Kann man aber nur mit Holzhammer benutzen. Ryoba und Duzuki reichen für die meisten Fälle aus, bin mit denen von dictum ganz zufrieden.
 

pedder

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Bei Sägen bin ich befangen.

Stechbeitel: lieber 3 richtig gute, als einen großen Satz. geschliffene Kirschen sind immer noch toll, gibt es aber nicht überall.

Schärfen. Shapton 1000 orange und irgend einen Abziehstein.
 

agnoeo

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Eine Veritas Rückensäge (carcass saw) halte ich für eine gute Investition. Für Längsschnitte entweder einen Fuchsschwanz oder eine Rahmensäge (das japanische Universalblatt soll sehr gut sein, habe ich selbst aber noch nicht getestet).
Stechbeitel ist MHG okay, wenn man sparen möchte, ansonsten die erwähnten Kirschen, Narex Richter, Pfeil oder Ashley Iles. Wenn dir Geld ein Loch ins Portemonnaie brennt Lie Nielsen oder Veritas.
Schleifen gibt es auch viele Möglichkeiten, je nach Budget, Ölsteine (Norton, den 2k/4k von Kunsuto konnte ich nicht mehr finden), Wassersteine (Shapton Pro) oder Diamantplatten (DMT, Atoma). Mehr als eine Körnung halte ich schon für empfehlenswert.

Gruß, David
 

bast_ig

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Rahmensäge (das japanische Universalblatt soll sehr gut sein

Ich hab das auf der 600 mm Gestellsäge. Ist super für schnellen Fortschritt. präzise sägen erfordert allerdings mehr Übung. Außerdem für den Einstieg schon sehr groß, außer man plant, große Balken per Hand zu sägen.

Ein gutes Set mit einer Dozuki und einer Ryoba find ich da besser geeignet und handlicher. Vorteil japanischer Sägen ist halt schon, dass sie schon gebrauchsfertig sind und lange scharf bleiben, falls man nicht tiefer ins Schärfen einsteigen wil

Ich habe das Stamdardset der MHG Beitel. Damit bin ich sehr zufrieden. Wichtig sind große und kleine Größen, falls man nicht die ganze Bandbreite hat. Stechbeitel verlieren schnell an Schärfe. Da find ich es praktisch, zur nächsten Größe zu wechseln.

Grüße
 

flüsterholz

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Kommt halt wirklich drauf an, wie du dein Hobby ausüben möchtest. Bei 66m2 wahrscheinlich eher maschinenlastig? Da finde ich die Standardeisen von Kirschen oder Stubai absolut ausreichend. Früher bekam man die immer schon geschärft, ob das heute noch so ist? Matador oder Berg fand ich auch immer gut, gibt es die noch? Vielleicht gebraucht.
Wenn du mehr in Richtung Handwerkzeug gehen möchtest, lohnt es sich vielleicht auch etwas mehr auszugeben.
Standzeit fand ich bei Richter und Lie Nielsen gut, aber die Veritas mit PM V 11 Eisen sind da unschlagbar und trotzdem scharf zu bekommen. Da soltest du aber auch entsprechende Schärfsteine haben. Shapton wurde schon erwähnt, oder auch Diamantsteine. Ich bevorzuge eine Kombi aus beiden, Diamant und Wassersteine.
Fan bin ich allerdings von den japanischen Eisen mit weißem Papierstahl. Für mein Gefühl das Schärfste, was ich bisher in der Hand hatte. Aber da bist du auch, für eine gute Qualität, bei 100€ und mehr pro Stück. Also ähnlich wie Lie Nielsen und Veritas. Ob sich das lohnt? Vorteil wäre aber, du brauchst nur einfache Wassersteine von King/ SunTiger.
Eine günstige brauchbare Qualität bekommst du bei MHG, hast dann aber noch einiges an Arbeit reinzustecken, bis sie einsatzfähig sind. Spiegelseiten waren zumindest bei meinen ein Graus, ähnlich bei den Dictum Eisen. Aber dann funktionieren sie auch, mit mäßiger Standzeit.
Pfeil kenne ich nur die Schnitzeisen. Super Kompromiss an Standzeit und Schärfe zu einem akzeptablen Preis. Wenn die Stemmeisen auch von der Qualität sind, wäre das meine Empfehlung.
Die Empfehlung von @bast_ig würde ich auch übernehmen. Nichts nervt mehr, als beim Ausstemmen zwischendurch schärfen zu müssen. Sagt jemand, der nicht gerne schärft.
Gruß Michael
 
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flüsterholz

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Ach ja, die Sägen. Da wechseln meine Vorlieben immer mal. Kommt auch wieder darauf an, was du machen möchtest. Nur Zinken, Zapfen etc. Reicht eigentlich eine Ryoba, wenn man damit umgehen kann, und evtl ein oder 2 Dozuki, je eine für längs oder quer ( alternativ eine universal). Die sind durch den Rücken am Anfang etwas leichter zu bedienen, als die Ryoba. Ob bei Dictum oder feine Werkzeuge, da wird sich nicht viel tun. Ich persönlich mag die von Dictum lieber. Sind die nicht von Z Saw? Müsste ich heute Abend mal schauen.
Wenn du selber schärfen möchtest, wären auch westliche Sägen eine Alternative. Veritas wäre da auch meine Empfehlung.
Für größere Querschnitte dann noch Gestellsägen oder Fuchsschwanz. Wie gesagt, kommt drauf an, was du damit machen möchtest.
Gruß Michael
 

hlzbt

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@Heiko D aus H - was willste denn machen? (Hat @flüsterholz auch gerade gefragt.) Meine Baustellen sind am Boot oder am Haus oder an der Gitarre, in der Regel keine Möbel. Also meist keine 90,0000-Grad-Winkel, 89,5 reichen auch, und alles recht pragmatisch. Holzarbeit ist bei mir kein Hobby, sondern ein Mittel zum Zweck (Wohnen, Segeln, Musik machen). Da darf die japanische Säge auch mal etwas wackeln wie ein Lämmersteert. (= Oberfläche ist wichtiger als minimaler Verlauf) Dafür habe ich dann (neben den üblichen Verdächtigen, also Dozuki, Kataba, Ryoba) noch eine Kugihiki (Dübelsäge), eine Stichsäge (Makita, äh Mawashibiki) und ein paar Micro-Saws. Meist bei Dick und feinewerkzeuge gekauft, die ersten Sägen auch lokal hier in HH bei Weimeister (der aber keine Werkzeuge mehr verkauft). Ich habe aber auch europäische Sägen, teilweise geerbte, teilweise Bahco/Sandvik, die mir reichen.
Stemmeisen: Alle möglichen, meist Kirschen oder alte Hirsch, chinesische Breiteisen aus dem Einführungsangebot bei Dick, den 2-in-1 von Kirschen, ... Immer wieder mal gebrauchte für wenig Geld nachgekauft, für andere Winkel angeschliffen etc.

P.S.: Veritas finde ich klasse, ist aber in der Regel jenseits meines Anforderungsspektrums. Ein paar Kleinigkeiten habe ich aber auch von denen.
 
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Heiko D aus H

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@hlzbt @flüsterholz
Hobby einfach, es ist mein Ausgleich vom öden IT Job. Aktuell bau ich die Ausstattung, Schränke, Werkbänke, Tische für Maschinen, Schubladen usw.
Ich will alles mal probieren. Hab keinen Stress.
Hab bisher ne Elektra Beckum PK250 he HC260
Sonst viele Sachen von Makita. Handwerkezeugs hab ich noch kaum was, nur eben alte günstige sachen. Daher frag ich.
Also was ich rausgehört habe, die Narex Richter sind gut, Schleifzeug auch, und Sägen dann quasi Richtung Dictum oder ZSAW.

Passt? :emoji_wink:
 

Micha83

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Hab die Pfeil Stemmeisen seit 1998 im Einsatz und kann nichts negatives berichten. Damals kamen die Rasiermesser scharf.
Weiß nicht wie es heute ist.
 

bast_ig

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Schleifsteine sind eine eigene Welt. :emoji_slight_smile:

Für Beitel muss es nicht das highend-Setting sein. Problem beim schleifen mit Steinen ist , dass die Steine selbst Abtrag haben und dann hohl oder rund werden. Deine Steine genügen grundsätzlich. Du brauchst halt noch einen, mit dem Du die Wassersteine plan hältst. Dafür eignen sich Diamantsteine gut. Es geht auch anders, zum Beispiel auf einer planen Granitplatte usw. Bei den Diamanten ist der Vorteil, dass du in sie keine Arbeit stecken musst. Sie halten aber auch nicht ewig, hängt vom Arbeitsvolumen ab.

DMT sind sehr gut, habe ich einen. Gerade nutze ich einen doppelseitigen sharpal. Damit halte ich die Steine mit geringem Aufwand plan.

Grüße
 

uwe_

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meine Lösung Handsägen:
- eine kombinierte Z-Zaw für feine quer- und Längsschnitte ("Ryoba") für Weichholz
- eine Japanzäge für Hartholz Z-Zaw "dozuki"
- eine no-name Zimmermannssäge mit Japansägeblatt
- Ulmia 252 mit Japansägeblatt
- diverse Gartenhandsägen mit japanischem Blatt
Seitdem verstauben alle anderen "westlichen" Sägen vor sich hin bzw sind verkauft oder entsorgt. Ach nee, da hab ich noch eine Säge für Porenbeton, die ich benutze: die ist noch "westlich" :emoji_wink:
 

flüsterholz

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Ich bin jetzt direkt mal durch die Werkstatt ins Haus gegangen. Also Dictum ist RazorSaw, hatte ich falsch in Erinnerung. FEINE WERKZEUGE hat Z Saw. Wie gesagt, nur mein persönliches Empfinden, Razor Saw finde ich etwas besser. Die laufen irgendwie ruhiger. Kann aber auch daran liegen, dass ich mit denen schon länger arbeite und dran gewöhnt bin.
Mit Richter Eisen machst du bestimmt nichts falsch. Man kann sie auspacken und fast direkt anfangen. Ich habe nur die Lochbeitel. Die Spiegelseite war fast perfekt, kaum Nacharbeit nötig. Lediglich die Fase mit 25° ist eher für weichere Hölzer. Bei mir hatten sie ihren ersten Einsatz in Alteiche. Da hatten sie ziemlich schnell das Aussehen eines Sägeblattes. Nach dem Anbringen einer Microfase mit 30° war dann aber alles in Ordnung mit guter Standzeit und Schärfe.
 

Guido_CH

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Konkrete Empfehlungen auszusprechen, die Deine persönlichen Erwartungen treffen, ist schwierig.
Rein sachlich wird so ziemlich jede Marke, die schon länger am Markt ist, mehr als ausreichende Qualität garantieren. Die bisherigen Beiträge zeigen ja, dass Du in dieser Hinsicht kaum was falsch machen kannst.

Im Hobby kommen aber auch emotionale Aspekte dazu, zumindest bei mir ist das stark ausgeprägt (ich bin auch ITler und mache das als Ausgleich - "aus reiner Lust" trifft es eigentlich besser). Damit meine ich so Aspekte wie z.B. "wie gut liegt mir das Werkzeug in der Hand, wie gerne will ich es benutzen". Das kann extrem subjektiv sein.
Wenn Du die Möglichkeit hast, dann fahr mal zu Dictum, nimm Dir dort genügend Zeit und probiere aus. Am Ende weißt Du viel besser, was Du wirklich willst.
Ich habe das mal gemacht, das war einer der schönsten Tage in meinem Hobbyleben (und definitiv der teuerste...)

PS:
Dictum habe ich genannt, weil das der einzige Händler ist, von dem ich weiß, dass er a) eine breite Auswahl hat und b) einen fast alles ausprobieren lässt, sogar Werkbänke und Holz dafür bereit stellt - hoffentlich hat sich das nicht geändert...
Wer andere vergleichbare Händler kennt, bitte weitersagen! :emoji_slight_smile:
 

HeinrichO

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Als ich angefangen habe, dachte ich auch, ich müsste sofort die komplette Grundausstattung kaufen. Am Ende habe ich vieles deutlich später ergänzt, weil sich meine Projekte anders entwickelt haben als geplant.
Ein paar gute Werkzeuge reichen für den Anfang völlig aus. Das Schöne ist ja, dass die Werkstatt mit jedem Projekt ein Stück weiter wächst. So macht das Sammeln fast genauso viel Spaß wie das Bauen.
 

Todde

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Moin,
für westliche, nachschärfbare Sägen kann man sehr viel Geld ausgeben. Für den Anfang lohnt es sich, mal bei Spear & Jackson nachzuschauen. Hab einen langen Fuchsschwanz von denen, der kam sehr gut geschärft und ist explizit nachschärfbar. Gilt für die Feinsäge / Rückensägen.
Gruß
Todde
 

pedder

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Moin,
für westliche, nachschärfbare Sägen kann man sehr viel Geld ausgeben. Für den Anfang lohnt es sich, mal bei Spear & Jackson nachzuschauen. Hab einen langen Fuchsschwanz von denen, der kam sehr gut geschärft und ist explizit nachschärfbar. Gilt für die Feinsäge / Rückensägen.
Gruß
Todde
veritas hat schon das deutlich besser Preis-Leistung Verhältnis.
 

tmw

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Meine Stemmeisen sind die billigen no-Name-japanischen Stemmeisen von feinewerkzeuge. Da muss man zu Beginn die Zwinge noch anbringen und geschärft werden wollen die auch noch, dann sind die aber super. Schärfen geht schnell und bis zu hoher Schärfe, das bekomme ich mit den MHG nicht hin.
Damals habe ich je nach Breite des Eisens knapp bis gut 20€/Stück bezahlt (etwa 8 Jahre her).
Die ziselierten Premium-Eisen sind bestimmt ganz toll, aber auch abgefahren teuer.
 

Heiko D aus H

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Sodele erstmal Danke an alle.
Hab mich nun dazu entschieden es wie folgt zu machen,
ich bestelle so nach und nach:

Bereits bestellt - Z-Saw Kataba 265

Temple Tool - Bündigsäge
Temple Tool - Ryoba
Gyokucho - Dozuki
King Schleifstein 1000/6000 Kw-65
Faithfull Honführer
Narex Richter 5er Pack
 

Friederich

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King Schleifstein 1000/6000 Kw-65
Faithfull Honführer
Da würd ich zunächstmal den Honführer weglassen und freihändig probieren/üben. Der Keilwinkel muss nicht perfekt eingehalten werden. Rasiermesserschärfe kann man ohne weieres auch freihändig erreichen.
Was man aber unbedingt braucht, ist eine Möglichkeit, den Schleifstein abzurichten. Ich nutz dafür einfach einen zweiten, identischen Schleifstein.

Bei den Sägen wür ich mit der Ryoba anfangen. Kann gut sein, dass die Dir, auch auf Dauer, völig ausreicht.
 
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