Verständnisfrage Formatkreissäge vs. Tischkreissäge mit Schiebeschlitten

Djslimer

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Hi,
ich frage mich immer wieder, was eine Formatkreissäge ausmacht, vor allem im Vergleich zu Tischkreissägen mit Schiebeschlitten.
Bei letzterem meine ich jetzt keine Bosch GTS 10 oder Dewalt..., bei welchen ein Schlitten in den Tisch integriert ist.
Das wären für mich Baukreissägen, deren Kernkompetenz eher darin liegt, transportabel zu sein.

Meine aktuelle Vermutung zu den relevanten Unterschieden wäre
1) Exaktheit: groß, schwer, steif
2) Schiebetisch:
  • FKS: Schiebetisch ist integraler Bestandteil der Säge und reicht bis zum Sägeblatt (ohne Schiebetisch kann man nicht sägen).
  • TKS: Schiebetisch kann angebaut werden, aber ist zur Nuztung der Säge nicht nötig
  • BKS: Schiebetisch/Schiebeschlitten ist in Tisch integriert.
Entsprechend wären eine Flottjet 2000, oder die Metabo 1688 eher TKS, keine FKS, aber auch keine BKS.

Wie ist es wirklich?

Bonus-Frage: Gibt es "kleine" FKS (Kategorie Metabo 1688)? Macht das Sinn?
Habt ihr Beispiele?

Danke euch :emoji_grin:
 

magmog

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Guuden,

im Prinzip gut erkannt, nur sehe ich den grundsätzlichen Unterschied TKS und BKS nicht.
Alles ist transportabel, ist eine Abwägung von Aufwand und Nutzen.

Beispielhaft eine kleine FKS: HBM 1600. Der Hahn kennt weitere, man muss ihn nur fragen!

 

Holzbienerich

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Guten Morgen!

Auf einer TKS / BKS ohne Schiebetisch kannst Du idR nur am Parallelanschlag sägen (Ausnahme siehe weiter unten).

Das selbe geht mit jeder FKS, auch wenn Du den Schiebeschlitten abbauen würdest.

Mit einem Schiebeschlitten kannst Du auch winklige Schnitte sägen. Je näher der Schlitten am Sägeblatt geführt wird, um so schmaler kann theoretisch dein Werkstück sein.

Ausnahme BKS: Unterflur-Zugkreissägen, wie die Mafell Erika, Metabo UK, Festool CS u.a.
Hier kannst Du wie bei einer Kappsäge auch das Sägeblatt bewegen, das Werkstück bleibt dann unbewegt fest am Kapp/Winkelanschlag. Damit sind Schitte auch an sehr langen Werkstücken möglich, die mit einer TKS (auch mit Schlitten) praktisch nicht zu sägen sind.
 

derdad

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Der Große Vorteil einer FKS, man kann, bedingt durch den bis ans Sägeblatt reichenden Tisch, wirklich exakt besäumen. Auch lange Teile bis teilweise 3m. Und schwere, große Teile kann man am Schiebetisch liegend bearbeiten.
Ich spreche hier von Formatkreissägen die diesen Namen auch verdienen, und nicht von Maschinen die eine 30cm Schiebetisch haben und als FKS vermarktet werden.
LG Gerhard
 

magmog

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...... wir wissen nicht, was der TS genau möchte.
Ich lese sowohl eine Montagemaschine aus seinem Beitrag heraus,
aber es scheint auch Interesse an einer (echten) FKS zu bestehen.
Beides in einem schließ sich im Prinzip aus.
 

derdad

Moderator
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Dann hab ich wahrscheinlich die Frage falsch verstanden. Ich dachte es geht um eine prinzipielle Erklärung.
Ich habe mal kurz nachgesehen wie die Metabo 1688 aussieht. In meinen Augen ist das keine Formatkreissäge. Für mich fangen FKS, die diese Bezeichnung verdienen z.B. bei der Felder K740 als Grössenvergleich an. Alles darunter kann man mit "normalen" TKS abdecken.
LG Gerhard
 

HeinrichO

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Ich würde noch ergänzen, dass eine echte FKS nicht nur genauer sein kann, sondern oft auch deutlich angenehmer zu bedienen ist. Große Werkstücke über einen stabilen Schiebetisch zu führen, ist etwas anderes als alles am Anschlag entlang zu balancieren. Das merkt man schon nach den ersten Schnitten.
 

Time_to_wonder

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Guten Morgen!

Auf einer TKS / BKS ohne Schiebetisch kannst Du idR nur am Parallelanschlag sägen.
Das stimmt so nicht.

Ich hab mit der Bosch GTS 635 eine typische BKS ohne Schiedeschlitten. Die hat neben dem Parallelanschlag einen (zugegebenermaßen ziemlich windigen) Queranschlag.

Von der Präzision her sicher nicht die Erfüllung, aber gänzlich unterschlagen sollte man ihn auch nicht.
 

Holzbienerich

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Das stimmt so nicht.

Ich hab mit der Bosch GTS 635 eine typische BKS ohne Schiedeschlitten. Die hat neben dem Parallelanschlag einen (zugegebenermaßen ziemlich windigen) Queranschlag.

Von der Präzision her sicher nicht die Erfüllung, aber gänzlich unterschlagen sollte man ihn auch nicht.
Da muss ich Dir natürlich recht geben. Mit einem in einer T-Nut verschiebbaren Queranschlag geht das auch. Schiebeschlitten light quasi.

Die bei den Amis so beliebten "cross cut sleds" bauen aufs selbe Prinzip.
 

Djslimer

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...... wir wissen nicht, was der TS genau möchte.
Ich lese sowohl eine Montagemaschine aus seinem Beitrag heraus,
aber es scheint auch Interesse an einer (echten) FKS zu bestehen.
Beides in einem schließ sich im Prinzip aus.
Es geht mir tatsächlich nur um eine Einordnung, ich habe aktuell kein Projekt oder Vorhaben, bei welchem ich überlege, was besser wäre.

Es ist eine Frage die mich schon länger umtreibt und vorsichtig für die ferne Zukunft übelege, wie könnte meine kleine Werkstatt in 15 Jahren aussehen. Und für sowas ist es immer wichtig zu wissen, welche Begriffe muss ich verwenden.
 

magmog

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Es geht mir tatsächlich nur um eine Einordnung, ich habe aktuell kein Projekt oder Vorhaben, bei welchem ich überlege, was besser wäre.

Es ist eine Frage die mich schon länger umtreibt und vorsichtig für die ferne Zukunft übelege, wie könnte meine kleine Werkstatt in 15 Jahren aussehen. Und für sowas ist es immer wichtig zu wissen, welche Begriffe muss ich verwenden.


.......dann eine gute FKS anstreben.
Je nach Platz und Möglichkeiten eine gute gebrauchte professionelle.
 

Martin45

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Die kleinste FKS, also Blatt am Schlitten laufend, die mir im Moment in den Sinn kommt, wäre eine Ulmia KS1. Aber ob da das FKS-Prinzip Sinn macht, sei mal dahingestellt.
 

predatorklein

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Die kleinste FKS, also Blatt am Schlitten laufend, die mir im Moment in den Sinn kommt, wäre eine Ulmia KS1. Aber ob da das FKS-Prinzip Sinn macht, sei mal dahingestellt.
Moin

Alles eine Platzfrage , sonst nichts .

Das Geld dürfte meist eher weniger das Prob sein , die ( brauchbare ) Bernardo FKS 1600 kostet ja auch schon 2000 € .

Und für 2000 € kriegt man eben sowas :

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/scm-formatsaege-gross/3424173064-84-2260

Oder sowas :

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/formatkreissaege-robland-z320/3426308265-84-20297

Gruß
 

Lorenzo

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Alles eine Platzfrage , sonst nichts .
Ich würde ja sagen, dass die wichtigste Frage erst mal ist was man denn eigentlich machen will.
Je nachdem was da rauskommt, kann die sinnvollste Wahl durchaus nicht auf ne möglichst große FKS fallen.

Jemand der einmal die Woche zum Einkaufen fahren will stellt sich auch keinen LKW vor die Tür.
 

hainwerker

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Ich würde ja sagen, dass die wichtigste Frage erst mal ist was man denn eigentlich machen will.
Je nachdem was da rauskommt, kann die sinnvollste Wahl durchaus nicht auf ne möglichst große FKS fallen.

Jemand der einmal die Woche zum Einkaufen fahren will stellt sich auch keinen LKW vor die Tür.

Das Gefühl habe ich auch, was schade ist, weil die richtig großen Sägen teilweise sogar günstiger sind als welche mit 160er Schlitten oder so, die vielleicht auch noch in die eine oder andere Heimwerker Werkstatt passen würden.
Ohne je an einer gearbeitet zu haben würde ich vermuten, das ein großer Schlitten mit großem Ausleger durch die Masse schwerer in Bewegung zu setzen ist, als der Schlitten an einer kleinen FKS oder auch einer kleinen TKS?
 

Lorenzo

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Das Gefühl habe ich auch, was schade ist, weil die richtig großen Sägen teilweise sogar günstiger sind als welche mit 160er Schlitten oder so, die vielleicht auch noch in die eine oder andere Heimwerker Werkstatt passen würden.
Ohne je an einer gearbeitet zu haben würde ich vermuten, das ein großer Schlitten mit großem Ausleger durch die Masse schwerer in Bewegung zu setzen ist, als der Schlitten an einer kleinen FKS oder auch einer kleinen TKS?
Bei den großen günstigen FKSn muss man halt auch sehen dass die in den meisten Fällen jahrzehntelang in der Schreinerei gearbeitet haben. Und nen Grund für den Verkauf gibt's auch.

Und zu dem zweiten Teil: klar, der fette Schlitten ist totaler Käse für Kleinteile. Wurde in dem Thema, das ich in Beitrag #10 verlinkt habe, besprochen.

Auf Arbeit
Kleinteile:
PXL_20260616_050907662.jpg

Bisschen größer:
PXL_20260616_050947431.jpg

Feinste Kappschnitte:
PXL_20260616_051004290.jpg

Grober Zuschnitt auf Länge:
PXL_20260616_051023275.jpg

Besäumen und Zuschnitt auf Breite, oft mit Vorschub:
PXL_20260616_051030830.jpg

Für den Rest:
PXL_20260616_051051176.jpg

Wenn Platte verarbeitet wird ne Plattensäge oder Nesting
Etc.
Die Werkzeuge gibt's nicht umsonst.

Zurück zur Hobbywerkstatt:
Klar, da müssen ganz andere Kompromisse eingegangen werden.
Die Grundfrage ist: was ist der Bedarf? Und zwar ehrlich. Die wenigsten bauen sich sämtliche Möbel selbst.

Massivholz oder Plattenmaterial

Und gerade so in die Werkstatt gebatzt ist oft ein schlechterer Kompromiss als ne Nummer kleiner, und dafür noch bisschen Bewegungsmöglichkeit in der Werkstatt.

Es wird ganz häufig am echten Bedarf vorbei was fettes gekauft. Kann man ja machen und sich im Sinne des Hobbys dran erfreuen, aber so wird's nicht kommuniziert. Und manchmal kennt man die eigentlich beste Wahl gar nicht, an der man mehr Freude hätte.
 
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Lorenzo

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Ach ja, eins noch. In meiner Werkstatt zuhause hatte ich erst ne sehr gute TKS, dann ne FKS mit kurzem Schlitten und jetzt eine mit 2m langem Schlitten. Die FKS mit kurzem Schlitten war für mich die am wenigsten sinnvolle.
Das ist genau die, die hier oft empfohlen wird.

Dass das nicht für alle gelten muss, ist genau der Punkt den ich machen will!
 
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Djslimer

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Die kleinste FKS, also Blatt am Schlitten laufend, die mir im Moment in den Sinn kommt, wäre eine Ulmia KS1. Aber ob da das FKS-Prinzip Sinn macht, sei mal dahingestellt.
Die Ulima werde ich mir merken, wenn mal Budget da ist. Die sieht gut aus und sollte bei mir rein passen. Der Platz ist bei mir definitiv eine Herausforderung, daher die Frage nach einer kleinen FKS.

Danke an alle, Ihr habt mir definitiv geholfen. Wie gesagt, ich wollte einfach mal für mich klar haben, was der Unterschied ist, um gezielt suchen zu können. Die schon existierenden Unterhaltungen hatte ich nicht gefunden, werde ich mir aber auch mal anschauen.
 

JuYou

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Das Gefühl habe ich auch, was schade ist, weil die richtig großen Sägen teilweise sogar günstiger sind als welche mit 160er Schlitten oder so, die vielleicht auch noch in die eine oder andere Heimwerker Werkstatt passen würden.
Das Gefühl hatte ich auch schon. Ist es nicht möglich die langen Schlitten (z.b. 3.2m) "einfach" zu kürzen?
 

hainwerker

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Ich hoffe ich kapere hier nicht den Thread zu sehr für meine Fragen...

Kommt auf die Säge an, je nachdem kein Problem. Ich habe meine Formatic von 3.2 auf 2.2m gekürzt, war eine Sache von ~2 Stunden.
Kannst du erklären, wie du das gemacht hast? Einfach mit der Flex? Ich meine es ist "nur" ein Werkzeug, fänd ich trotzdem mutig. Aber klar, wenn man nur 2Meter braucht macht es Sinn.

Ach ja, eins noch. In meiner Werkstatt zuhause hatte ich erst ne sehr gute TKS, dann ne FKS mit kurzem Schlitten und jetzt eine mit 2m langem Schlitten. Die FKS mit kurzem Schlitten war für mich die am wenigsten sinnvolle.
Das ist genau die, die hier oft empfohlen wird.

Dass das nicht für alle gelten muss, ist genau der Punkt den ich machen will!
Magst du erklären warum? Was ist an der kleinen TKS schlechter als an der TKS?
 
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