Sicherheit an der Tischfräse: Fräsen am Anlaufring

stefan.

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Hallo zusammen,

eine Frage an die Profis :emoji_wink:
Ich hab schon öfter die Tischfräse benutzt, allerdings immer mit Vorschub. Gestern hab ich das erste mal mit Falzkopf und Anlaufring gefräst.
Ich wollte an ein paar Hockerbeine eine Verjüngung anarbeiten. Dazu hab ich eine Schablone gebaut, mit der ich zuerst einmal grob an der Formatkreissäge vorgesägt habe. Die gleiche Schablone hab ich dann auch verwendet, um am Anlaufring entlang zu fräsen.

Das Bauteil ist mit zwei Kniehebelspannern auf der Schablone befestigt. Da die Kniehebelspanner hoch aufbauen, war auch der Frässchutz recht hoch. Meine linke Hand war an den Kniehebelspannern, für die rechte Hand hab ich einen Griff angebracht. Die Spanabnahme waren ca. 5 mm. Angefühlt hat es sich sehr sicher.

Aber jetzt die Frage: Wie sehen die Profis das? Könnte man was verbessern?


Viele Grüße
Stefan
 

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Manuel_

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Ich bin kein Profi, daher ist das eine Frage und keine Kritik.

Ist das mit den Spannern so nah am Fräser OK, oder ist das der Winkel der Fotoaufnahme? Ich hätte mich da wohl unwohl gefühlt und die ein Stück zurückgesetzt.
 
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mc2

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Wenn der Fräskopf nur minimal höher wie die Materialdicke eingestellt ist und alles fest verschraubt, kann da der Fräser höchstens am Gummi der Schnellspanner Schaden anrichten. Da muss dann ab wirklich alles schiefgehen, was schiefgehen kann.
 

teluke

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Mir wäre das Dein Vorgehen für die Aufgabenstellung viel zu umständlich und zeitraubend.

Sowas mache ich immer auf der Abrichte, da geht das ruck-zuck.
 

Manuel_

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@mc2
Die Schablone ist aber unten, also muss der Fräer weit oben eingestellt sein, damit der Anlaufring unter dem fräser auf der Schablone läuft.
Wie das auf den Bildern aussieht ist das Metall oben, also das erste was der Fräser sich greift, dafür würde ein leichtes kippen der Schablone reichen.
Wenn die Perspektive hier nicht täuscht.

Aber nochmals ich kritisiere nicht, ich versuche zu lernen und gerade hier kann ich evtl. was über das Einschätzen der realen Gefahr lernen, weil mein Gefühl sagt, das würde ich so nicht machen. Auch wenn mir klar ist, dass man die Schablone hier beim zuführen normal nicht kippt.
 

IngoS

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Hallo,

ich mach das immer auf Schablone nur mit der Säge. Das wird exakt und sauber. Kurz überschleifen und fertig.
Allerdings fällt mir bei dir auf, dass du von der dünnen Beinseite zur dicken fräst. Da arbeitest du gegen die Faser, wodurch die Oberfläche nicht so sauber wird, wie anders rum.
Ansonsten ist bei der großen Schablone genug Platz zum Anfassen, ohne mit den Händen in die Nähe des Fräsers zu kommen.

Gruß Ingo
 

Holzrad09

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ich mach das immer auf Schablone nur mit der Säge. Das wird exakt und sauber. Kurz überschleifen und fertig.
Wer es nicht mit der Fräse machen möchte bzw keine hat, der kann es auch wiederholgenau mit einer konischen Schablone mehrmals durch den Dickenhobel laufen lassen.
 

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happyc

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Einen a.d. Waffel
Ich würde mit der linken Hand nicht an den Spannern, sondern an der Schablone greifen. Wenn der Spanner in den Fräser kommt (wie auch immer) hauts zumindest nicht direkt auf die Hand zurück. Ansonsten: ist doch vorbildlich, sich im Vorfeld so viele Gedanken um die Sicherheit zu machen. Ich hab nen Riesernespekt vor der Fräse, und gehe da immer sehr vorsichtig ran…
 

HolzandMore

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8. Längengrad
Hallo,
die linke an an den Destacos finde ich nicht so gut, da kann man schnell abrutschen oder diese aus versehen lösen wenn nicht korrekt eingestellt.
Besser finde ich Lösungen wie die folgende im Link. Gibts beim Fluss so ab 100 Euro aufwärts - oder selber bauen:
Woodriverrouter-table-coping-sled

Gruß Andi
 

Lorenzo

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Allerdings fällt mir bei dir auf, dass du von der dünnen Beinseite zur dicken fräst. Da arbeitest du gegen die Faser, wodurch die Oberfläche nicht so sauber wird, wie anders rum.
Für mich sieht es so aus, als ob das schon passt so.

Letztens ging's hier um ein Handwerkskunstvideo, da wurden die Tischbeine auch an der Abrichte konisch gehobelt. Hat mich gewundert. Für einzelne Teile die kein exaktes Maß einhalten müssen okay, aber bei nem hochwertigen Tisch würde ich das nicht machen. Sowohl ne Fräs- als auch ne Hobelschablone sind schnell zusammengespaxt. Sicher, präzise, beste Ergebnisse.
 
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stefan.

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Allerdings fällt mir bei dir auf, dass du von der dünnen Beinseite zur dicken fräst. Da arbeitest du gegen die Faser, wodurch die Oberfläche nicht so sauber wird, wie anders rum.
Ich glaube das täuscht auf den Bildern. Ich habe vom dicken Ende der Beine zum dünnen gefräst. In den Bildern ist links das dicke Ende, rechts das dünne.

Ich würde mit der linken Hand nicht an den Spannern, sondern an der Schablone greifen.
die linke an an den Destacos finde ich nicht so gut,
Also die linke Hand war mehr so hinter den Spannern, an der Kante des Blocks, auf dem die Spanner montiert sind.

Edit: es waren auch nicht 4 Beine, sondern 48 Stück für 12 Hocker.
 

isso

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Schablone kann man größer machen, also nicht so schmal. Dann ist Platz für die Griffe.
Ich hätte auch nicht am Ring gefräst sondern am Sicherheitslineal. Finde ich besser von der Führung, weil du durchgehend am Anschlag bist und das Werkstück nicht schwenkt. Auch nachjustieren kann man da deutlich besser. Anschlag vor oder zurück macht dein Werktsück kleiner oder größer. Die Schablone ist dann natürlich auch unter dem Fräser. Ist etwas mehr denken als 1:1 ist bei uns aber als Lösung etabliert. Kritisch ist halt die Tiefe, die der Fräskopf über die Schablone muss, das Sicherheitslineal brauch ja auch noch Platz. (Falls noch wer einen Grund für richtig dicke Fräser braucht, er Schnittwinkel wird da auch besser :emoji_innocent:)

Den Hinweis mit der Faserrichtung finde ich auch wichtig.(Gut, ist erledigt :emoji_wink: )

Insgesamt aber schon ein ordentlicher Auffbau
 

stefan.

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Ich hätte auch nicht am Ring gefräst sondern am Sicherheitslineal. Finde ich besser von der Führung, weil du durchgehend am Anschlag bist und das Werkstück nicht schwenkt.
Wollte ich tatsächlich zuerst machen. Aber dann habe ich festgestellt, dass mein Werkstück über die Schablone steht und ich deshalb die Schablone nicht am Anschlag führen kann.
 

isso

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Klar, die Schablone muss halt versetzt sein. Und wirklich nur bei geraden Werkstücken anwenden.
 

Uranus

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Selbiges hab ich schon paar Mal genauso gelöst.
Beim ersten Mal hab ich mein Lehrgeld gezahlt, als ich ein geschweiftes Stühl/Rückenlehnenbein so gefräst hab. Beim Wechsel des Faserverlaufs hat der Fräser ins Material gegriffen und mir die Schablone gegen das Daumengelenk geknallt. Abgesehen von der Wunde ein gebrochenes Daumengelenk, was 2 Monate echt weh tat. Es hat mir wie es halt der Zufall will genau eine Spitze dieser Auflagebretter unter dem Spanner gegen den Daumen geschossen. Seither verrunde ich alles was an Schablone.
Die Spanner würde ich mit vier Schrauben fixieren, zwei halten nicht viel.
 

magmog

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Guuden,


für mich handelt es sich wie um das Fräsen ohne jeglichen Schutzvorrichtung.

Schutzeinrichtungen sind soweit möglich auf das Werkstück abzusenken, die Spannvorrichtung
ist nicht das Maß dazu. Kniehebler spannen außerdem nur kraftschlüssig,
dass geht bei plötzlich auftretenden großen Kräften schnell schief.

Alle Werkstücke haben Stellen die später nicht sichtbar sind, an denen kann großzügig geschraubt werden.
Bei Beinen z.B. bieten sich dazu die Kopfflächen an, wenn verdrehsicher fixiert.

Bereiche an denen später andere Bauteile anschließen eignen sich dazu auch sehr gut.
Häufig können die Schraublöcher auch als Bezugspunkt für weitere Bearbeitungsschritte dienen.

Werkstücke sind aus den vorherigen Bearbeitung meistens länger als es ihrem Endmaß entspricht.
So bietet es sich an, sie auf ein gleiches und definiertes größeres Maß zu schneiden.
An diesen Übermaßen lässt sich gut verschrauben, später fallen sie ohnehin ab.

Auf diese Art können auch Ausrisse nach der Querbearbeitung entfernt werden.
 

IngoS

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Klar, die Schablone muss halt versetzt sein. Und wirklich nur bei geraden Werkstücken anwenden.
Hallo,

Ich habe ja früher allerhand geschweifte Werkstücke mit Schablone am Anlaufring gefräst. Habe eigentlich nie Probleme gehabt, auch schräg gegen die Faser nicht, wie auf den Bildern erkennbar auch bei breiten Kranzprofilen.

IMG_20260526_200651.jpg

IMG_20260526_200737.jpg

Zu den Spannmöglichkeiten die @magmog genannt hat, hat sich bei mir noch bewährt, grobes Schleifpapier auf die Schablone kleben, wodurch Niederhalter deutlich sicherer halten, oder Schrauben von unten durch die Schablone Schrauben und den überstehenden Teil spitz zu feilen. Dann kann das Werkstück auf diesen Spitzen sicher fixiert werden.

Gruß Ingo
 

isso

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@IngoS es ging mir nicht um den Faserverlauf, es ging um geschweifte Werkstücke am Sicherheitslineal. Das mit dem Ring dann der richtige Weg.

Man kann ja auch Tischplatten rund fräsen, von dem Faserverlauf her hat man da ja wirklich alles dabei.
 

wasmachen

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HinternDiwan
Zu magmog ergänzend:
Schablone und Anlaufring nach oben. Dann ist der Fräser verdeckt, und dir fliegt das zerspante Material nicht auf die Hände.
Der Ring läuft frei, umgebremst? Hatren wir früher auch, mach ich mittlerweile auch nicht mehr...

Sorry @stefan. , deine Schablone ist gut gemeint, geht für mich aber garnicht.

Ergänzung: wenn Schablone und Anlaufring oben laufen, verdeckst du das ganze Werkstück weiterhin selbst wenn es sich unten aus der Fixierung a la magmog lösen sollte... bei einem solchen Werkstück baue ich die Schablone auch so, dass dieselbst ohne Werkstück sauber und gerade aufliegt.
 
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isso

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@wasmachen Schablone oben ist oft schwierig, gerade wenn du zwei Seiten konisch machst.

Ich mache das eigentlich nur wenn ich Konturen an Platten fräse.
Ich finde den Aufbau schon ganz gut, ich verdeckte lieber mit dem Centrex und halte das für wirklich gut.

Eine Schablone zu bauen, die bei dem Vorgang oben wäre, wäre nicht nur aufwendig, sondern steigert ja irgendwie auch die Gefahr zu kippeln.

Den Ring bremsen ist natürlich ein guter Hinweis!
 

wasmachen

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HinternDiwan
Nein, sehe ich nicht so, da die Schablone wie gesagt so gebaut wird dass die selber schon sauber aufliegt ohne dass das Werkstück drann ist. Dann ist der Centrex auch sauber einstellbar, ist einfach Schablonenoberkante.
Das einzig lästige ist je nach Befestigung a la magmog, dass es sein kann dass du zum anschrauben evt die Schablone umdrehst. Ich schraub dann meistens von oben.
Wenn du die Bilder oben nochmal anschaust siehst du auch dass mit dem Centrex nix verdeckt ist.

Aber ja, man sieht gerne, was passiert. Deswegen sind bei FKS die Oberhauben oft oben.
 

DZaech

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Grabs CH
Schablonen mit Kniehebelpannern gehen schon, wichtig ist halt genügend Abstand und gute Griffmöglichkeiten.

Anschrauben ist oft gut, aber nicht in jedem Fall sinnvoll und benötigt dann halt wieder weitere Arbeitsgänge.

So mach ich das z.B. bei Stuhlfüssen, in zwei Arbeitsgängen, die sind danach fertig auf Länge gefräst, da gibts keine Anschraubmöglichkeiten.

1. Seite inkl. Länge unten

IMG_9157.jpeg

2. Seite inkl Länge oben

IMG_9161.jpeg

Gruss David
 
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