Das heißt doch nur, dass sie damals auch schon Tische und Stühle bauen konnten - aber nicht, dass das immer geklappt hat.Wie hat man vor 100 Jahren das Holz getrocknet, gab es damals schon Trockenkammern?
Ich habe einen Esstisch mit dazugehörigen Stühlen aus Eiche , die mindestens 110 Jahre alt sind und gerade und rißfrei sind.
Hallo,Das beantwortet nicht die Frage, wie früher getrocknet wurde, gab es schon die Trockenkammer?
Hallo,
ja, nannte sich Werkstatt. Da wurde oft das Holz für den nächsten und/oder übernächsten Auftrag zwischengelagert. Oft in der Nähe des Ofens. Andererseits wurde das Holz wesentlich langsamer, bis lufttrocken gelagert. Das macht das Holz gutmütiger.
Es grüßt Johannes
Trockenkammern gibt es schon lange, aber wie lange? Zuerst gab es die in grossen Möbelbetrieben, sonst ist es ganz unterschiedlich, bei uns sind die im Schreinereibereich immer noch eher selten. Ohne geht es nur wenn das Holz sehr trocken vom Handel kommt. Das ist aber kaum der Fall.Das beantwortet nicht die Frage, wie früher getrocknet wurde, gab es schon die Trockenkammer?
Neben meinen obigen Ausführungen darf man nicht vergessen, vor 110 Jahren war Spanplatte unbekannt, Tischlerplatte/Paneelplatte sauteuer (falls sie schon gab), und Sperrholz in Europa gerade am erwachen (in den USA schon lange in gebrauch). Also war die Arbeit mit Massivholz das tägliche Brot und die Tischler konnten damit umgehen.Wie hat man vor 100 Jahren das Holz getrocknet, gab es damals schon Trockenkammern?
Ich habe einen Esstisch mit dazugehörigen Stühlen aus Eiche , die mindestens 110 Jahre alt sind und gerade und rißfrei sind.
ich glaube nicht, dass du da alleine da stehst - es gibt hier ja durchaus einige, die diese Erfahrung teilen. Der technische Prozess ist zwar mit vielen Messergebnissen und Graphen und Daten untermauert, aber es ist eben ein Kompromiss, eine Optimierung des Prozesses, und der Faktor Zeit (und damit Laufzeit und Betriebskosten der Trockenkammer) spielt eine wesentliche Rolle…(…) dass ich noch nie Probleme hatte mit natürlich getrocknetem Holz, das viele Jahre in Ruhe trocknen konnte, und eine Holzfeuchte von 12 - 14% hatte. Ich hatte aber schon öfter Probleme mit kammertrockenem Holz. Ich finde die Spannungen sind beim natürlich getrocknetem weniger als beim künstlich getrocknetem.
In Zeiten, in denen Daten das wichtigste sind und nicht das Gefühl, stehe ich sicherlich alleine da.
Da gebe ich dir vollkommen Recht.und der Faktor Zeit (und damit Laufzeit und Betriebskosten der Trockenkammer) spielt eine wesentliche Rolle…
Ne, die sind durch zu schnelles trocknen entstanden, genau so oft beobachtet man den Zellkollaps bei KD-Eiche. Wir dann schön fleckig im mittleren Bereich der Bohle.Trotzdem sind so Miniaturrisse ja nicht aufgrund von fehlender Trocknung entstanden.
Meine Lehre war auch Anfang der 80er. Wir hatten aber schon früher eine Zentralheizung, die war da auch nicht ganz neu.Und die Erfahrung ist, dass ich noch nie Probleme hatte mit natürlich getrocknetem Holz, das viele Jahre in Ruhe trocknen konnte, und eine Holzfeuchte von 12 - 14% hatte. Ich hatte aber schon öfter Probleme mit kammertrockenem Holz. Ich finde die Spannungen sind beim natürlich getrocknetem weniger als beim künstlich getrocknetem.
In Zeiten, in denen Daten das wichtigste sind und nicht das Gefühl, stehe ich sicherlich alleine da.
Müsste man im Detail diskutieren.Ne, die sind durch zu schnelles trocknen entstanden, genau so oft beobachtet man den Zellkollaps bei KD-Eiche. Wir dann schön fleckig im mittleren Bereich der Bohle.
Es sind schon Risse dabei die nicht schön sind. Aber tu niemals wieder was mit Massivholz kaufen oder anfertigen, da bist du als Kunde nicht geeignet. Wenn es aussehen soll wie Plaste dann kauf Plaste.Hallo lieber woodworker Community,
verzeiht das ich zu euch stoße und gleich etwas wissen will, leider habe ich ein Gewissensproblem mit meinem Schreiner der mir eine Eckbank und einen Tisch aus massiver Eiche geschreinert hat. Da ich ein absolute Laie (und wahrscheinlich naiv) war, habe ich das Möbelstück in Empfang und an den vorgesehen Ort durch den Schreiner aufbauen lassen.
Die Eckbank wirkte solide, die Tischoberfläche hatte kleinere Farbunterschiede in den Brettern aber für den gezahlten Preis und der Nettigkeit der Schreines alles absolut akzeptabel. Da uns der Schreiner geraten hat die Platte die nächsten Tage zu schonen da das Öl noch aushärten muss haben wir unseren alten Tisch weiter benutzt und die neue Essecke nicht benutzt.
Leider gab es einen nach zwei Tagen beim Frühstück (am alten Tisch, neuer noch unberührt) einen Knall den wir zuerst schwer einordnen konnten. Er klang jedoch nach reisenden Holz. Danach habe ich den ersten Riss auf der Tischplatte entdeckt. Im Laufe der Woche kamen noch 2 weitere dazu. Es sind kleinere Risse die von der Stirnseite in den Tisch reinlaufen und ich befürchte noch größer werden können. Die Oberfläche war dadurch nicht mehr versiegelt also haben wir den Schreiner angerufen und unsere Sorgen geschildert.
Folgende Antwort:
Danach fiel mir auf das die Eckbank nicht mehr plan am Boden steht, die Sitzfläche leicht geschüsselt ist, die Gehrungen zum Teil nicht mehr stimmen.
Die Tischplatte ist wellig was man mit der Hand bemerkt oder auch beim hinlegen einer Wasserwaage leider sehr gut sieht. Des Weiteren haben wir neun Holzwurmlöcher (unverschlossen) auf der Sitzfläche entdeckt.
Er hat die Möbel bis auf das Eckbank-Gestell wieder mitgenommen und meinte er schaffe es leider nicht in 14 Tagen da er noch auf eine Messe muss. Mir ist die Zeit nicht wichtig sondern das Ergebnis also war ich damit einverstanden das er in den nächsten 25-35 Tagen schafft. Jetzt hat er sich aber nach 3 Werktagen schon gemeldet die Möbel wären fertig und er kann sie sofort vorbeibringen.
Ich habe hier viele Fotos angehängt mit einer Bitte. Für uns ist das sehr viel Geld und wir haben das Vertrauen gerade verloren. Selbst als Laie kommt mir das mittlerweile komisch vor. Die massiven neuen Risse in den Beinen, die Risse in der Platte und das schüsseln der gesamten Sitzfläche. Mir kommt es so vor als ob sich alles in sich verzogen hat. Wie soll man das fachgerecht beheben? Und das in 3 Werktagen? Er meinte er wolle unten etwas hineinfräßen aber das wird doch die Spannungen in der Platte bzw. in den gesamten Möbeln nicht verringern.
Ich möchte diesem Schreiner Meister kein Unrecht tun aber ich habe kein gutes Gefühl mehr in die Möbel und ob sie weiter reissen werden bzw. ob man diese noch fachgerecht instand gesetzt bekommt und was er dafür tun müsste.
Tut mir leid das mein erster Beitrag so einer ist, aber ich bräuchte echt eine erste Einschätzung und auf was ich achten muss wenn er die Möbel wieder vorbei bringt.
Was aber auch nicht vergessen werden darf: Vor Hundert Jahren gab es auch noch keine Zentralheizung und das Holz in den Wohnungen erreichte meist nicht den Trocknungsgrad, den es heute in den Wohnungen erreicht.Neben meinen obigen Ausführungen darf man nicht vergessen, vor 110 Jahren war Spanplatte unbekannt, Tischlerplatte/Paneelplatte sauteuer (falls sie schon gab), und Sperrholz in Europa gerade am erwachen (in den USA schon lange in gebrauch). Also war die Arbeit mit Massivholz das tägliche Brot und die Tischler konnten damit umgehen.
LG Gerhard
Wir schliefen als Kinder in einer unbeheizten Dachkammer, auf den Einfachscheiben waren Eisblumen.Hast natürlich Recht das Hheizverhalten war völlig anders als heute, wo alle verweichlicht sind.
Das waren andere Zeiten, man war es gewöhnt.Das mit der unbeheizten Dachkammer war bei uns genauso. Erbärmlich gefroren haben wir als harte Hunde aber trotzdem.