Konstruktiver Holzschutz bei Pfostenträgern

datank7

ww-pappel
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Hi zusammen,

Ich plane einen offenen Unterstand mit Pfostenträgern zu errichten, die nur von unten stirnseitig an den Stützen befestigt werden. Bei manchen Pfostenträgern wird eine EPDM-Dichtung beigelegt, die zwischen Pfosten und Platte des Trägers geklemmt wird. Diese soll verhindern, dass Wasser zwischen Stirnseite des Pfostens und der Platte des Trägers gelangt. Gibt es hier vielleicht Erfahrungsberichte dazu, ob das sinnvoll ist bzw. ohne besser ist?

Möglichkeiten, die ich sehe sind:
1. Keine Dichtung zwischen Platte und Pfosten. Herunterlaufendes Wasser wird auch zwischen Platte und Stirnseite des Pfostens gelangen
2. Dichtung dazwischen, sollte den Wassereintritt minimieren, allerdings minimiert es auch den Austritt, falls doch mal etwas dazwischen gelangt.
3. Sofern die Platte kleinere Maße als die Stirnseite des Pfostens hat: In die Stirnseite des Pfostens eine Vertiefung fräsen (z.B. 1 cm), in die dann die Platte des Trägers montiert wird. So bliebe am Außenrand der Stirnseite eine Art Tropfkante zurück.

Variante 3 fühlt sich für mich am besten an, allerdings habe ich keine Erfahrung mit Oberfräsen. Bekomme ich problemlos bspw. eine 10x10x1cm große Vertiefung in die Stirnseite eines Pfostens?

Für den Fall, dass meine Beschreibung der Träger nicht gut genug war, hänge ich mal ein Bild als Beispiel an.

Ich danke im voraus für alle konstruktiven Vorschläge!
 

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samsds

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Du möchtest in die Stirnseite verschrauben? Davon würde ich eher abraten, unabhängig von Abdichtungen, Wasser oder so reisst es dir die Schrauben über kurz oder lang aus dem Hirnholz.
 

Todde

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Moin,
ich würde klassische H-Pfostenträger empfehlen. Wenn das optisch nicht gefällt, wäre das eine Alternative ohne Schrauben im Hirnholz.

Pfostenträger

Gruß, Todde
 

IngoS

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Du möchtest in die Stirnseite verschrauben? Davon würde ich eher abraten, unabhängig von Abdichtungen, Wasser oder so reisst es dir die Schrauben über kurz oder lang aus dem Hirnholz.
Moin,
ich würde klassische H-Pfostenträger empfehlen. Wenn das optisch nicht gefällt, wäre das eine Alternative ohne Schrauben im Hirnholz.

Pfostenträger

Gruß, Todde
Hallo,

was soll denn daran problematisch sein? wird millionenfach so gemacht. Die Schrauben haben kaum was zu halten.

Zur Frage des TE: einfach drunter schrauben und fertig. Natürlich mittig eine Bohrung für die Gewindestange einbringen.

Gruß

Ingo
 
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Holz-Christian

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Hallo,

was soll denn daran problematisch sein? wird millionenfach so gemacht. Die Schrauben haben kaum was zu halten.


Gruß

Ingo
Servus, naja, bis sie Schrauben ins Hirnholz durch ein Sturmaufkommen auch auf Zug beansprucht werden, dann fliegt halt die Hütte die von unten ins Hirnholz verschraubt wurde relativ schnell davon.

Deshalb gibt’s ja auch U- Pfostenträger um die Pfosten mit ausreichend Randabstand durchs Längsholz verschrauben zu können.

Zur eigenen Frage: Ich würde zuallererst konstruktiv dafür sorgen das kein Wasser zwischen Pfosten und Pfostenträger gelangt, das ist ein Pilzherd, EPDM hin oder her.
 

Daniboy

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Pfostenträger-Auswahl

Natürlich kann diese Art von Pfostenträger kaum Zugkräfte aufnehmen (ich finde es gut, wenn man die Schrauben bei diesen Trägern nicht senkrecht, sondern leicht schräg zur Mitte des Pfostens hin verschraubt).

Wenn man in einer windigen und exponierten Lage bauen will, würde ich andere Träger wählen. Andererseits finde ich, dass diese Art – speziell mit der eingefrästen Platte – einen besseren konstruktiven Holzschutz als andere Träger ermöglicht.

Holzschutz

  • Untergrund: Um den Pfostenfuß herum von Bewuchs freihalten, um die Luftzirkulation zu gewährleisten.
  • Spritzschutz: Eventuell Schotter um den Fuß schütten, damit Regenwasser nicht reflektierend nach oben in die Befestigung spritzt.
  • Tropfkante: Den Holzrand, der durch die Einfräsung entsteht, eventuell um 15 Grad schräg anfasen, sodass sich eine Tropfkante bildet und das Wasser nach außen abgeleitet wird.
  • Versiegelung: Eventuell das Stirnholz mit einer Oberflächenbehandlung versiegeln, damit es kein Wasser aufsaugen kann.

Einfräsung mit der Oberfräse

  • Mit einer Schablone bzw. einem Rahmen und einem scharfen Fräser mit Anlaufring arbeiten.
  • In mehreren Durchgängen das Material schichtweise abtragen.
  • Vorab an einem Reststück testen.

Risikobeurteilung der Gesamtkonstruktion

Bevor man startet, sollte man die gesamte Situation kritisch hinterfragen:
  • Versagensfall: Was sind die konkreten Folgen, falls die Konstruktion nachgibt?
  • Standort: Befindet sich der Unterstand an einem hochfrequentierten Ort (Passanten/Kinder) oder in einem abgelegenen Bereich des Grundstücks?
  • Wert des Inhalts: Dient die Konstruktion als einfacher Brennholzunterstand oder zum Schutz eines wertvollen Fahrzeugs?
  • Aussteifung: Ist das Dach ausreichend fixiert und sind Diagonalverstrebungen (Kopfbänder) zur Stabilisierung vorhanden?
  • Vier-Augen-Prinzip: „Habe ich etwas übersehen?“ Bei großen Konstruktionen sollte die Situation vor Ort immer durch Fachkundige oder einen Statiker beurteilt werden.
 
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Djslimer

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Die Frage hat mich bei meinem Selbstbsu Carport auch beschäftigt. Als essentiell wahrgenommen habe ich,
1. vermeiden, dass Wasser hinkommt,
2. das Wasser muss abfließen können,
3. es muß luftig sein, damit Wasser schnell wegtrocknen kann.

Bei deinem Träger halte ich Punkt 3 nur für bedingt machbar. Zwischen Pflaster und Holzpfosten sollte aber großzügig Abstand (Punk 3) sein und Spritzwasser durch Schotter oder änliches möglichst vermieden werden (Punkt 1).
Der Pfosten sollte deutlich größer sein (>4cm mehr Kantenlänge), damit ablaufendes Wasser nicht stehen bleibt (Punkt 2).
Den großen Unterschied bei der Kantenlänge sehe ich als notwendig, damit Wasser, das um die Holzunterkante läuft, nicht an der Metallplatte hängen bleibt und so ins Holz gesogen wird. (Punkt 1)

Das wird eine Videolink-Orgie. Sorry Dafür.

Hier mal ein Video, das ich für sehr informativ halte (konstruktiver Holzschutz allgemein) https://www.youtube.com/watch?v=tt02at8Q0pk&t=1104

Der hier geht auf Kritik zu einem Carportbau-Video ein und erklärt, warum was schlecht/gut ist. Bringt auch Bilder als Beispiele https://www.youtube.com/watch?v=ZgfFG7xWfeY

Hier zeigt ein anderer, wie er die Pfosten verankert (er nutzt deine Anker, es ist allerdings nur ein Randthema). https://www.youtube.com/watch?v=i73NXEW_91w

Er hat auch ein Video zum Konstruktiven Holzschutz, das habe ich mir aber nicht angeschaut.
 

FredT

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Zur Vergrößerung der Standsicherheit der eingebauten Bolzen wäre es auch möglich, diese ähnlich einer Querlochmutter waagerecht zu sichern. So wird wohl kein Standbolzen aus dem Ständer gezogen werden
 

Zulu110

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Also ich habe diese Pfostenträger auch für meine Terrassenüberdachung genutzt und bis damit sehr zufrieden. Ich habe mit die Teile aber aus Edelstahl bauen lassen um hier dauerhaft Ruhe zu haben.
Ich habe die 4 Schrauben wie oben beschrieben auch schräg zur Pfostenmitte verschraubt, damit ein etwas höherer Schutz gegen Ausriss besteht. Wie auch schon beschrieben treten hier im Normalfall ja hauptsächlich Druckkräfte auf. Wir hatten aber auch schon den einen oder anderen etwas stärkeren Sturm und bis jetzt ist nichts passiert.
Hier mal 2-3 Bilder von meinem Projekt zur Anregung.

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IngoS

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Also ich habe diese Pfostenträger auch für meine Terrassenüberdachung genutzt und bis damit sehr zufrieden. Ich habe mit die Teile aber aus Edelstahl bauen lassen um hier dauerhaft Ruhe zu haben.
Ich habe die 4 Schrauben wie oben beschrieben auch schräg zur Pfostenmitte verschraubt, damit ein etwas höherer Schutz gegen Ausriss besteht. Wie auch schon beschrieben treten hier im Normalfall ja hauptsächlich Druckkräfte auf. Wir hatten aber auch schon den einen oder anderen etwas stärkeren Sturm und bis jetzt ist nichts passiert.
Hier mal 2-3 Bilder von meinem Projekt zur Anregung.

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Hallo,

Sehe ich das richtig, dass die Pfosten nicht senkrecht, bzw. unterschiedlich schräg stehen? Wer hat das geplant?

Gruß Ingo
 

zra_BA

ww-eiche
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Hallo,

Sehe ich das richtig, dass die Pfosten nicht senkrecht, bzw. unterschiedlich schräg stehen? ...
Der Querbalken ist gerade.
Die Mauer ist gerade.
Die Pfostenträger sitzen in der Mitte der Mauer.

Ich gehe davon aus, dass alles so ist, wie es sein soll. Auf Grund der schlechten Kamerahaltung kommt das optisch als "etwas krumm" rüber.
 

IngoS

ww-robinie
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Der Querbalken ist gerade.
Die Mauer ist gerade.
Die Pfostenträger sitzen in der Mitte der Mauer.

Ich gehe davon aus, dass alles so ist, wie es sein soll. Auf Grund der schlechten Kamerahaltung kommt das optisch als "etwas krumm" rüber.
Hallo,

na dann Vergleich mal die Pfosten auf der Mauer mit den Pfosten an der Treppe. Die stehen doch keinesfalls in einer Flucht.

Gruß Ingo
 

Zulu110

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Genau, die stehen eigentlich alle fast 100%ig senkrecht und auch in einer Flucht. Einzig der erste ganz links hat im Nachhinein in sich einen leichten Bogen bekommen. Das Holz war vermutlich noch nicht trocken genug und hat sich dann im Bereich eines größeren Astes leicht geworfen.
 

magmog

ww-robinie
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Guuden,

ich stelle immer Pfosten mit dem unteren Ende für 10 - 20 min in ein Gefäß gefüllt mit ca. 40 mm Holzschutzlasur.
Damit ist die Saugfähigkeit des Holzes auf sehr lange Zeit gebrochen.
Bei Pfosten die im Schlagregen stehen fräse ich außerdem mit der Lamello zuvor unten
ringsum eine 8mm Nut ein.
 
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