Hallo Michael,
ich war etwas zurückhaltend, weil einige der hier vorgestellten Varianten handwerklich und optisch in einer ganz anderen Liga spielen. Da gefällt mir vieles wirklich gut, aber für die Werkstatt ist mir das zu aufwändig und außerdem habe ich mich an meine Provisorien schon so sehr gewöhnt...
Zu den Sägen:
Komplett konisch würde ich den Schlitz auf keinen Fall machen, da die schmalen Schlitze die Sägen auch ausrichten bzw. gut in Position halten. Deshalb können sie auch so dicht nebeneinander gestellt werden. Man könnte versuchen, nur den "Eingang" v-förmig, d. h. mit zwei kleinen Fasen auszuführen. Aber so schlimm/fummelig ist das Einstellen auch nicht. Ich fasse die Sägen beim Herausholen und Einstellen am Rücken bzw. am Blatt an. Wenn man die Säge relativ weit am Ende (dort, wo sie in den Schlitz eingeführt werden soll) greift, dann kann man das ganz gut kontrollieren. Es ist auch nicht unbedingt der schmale Schlitz, sondern auch, dass sich die Zähne etwas verhaken (meine Sägen sind natürlich alle und immer unheimlich scharf

)
Solange das Sägenregal nicht zu hoch oder zu weit weg steht, funktioniert es schon ganz gut.
In meinem Regal steht nur eine einzige Japansäge. Die wird oben im Schlitz geführt und steht unten einfach auf dem Boden auf. Durch die Rundstange kann sie nicht herausrutschen.
Die 4 Feinsägen auf der linken Seite stehen mit dem Griff auf einem (unbefestigten) Holzklotz, in den ich mit dem Forstnerbohrer ein paar Vertiefungen gebohrt habe. Ich habe noch einmal ein Foto gemacht:
Zur Halterung für die kleinen Winkel:
Die kleinen Winkel brauche ich sehr oft und weil sie sehr tief hängen, sind sie sehr gut erreichbar. Was mich ein bisschen stört ist, dass man sie beim Entnehmen und Einstellen anders herum halten muss, d. h. nicht in der Weise, in der man sie beim Arbeiten verwendet. Besser wäre es, wenn der schmale Schenkel wandseitig wäre (also um 180 Grad um die Hochachse gedreht). Aber dann kann man sie vielleicht auch wieder schlechter aus dem dann erforderlichen tiefen Schlitz nehmen (?). Ich werde es so lassen.
Zur Halterung der Blockhobel:
Mit der bin ich wirklich sehr zufrieden. Das passt einfach! Sie befindet sich am rechten Ende der Hobelbank und relativ niedrig, wodurch ich sehr schnellen Zugriff habe.
Insgesamt würde ich empfehlen, dass Du, wenn Du an Deinem Arbeitsplatz sitzt/stehst, genau probierst, wo Du mit Deinen Händen hinkommst ohne den restlichen Körper zu bewegen. In diesem Bereich sollten die Werkzeuge angeordnet werden, die Du ständig brauchst. Das hat auch den Vorteil, dass man die Werkzeuge beim Arbeiten auch wieder aufräumt und kein zu großes Chaos auf der Werkbank entsteht. Längliche Werkzeuge kann man etwas höher hängen, wenn man sie unten greifen kann. (Die Schraubendreher z. B. hängen mir etwas zu hoch, weil ich sie auch noch nach oben herausziehen muss.)
Ich werde dieses Thema aufmerksam verfolgen, denn es sind wirklich schon einige schöne Inspirationen vorgestellt worden. (Aber an diesem Wochenende werde ich kaum Zeit zum Antworten haben.) Und ich bin gespannt auf Deine Lösungen...
Gruß
Martin