Fenster abdichten, wenn es "saugend" in die Unterkonstruktion passt???

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Hallo zusammen,

Ich renoviere gerade mein Bad, dabei kam mir in den Sinn auch das Fenster direkt neu zu machen. Nun ist das neue etwas breiter und etwas niedriger. (Das alte hatte ganz komische Abmessungen schmal und hoch).

So weit, so gut. Ich habe es auch bereits mal provisorisch eingebaut damit "zu" ist:emoji_wink:

1775138647958.png

Nun habe ich bisher noch nie ein Fenster aus oder eingebaut, deshalb frage ich mich nun, wie ich es am Besten abdichten sollte.

Das alte Fenster war ein gutes Stück schmäler, weshalb links und rechts an den Stehern jeweils 2 Lagen Faserplatten angebracht waren - also 4 in Summe. Die habe ich entfernt, um das neue einbauen zu können. Das alte Fenster war mit Metalllaschen geschraubt, allerdings außerhalb der eigentlichen Einbaunische in / an der Fassade unterhalb den Brettern vom Fensterausschnitt (Holzfassade). Abgedichtet und im Ausschnitt befestigt war das Fenster ausschließlich mit Montageschaum. Dazu waren entsprechend auch ringsum Spalten / Abstände zwischen Ausschnitt und Fensterrahmen.

Da nun eben das neue Fenster breiter ist, geht es sich gerade so aus, dass das Fenster saugend in die Unterkonstruktion passt. Oben und unten wäre es natürlich möglich jeweils einen "Spalt" herzustellen. (Die 3 Schicht Platten habe ich zugeschnitten damit es erstmal verbaut ist).

Jetzt ist die Frage: Wie soll ich es am Besten machen?

"Normalerweise" nutzt man wohl heute "Kompriband". Seitlich wäre das bei mit aktuell nat. nicht möglich. Ich könnte diese dünne Platte an den Stehern im Notfall noch entfernen, möchte das aber vermeiden - denn ich nehme an die Steher sind hohl. (Je 2 Kanthölzer, mit diesen Hartfaserplatten verbunden).

So sah die Öffnung aus, bevor ich die "Platzhalter" an den Seiten entfernt habe:

1775139296675.png

Und so sieht die Öffnung jetzt aus, im oberen Bereich sieht man, dass das Fenster saugend passt von der Breite:

1775139373150.png

Was ist die beste Vorgehensweise? Kompriband könnte ich im Baumarkt holen, Montageschaum habe ich hier. Wäre es wirklich nötig / sinnvoll hier speziell seitlich die Öffnung zu vergrößern um eine Abdichtung einzubringen - wenn es schon saugend in der Öffnung steckt? Oder könnte ich auch zb. von innen den Rahmen zur Öffnung hin abdichten?

Vielen Dank!
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Registriert
25. August 2003
Beiträge
20.750
Alter
52
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo

so stramm würde ich nicht einbauen. Auch Kunststoff arbeitet und das dehnt sich bei Wärme aus. Die Gehrung des Rahmens könnte brechen.
Schallentkopplung ist auch nicht gegeben.
Die untere Abdichtung ist nicht vorhanden, Der Fensterbankanschluß scheint auch nicht gegeben. Laibungsanschluß für Kompriband scheint mir fachlich fragwürdig.
Das sieht eher nach Pfusch am Bau aus.
 

Holzrad09

ww-robinie
Registriert
3. Februar 2015
Beiträge
12.321
Ort
vom Lande
Gibt es auch ein Bild von der Außenansicht ? Würde mal sehen wollen wie sich das Brett in der Fensteröffnung so macht.

Kunststofffenster kann man sich doch auch auf Maß bestellen, warum macht man solchen Murks ?
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Das sieht eher nach Pfusch am Bau aus.
Vielen Dank - aber ich baue es ja erst endgültig ein, deshalb frage ich ja hier wie ich es am Besten machen soll :emoji_wink:
Also den Pfusch will ich ja vermeiden, deshalb frage ich ja.

Innerhalb 1-2 Tagen wird der Rahmen nicht brechen:emoji_wink:

  • Also wie am Besten machen?

Würde mal sehen wollen wie sich das Brett in der Fensteröffnung so macht.

Die Idee ist, aussen dann einen Vorbaurollladen in die Laibung zu montieren. Deshalb ist es dann sehr willkommen, wenn ich hier Höhe gewinne, weil dann der Kasten nicht ins Fenster hineinragt.

Kunststofffenster kann man sich doch auch auf Maß bestellen, warum macht man solchen Murks ?

Murks sollte es dann am Ende eben nicht sein, weil:

  • Es mir optisch besser gefällt, wenn das Fenster breiter ist und etwas niedriger (10 cm) - sieht in der Proportion schöner aus
  • Ich mit dem Raum jetzt bald fertig werden möchte, um ihn wieder nutzen zu können. Fenster auf Maß dauern aber lt. einigen Seiten ab ca. 6 Wochen
  • Wie erwähnt der Rollladen dort hin kommt wo das Fenster etwas niedriger ist
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
so stramm würde ich nicht einbauen. Auch Kunststoff arbeitet und das dehnt sich bei Wärme aus. Die Gehrung des Rahmens könnte brechen.
Schallentkopplung ist auch nicht gegeben.
Ich habe mir das jetzt genauer angesehen.

Normalerweise werden die Fenster ja beim Einbau mit Fensterrahmenschrauben befestigt, deren Besonderheit darin besteht, durch das durchgehende Gewinde bis zum Kopf den Rahmen nicht zum Untergrund heranzuziehen bzw unter Spannung zu setzen weil sich das Gewinde immer auch im Rahmen abstützt und der Abstand so gehalten wird. In dem Fall ergibt sich doch in der Praxis quasi die selbe Situation? Also "ausdehnen" kann sich der Rahmen dann ebenso nicht, weil ihn die Schrauben daran hindern?

Wie ist das mit "Schallentkopplung" gemeint bzw. was könnte daraus resultieren, wenn diese nicht gegeben ist?
 
Zuletzt bearbeitet:

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.357
Ort
Dortmund
Also "ausdehnen" kann sich der Rahmen dann ebenso nicht, mweil ihn die Schrauben daran hindern?
Das Material ist ja immer etwas flexibel. Da kann sich noch in alle Richtungen was ausdehnen. Nur direkt um die Schraube herum geht es nicht, da veformt es sich flexibel. Es geht da auch nicht um viel, so in Kunststoff-Fenster dehnt sich vielleicht 1mm auf 1m.

Die Schrauben ziehen übrigens den Rahmen nicht an die Laibung. Die sind extra so ausgelegt, dass die keinerlei Zug zur Laibung hin auf den Blendrahmen ausüben.

Zur Sache selbst: Eigentlich ist das alles Murks, du brauchst typisch 10-15mm Luft rundherum, sonst funktioniert auch kein Kompriband.

Das einzige, was mir da jetzt noch einfällt, wäre der Einsatz von Dichtbändern außen und innen. Musst du dir mal anschauen auf Youtube. Im Neubau wird meist mit solchen Dichtbändern gearbeitet. Die hätten dann auch Raum, um sich bewegen zu können.

Was du auch noch machen könntest: Viele Profile beim Blendrahmen haben mittig eine Vertiefung von vielleicht 3-5 mm. Da könnte man noch ein Kompriband reinlegen, was dann etwas Spielraum hätte. Müsste dann ein genau passendes Kompriband sein.

Sehe gerade: Nach außen gibts ja runderhum auch einen Vorsprung in der Laibung, da könnte man natürlich auch Kompriband nutzen. Also Kompriband auf die Außenseite am Rand an den Blendrahmen kleben.
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Danke!

Die Schrauben ziehen übrigens den Rahmen nicht an die Laibung. Die sind extra so ausgelegt, dass die keinerlei Zug zur Laibung hin auf den Blendrahmen ausüben.
Ja, das habe ich ja gemeint: Die Schrauben haben ja absichtlich durchgehendes Gewinde, damit sie eben den Abstand Rahmen zu Laibung beibehalten und sich nicht ranziehen (wie die üblichen Schrauben die hinten dafür glatt sind).

Nur direkt um die Schraube herum geht es nicht, da veformt es sich flexibel.
Wobei ich dann aber - realistisch betrachtet - davon ausgehe, dass sich hier das Kunsstofffenster eben nicht merklich verformen wird. Eine Verforumung um den Festpunkt Schrauben herum ist wohl sehr unwahrscheinlich denke ich - außerdem ist das ganze Fenster mit Rahmen zu nur 75 cm breit.

Kunststoff-Fenster dehnt sich vielleicht 1mm auf 1m

Also im "worst case" dann gut ein halber mm in der Theorie, das geht denke ich so oder so "in die Dichtung" falls es eintreten sollte?

Zur Sache selbst: Eigentlich ist das alles Murks, du brauchst typisch 10-15mm Luft rundherum, sonst funktioniert auch kein Kompriband.

Das ist für mich im Moment eben die "Grundsatzfrage" irgendwo :emoji_slight_smile:

Denn im Grunde ist es denke ich ja nicht "schlecht", wenn das Fenster passgenau ist. Gewöhnlich benötigt man denke ich ja schon alleine deshal etwas "Platz" rundum, um das Fenster in der Waage einzurichten und etwas Spielraum für Tolleranzen zu haben. Sonst wäre es ja direkt immer eine Katastrophe wenn der Ausschnitt zb. min. zu klein ist.
Bzgl. Abdichtung und Dämmung kann ich mir im Grunde nicht so Recht vorstellen, dass ein zb. 2cm Spalt mit Kompriband "besser" isoliert, als wenn das Fenster ohne merklichen Spalt eingesetzt ist und auf der Aussenseite abgedichtet ist.

Aber da ich keine Ahnung habe, wäre es nat. nicht ungewöhnlich wenn ich damit völlig falsch liege und es sinnvoller wäre, wenn ich jetzt nachträglich seitlich noch baulich einen "Spalt" herstelle. Will es mir nur sparen, wenn es nicht nötig ist und ggfs. sinnfrei.

Im Moment tendiere ich eher dazu, den Rahmen auf der Aussenseite zur Fassade hin mit Montagekleber zu verkleben / abzudichten:

1775213195185.png

In Wirklichkeit ist hier seitlich nun ein deutlich breiterer Streifen, denn die seitlichen Platten am Bild mussten ja raus weil das Fenster breiter ist als das alte. Als rundum genügend Oberfläche zum kleben / dichten denke ich.

Viele Profile beim Blendrahmen haben mittig eine Vertiefung von vielleicht 3-5 mm. Da könnte man noch ein Kompriband reinlegen, was dann etwas Spielraum hätte. Müsste dann ein genau passendes Kompriband sein.

Ja, das ist auch hier der Fall. Ich würde diesen Zwischraum aber von oben mittels längerem Schlauch / Sonde mit Schaum ausfüllen. Ist mir irgendwie lieber, als das Kompriband?

Auf der Innenseite würde ich den Rahmen rundum mit Dichtband zur Holzkonstruktion hin abdichten (dazu komme ich aussen ja nicht ran).

Was denkst du, das sollte wohl absolut dicht sein am Ende???

Oben und unten auch komplett ausschäumen, da kann ich ja problemlos einen Spalt machen.

Im Wesentlichen geht es nur darum, dass es eben seitlich schwierig wäre einen Spalt zu machen. Es ginge schon ein jeweils 5mm Spalt, dazu müsste ich die Hartfaserplatte in dem Bereich raustrennen und dann zwischen die Kanthölzer (Steher ist hohl) zb. einen Steg aus Dreichschichtplatte setzen der dann die Oberfläche zum Fenster hin wäre. Ist nur die Frage, ob das am Ende sinnvoll /besser ist um einen 5mm Spalt zu schaffen.
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Sind eben echt schön in der Waage...

1775214894545.png

1775214923154.png

Am Ende müsste dann quasi das Kompriband im Spalt besser dämmen als das aktuelle Vollmaterial. Denn dichten kann ich ja aussen und innen.

Und zusätzlich dann eben noch mit Montageschaum innerhalb vom Profil.
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Registriert
25. August 2003
Beiträge
20.750
Alter
52
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo

der schöngeredete Pfusch am Bau wird ja eher schlimmer als besser. Jetzt soll es mit Kleber abgedichtet werden. Kompriband und Schaum haben zwei gänzlich unterschiedliche Aufgaben.
Selbst der extra von dir angesprochene Winfried spricht von Murks.

Vermutlich machst du eh das, was du willst und dir schönredet, aber bitte beschwer dich nicht wenn in 3- x Jahren ne Generalsanierung ansteht wegen drohendem Totalverlust
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
der schöngeredete Pfusch am Bau wird ja eher schlimmer als besser

Da es bisher noch gar nicht gemacht ist und ich hier bereits im 1. Beitrag FRAGE was die beste Vorgehensweise in meiner Situation wäre - du aber wiederholt nur von "Pfusch am Bau" sprichst: Möchtest du garnichts sinnvolles beitragen?

Wenn doch: Bitte beantworte meine Fragen. Danke.
Kompriband und Schaum haben zwei gänzlich unterschiedliche Aufgaben.

In wie fern? Ich lese ständig nur:
  • Früher wurde immer mit Schaum gearbeitet
  • Im Laufe der Zeit kam das Kompriband hinzu
  • Aktuell machen es wohl einige mit Kompriband, andere mit Schaum, manche nehmen Beides
Vermutlich machst du eh das, was du willst und dir schönredet, aber bitte beschwer dich nicht wenn in 3- x Jahren ne Generalsanierung ansteht wegen drohendem Totalverlust

Echt konstruktiv...
 

brubu

ww-robinie
Registriert
5. April 2014
Beiträge
7.082
Ort
CH
Hab nicht alles gelesen, mir fällt wegen dem etwas grossen Rahmen nur ein den aussen herum 4-seitig etwas abzuhobeln, sägen bis die Koppelungsnuten weg sind. Das bringt ein paar Millimeter. Unser Fensterhersteller hat uns dies einmal gemacht.
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
mir fällt wegen dem etwas grossen Rahmen nur ein den aussen herum 4-seitig etwas abzuhobeln, sägen bis die Koppelungsnuten weg sind. Das bringt ein paar Millimeter.

Danke. Im Grunde könnte ich eh 5mm je Seite "gewinnen" - wenn ich die Hartfaserplatte entferne auf beiden Seiten. Die sind je quasi "Verbindungsstege" der Steher, weil diese hohl sind und nur aus jeweils vorne und hinten Kanthölzern bestehen die eben seitlich mit den Hartfaserplatten beplankt sind.
Wenn ich das mache, dann muss ich eben den Hohlraum mit zb. Dreischichtplatte zum Fenster hin füllen wodurch dann die neue Anlagefläche seitlich entsteht. Ist ja grundsätzlich kein Problem, ich frage mich nur ob es sich lohnt.

Ich kenne (und schätze) es eben in Foren, dass man Sachen ansprechen kann und auch kritisch hinterfragen. Wenn dann nur "0815 Weisheiten" wie "Pfusch am Bau" kommen, dann ist das aus meiner Sicht nicht konstruktiv und sinnfrei.

Konstruktiv wäre es meiner Ansicht nach, wenn man schreibt: "Das ist meiner Meinung nach Pfusch, WEIL ..." Dann kann man sich darüber austauschen :emoji_wink:
Denn ich denke das sollte ja die Motivation sein, wenn man auf ein Thema antwortet :emoji_thinking:

Im Moment denke ich:

Das Haus ist ein Fertigteilhaus, Bj. 1998. ALLE Fenster wurden schon im Werk eingebaut und fertig montiert mit den Wänden angeliefert. Die Fenster sind mit Laschen geschraubt und nur mit Montageschaum eingeschäumt. Kein Dichtband etc. Aussen gibt es jeweils eine Silikonfuge ringsum zum Rahmen hin, die auch beim ausgebauten Fenster noch völlig intakt war und geklebt hat wie der Teufel. Erst als ich die umlaufend durchgeschnitten habe, ging es raus.

Und deshalb frage ich mich eben:

Wenn - offensichtlich - die letzten bald 30 Jahre das ohne Kompriband ausgezeichnet funktioniert hat mit "nur eingeschäumt" und ich folglich im Wesentlichen das selbe mache, mit dem einzigen Unterschied: Seitlich ist der Schaum nur Mitte Rahmen, weil die "Enden" saugend passen - sollte das nicht ebenso i.O. sein?

Ich würde dann eben noch zusätzlich aussen zum Holz hin abdichten und innen mit Band.

Wenn das wirklich so einen großen Unterschied machen sollten, dann schneide ich die Platten eben raus und 3 Schicht Platten passend rein.
Ich wüsste aber eben nur gerne, weshalb es dann einen Unterschied macht.
Immerhinwäre Luftzug ja ohnehin auch so nicht möglich, Dämmung sollte auch kein Unterschied sein.

Schon klar: Nicht nötig hier das Rad neu zu erfinden. Aber wenn man in einem Forum sowas nicht besprechen "darf" - wo sonst...
 

husky 928

ww-robinie
Registriert
19. Dezember 2015
Beiträge
2.180
Alter
64
Ort
Öhringen
Konstruktiv wäre es meiner Ansicht nach, wenn man schreibt: "Das ist meiner Meinung nach Pfusch, WEIL ...

Hat er ja gemacht, nur hat er das mit dem "Pfusch" ans Ende seiner Gründe geschrieben.
Die Gründe dafür habe ich dir mal nummeriert, dann kannst du sie vielleicht besser erkennen:

1.: so stramm würde ich nicht einbauen. Auch Kunststoff arbeitet und das dehnt sich bei Wärme aus. Die Gehrung des Rahmens könnte brechen.
2.: Schallentkopplung ist auch nicht gegeben.
3.: Die untere Abdichtung ist nicht vorhanden, 4.: Der Fensterbankanschluß scheint auch nicht gegeben. 5.: Laibungsanschluß für Kompriband scheint mir fachlich fragwürdig.

Privat für dich kannst du das natürlich einbauen, wie du möchtest. Der Standart von heute ist aber vermutlich ein anderer als 1998.
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Danke... Aber:

Hat er ja gemacht
Nicht wirklich?

1.: so stramm würde ich nicht einbauen. Auch Kunststoff arbeitet und das dehnt sich bei Wärme aus. Die Gehrung des Rahmens könnte brechen.

Ich habe hierzu ja bereits angemerkt, dass das keinen Sinn ergibt. Die Schrauben, die für die Fenstermontage genutzt werden, halten den Rahmen durch die durchgehenden Gewinde auf dem eingestellten Abstand. Selbst wenn sich jetzt ein Fenster "ausdehenen" wollen würde - so könnte es das deshalb nicht. Und die eingeschäumten Holzfenster im ganzen Haus sind ja auch nicht gebrochen.

2.: Schallentkopplung ist auch nicht gegeben.

Ich habe gefragt, was das bedeutet. Ich kann mir darunter nichts vorstellen. Soll das bedeuten, dass sich Schall der auf das Fenster trifft in die Wand fortsetzen kann? Wenn ja: Stört mich nicht. (Falls das überhaupt irgendwie merkbar sein könnte)

3.: Die untere Abdichtung ist nicht vorhanden

Ich habe bereits im 1. Beitrag geschrieben: Oberhalb und unterhalb vom Rahmen kann ich Problemlos "Lücken" machen, es geht nur um seitlich...

4.: Der Fensterbankanschluß scheint auch nicht gegeben.

Wie zu 3.

5.: Laibungsanschluß für Kompriband scheint mir fachlich fragwürdig.

Bedeutet was?!?
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Registriert
25. August 2003
Beiträge
20.750
Alter
52
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo

ja evtl bewusst kurz und etwas provokativ geantwortet um zum Nachdenken anzuregen. Evtl auch Nachfragen. Das ganz ist so unausgegoren und planlos, dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll.

Das ganze scheint ja eine Holzkonstruktion zu sein. Da kenne ich das so dass auf die Holzkonstruktion eine Folie aufgeklebt wird und auch an den Rändern etwas hochgezogen wird damit selbst im ungünstigsten Fall keine Feuchtigkeit IN die Holzkonstruktion gelangen kann.
Die Fensterbank stumpf von außen AUF den Fensterrahmen geschraubt ist auch keine gute Lösung. Das ist eine waagerechte Fuge die direkt der Witterung bzw ankommendem Wasser ausgesetzt ist. Silikon an der Stelle ist fehl am Platz

Die Aufkantung und Verschraubung sollte hinter der Vorderkante UND Abtropfkante des Fensters liegen
Bsp unter https://www.bauexpertenforum.de/attachments/graf4443-jpg.45394/


Das was als Kompriband verkauft wird sollte am Fenster in erster Linie Schlagregendichtheit herstellen. Es gibt auch Kompriband bzw Quellband dass nur eine optische Funktion hat. So ne Art Schattenfuge. Schlagregen also Außen. Ob die Laibung hier dafür geeignet ist kann ich anhand der Bilder nicht beurteilen.

Schaum hat ein Füllende und isolierende ( Schall, Wärme-Kältebrücke) Aufgabe niemals abdichtend.

Die Seite der FA illbruck erklärt die Aufgaben der Verschiedenen Produkte/ produktgruppen recht gut. https://www.illbruck.com/de-de/produkte/produktgruppen/

Und dann wäre da noch der Grundsatz Innen dichter als Außen. Hier recht gut erklärt. https://www.soudal.de/pro/die-gebaudehulle


Zur besten Vorgehensweise ist es online sehr schwer was zu sagen. Da spielen soooooooooooooo viele Faktoren einen Rolle dass ich das für nicht mgl halte. Hinweise , was zu berücksichtigen wäre ( aus meiner Sicht) Die Physik hat bis Anfang 2000 fast keinen Interessiert.
Da konnte man einen guten Fenstereinbauer mit den Pio's beim Bund vergleichen: Dumm, stark und Wasserdicht.

Arbeiten bis zum Bandscheibenvorfall, den 80 KG Fensterflügel allein in den dritten Stock schleppen und Arbeiten auch, wenn es Hunde und Katzen regnet.

Erst mit dem Aufkommen von höheren Dämmwerten wurde die Anforderung höher. Und auch an die Einbauenden. Das Thema Bauphysik wurde auch mehr ein Thema. Seit langem gilt eigentlich der Grundsatz: Der Einbau gehört geplant. Deshalb ist das frühere Vorgehen ausrichten festmachen ausschäumen, den Rest macht der Putzer schon lange überholt. So ein Einbau gehört auf Wandaufbau, Fenster, Raumsituation, Heizung/ Lüftung, Klima abgestimmt. Deshalb ist das online so schwierig bis unmöglich.
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Danke, damit kann ich schon eher was anfangen.
ja evtl bewusst kurz und etwas provokativ geantwortet um zum Nachdenken anzuregen. Evtl auch Nachfragen. Das ganz ist so unausgegoren und planlos, dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll.

Nun gut, aber wenn es am Ende nur auf Geringschätzung bis fast Beleidigung rausläuft, kann man es sich auch ganz sparen zu antworten:emoji_wink:

Der Einbau gehört geplant. Deshalb ist das frühere Vorgehen ausrichten festmachen ausschäumen, den Rest macht der Putzer schon lange überholt. So ein Einbau gehört auf Wandaufbau, Fenster, Raumsituation, Heizung/ Lüftung, Klima abgestimmt. Deshalb ist das online so schwierig bis unmöglich.

Das ist grundsätzlich sicher korrekt, nur sollte man denke ich in der Praxis dann auch mal die "Kirche im Dorf lassen" und nicht maßlos übertreiben... (wie zb. hier:emoji_slight_smile:
Vermutlich machst du eh das, was du willst und dir schönredet, aber bitte beschwer dich nicht wenn in 3- x Jahren ne Generalsanierung ansteht wegen drohendem Totalverlust

Das ganze scheint ja eine Holzkonstruktion zu sein.

Ja... Ich denke das ist auf den Foto´s zweifelfrei zu erkennen. Auch hatte ich es direkt im 1. post angemerkt:emoji_wink:

Die Aufkantung und Verschraubung sollte hinter der Vorderkante UND Abtropfkante des Fensters liegen

Ok, war aber auch "original" so. Mal sehen, ob ich das ändern kann.

Schaum hat ein Füllende und isolierende ( Schall, Wärme-Kältebrücke) Aufgabe niemals abdichtend.
Dennoch hat das Kompriband quasi den Schaum "ersetzt". Wo früher der Zargenschaum genutzt wurde, ist es heute Kompriband. Nur kommt das dann eben auch noch zur Aussenseite hin zum Einsatz. (nicht nur zur Laibung hin)

Und dann wäre da noch der Grundsatz Innen dichter als Außen.
Ja. Der wurde eben damals offenbar nicht angewendet - mit den Silikondichtungen aussen. Wobei das aber ganz offensichtlich problemlos funktioniert hat. Aber das ist eben auch kein "Luftdichtes Passivhaus".

Zur besten Vorgehensweise ist es online sehr schwer was zu sagen.

Um so mehr wundern mich dann deine pauschalen "Pfusch am Bau" Aussagen.
Da spielen soooooooooooooo viele Faktoren einen Rolle dass ich das für nicht mgl halte. Hinweise , was zu berücksichtigen wäre ( aus meiner Sicht)

Klar. Aber auch hier: Vielleicht einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Es gibt ja auch den Begriff: "Zeitwertgerechte Reparatur" :emoji_wink: Man muss nicht pauschal aus der Ferne alles mal als Pfusch bezeichnen und Leute die man nicht kennt quasi als dumm hinstellen :emoji_sunglasses:

Die Physik hat bis Anfang 2000 fast keinen Interessiert.

Nun, die Häuser stehen noch? Sie "funktionieren" auch? Und ist es nicht auch so, dass nicht unbedingt alles besser geworden ist bei den "modernen Häusern"? Also ich kann mich über den Wohnkomfort nicht beschweren, es gibt immer und überall Vorteile wie auch Nachteile...

Da konnte man einen guten Fenstereinbauer mit den Pio's beim Bund vergleichen: Dumm, stark und Wasserdicht.

Ernsthaft :emoji_thinking:

Ich versuche das in wenigen Worten zusammenzufassen:

Die Holzunterkonstruktion wird sich bei dem nun ca. 30 Jahre alten Haus nicht mehr nennenswert ändern. Das schmale Kunsstofffenster wird sich auch nicht nennenswert "dehnen" wollen. Der Unterschied wenn ich es so einbaue wäre eben, dass es seitlich in der Unterkonstruktion "steckt" ohne Abstand und nur Mittig im Profil Schaum ist.

Was bisher gut funktioniert hat, sollte das auch in Zukunft?

Dennoch habe ich mir heute noch schmales Kompriband gekauft, dass ich als Abdichtung Fensterrahmen - Fassadenschalung nutzen könnte. Bisher war hier aber Silikon, was mit irgendwie sogar lieber wäre:emoji_wink:

Breites (50-80 € die Rolle) habe ich nicht gekauft, weil es selbst wenn ich die je 5mm seitlich gewinne zu stark aufträgt. Ist keine Option, die Steher selber werde ich nicht ansägen an der Stelle.

Mir ist aber der Grundsatz "innen dichter wie aussen" klar, ich denke aber bei dem Baustandart von dem Haus dürfte das - speziell bei guter zusätzlicher Abdichtung innen - wohl eher zu vernachlässigen sein?

Es ging mir von Anfang an nur um den Umstand, dass seitlich kein Abstand ist. Beim "Rest" habe ich kein Problem damit die selbe Methode anzuwenden die auch schon vorher angewendet wurde und bei allen anderen Fenstern (alle original) wird...

Das Fenster ist zusätzlich direkt unter dem Vordach auf einer "nicht Wetterseite" - aber selbst die Fenster auf der Wetterseite (identisch eingebaut) machen keine Probleme. Habe ich (erstmals nach fast 30 Jahren) nur neu gestrichen mit Osmo Landhausfarbe.
 

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.357
Ort
Dortmund
Ein paar Sachen, die man im Blick haben muss:
* Schaum ist eher wenig flexibel. Wenn man eine Fuge bei einem Fenster damit ausschäumen will, dann muss die Fuge hinreichend breit sein. Das sind die üblichen 10-15 mm. Hast du das nicht, reißt dir der Schaum ab, wenn das Fenster arbeitet. Dann wirds undicht.
* Wenn du die Außenseite zur Fassade verklebst mit Montagekleber, hast du das selbe Problem: Die Materialien arbeiten unterschiedlich und müssen sich gegeinander verschieben können, ohne das so eine Verklebung reißt. Und das geht nur, wenn die Fugen breit genug sind.
* Kompriband ist da deutlich unkritischer, da kann sich alles wunderbar drin bewegen, ohne das was abreißt oder zu große Kräfte zwischen Blendrahmen und Laibung wirken.
* Die Fuge zur äußeren Fensterbank halte ich auch für sehr kritisch. Wenn es da ordentlich regnet, müsste die 100% dicht sein. Das ist mit diesem von innen aufgesetzten Blendrahmen kaum dauerhaft dicht zu bekommen.
* Ausschäumen des seitlichen Blendrahmenprofils von oben wird schwierig bis unmöglich. Da müsste man ja mit einem sehr langen Schlauch rein und eine genau definierte Menge einsprühen. Halte ich für nicht realisierbar. Macht aber eh wenig Sinn, weil der Spalt zu klein ist, da reißt dir der Schaum ab durch die Bewegungen.

Was du auch immer noch beachten musst: Das Thema Fenstereinbau ist ziemlich komplex. Da gibt es so viele Dinge, die passieren können und an die man nicht denkt. Das kann auch ein Profi nicht alles überblicken. Deshalb gibt es genau definierte Einbauweisen, die langjährig erprobt sind. Weicht man da stark von ab, kann es Überraschungen geben. Noch dazu, wenn man da eigentlich ein Laie ist.

Du siehst ja hier schon, worum es alles geht: Schallschutz, äußere Feuchtigkeit, innere Feuchtigkeit, untreschiedliche Ausdehnungen der Materialien, Abriss von Verfugungsmassen, Quellen von Materialien, wenn Feuchtigkeit dran kommt usw.

Und dann die Frage, ob du dir Experimente leisten kannst oder ob du sicher sein musst, dass du die Arbeit nur einmal machst.
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
@WinfriedM

Vielen Dank für deinen sympathischen und konstruktiven Beitrag :emoji_ok_hand: :emoji_wink::emoji_thumbsup:

Ok, wenn also seitlich ausschäumen nicht sinnvoll ist - wegen dem aktuell nur innen im Profil vorhandenen Hohlraum und selbst mit Entfernung der Platte nur je 5mm Spalt seitlich, dann könnte ich ja einfach anstatt Zargenschaum in dem Bereich mit Dämmwolle ausstopfen. Da die setilichen "Auflagen" vom Profil eh anliegen, gibt es da ja auch nicht viel zu dämmen. Immerhin würde hier ja weder Kompriband noch Schaum eine eventuelle 2cm Lücke besser dämmen als das Vollmaterial.

Wobei ich aber dennoch der Meinung bin, dass ein Rahmen der sich generell nicht "bewegen" kann und auch noch verschraubt ist kein Problem mit Schaum haben könnte der abreißt. Aber mit der Dämmwolle wäre eh einfacher.

Anstatt dem Verkleben zur Fassade hin könnte ich ja das schmale Kompriband nehmen, das habe ich eh schon gekauft. Dann wäre das auch erledigt und "konform".

Den Anschluss zur Fensterbank sehe ich mir noch an, aber der war wie gesagt schon so.

Insgesamt wird da ohnhin kaum je Regen hinkommen können (unter Vordach) - aber es soll nat. dennoch so eingebaut sein, dass es alles dicht ist.

Der bisherige Einbau kann so schlecht nicht gewesen sein, die Silikonfugen aussen zum Fensterrahmen waren völlig intakt - da war nichts gerissen. Auch nicht an den anderen Fenstern.
 
Zuletzt bearbeitet:

uli2003

ww-robinie
Registriert
21. September 2009
Beiträge
14.507
Alter
59
Ort
Wadersloh
Du weißt doch sicher, wie das Fenster vorher eingebaut war.
Abgerissene Abdichtungen sehe ich keine.
Außen am Anschlag Kompriband oder nur Silikon? Oder was ist der weiße Rand dort?
Außenrum um das Fenster gehört eine Wärme-/Schalldämmung. Wurde bei dir mit Schaum erledigt, und solltest du auch wieder so hinbekommen.
Entweder eine Holzplatte weg oder die Kopplungsstege absägen. Dann sollte das klappen.
Und nein, es wird nix abreißen oder brechen.
Ein Bilderbucheinbau ist das nicht, und du musst außen penibel auf die Wasserableitung achten. Mach es genau wie vorher bzw. wie bei den Fenstern im Bestand. Da funktioniert es ja auch, auch wenn das nicht Stand der Technik von heute ist.
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Mach es genau wie vorher bzw. wie bei den Fenstern im Bestand. Da funktioniert es ja auch, auch wenn das nicht Stand der Technik von heute ist.

Danke dir - so ist auch der Plan:emoji_wink:

Klar ist es nicht Stand der Technik von heute, aber wenn man am (alten) Auto Reifen hat die kein gutes Profil mehr haben - dann tauscht man die ja auch einfach aus. Man baut dann deshalb keine Reifendruckkontrolle ein, obwohl die mittlerweile Stand der Technik wäre und zweifellos auch sinnvoll ist. Das Auto funktioniert dann mit den Reifen ja ebenso wie schon immer - wie eben auch das Fenster wie schon immer seinen Zweck erfüllen wird. :emoji_wink:
 

Lackab

ww-nussbaum
Registriert
4. Mai 2024
Beiträge
95
Ort
Ostarrichi
Außen am Anschlag Kompriband oder nur Silikon? Oder was ist der weiße Rand dort?
Der weiße Rand war nur weil ich die Aussenseite vom Fensterrahmen bereits gestrichen hatte und dabei den Rand nicht abgeklebt, weil da ohnehin die Schiene vom Insektenrollo darüber gekommen ist.

penibel auf die Wasserableitung achten
Das ist erledigt. Der Rahmen steht mit seinem äusseren Profil auf dem äusseren Fensterbrett bzw. das Fensterbrett greift von unten in das Profil ein. Das Fenster ist mit den dafür vorgesehen Schrauben verschraubt und ausgeschäumt, nach aussen hin noch zusätzlich Kompriband rundum.

Es wäre auch gar nicht anders möglich als das Fensterbrett da unter das Profil vom Rahmen stehen zu lassen, weil da beim Kunststofffenster ja die Ablauföffnungen aussen unten sind und das Wasser ja sonst zwischen Fensterbrett und Wand laufen würde.
 
Oben Unten