Upgrade Bohrständer vs. Tischbohmaschine

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grisumat

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Hallo zusammen,

Ich habe in meiner Werkstatt aktuell einen Wabeco Bohrständer mit einer Metabo Schlagbohrmaschine (Zweigang ohne Konstantelektronik). Das ging bisher immer irgendwie, aber so richtig zufrieden war ich damit nie. Im Wesentlichen weil die Drehzahl in den Keller geht, wenn ich mit Forstnerbohrern in Holz, oder ab ca. 8 mm aufwärts in Metall bohre.

Die initiale Idee war eine neue Bohrmaschine in den Ständer zu packen. Zur Überlegung stehen: Bosch GSB 21-2 RCT oder Hikoki D13L. Gibt es von metabo etwas vergleichbares (also mit Konstantelektronik)? Oder von anderen Anbietern im Preisbereich um 200-350 €.
Der Anwendungsbereich ist relativ breit: 1-12 mm in Stahl/Alu und 1 bis ca. 50 mm in Holz. Macht so etwas wie eine Eibenstock EHB 16 dafür Sinn?



Die zweite Überlegung war ob bei einer Investiton von 200-350 € weiterhin ein Bohrständer die sinnvollere Variante ist oder ob man für einen überschaubaren Mehrpreis (also so für insgesamt ca. 500 - 600 € Neupreis) eine Tischbohrmaschine kommt die unterm strich die bessere Lösung ist. Die professionellen Klassiker wie Flott sind preislich ja noch ein gutes Stück entfernt. Alles um die 300 € was ich bisher an Tischbohrmaschinen life gesehen habe lag Qualitativ unter der jetzigen Kombi die ich schon habe. Gibt es da ein "MIttelfeld" für ambitionierte Heimwerker?

viele Grüße und vielen Dank für eure Anmerkungen, Gedanken und Ratschläge.
 

Alceste

ww-robinie
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wenn du neu kaufen willst wird es schwer in der Preisklasse was vernünftiges zu bekommen. Im Gebrauchtmarkt kommst du damit schon weiter, Geduld vorausgesetzt, allerdings dürften sich da in erster Linie Maschinen finden, bei denen du zur Drehzahlverstellung den Keilriemen umlegen musst.
Der Vorteil vom Wabeco liegt auch in der Möglichkeit eine Oberfräse da einzuspannen. Die Frage ist also eigentlich: Was willst du (mit welcher Präzision) machen.
Eine Neue Bohrmaschine würde ich mir auch gebraucht suchen und dann evtl. mehrere, damit du je nach Drehzahlbereich einfach wechseln kannst. Konstantelektronik hört sich immer gut an, aber die Pyhsik kann das zeug auch nicht überlisten. Nicht umsonst setzen Standbohrmaschinen eigentlich fast immer auf ein Getriebe.
 

Arkhan1806

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Also ich würde tatsächlich immer zu einer Standbohrmaschine raten, wenn der Platz vorhanden ist und die auch ab und an genutzt wird.
Ich selbst habe ein Bernardo TB 20 T, also auch keine absolute Oberklasse. Meistens ist die auf ca. 1.600 U/Min eingestellt, ich hab aber eben die Möglichkeit die Drehzahl zu ändern, wenn ich das brauch. Und hier ist eben ein Getriebe (egal ob Riemen oder Zahnrad) einer elektrischen Regelung überlegen, da sich beim Getriebe das Drehmoment immer verdoppelt, wenn ich die Drehzahl halbiere. Bei einer elektrischen Drehzahlverstellung verliere ich meist (oder sogar immer?) Leistung bei geringeren Drehzahlen. Und zwar extrem.
Sprich: Selbst, wenn deine (Schlag-)bohrmaschine im Bohrständer z.B. 1 kW Leistung hat, wird die nie 20mm in Stahl bohren können. Meine Tischbohrmaschine mit 550 Watt kann das schon, wenn ich den Riemen auf 220 U/min umlege.
Und mal ehrlich: Ich tausch den Riemen vielleicht ein bis zweimal pro Werkstattnachmittag (ich wechsle oft zwischen Holz und Stahl), also wahrscheinlich überdurchschnittlich oft. Obwohl ich dazu drei Schrauben lösen muss, dauert das keine Minute. Viele Maschine haben ein Schnellspannsystem, da geht's noch schneller.
 

elchimore

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Ich habe letztens mit den selben Voraussetzungen gehadert.... Hin und her überlegt, wie ich das mit meinen beengten Platzverhältnissen anstellen soll.... Tischbohrmaschine fiel nach reiflichen überlegen raus, ich hab da einfach keinen Platz für. Der Bohrständer steht irgendwo auf einem Regal und wenn ich ihn brauche auf dem Werktisch oder wo ich ihn sonst brauche. Eine Tischbohrmaschine mit ca 50kg heb ich nicht mehr mal kurz mal kurz aufs Regal, man wird ja auch nicht jünger.... Das mit dem Bohrständer war eigentlich ganz ok, nur war der Ständer in sich zu flexiebel und die Schlagbohre hatte zu viel Spiel. Die Bohrmaschine hab ich gegen eine "alte" mal günstig ergatterte Metabo ohne Schlag ersetzt und als Bohrständer habe ich mir einen DUSS gegönnt. Kein Vergleich zu vorher, aber man muss auch ganz klar sagen, keine 100kg Tischbohre mit MK3. Für mich passt der Kompromiss, das muss aber jeder selber für sich abwägen.... Die Handbohrmaschine brauche ich ja sowieso, es gibt ja auch Werkstücke die kommen nicht zum Bohren in den Keller :emoji_wink:
Für den TO, Fein hat die BOS16-2 und Metabo die BEV 1300-2 (falls mir mal eine günstig über den Weg läuft).
Für den Gebrauchtkauf kommen dann auch noch Fahrtkosten dazu, wenn die nicht gerade vor der Haustür steht....
Grüssle Micha (der auch gerne ne "ordentliche" TBM hätte, der aber einfach den Platz und auch den für viele ältere Schätzchen notwendigen Drehstrom nicht hat....)
 

Spyderco

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Ich hatte mal eine Optimum, mit der war ich ganz zufrieden aber man musste halt mit Riemenscheiben arbeiten.
Wenn dich das nicht stört, schau da mal nach und ja, die sind aus China.

VG Zoltan
 

MTrp

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Ich habe als Alternative zum genannten Bosch-Modell eine Makita HP 2071 J in meinem Wabeco-Bohrständer und kann diese weiterempfehlen. Sie kostet aktuell ca. 180€. Hier findest Du vier Beiträge dazu: https://www.woodworker.de/forum/search/2973057/?q=Wabeco+makita&c[users]=MTrp&o=date Allgemein gibt es leider sehr wenige Bohrmaschinen, die alle Kriterien für den möglichst optimalen Einsatz in einem Bohrständer erfüllen. Die Bosch GSB 21-2 RCT ist wohl die Parademaschine hierfür.

Ich sehe für die Holzwerkstatt einen Bohrständer wegen Ausladung u. dgl. klar im Vorteil. Wenn Dir der Metallbereich mindestens genauso wichtig oder wichtiger ist, wird an einer Tisch- oder Standbohrmaschine eher kein Weg vorbei führen.
 

rafikus

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Ich habe als Alternative zum genannten Bosch-Modell eine Makita HP 2071 J in meinem Wabeco-Bohrständer und kann diese weiterempfehlen
Diese Makita habe ich auch lange Zeit im Bohrständer benutzt. Für den Kauf entscheidend war das nicht vorhandene Radialspiel am Bohrfutter bei allen Exemplaren, die ich vor dem Kauf in die Hände bekam.
Beim Einsatz im Bohrständer ist die Position des Einstellrades für die Drehzahl sehr bequem.
 

grisumat

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allerdings dürften sich da in erster Linie Maschinen finden, bei denen du zur Drehzahlverstellung den Keilriemen umlegen musst.

Das wäre für mich kein Hinderniss. Ich benutze die zwar regelmäßig, aber nicht täglich. Wenn ich da am Wochenende max. 1-2 mal den Riemen umlegen muss wäre das OK.

Der Bohrständer steht irgendwo auf einem Regal und wenn ich ihn brauche auf dem Werktisch oder wo ich ihn sonst brauche. Eine Tischbohrmaschine mit ca 50kg heb ich nicht mehr mal kurz mal kurz aufs Regal, man wird ja auch nicht jünger....
Der Bohrständer steht seit kanpp 10 Jahren an der gleichen Stelle. Ich hatte den nur einmal demontiert, weil ich mitten in einer Platte Löcher damit gebohrt habe. Fester Platz wäre also vorhanden und das Gewicht egal.

Die Handbohrmaschine brauche ich ja sowieso, es gibt ja auch Werkstücke die kommen nicht zum Bohren in den Keller :emoji_wink:
Dafür hätte ich im Zweifelsfall ja die Metabo, egal wodurch ich sie ersetze bzw. je nach Anwendung auch Akkuschrauber oder Bohrhammer.
Aber die von Dir genannte Fein oder Metabo schaue ich mir mal näher an. Danke für den Tip!
 

Beaconhill

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Ich habe mir letztes Jahr die Metabo BEV 1300-2 gegönnt und bin sehr zufrieden im Wabeco. Die Maschine macht Spaß, ich habe aber noch nicht in Metall probiert.
Holz habe ich bisher “nur” 35mm in Eiche gemacht, dass war überhaupt kein Problem.
Die hat mich damals als B-Ware (neu, aber ohne Verpackung) keine 200€ gekostet, sodass ich nochmal (nach Rücksprache mit Dietrich) gute 40€ in ein Futuro-Top Schnellspannbohrfutter von Metabo investiert habe.
 

IngoS

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Hallo,

meinen Bosch Bohrständer mit der Fein Spatengriff Zweigangbohrmaschine. Seit Jahrzehnten bei mir im Betrieb.
Hier mit 90mm Forstnerbohrer in Buche.
Diese Kombi plus meiner Langlochbohrmaschine und Akkuschrauber reicht für alles.
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Gruß Ingo
 

grisumat

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Danke schonmal für die Antworten!

Die Metabo BEV 1300-2 und Makita nehme ich mal in die engere Auswahl. Habt ihr da Probleme mit das bei Forstnerbohrern (ca. 25 mm Hartholz oder 40 mm Weichholz) die Drehzahl in die Knie geht?

@IngoS : Die Fein hat vermutlich keine (Stufenlose) Drehzahlregelung sondern "nur" zwei Gänge. Vermisst Du eine Drehzahlregelung oder höhere Drehzahlen. Meine Metabo hat auch zwei Gänge aber im Bohrständer hab ich glaube ich nie im schnelleren Gang gearbeitet.

Dictum hat auch Tischbohrmaschinen ab 550 € im Angebot. Dictum kenne ich bisher nur von recht hochwertigem Werkzeug. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die zu dem Preis deutlich mehr zaubern können als Bernado Optimum oder andere. Hat irgendjemand Erfahrung mit der Dictum SB20 ?

Dictum SB20 T
 

rafikus

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Die Metabo BEV 1300-2 und Makita nehme ich mal in die engere Auswahl. Habt ihr da Probleme mit das bei Forstnerbohrern (ca. 25 mm Hartholz oder 40 mm Weichholz) die Drehzahl in die Knie geht?
Laut Datenblatt verfügt die Metabo über eine Drehzahlregelung (echte Regelung mit Erfassung der Ist-Drehzahl, nicht nur eine Leistungssteuerung), mit absinkender Drehzahl hatte ich keine Probleme.
Heute bohre ich trotzdem lieber mit der AEG DTBM15 Tischbohrmaschine. 115mm Pinolenhub ist nun mal sehr angenehm und mit einem Umrichter vor dem Motor fällt der Riehmenwechsel auch sehr selten an.
 

IngoS

ww-robinie
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Danke schonmal für die Antwort

@IngoS : Die Fein hat vermutlich keine (Stufenlose) Drehzahlregelung sondern "nur" zwei Gänge. Vermisst Du eine Drehzahlregelung oder höhere Drehzahlen. Meine Metabo hat auch zwei Gänge aber im Bohrständer hab ich glaube ich nie im schnelleren Gang gearbeitet.

Dictum SB20 T
Hallo,

meine Fein hat zwei Gänge und elektronische Drehzahlregelung, aber keine Konstantelektronik.
Das ist auch gut so. Gerade bei großen Bohrern benötigt man niedrige Drehzahl, aber große Kraft. Da wird nicht elektronisch runtergeregelt, sondern der Bohrwiderstand senkt die Drehzahl passend ab.

Gruß Ingo
 

MTrp

ww-robinie
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Die Metabo BEV 1300-2 und Makita nehme ich mal in die engere Auswahl. Habt ihr da Probleme mit das bei Forstnerbohrern (ca. 25 mm Hartholz oder 40 mm Weichholz) die Drehzahl in die Knie geht?

Ad Makita: Nein. Auf die Drehzahlregelung würde ich übrigens nicht verzichten wollen - gerade bei Forstnerbohrern muss man passend zum Durchmesser die Drehzahl reduzieren, sonst verglüht die Schneide.

Gerade bei großen Bohrern benötigt man niedrige Drehzahl, aber große Kraft. Da wird nicht elektronisch runtergeregelt, sondern der Bohrwiderstand senkt die Drehzahl passend ab.

Für mich ergibt das wenig Sinn. Die Drehzahl sinkt ab, weil die Kraft nicht ausreicht. Der Bohrwiderstand ergibt sich auch aus dem - dann zu hohen - Vorschub. Das ist aus meiner Sicht keine Basis für saubere, kontrollierte Bohrungen. Für den Antrieb ist das auch nicht gerade „gesund“.
 
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Ikeabana

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Ich kann nur Gutes von meiner Metabo SBE1010 berichten. Gibt es nicht mehr neu, aber gebraucht für wenig Geld. Mit der habe ich mit 50mm Topfbohrern Löcher in 3mm Stahl gebohrt. Das beeindruckt die Maschine nicht. Man muss fest genug spannen können.
 

Todde

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Hallo,
die hatte ich auch mal im Bohrständer, viel Power und toller Rundlauf (kann ich für das Angebot natürlich nicht sagen). Für 120 Euro mit dem Famag Bohrständer ein gutes Angebot.

Metabo BE 702/2

Gruß, Todde
 

Arkhan1806

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Dictum hat auch Tischbohrmaschinen ab 550 € im Angebot. Dictum kenne ich bisher nur von recht hochwertigem Werkzeug. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die zu dem Preis deutlich mehr zaubern können als Bernado Optimum oder andere. Hat irgendjemand Erfahrung mit der Dictum SB20 ?

Dictum SB20 T
Ich würde sagen, das ist meine Maschine in etwas anderer Optik (Bernardo TB 20 T) nur mit einem Schnellspanner für den Riemen, was ja gut ist. Kann die Maschine großteils empfehlen. Hatte noch nie eine "Aufgabe" für die Maschine, die sie nicht geschafft hat. Ich glaub das "Gemeinste" waren ca. 35 mm tiefe 21mm-Bohrungen in 42CrMo4. Hat gut funktioniert, wenn man sowas jeden Tag macht sollte man trotzdem was anderes kaufen.
Das einzige Manko ist, dass die Riemen-Abdeckhaube unter Last ziemlich klappert. Und der Kondensator hat sich jetzt nach 5 Jahren verabschiedet, ein neuer hat inkl. Versand 6 € gekostet.
 

Holzfummler

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Im Wesentlichen weil die Drehzahl in den Keller geht, wenn ich mit Forstnerbohrern in Holz, oder ab ca. 8 mm aufwärts in Metall bohre.
Moin,
grundsätzlich ist die Drehzahl dem Bohrdurchmesser und dem Material anzupassen. Bei den Forstnerbohrer gibt es leider sehr viele preiswerte, die nie so recht funktionieren. Welche hast du im Einsatz?
8 mm Metall würde ich mit 2 oder 3 mm vorbohren und das Schmieren nicht vergessen.
Vielleicht hier erst einmal ansetzen, könnte kostengünstiger sein.
LG
Thomas
 

kberg10

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wenn du neu kaufen willst wird es schwer in der Preisklasse was vernünftiges zu bekommen. Im Gebrauchtmarkt kommst du damit schon weiter, Geduld vorausgesetzt, allerdings dürften sich da in erster Linie Maschinen finden, bei denen du zur Drehzahlverstellung den Keilriemen umlegen musst.
Der Vorteil vom Wabeco liegt auch in der Möglichkeit eine Oberfräse da einzuspannen. Die Frage ist also eigentlich: Was willst du (mit welcher Präzision) machen.
Eine Neue Bohrmaschine würde ich mir auch gebraucht suchen und dann evtl. mehrere, damit du je nach Drehzahlbereich einfach wechseln kannst. Konstantelektronik hört sich immer gut an, aber die Pyhsik kann das zeug auch nicht überlisten. Nicht umsonst setzen Standbohrmaschinen eigentlich fast immer auf ein Getriebe.
Seit ich mir fast einen Zeigefinger mit meiner Getriebebohrmaschine amputiert hätte, denk ich anders was den Keilriemen betrifft.
Es war natürlich hochriskant mal einen herumschlagenden Bohrspan anzufassen. Alles verheilt, nichts zurückgeblieben.
Auch wenn man gerne mal einen Gewindebohrer einspannt, wäre hier eine gefühlvolle Reibkupplung machbar.
 

grisumat

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Moin,
grundsätzlich ist die Drehzahl dem Bohrdurchmesser und dem Material anzupassen. Bei den Forstnerbohrer gibt es leider sehr viele preiswerte, die nie so recht funktionieren. Welche hast du im Einsatz?
8 mm Metall würde ich mit 2 oder 3 mm vorbohren und das Schmieren nicht vergessen.
Vielleicht hier erst einmal ansetzen, könnte kostengünstiger sein.
LG
Thomas
Forstnerbohrer sind eher Mittelklasse (Makita, Bosch, Hikoki). Macht denn "Oberklasse" (Famag, Fisch?) hier nochmal einen deutlichen Unterschied. Beim Metall bohren wird es aktuell auch mit 3 mm vorbohren und schmieren knapp. Da mach ich schon einen weitern Zwischenschritt mit ca. 5 - 6 mm.

Ich habe bei den Optionen (Neue Maschine für den Ständer, Neue Tischbohrmaschine, Gebrauche Tischbohrmaschine) noch keinen klaren Favoriten. Ich bin gerade noch am suchen, wo es Möglichkeiten gibt sich die Tischbohrmaschinen mal live anzuschauen. Gebraucht kaufen braucht vermutlich auch einfach Zeit. Da ich mir zumindest aktuell noch kein Angebot untergekommen, was überzeugen würde.

Metallbohrer würden ein neues Set inzwischen auch Sinn machen, weil ich da inzwischen eine Wilde Sammlung beisammen habe. Ich bezwifle etwas dass ich alleine damit mit meinem aktuellen Setup weiterhin zufrieden bin. Auf der anderen Seite kann man damit ja auch nichts falsch machen, egal welche Option es am Ende wird.
 

Arkhan1806

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Ich bin gerade noch am suchen, wo es Möglichkeiten gibt sich die Tischbohrmaschinen mal live anzuschauen.
Erzähl doch mal, wo genau du wohnst. Bin mir fast sicher, dass du hier im Forum bestimmt genug Leute findest, deren Bohr-Lösungen du dir anschauen kannst.
Falls du in der Nähe von Kiel wohnst, kannst du bei mir natürlich auch kucken/ausprobieren kommen.
 

Alceste

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Seit ich mir fast einen Zeigefinger mit meiner Getriebebohrmaschine amputiert hätte, denk ich anders was den Keilriemen betrifft.
Es war natürlich hochriskant mal einen herumschlagenden Bohrspan anzufassen. Alles verheilt, nichts zurückgeblieben.
Auch wenn man gerne mal einen Gewindebohrer einspannt, wäre hier eine gefühlvolle Reibkupplung machbar.

Zuallererst: Gut dass nichts schlimmes passiert ist. Ich hab ja auch schonmal ins Sägeblatt gegriffen und am nächsten Tag direkt einen Galgen mit Sägeblattabdeckung gebaut. Ich hoffe du hast dir dementsprechend ein Werkzeug zugelegt um dei Späne zu entfernen!
Ob der Keilriemen im Zweifel dann durchrutscht, da wäre ich eher Skeptisch - meine Bohrmaschine schneidet auch M16 Gewinde in Stahl, da würde mein Finger jetzt nicht wirklich mehr Widerstand leisten.
Was dein Post aber auch andeutet ist: Was soll noch alles mit der Maschine gemacht werden? Nur Holz oder doch hier und da mal fettere Löcher in Stahl?
 

Profilaie

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Ich habe den Wabeco mit der GSB 21-2 RCT und kann mir diese Kombi überhaupt nicht mehr wegdenken. Ist bei mir drehbar im Tisch eingebaut und wird dauernd zum Bohren, Fräsen und Schleifen eingesetzt. Eine zweite Bodenplatte liegt bereit um den Wabeco auch mobil einsetzen kann.

Allerdings ist der mit einer klassischen TBM überhaupt nicht vergleichbar, ich habe zusätzlich noch eine Tischbohrmaschine mit Varioantrieb die fast ausschließlich für Metall verwendet wird. Grad bohren in Stahl dauert für gewöhnlich länger und die Geräuschkulisse einer riemengetriebenen Maschine ist stark reduziert,

Was beide nicht können ist Diagonalbohren, dafür hab ich als 3. im Bunde noch den Proxxon BFB 2000, der wird je nach Anforderung mit der passenden Maschine bestückt.

Meine Erkenntnis nach zuerst "nur TBM" anschließend einige Zeit "nur Wabeco": Beide können vertikal bohren ansonsten gibt es mehr Ergänzungs- als Übereinstimmungsmerkmale.

Der Wabeco ohne leistungskonstante Maschine macht keinen Spaß. neben der Bosch gibt es aber noch eine grüne Bosch die das kann und recht günstig ist, ebenso Einhell, Metabo und sicher noch einige andere die das können.
 

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