Upgrade Bohrständer vs. Tischbohmaschine

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

grisumat

ww-ahorn
Registriert
27. Juli 2011
Beiträge
127
Hallo zusammen, ich hab inzwischen recht günstig eine gebrauchte Optidrill B17 Pro erstanden.
Ich war mir ja nicht sicher, ob für mich eher eine Tischbohrmaschine oder Bohrständer langfristig die bessere Lösung ist. Aber ich dachte, wenn ich eine vernünftige Tischbohrmaschine zu einem Preis finde zu dem ich sie auch jederzeit wieder verkauft bekomme kann ich nicht viel falsch machen.
 

Pareto

ww-esche
Registriert
3. Juni 2025
Beiträge
519
Ort
Links unten
Ich habe schon jahrelang beides:

Früher eine Tischbohrmaschine der 99.-DM Klasse (heute vermutlich 150.€) und einen guten Bohrständer mit einer guten Bohrmaschine drin.
Da hatte ich zu 90% den Bohrständer im Einsatz; die Tischbohrmaschine für "klein und fein".

Heute habe ich eine große, schwere Ständerbohrmaschine... seither benutze ich den Bohrständer kaum noch - lediglich für lange Teile, Lochreihen usw. nehme ich den Bohrständer, weil die Auflagefläche unten fix ist und ich nicht mit höhenverstellbaren Böcken rumhantieren will.

Also ganz klar: Kommt drauf an. :emoji_wink:
 

TomfromMuc

ww-robinie
Registriert
17. Januar 2011
Beiträge
1.595
Ort
bei München
Ich glaube auch, das ist Geschmackssache / Glaubensfrage. Die einen schwören auf Wabeco, die anderen verachten den. Ich war nicht glücklich mit dem Wabeco, hab inzwischen eine Tisch- und eine Standbohrmaschine und den Wabeco weggegeben, nachdem er nur noch herum stand.
Viel Erfolg, hoffentlich ist es für Dich die richtige Entscheidung.
VG Tom
 

v8yunkie

ww-robinie
Registriert
7. März 2012
Beiträge
1.688
Ort
Niedernhausen
Die Aussage, man bekäme keine gute Tischbohrmaschine für vernünftiges Geld möchte ich so nicht stehenlassen: Ich habe mir vor 8 Jahren eine Güde Tischbohrmaschine GTB 16/500 VARIO gekauft... damals 260 Euro, kostet heute 350 Euro. Mit der bin ich super zufrieden. Und die stufenlose Drehzahl-Verstellung ist super. Weil man damit wirklich IMMER die Drehzahl anpasst und nicht - wenn es mal kurz nur eine Bohrung ist - ggf. vor dem Umlegen des Keilriemens zurückschreckt. War jedenfalls bei mir so bei der alten TBM. Ich hab noch ein Röhm-Bohrfutter investiert.. aber eigentlich was das auch nicht soviel besser als das, was dabei war.

Die Rundlaufgenauigkeit ist absolut ausreichend - für Holz erst recht aber auch für Metall kein Problem. Und sie hat einen Pinolenhub von 85mm und auch eine grosse Durchgangshöhe - heißt da kann ich auch mal mit einem langen Bohrer einen dicken Balken bohren. Ich würde für eine TBM nicht mehr Geld ausgeben, lieber das Geld in hochwertige Schneidwerkzeuge stecken... DAS macht meiner Erfahrung nach einen Riesenunterschied. Die Präzision und Haltbarkeit einer Profi-Tischbohrmaschine halte ich für mich als Hobbyisten für unnötig.
Gruss,
Thomas.
 
Zuletzt bearbeitet:

v8yunkie

ww-robinie
Registriert
7. März 2012
Beiträge
1.688
Ort
Niedernhausen
Da bin ich ein Stück weit bei Dir... wenn man in den Baumärkten so sieht, was unter derem Label angeboten wird, dann ist die TBM tatsächlich das Einzige, was man (aus meiner Sicht) kaufen kann. Aber hier funzt es ganz gut.
 

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.275
Ort
Ebstorf
Hallo,

ich habe eine größere Tischbohrmaschine und nen ordentlichen Bohrständer gehabt. Die Tischbohrmaschine habe ich bei meinen Jungens gelassen und bin mit dem Bohrständer glücklich, weil bei dem ja der Bohrtisch immer auf gleicher Höhe bleibt, was oft vorteilhaft ist. In Kombination mit der Langlochbohrmaschine komme ich bestens zurecht und habe dann ja im Bedarfsfall die Fein Bohrmaschine aus dem Ständer um z.B. einen 40kg Sack Beton anzumischen.

Gruß Ingo
 

kberg10

ww-robinie
Registriert
12. Juni 2019
Beiträge
1.704
Ort
Hopfgarten
Das mit der Güde ist halt so eine Sache, welche Ansprüche habe ich, bzw komme ich damit zurecht oder nicht. Wenn ihm das reicht ist ja alles gut.
Das ist so wie der Ente BMW Vergleich, wenn derjenige an seiner Arbeitstelle angekommen ist und an seiner Werkbank steht spielt das Wie dann keine Rolle mehr.
 

Da bin ich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2021
Beiträge
1.407
Ort
Deutschland
Ich hab nix von Güde. Kann nur über der Kompresso vom Nachbarn was sage. durfte den vor etwa 20 Jahren nach einem Sturz reparieren. war einfache Technik, aber Ersatzteil waren gut und schnell verfügbar und er läuft noch immer. Dann auch zur damaligen Zeit hatte ich mal die Doppelschleifmaschinen von güde in einem Baumarkt mir etwas näher angeschaut. ergebnis war sehr ernüchternd, heute aber wohl durchweg Standard . Auch schon vor so etwa fünfzehn Jahren hatte ich nach einer Werkbank gesucht. Die von güde war richtig solide und gut durchdacht , preislich etwas über küpper, qualitativ aber um etliches besser .
 

Hoosier

ww-robinie
Registriert
19. November 2020
Beiträge
1.364
Ort
München
Unabhängig von Tischbormaschine oder Bohrständer halte ich einen stabilen und ausreichend dimensionierten Bohrtisch zumindest mit einer Anschlagleiste für absolut entscheidend. Erst das macht meiner Meinung nach so ein Metallbohrgerät für den Holzeinsatz brauchbar.

Eine stabile Tischbohrmaschine ist sicherlich ein Gewinn gegenüber einem Bohrständer, man sollte aber den Platzverbrauch im Auge haben. Mein Einsatzgebiet ist jetzt nicht unbedingt 90 mm Forstnerbohrer in Buche täglich.

Vorteil von einem leichteren Bohrständer ist, dass z.B. für Schrankseiten auch mal direkt auf dem Material gebohrt werden kann. Aber auch hier gilt, dass Lochreihen oder Scharnierbohrungen auch (eher besser sogar) mit der Oberfräse gemacht werden können.

Summa summarum reicht mir ein kleiner Bohrständer mit 1000 W Bohrmaschine völlig aus, ich habe hier noch nie etwas vermisst. Forstnerbohrer habe ich bis 50 mm im Einsatz, hier aber gute Famag Qualität, was einen deutlichen Unterschied machen kann.

VG
Richard
 

v8yunkie

ww-robinie
Registriert
7. März 2012
Beiträge
1.688
Ort
Niedernhausen
Ich habe lange Zeit mit meinem 14V Ryobi Akkuschrauber senkrechte Löcher in Platten gebohrt, ohne Bohrständer. Einfach weil das geniale Ding eine Wasserwage auf dem Gehäuseende hatte. Das war für viele Ding absolut ausreichend. Warum das keiner der heutigen Hersteller mehr macht ist mir ein Rätsel... auf jeden Fall hab ich mir so eine Libelle jetzt auf meine Schlagbohrschamine geklebt.... funzt wunderbar.

Und wenn ich gerade am Schreiben bin noch eine Beobachtung von mir: Auf Youtube werden Videos von Handwerkern aus fernen Ländern, die mit einfachsten Mitteln und Improvisation tolle Dinge herstellen (weil sie es können) immer wieder bewundert. Wenn man aber hierzulande davon berichtet, dass man auch mal ohne FESTOOL, METABO etc. zurechtkommt, fühlt man sich oftmals nicht so richtig ernst genommen. Ich für meinen Teil nehme diejenigen nicht Ernst, die für tausende von Euros Werkzeug zuhause haben, aber Projekte machen, die mich dann eher an der Ernsthaftigkeit zweifeln lassen... oder um das Kind beim Namen zu nennen (weiß nicht von wem das ist...): "It's not only the machine...."

Gruss,
Thomas
 

Alceste

ww-robinie
Registriert
12. Mai 2020
Beiträge
4.324
Alter
40
Ort
Seligenstadt
Und wenn ich gerade am Schreiben bin noch eine Beobachtung von mir: Auf Youtube werden Videos von Handwerkern aus fernen Ländern, die mit einfachsten Mitteln und Improvisation tolle Dinge herstellen (weil sie es können) immer wieder bewundert.

Die benutzen aber sicherlich keine Güde Standbohrmaschine, sondern vermutlich genau die Werkzeuge und Maschinen, mit denen unsere Vorväter (und -mütter) hier die Industrialisierung vorangebracht haben. Diese mögen dir einfach vorkommen, sind vermutlich auch noch in 200 Jahren allem was aus dem Hause Güde kommt und kommen wird um ein Vielfaches überlegen.
Oder mal anders gefragt: Warum hast du dir für 50 Euro nicht einfach eine Bohrkurbel gekauft? Und deine tollen Famagbohrer braucht auch keiner, Löcher hat die Menschheit auch vor Erfindung des Spiralbohrers fertigen können.

fühlt man sich oftmals nicht so richtig ernst genommen.

Der Grund weshalb du das so empfindest, ist dass deine Position einfach derart von Inkonsistenzen durchzogen ist, dass dein Unterbewusstsein protestiert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dir hier keiner im Wege stehen will mit deiner Güde glücklich zu werden. Wenn du allerdings schonmal an einer richtigen Bohrmaschine gestanden hättest, würdest du nicht so abfällig über großartigen europäischen Maschinenbau urteilen!
 

Hoosier

ww-robinie
Registriert
19. November 2020
Beiträge
1.364
Ort
München
Wenn du allerdings schonmal an einer richtigen Bohrmaschine gestanden hättest, würdest du nicht so abfällig über großartigen europäischen Maschinenbau urteilen!
das mag schon sein, aber um eine Schrankseite zu bohren braucht man das (meiner Meinung nach) nicht, auch nicht um Vertiefungen für Teelichter herzustellen etc.

Die "richtigen" Bohrmaschinen sind eigentlich reine Metallbearbeitungswerkzeuge, die hier bei manchen gerne "zweckentfremdet" werden.
 

Alceste

ww-robinie
Registriert
12. Mai 2020
Beiträge
4.324
Alter
40
Ort
Seligenstadt
Davon lese ich nichts bei Thomas. Nicht mal im Ansatz.
Kann es sein, dass Dein Unterbewusstsein Dir einen Streich spielt?

mit Sicherheit. Ich geh mir jetzt erstmal ne Libelle an die Stirn tackern, damit ich auch so tolle Sachen bohren kann wie die Typen auf Youtube. Falls das noch nicht langt, kann ich mir ja immer noch Güde auf die Backe tätowieren lassen. Dann gibt der Pappendeckelstahl der Säule meiner Standbohrmaschine bestimmt viel weniger nach während ich mit der falschen Drehzahl auf meinem Werkstück rumeier.

das mag schon sein, aber um eine Schrankseite zu bohren braucht man das (meiner Meinung nach) nicht, auch nicht um Vertiefungen für Teelichter herzustellen etc.

das sehe ich auch so, das wäre IMO aber eben auch kein Einsatzzweck für eine Bohrmaschine, aller höchstens für eine Beschlagbohrmaschine
 

pedder

ww-robinie
Registriert
19. Oktober 2007
Beiträge
10.212
Ort
Kiel
mit Sicherheit. Ich geh mir jetzt erstmal ne Libelle an die Stirn tackern, damit ich auch so tolle Sachen bohren kann wie die Typen auf Youtube. Falls das noch nicht langt, kann ich mir ja immer noch Güde auf die Backe tätowieren lassen. Dann gibt der Pappendeckelstahl der Säule meiner Standbohrmaschine bestimmt viel weniger nach während ich mit der falschen Drehzahl auf meinem Werkstück rumeier.



das sehe ich auch so, das wäre IMO aber eben auch kein Einsatzzweck für eine Bohrmaschine, aller höchstens für eine Beschlagbohrmaschine
was ist denn jetzt los?
 

Patworker

ww-robinie
Registriert
15. April 2022
Beiträge
653
Ort
Rheinisch-Bergischer Kreis
Es hängt halt immer von den Ansprüchen an seine Arbeit ab, wie "gut" das Werkzeug sein soll. Wenn es mir egal ist, ob die Bohrung 2/10 größer ist als der Bohrerdurchmesser und auch ein Winkel der Bohrung von 89° statt 90° noch in Ordnung ist, dann komme ich mit einer billigen Standbohrmaschine oder einem Bohrständer auch hin. Wenn es genauer sein soll dann lieber eine Industriemaschine.
Ich hatte selbst einen Wabeco Bohrständer, bei dem ich bei größeren Bohrdurchmessern in Metall unzufrieden war mit der Steifigkeit. Dagegen ist eine kleine Flott TB10 eine Offenbarung. Mein Onkel, der sehr viel mit Holz arbeitet benutzte einige Jahre ein Optimum Tischbohrmaschine. Ich habe ihm dann eine 40 Jahre alte Flott TB10 geschenkt. Seitdem strahlt er nur, wenn er etwas zum Bohren hat, weil die Maschine so schön rund und leise läuft.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten