Ich möchte ein eigenes Backgammon-Board bauen – puh!

telemedia

ww-pappel
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Liebes Forum,

ich bin ganz neu hier und auf der Suche nach einigen Ratschlägen, die euch wahrscheinlich wie hirnrissig simple (blöde) Fragen vorgekommen, aber ich habe zuletzt wahrscheinlich vor 20 Jahren im Werkunterricht in der Schule mit Holz gearbeitet. Ich habe also keine Erfahrung. Was ich aber kürzlich hatte: Eine fixe Idee! Ich bin leidenschaftlicher Backgammon-Spieler und habe Lust, mir ein eigenes Board zu bauen. Hier die Grundidee:

- Der Backgammonkoffer soll simpel sein, keine Fächer für Steine oder Würfel
- Der Koffer besteht also aus: 2 gleichgroßen Holzplatten, die in einen Rahmen eingefasst sind; beide Teile werden mit einem Scharnier verbunden
- Das Spielfeld selbst wird NICHT aus Holz sein, für dieses werde ich Filz-Inlays kaufen und einkleben, die somit auch die exakten Maße für den Innenteil vorgeben
- Ich bin großer Fan von Eiche und würde es toll finden, wenn ich dieses Projekt in diesem Holz realisieren kann

Hier mal zwei Beispielbilder von existierenden Boards, die ganz gut die Bauweise verbildlichen, die mir vorschwebt:
Backgammon_03_032_3499af98-04a2-4310-9227-321601c07574_1080x.jpg
TKD1RED_1.jpg


Das erste Bild links zeigt tatsächlich ein Board aus Eiche, das ich vom Holz her wunderschön finde. Beide Bilder zeigen die einfache Bauweise aus zwei Spielfeldern, Rahmen und Scharnieren, ohne weitere Fächer etc.

Nach einiger Recherche habe ich jetzt erste grundsätzliche Fragen:

1. Damit so ein Koffer nicht zu dick und klobig wird, müssen die Platten, aus denen die Spielfelder gemacht sind, dünn sein. Ich schätze so zwischen 4-6mm. Was ist denn für so eine geringe Stärke meine beste Option, wenn ich den Eichenlook mag? Das schönste wäre natürlich Massivholz, aber so dünn? Oder Sperrholz mit Eichenfurnier? Was meint ihr?

2. Was ist für einen Amateur die einfachste Art und Weise, Spielfeld mit Rahmen zu verbinden? Ich schätze das einfachste ist, den Rahmen AUF der Platte festzuleimen, aber das sieht auch eher hässlich aus. Welche anderen Techniken und Optionen hätte ich?

Ich würde mich über ein paar Hinweise und Gedanken freuen!

Vielen Dank, viele Grüße
Timo
 

raziausdud

ww-robinie
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Hallo Timo.

1. Ja, Sperrholz mit Eichefurnier.
2. Rahmen AUF die Furnierplatte leimen geht technisch absolut, das sieht man halt von außen. Eleganter: einen Falz hinten an den Leisten anbringen, mit Falzhobel, Tischkreissäge oder Fräse. Das Sperrholz dort hinein, jeder einfache Bilderrahmen ist so konstruiert. Ecken der Leisten auf Gehrung schneiden erfordert präzises Arbeiten bez. Länge und Winkel, hilfreich ist eine Gehrungslade für die Handsäge oder eine Hand-Gehrungssäge, Tischkreissäge natürlich auch.

Also so manches hängt von Deinem Werkzeug ab.

Grüße. Rainer
 

raziausdud

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Nachtrag: bei einem Falz sieht man in zugeklapptem Zustand die Verbindung Randleiste/Boden. Eine weitere Möglichkeit wäre also eine Nut ca 5-6 mm vom Rand entfernt für den Boden. Dann haben Boden und Deckel in geschlossenem Zustand allerdings eine Kante, ein Rücksprung.

Eine Idee wäre noch, die Falz-Version am Ende - nach dem Zusammenbau - zu furnieren.

Wenn Du Vollmaterial für den Boden nimmst/bekommst/herstellen kannst, erscheint mir das jetzt optisch die beste Lösung zu sein.

Mal sehen, was andere dazu meinen.

Rainer
 
Zuletzt bearbeitet:

joh.t.

ww-robinie
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bei den Zwergen
Die Spizten sind bei der Furnierarbeit eine echt hohe Herausfrderung.
Ohne Erfahrung und gutes Werkzeug eine ECHTE Herausforderung
 

telemedia

ww-pappel
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Lieber Rainer,

ich danke dir schon mal sehr für deine Antworten. Zu der Materialfrage (1.): Sehe ich das richtig, dass sich optisch Sperrholz mit Eichenfurnier nicht von Massivholz Eiche unterscheidet? Würdest du sagen, ein Board aus Sperrholz mit Eichenfurnier kann vom Holz her und in Verbindung mit der entsprechenden Behandlung in etwa so aussehen wie das Board auf dem Bild in meinem ersten Beitrag?

Und zu 2.: Du sagst es, einerseits, es scheint eine Frage guter Werkzeuge zu sein – für mich ist es tatsächlich erstmal eine Frage der Begrifflichkeit. Darum werde ich jetzt erstmal Falz- und Nut-Techniken googlen, um nachzuvollziehen, was du meinst Aber das macht ja auch Spaß daran! Aber ich glaaaaube zu verstehen, was du bei der Möglichkeit einer Nut mit dem Begriff "Rücksprung" meinst. Ich hänge hier nochmal ein Bild an:

1771437240507.png

Meinst du das mit Kante zwischen Deckel und Boden? In dem Fall kann ich mir vielleicht auch schon selbst erklären, was eine Nut ist: In die Leisten des Rahmens wird eine Art Aussparung eingesägt, in die der Boden eingesetzt und festgeleimt wird. Right? Oder ganz falsch?

Zur Frage der Werkzeuge noch eine Anmerkung: Ich habe einen entfernten Bekannten, der einiges zuhause hat und sicherlich auch zu bedienen weiß. Ich wollte ihn jetzt nicht gleich zu Beginn konsultieren, aber ich denke, zu gegebener Zeit, wenn alles in meinem Kopf und auf Papier etwas gereift ist, werde ich ihn hinzuziehen.

PS: Schöne Signatur!
 

telemedia

ww-pappel
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Die Spizten sind bei der Furnierarbeit eine echt hohe Herausfrderung.
Ohne Erfahrung und gutes Werkzeug eine ECHTE Herausforderung

Du meinst also die Leisten des Rahmens im richtigen Winkel zu kürzen und dann zusammenzuführen? Ist das ein Problem, das durch Sperrholz + Furniere entsteht? Wäre die Herausforderung moderater mit Massivholz? Danke für deine Anmerkung!
 

raziausdud

ww-robinie
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Ich hab gerade ein Kistchen in der Hand, bei der der Sperrholz-Deckel auf die Seitenteile geleimt ist und abgeschrägt wurde. Da sieht man halt den Sperrholz-Schichtaufbau.
IMG_8244.jpeg
 

Astlochfräser

ww-esche
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was für Werkzeug, welche Erfahrung??

Schon Marquetterie gemacht?
Wie willst du das ganze verpressen?
Der TN will das ganze mit Stoff/Filz auskleiden (siehe Eingangsposting)
"Das Spielfeld selbst wird NICHT aus Holz sein, für dieses werde ich Filz-Inlays kaufen und einkleben, die somit auch die exakten Maße für den Innenteil vorgeben"
 

telemedia

ww-pappel
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Mal ein kleines Update von meiner Seite... Ich habe jetzt ein bisschen Recherche gemacht und bin bei einigen Entscheidungen weiter gekommen:

- Die Spielflächen/Deckel des Koffers werde ich wahrscheinlich aus 3mm starken Eichen-Sperrholz-Platten anfertigen (z.B. hier: https://shop.sperrholzshop.de/cgi-b...ex.pl?aktion=artikel&ps=6618&subid=6628&los=1) – ich habe hier einen sehr schönen Backgammonkoffer aus Holz zuhause, bei dem ich nachgemessen habe, und der hat ebenfalls 3mm Stärke

- Die beiden Rahmen werde ich aus Eichenleisten anfertigen (z.B. hier https://woodsellers.com/de/massivholzleiste/1-holzleiste-eiche-nach-mass.html)

- Den Rahmen werde ich vermutlich auf den Spielflächen aufleimen. Diesen Look, bei dem man die Kanten der Spielflächen offen sieht, habe ich ebenfalls bei besagtem Koffer hier zuhause und ich finde es sieht toll aus – besser, und wahrscheinlich einfacher, als mit einer Nut z.B.

Die große Frage ist für mich noch: Wie mache ich als absoluter Anfänger ohne Erfahrung die Eckverbindungen bei dem Rahmen. Für mich steht da aktuell zur Auswahl: 1) Ecküberblattung (sieht aber nicht schön aus, finde ich); 2) Gehrung und dann einfach leimen (da bin ich mir nicht sicher, ob es stabil genug ist?); 3) Fingerzinken (das finde ich aktuell am attraktivsten).

Ich habe durchaus Lust, mich in die Sache reinzufuchsen und ein paar Testleisten zu zerstören, um zu üben. Gleichzeitig bin ich mir nicht sicher, ob eine Verbindung mit Fingerzinken nicht total utopisch für einen blutigen Anfänger ist?? Insbesondere bei so schmalen und flachen Leisten, denn diese sollten immerhinn nur eine Stärke von vielleicht 1,5cm und eine Höhe von 2,5-3cm haben.

Was meint ihr? Möglich? Oder soll ich das lieber gleich vergessen und eher über eine Ecküberblattung nachdenken?
Zweite Frage: Welche Handsäge würdet ihr denn bei Leisten dieser Abmessungen fürs Arbeiten der Verbindungen empfehlen? Eine kurze und feine Japansäge?
 

happyc

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Martin Graf

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Hallo Timo,
da hast Du Dir ein sehr anspruchsvolles Anfängerprojekt ausgesucht!
Die Eckverbindung würde ich abhängig machen vom verfügbaren Werkzeug (deines Freundes).

So, wie es in Beitrag #12 skizziert ist, funktioniert es relativ einfach auch für eine Eckverbindung. Man könnte zur Verstärkung noch zusätzlich ein paar kleine Dübel setzen - in diesem Fall funktionieren Schaschlikstäbe sehr gut, die haben ziemlich genau 3mm Durchmesser. Einfach von der Skizze aus gesehen auf der linken Seite nach dem Verleimen zwei oder drei 3mm Löcher durch die Seite und ins Stirnholz des waagerechten Teils bohren. Schaschlikstäbe (etwas länger als die Bohrung tief ist) mit Holzleim einstreichen und mit Hammer einschlagen. Wenn der Leim trocken ist, den überstehenden Teil absägen und glattschleifen. Die Schaschlikstäbe lassen sich mit einem Bleichstiftspitzer gut anspitzen, damit sie besser in die Bohrung gehen.

Gehrungen sind auch nicht so schwer, wenn entweder eine präzise Säge (Tischkreissäge, Kappsäge) vorhanden ist oder ein scharfer Handhobel. Neben dem korrekten Winkel ist es sehr wichtig, dass die gegenüberliegenden Teile gleich lang sind. Verleimen kann man Gehrungen sehr gut mit der Klebebandmethoede (Suchfunktion nutzen) und sind dann auch sehr stabil.

Die von @happyc verlinkten Sägen finde ich nicht so geeignet. Alles, was ich bisher mit gehärteten Zähne in dieser Preisklasse in der Hand hatte, war nicht wirklich scharf und die Sägen sind meist viel zu stark geschränkt. Ich besitze einige dieses Feinsägen, allerdings ohne gehärtete Zähne. Wenn man diese korrekt schränkt und schärft funktionieren sie wunderbar.

Wenn Du Dir für dieses Projekt eine Handsäge kaufen willst und nicht zu viel ausgeben willst, dann würde ich zu einer kleinen Japansäge raten. Entweder eine Dozuki oder eine Kataba - jeweils für Querschnitte oder kombiniert für Längs- und Querschnitte. (z. B. hier: Japansägen Feine Werkzeuge ) Gute, gebrauchsfertige westliche Sägen sind deutlich teurer.

Zinken (von Hand) würde ich beim ersten Projekt und bei diesen Abmessungen nicht machen.

Wenn Du uns verrätst, welche Werkzeuge zur Verfügung stehen, dann kann man zielgerichteter unterstützen.

Gruß
Martin
 

telemedia

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Lieber @Martin Graf, danke dir für deine ausführliche Antwort, Überlegungen und Anregungen. Tja, ich merke immer wieder, dass ich mir alles viel einfacher vorgestellt habe am Anfang – was aber auch dazu führt, dass ich doch mehr Interesse und vor allem Respekt vor dem ganzen Holzhandwerk bekomme :emoji_slight_smile:

Meine Idee am Anfang war ja, dass ich versuchen will, mit der Hand zu arbeiten. Dass ich mir die Platten und Leisten zuschneiden lasse und dann vielleicht auf Kreissägen etc. verzichten kann. Aber ich sehe jetzt auch, dass bei den filigranen Leisten, die ich benötige, die Idee der Fingerzinken doch utopisch war. Jetzt überlege ich doch wieder, ob ich mal so eine Ecküberblattung üben soll. Meinst du das wäre eine Verbindung, die man mit der Japansäge und anderen Handwerkzeugen wie Stechbeiteln hinkriegen könnte?

Bei dieser Projektidee bin ich auch generell hin- und hergerrissen: Ich bin leidenschaftlicher Backgammonspieler und mir ist natürlich auch wichtig, dass das Board am Ende schön aussieht – weil z.B. auch die Inlays für die Spielflächen nicht wenig Geld kosten. Und auf der anderen Seite bin ich interessiert am Handwerk und möchte mich da ausprobieren. Diesen beiden Polen entsprechen dann die Überlegungen: a) Ach, ich lass mir alles genau so schneiden und dann verleime ich nur noch; b) oh, ich mach ALLES selbst, richtig Bock drauf :emoji_grin:
 

Martin Graf

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Hallo Timo,
klar kannst Du die Eckverbindung mit Falz (Beitrag #12) mit einer Japansäge und Stechbeitel herstellen. Das ist eine recht einfache Verbindung. Hilfreich wären noch ein Streichmaß, ein scharfes Anreißmesser und ein (Kombi-)winkel und natürlich ein halbwegs stabiler Werktisch mit Spannmöglichkeiten. Du musst uns halt mal sagen, was Du zur Verfügung hast oder wie hoch dein Budget ist.
Zu der oben von mir erwähnten Verstärkung mit Schaschlikstäben habe ich mal ein Beispiel einer ganz einfachen Kiste aus Sperrholz (ca. 12mm dick. Die Kiste dürfte so etwa 8cm hoch sein.) - allerdings einfach stumpf verbunden ohne Falz:
IMG_7019.JPEG
Die kleine Lücke ist das Ende einer Nut für den einschiebbaren Deckel.

Gruß
Martin
 

Schreinersein

ww-robinie
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Bei filigranen Teilen finde ich Zahnstocher als Stabilisierung auch gut, z.B. Ecken auf Gehrung verleimen in danach 2 Stk 2mm Löcher rechtwinkelig durch die Gehrung (oder von beiden Seiten parallel zu den Rahmenhölzern) und da dann Zahnstocher einleimen. Sieht sauber gearbeitet auch noch gut aus und stabilisiert recht anständig. 2mm musst Du nachmessen, meine aktuellen sind 2mm
 

telemedia

ww-pappel
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Ihr lieben,

das hier ist für mich ein langfristiges Projekt und jetzt habe ich schon mal angefangen, zu üben. Heute das erste mal eine Ecküberblattung versucht. Klar, alles ist natürlich noch irgendwie schief und krumm, aber dafür, dass ich, wie gesagt, seit der 7ten Klasse keine Säge mehr in die Hand genommen habe, war ich ganz zufrieden Auf jeden Fall habe ich direkt Motivation und Ehrgeiz und werde weitermachen – das scheint mir jetzt erstmal das wichtigste zu sein.

IMG_2800 Kopie.jpg

Die Leisten, mit denen ich hier gearbeitet habe, haben eine Stärke von 10mm, eine Höhe von 20mm. Gesägt habe ich mit einer Japansäge Ryoba. Natürlich musste dann viel nachgebessert werden und das habe ich hauptsächlich mit einem Stechbeitel probiert, das, ich glaube, 6mm breit ist.

Frage: Ist das Stechbeitel bei diesen kleinen Dimensionen für einen absoluten Anfänger echt das beste Werkzeug? Ich habe gedacht, vielleicht sollte ich lieber mit einer Feile arbeiten? Das scheint mir länger zu dauern, aber ist vielleicht auch etwas einfacher? Habt ihr eine Empfehlung für eine nicht zu teure Einsteiger-Feile (oder besser noch Feilenset), mit der/mit denen ich die Verbindungen sauber machen kann, Material im gerinen Maße abtragen? Ich arbeite mit Eiche, dafür sollten die Feilen gut geeignet sein.

Danke! :emoji_slight_smile:
 

654321

ww-buche
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Eckverbindungen in Holz werden mit dem Stemmeisen und der Säge hergestellt! Wenn Du feilen willst gehe bitte zu den Schlossern... :emoji_slight_smile:

Ernsthaft: Einfach üben; üben, üben- wird dann immer besser. Und darauf achten, dasss die Stemmeisen scharf sind- das veringert Ausrisse und hilft beim sauberen, akkuraten arbeiten.

Beim Stemmen kannst Du auch erst mal ca. 1 mm vom Strich entfernt "auf Tiefe gehen". Wenn das vorgestemmt ist sticht man sauber (und winklig) nach.
 

telemedia

ww-pappel
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Eckverbindungen in Holz werden mit dem Stemmeisen und der Säge hergestellt! Wenn Du feilen willst gehe bitte zu den Schlossern... :emoji_slight_smile:

Ernsthaft: Einfach üben; üben, üben- wird dann immer besser. Und darauf achten, dasss die Stemmeisen scharf sind- das veringert Ausrisse und hilft beim sauberen, akkuraten arbeiten.

Beim Stemmen kannst Du auch erst mal ca. 1 mm vom Strich entfernt "auf Tiefe gehen". Wenn das vorgestemmt ist sticht man sauber (und winklig) nach.

Ha! Das wusste ich tatsächlich nicht, ich dachte Feilen sind auch Werkzeuge für Holzarbeiten. Na, dann werde ich mir ein breiteres Stemmeisen besorgen und üben :emoji_slight_smile:
 

654321

ww-buche
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Hole Dir an besten gleich ein Set; z.B. so eins oder ähnlich. Damit sind 95% der Anforderungen abgedeckt falls Du weiter mit Holz arbeiten möchtest. Normalerweise sind die Breiten 6 ,10,12,16,20,26 mm oder so darin

Wenn wir in der Ausbildung z.B. beim Zinken eine Feile in der Hand hatten gab es immer einen Anschiß... Mit etwas Übung arbeitest Du mit dem Stemmeisen schneller und sauberer als mit der Feile. Die nimmt man dann nur noch zum runden.
 

raziausdud

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Hallo Timo.

Ein kleiner Tipp fürs gerade Ansetzen der Säge und für weniger Ausrisse dabei:
klemm Dir genau auf den Riss ein rechtwinkliges Stück Holz, an der Flanke stichst Du mit dem Beitel in die Oberfläche, die Du sogar noch vorher mit einem Messer vorritzen kannst. Dann stichst Du von der Seite ca 45 Grad ein, so dass sich das folgende Bild ergibt. In dieser Kerbe beginnst Du dann mit dem Sägen - und kannst dabei die Sägenflläche gegen den Klotz drücken, so steht sie nahezu senkrecht (durch die Schränkung der Zähne nur nahezu, aber mE vernachlässigbar).

Und Ja, mit einem breiteren Beitel lässt sich bedeutend besser arbeiten. Der liefert Dir hier zB im echten Wortsinn mit je einem Schlag die beiden Kerbenflanken. Es kann aber schon sein, dass Du je 2-3 mal abstechen musst, um die nötige Tiefe für die Führung der Säge zu bekommen.

Grüße. Rainer
 

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