Maschine zum Stemmeisen schleifen

Holz-Christian

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Ich habe weder in der Lehre, noch in den über 50 Jahren Jahren bis heute eine Spiegelseite geschliffen. Die wurden abgezogen und gut war's.
Genau, und zwar mit einem möglichst planen Abziehstein, eine „Badewanne“ führt hier ins Verderben.
Originalzitat meines damaligen Berufschullehrers. :emoji_wink:
 

brubu

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und wie häufig macht Ihr Verbindungen mit dem Stechbeitel? :emoji_slight_smile:
Zinken nicht aber Beschläge einlassen, auf beschichteten Platten Kleber abstossen, irgendwas nacharbeiten etc. ohne Stechbeitel geht es nicht, besonders auf dem Bau und bei Reparaturen.
eine „Badewanne“ führt hier ins Verderben.
Das gab es ab und zu wenn die belgischen Brocken zu weich waren, dann wurden die plan geschliffen.

Und ja wir haben lange Stechbeitel, die kann man zum Abziehen auch richtig auflegen. Bei Scharten werden sie schnell kürzer.
Nun habe ich gelernt wenn sie zu kurz werden die als japanische Ausführung zu verkaufen. :emoji_wink:
 

pedder

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Ich machs immer wieder mal. Nennt sich Handfertigkeit. Grob brauch ich n Stemmeisen 3x die Woche, da muss es auch funktionieren.
Und du ?
nicht. ich brauche meine Eisen zum sauber abstechen. ich habe japanische und geläppte kanadische. aber Hobeleisen muss ich immer mal schleifen.
 

wasmachen

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Ich brauch keins von jap. Meerjungfrauen, die bei Vollmond....
Ich schau se aber gerne an!

Hab großteils Stubai Eisen, und n paar Volcano...
 

wirdelprumpft

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Das einzigste Stechbeitel was ich brauch ist zum Nacharbeiten der ABS-Kanten.
Mehr gibt es in der Werkstatt auch nicht an Stechbeitel.
Selbst auf dem Montagefahrzeug hab ich nur noch ein oder 2, meist zum Schraubenabklopfen:emoji_thinking: - aber das schärf ich mit der Flex.
Handhobel besitze ich auch nicht mehr.
Selbst eine Feinsäge dürfte schwierig werden, müsste aber noch irgendwo rumliegen, hoffe ich zumindest.
Multimaster ist einfach besser.
 

weissbuche

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Wenn man 50 Jahre darauf getrimmt war, mit seiner Arbeit Geld zu verdienen, hat man wohl andere Schwerpunkte wie Stecheisen mit Mikrofase und geschliffenen Spiegelseite. Wenn ich hier manche Arbeiten von Hobbyisten sehe und dann auch noch lese, daß das alles in Handarbeit entstanden ist, finde ich das schon klasse. Die Stundenzettel möchte ich aber nicht unterschreiben müssen. Ich habe manche Schubkästen, Gesellen- und Meisterstück mit den entsprechenden Arbeitsproben mit Stech- und Hobeleisen gebaut, bei denen die Spiegelseite nicht geschliffen wurde. Allerdings gehören die Mikrometerschraube und das Haarlininal auch nicht zu meinen Stammwerkzeugen. Der Aufwand für das Werkzeug muß in einem gesunden Verhältnis zum gewünschten Ergebnis stehen. Wenn das Herrichten von Werkzeug ein wesentlicher Teil der Beschäftigung ist, mag das für einige sehr befriedigend sein, mein Schwerpunkt ist das Ergebnis und das Erreichen desselben mit möglichst wenig Aufwand. Wir haben letzte Woche eine Treppe gebaut ( sollte vor der OP zumindest im Rohbau fertig sein, hat geklappt) und natürlich muss da mal eine Ecke nachgestochen werden, aber das geht auch mit den Kirscheneisen die ich mir für die Gesellenprüfung gekauft habe.
Fazit : Wer meint, daß die Spiegelseite geschliffen werden muß, soll das gerne tun aber es nicht als Voraussetzung für gute Arbeit darstellen und damit Anfänger verunsichern.
 

wasmachen

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So oft? :emoji_grin: Zeig doch mal, was du da so tolles machst. Wäre bestimmt interessant.

Du siehst das glaub etwas verklärt.
Ich nehm dann Handwerkzeug, wenn ich damit gleichschnell, schneller oder einfacher zum Ziel komme.
Nicht alles ist als 'Kabelvariante' immer automatisch schneller.

Achja, die letzten Zinken waren im Herbst. Möchte ich nicht zeigen, wurde eine Urne.
 

flüsterholz

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Du siehst das glaub etwas verklärt.
Nö, das war ehrlich gesagt, ironisch gemeint. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wo man heute noch großartig Stechbeitel benutzt. Mal nen Überstand irgendwo abnehmen, etwas Leim aus ner Ecke rauskratzen. Dann fiel mir schon nichts mehr ein. Ob man das jetzt unter Gebrauch von Stechbeiteln verstehen möchte, kann ja jeder selber entscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:

pedder

ww-robinie
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Wer meint, daß die Spiegelseite geschliffen werden muß, soll das gerne tun aber es nicht als Voraussetzung für gute Arbeit darstellen und damit Anfänger verunsichern.
Ausgangspunkt für meine Beteiligung an diesem Thread war die auch von Dir unwidersprochene Empfehlung einer Iselli für den Anfänger...
 

weissbuche

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Hatten 25 Jahre eine Iseli in der Schule. Nach kurzer Einweisung waren 98% der Lehrlinge in der Lage, mit dieser Maschine ihre Stecheisen und Hobelmesser zu schleifen, sprich diese Maschine ist Idiotensicher. Es wurde aber immer nur die Fase geschliffen, nie die Spiegelseite (weil in meinen Augen unnötig).
 

flüsterholz

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Ich finde das ja immer sehr spannend, wie die Ausbildung in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ist. Aber auch innerhalb Deutschlands scheint es da ja Unterschiede zu geben. Legen die Ausbildungsziele eigentlich die regionalen Innungen fest? Oder sind da die übergeordneten (hier glaube ich Fachverband Hessen/RP) zuständig?
 

weissbuche

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Es gibt die 12 Lernfelder die in den 3 Jahren abgearbeitet werden sollen. Jeweils 4 pro Lehrjahr. Die Inhalte sind also vorgegeben. Werden aber auch ständig angepasst. CNC war z.B. früher kein Thema, nimmt jetzt aber immer mehr Raum ein. Dafür fallen immer mehr Sachen wie z. B. die Handarbeit raus. Werkzeug schärfen wird aber immer noch vermittelt und, ich habe bei den Kollegen nachgefragt, ohne das Schleifen der Spiegelseite.
 

flüsterholz

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Manche Eisen, oft die billigeren, sind halt etwas Konvex. Ist dann halt nervig, wenn man etwas sauber abstechen will, gerade bei Gehrungen. Daher wird von verschiedenen Seiten empfohlen, die Spiegelseiten vor der ersten Benutzung plan zu schleifen. Auch bei Hobeleisen, insbesondere Putzhobel, finde ich das störend. Manche Eisen sind aber auch so plan, dass man sie gleich nutzen kann. Hatte ich öfter schon mal bei Veritas.
 

isso

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Mehr gibt es in der Werkstatt auch nicht an Stechbeitel.

Bei deinen CNC skills aber auch kein Wunder :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye: .

Jeder sucht sich seine Wege.
Ich bin, finde ich jedenfalls, ziemlich prifessionell und mache vergleichsweise viele Holzverbindungen.
Stechbeitel ist bei uns an der Tagesordnung. Zwei komplette Sätze, wenn die Stumpf sind, also soviele stumpf sind, dass es nervt, geht es die Tormek. Letztes Mal war richtig übel, 1,5 Std. Aber dann auch alle tip-top.
Abziehen zwischendurch mit einem Wasserstein.

Was du nutzt ist fast egal, wichtig ist zu wissen wie es geht. Ob man da alle 2 Monate nen bisschen schneller, langsamer, schärfer oder was auch immer ist, ist egal.

Die Tormek hat mal irgendein ehemaliger Mitarbeiter in dem Betrieb angeschafft, lange vor mir.

Wir nutzen die, weil die da ist.

Ändern werde ich das nicht, funktioniert. Schlimme Fälle halte ich an die Kantenschleife, das spart Zeit bei Ausbrüchen.

Spiegelseiten habe ich einmal gemacht, jetzt wird flach der Grat abgezogen. Mehr nicht.
 

weissbuche

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Das ist das Abziehen, es wurde hier explizit von schleifen gesprochen. Spiegelseite abziehen gehört selbstverständlich dazu.
In NS gibt es, nachdem das verpflichtende BGJ aufgehoben wurde, unterschiedliche Regelungen. Einige Innungen bestehen weiterhin auf der BFS im 1.Lehrjahr und dann 2 Jahre im Betrieb, andere Innungen möchten die Lehrlinge 3 Jahre im Betrieb sehen. Es gibt da unterschiedliche Sichtweisen, die Abbrecherquote bei Möglichkeit 2 ist wohl etwas höher. Um die Ausbildung ging es hier aber nicht, daß ist ein kontroverses Thema.
 
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