Tischkreissäge nötig?

bello

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Hallo Forum,

ich schlage mich gerade mit dem Gedanke ob ich eine Tischkreissäge brauche oder ob nicht. Wenn man sich die Bauvideos bei Yotobe usw. anschaut wird oft mit der Tischkreissäge zugeschnitten. Das muss aber doch auch anders gehen?
Habt ihr alle auch eine Tischkreissäge für eure Projekte?
Nun ja ich habe eine Kappsäge, eine Handkreissäge und eine Tauchsäge. Einen elektrischen Fuchsschwanz habe ich auch noch :emoji_wink:
Bauen möchte ich Möbel bzw Schränke und dergleichen.
Mit einer Tauchsäge, Führungsschiene und Anschlägen zB die von @Guido Henn , findest Du bei HolzwerkenVideo, lassen sich Teile wiederholgenau zusagen. Bei schmalen Leisten wird es schon kompliziert.

Ich habe mit einer Festool CS 70 Tischkreissäge angefangen und nach einer Woche festgestellt, dass für den Möbelbau nichts ohne Tauchsäge und Führungsschiene ging.
 

Lorenzo

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@hainwerker:
Ich bin auch großer Fan von der Bandsäge, auch wenn sie mit dem Vorhandensein anderer Maschinen weniger und weniger zu tun bekommt.
Ich denk wie attraktiv die Bandsäge für jemanden ist kommt auch immer bisschen drauf an wie man an Schreinerarbeiten rangeht.
Von Handwerkzeugen kommend und bei der Verwendung von Massivholz sorgt die Bandsäge für ne krasse Beschleunigung und man kommt vielleicht auch eher drauf wie vielseitig sie ist.
Wenn man von Anfang an auf Maschinen setzt und vor allem wenn man mit Platte arbeitet ist die Bandsäge in der kleinen Hobbywerkstatt eher Platzverschwendung.
Bei mir war die Bandsäge die erste Maschine, später kam ein ADH, dann ne Bohrmaschine und als viertes die Kreissäge. Aber seit die da ist macht sie die meiste Arbeit.
Wenn man den Platz hat und mit Maschinen arbeiten will, und es um ausgewachsenen Möbelbau geht, ganz klar TKS/FKS!
 

Grisu1965

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So die gebraucht gekaufte Bosch GTS liegt im Kofferraum. Habe sie gerade abgeholt. Original verpackt und versiegelt zum guten Preis Rechnung dabei.
Jetzt muss das Ding nur noch in den Keller aber das wird schon. :emoji_wink:
Da ich noch Anfänger bin werde ich sehen wie oft die Säge in Benutzung sein wird. Verkaufen kann ich sie immer noch wieder wenn ich merke das ich sie nicht nutze Haben ist erst mal besser als brauchen. :emoji_slight_smile:
 

IngoS

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Ich habe mit einer Festool CS 70 Tischkreissäge angefangen und nach einer Woche festgestellt, dass für den Möbelbau nichts ohne Tauchsäge und Führungsschiene ging.
Hallo,

Habe in den letzten 40Jahren so allerhand Möbel gebaut und immer noch keine Tauchsäge und keine Führungsschiene.
Wie kann das sein.

Gruß Ingo
 

Lorenzo

ww-robinie
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Hallo,

Habe in den letzten 40Jahren so allerhand Möbel gebaut und immer noch keine Tauchsäge und keine Führungsschiene.
Wie kann das sein.

Gruß Ingo
Geht mir genauso. Vermiss ich auch nicht. Genauso wie ne Kappsäge. Wenn man Dinge nur selten braucht tuts sehr oft anderes Werkzeug das man eh schon da hat.
Zum Beispiel Handwerkzeuge die abseits von vielen sich wiederholenden Tätigkeiten auch noch schneller sind.
 

bello

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Hallo,

Habe in den letzten 40Jahren so allerhand Möbel gebaut und immer noch keine Tauchsäge und keine Führungsschiene.
Wie kann das sein.

Gruß Ingo
Du berichtest ja immer seit wann Du eine Robland (?) hast, das ist ein anderes Kaliber als eine Montagesäge.
Zudem habe ich von Beginn an Plattenmaterial in 1500x3000mm zugeschnitten.
Da frage ich mich, wie Du so etwas auf der dann auch nicht so großen Robland bewältigst.
Bei meiner ersten FKS mit 2600er Schlitten konnte ich immerhin 1250x2500er Platten sägen.
 

IngoS

ww-robinie
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Du berichtest ja immer seit wann Du eine Robland (?) hast, das ist ein anderes Kaliber als eine Montagesäge.
Zudem habe ich von Beginn an Plattenmaterial in 1500x3000mm zugeschnitten.
Da frage ich mich, wie Du so etwas auf der dann auch nicht so großen Robland bewältigst.
Bei meiner ersten FKS mit 2600er Schlitten konnte ich immerhin 1250x2500er Platten sägen.
Hallo,

Ich habe keine Robland, sondern eine Luna Fünffachkombi. Ist zwar keine Formatkreissäge, aber ich habe damit auch 1,25m Querschnittkapazität und habe damit auch schon öfter Platten mit 1,25 x 2,5m zerlegt.
Meistens baue ich aber was aus Massivholz.

Gruß Ingo
 

Arkhan1806

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Hallo,

Habe in den letzten 40Jahren so allerhand Möbel gebaut und immer noch keine Tauchsäge und keine Führungsschiene.
Wie kann das sein.

Gruß Ingo
Ich würde jetzt ganz ketzerisch mal sagen, dass das daran liegt, das jeder Mensch anders ist und anders arbeitet.

Ich nutze meine Tauchkreissäge auch nur noch sehr selten, würde sie aber nie verkaufen. Ab und an brauch ich die dann doch. Und wenn's nur ist, dass ich zu nem Kumpel fahre um da kurz was auszuhelfen. Irgendwie sind die 140 kg meiner kleinen FKS dann auf Dauer doch zu schwer, um die jedesmal am Rücken das Treppenhaus hochzuschleppen...
 

tiepel

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das jeder Mensch anders ist und anders arbeitet.
Hi,
genau, im Grunde ist es genau so.
Ich habe schon immer mit Holz gearbeitet. Ende der 1990er mehr mit Zimmermannsarbeiten beim Hausumbau.
Vor 10-15 Jahren wollte ich "feinere" Arbeiten machen.
Deshalb habe ich mir eine Tauchsäge gekauft und einen MFT gebaut. Die Bohrungen hat mir ein Kumpel auf einem Bearbeitungszentrum gefräst.
Mit den passenden Anschlägen für Werkstücke und Führung für die Schiene war das top. Wegen Platz war an eine (Format-) Kreissäge nicht zu denken. Den Tisch kann man ja senkrecht an die Wand stellen.
Ein paar Jahre später hatte ich den Platz und ne kleine FKS gekauft. Wäre die kleine Format-Säge zuerst da gewesen, hätte es den MFT wohl garantiert nicht gegen, die Tauchsäge nur vielleicht...
Gruß Reimund
 

petertenor

ww-ahorn
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Ich habe Band-, Kapp- u. Tauchsäge.

Mich lockt eine Tischkreissäge für einfache, schnelle und wiederholgenaue Schnitte, habe dafür aber keinen Platz (von einer Formatkreissäge will ich gar nicht reden).

Die Bandsäge werde ich auf gar keinen Fall abstoßen, weil ich fast nur Massivholz verarbeite. Die Bohlen lassen sich sehr verschnittarm und leise mit ihr besäumen. Und ich trenne Bohlen häufig auf, um daraus gespiegelte Maserungen für Füllungen zu erhalten; Rahmen und Füllungen sind meine bevorzugte Bauweise.

Die Kappsäge nutze ich sehr gern für schmale Werkstücke, von denen bei der Rahmenbauweise viele anfallen. Die Kappsäge kann ich sehr gut in eine ungenutzte Ecke tragen.

Mit der Tauchsäge kann ich alles andere sägen, was ich mit den beiden aufgeführten Maschinen nicht zusägen kann. Und diese kann man natürlich bestens verstauen.

Eine Tischkreissäge ist aufgrund ihrer Größe nicht ganz so leicht platzsparend zu verstauen, wenn der freie Platz für aktuelle Maschinen benötigt wird. Alle größere Maschinen sind bei mir mit Fahreinrichtungen versehen.

Selbstverständlich ist diese Arbeitsweise nichts für Profis, da das Aufstellen, Wegtragen und Verstauen Zeit benötigt. Im Heimwerkerbereich spielt das aus meiner Sicht keine wesentliche Rolle.
 

Hoosier

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Eine Tischkreissäge ist aufgrund ihrer Größe nicht ganz so leicht platzsparend zu verstauen, wenn der freie Platz für aktuelle Maschinen benötigt wird. Alle größere Maschinen sind bei mir mit Fahreinrichtungen versehen.

Sehe ich auch so - ausschlaggebend ist die individuelle Situation. Die Bandbreite reicht von Kellerabteil bis zu Werkstätten in Hallengröße. Ein "Profi" wird eine Tauchkreissäge eher nicht hernehmen zum Möbelbau, ein Heimwerker im 10m2 Keller hat aber womöglich gar keine andere Wahl.

Seitdem ich meine kleine Tischkreissäge habe, merke ich, dass zwar vieles leichter und schneller geht, aber alle Schnitte waren in der Vergangenheit auch mit der Tauchkreissäge und Führungsschiene machbar. Aus meiner Sicht lässt sich die Frage des TE nicht pauschal mit "Ja" oder "Nein" beantworten. Eine Tischkreissäge braucht auf jeden Fall sehr viel mehr Platz als eine Tauchkreissäge mit Führungsschiene, die zum Sägen auf die Werkbank gelegt wird und danach wieder verschwinden kann.
 

Djslimer

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Oder Schatzi :emoji_rage:droht mit Trennung, wenn die TKS nicht endlich aus dem Schlafzimmer verschwindet.
Eine Trennungsandrohung war es nicht aber nach ein paar Monaten mit TKS im Wohnzimmer hatte ich dann doch eine gewissen Anspannung wahrgenommen...
Verstehe ich nicht, wieso so ein praktischer, multifunktionaler Beistelltisch als störend empfunden werden kann...

Zur Frage
Ich habe mich bzgl. Einsatzzweck einer TKS massiv getäuscht.
Es wurde aber auch schon weiter oben erwähnt.
Eine TS mit Führung kann eine TKS gut ersetzen.
Wenn du oft mehrere Schnitte wiederholgenau machen musst, denke ich ist dass mit einer TKS einfacher und schneller realisierbar.
Genauigkeit bekommst du sowohl mit TS und TKS hin.
Für kleine Teile brauchst du wohl eher eine Kappsäge oder TKS.
 
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Dort wird oft die Meinung vertreten, dass eine Bandsäge deutlich wichtiger sei. Das hört man hier kaum, ergibt aber durchaus Sinn. Zumindest wenn man ausschließlich mit Massivholz arbeitet, für Platten gilt das nicht.
Eine richtig gute Bandsäge ist aber oft sehr teuer, also viel teurer als eine universelle kleine Tischkreissäge. Und die Guten mit Laufruhe und der Möglichkeit auch Holz hochkant aufzutrennen sind groß und schwer. In viele Kellerwerkstätten passen 2,5m hohe Bandsägen nur sehr knapp oder eben auch nicht.

Habe in den letzten 40Jahren so allerhand Möbel gebaut und immer noch keine Tauchsäge und keine Führungsschiene.
Wie kann das sein.
Du hast ja das Optimum für eine Hobbywerkstatt. Eine recht schwere und kompakte Kombimaschine für alle Arbeitsschritte. So bleibt gut Platz in der Werkstatt und man kann fast alles damit erledigen. Zum Preis längerer Umrüstzeiten was aber für Hobbyanwendungen nicht wichtig ist. Eine solche Maschine kostet heute auch >5000 EUR. Nicht zu vergleichen mit einer Montagekreissäge.

Zum Besäumen langer und schwerer Bohlen finde ich die Kreissäge / Tauchsäge mit Führungsschiene wirklich sehr gut.
 

Lorenzo

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Es wär nur fair wenn man eine richtig gute Bandsäge dann auch mit ner richtig guten Kreissäge vergleicht. Und die Aussage dass Möbelbau auch ohne Tauchsäge geht war eine Reaktion auf eine gegenteilige Behauptung.
Es gibt viele Wege. Meiner wäre bei egal welcher Werkstattgröße und Budget nicht der ne Montagesäge zu kaufen. Da würd ich vorher ne gebrauchte Inca, Frommia, Metabo, EB etc. nehmen. Gibts auch als Auftischsägen die man ins Regal stellen kann wenn das sein muss. Aber auch da gilt, der Wege gibt es viele.
 
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Aber auch da gilt, der Wege gibt es viele.
Da sprichst du ein wahres Wort gelassen aus.

Ich habe mir folgende Daumenregel gemerkt und bin damit bis jetzt sehr gut gefahren. Wenn ein Werkstück auf eine Maschine kommt muss die Maschine selbst mindestens genauso schwer sein wie das Werkstück und besser deutlich schwerer. (Hebelkräfte mit einkalkulieren!) Kann man das nicht gewährleisten bleibt eher das Werkstück liegen und man nutzt eine Handmaschine.

Wer eine schwere Formatkreissäge mit 500 oder 1000 kg Gewicht hat, den juckt es nicht die 50kg Eichenbohle zu besäumen. Der Hobbyist nimmt eben die Tauchsäge und Führungsschiene. Und so kann man auch die Bandsägen, Hobel usw. einsortieren nach ihrer Nützlichkeit und Praxistauglichkeit.
 

tmw

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Ich habe einige Jahre versucht alles mit der Tauchsäge zu machen. Inzwischen habe ich aus Platzgründen einen CS70 und keine FKS gekauft, mit der ich sehr zufrieden bin (mit gutem Parallelanschlag und dem kleinen Schiebetisch). Vorteil in meiner Mini-Werkstatt ist, dass ich alles recht schnell an- und wieder abbauen kann, und die Zugfunktion nutze ich auch regelmäßig zum Ablängen kleinerer Teile. Das geht deutlich schneller, wiederholgenauer und wie ich finde auch sicherer als mit der Tauchsäge. Geld spart man nicht gegenüber einer FKS von zum Beispiel Bernardo, aber ich bin flexibler bei meinem Platzangebot. Ich möchte die Bau-/Montagesäge daher nicht mehr missen.
 

abgefahren

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Also ich will keine TKS!!
Lieber nehme ich meine Tauchsäge mit MFT und Anschlägen für alle Plattenmaterialen. Ebenso meine Kappsäge mit Anschlägen.

Warum? Ich will nicht ins Sägeblatt kucken. Habe schon viele Sachen und Möbel gebaut und nie eine TKS vermisst.
Mit der Tauchsäge kann ich auch 3m Platten sägen oder mit MFT 3cm Stücke anfertigen.

Zudem habe ich eine HKS mit 8cm Schnittiefe die ebenfalls an den MFT benutzt wird.

Platz habe ich genug, aber eine richtig gute TKS ist nur eine FKS und die ist mir zu teuer, zu schwer und immer noch ins Sägeblatt kuckend :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:
 

Johannes

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Hallo zusammen,
die Ausgangsfrage könnte man auch Radio Eriwan stellen. Es gibt viele Möglichkeiten Holz zuzuschneiden. Ob man nun eine stehende Plattensäge, eine Formatkreissäge, eine Tischkreissäge, eine Handkreissäge mit oder ohne Schiene, oder aber lieber mit einer Handsäge arbeitet, ist eine Frage, auf die es keine allgemeingültige Antwort geben kann. Ich arbeite in meiner Werkstatt gerne mit meiner Formatkreissäge. Unterwegs aber meistens mit Tauchsäge auf Schiene. Manchmal überlege ich meine Werkstatt aufzulösen und alles Nötige in einen Anhänger zu packen. Dann würde ich die Tauchsäge mit Schienen und meine kleine Metabo 5348 mit nehmen.

Es grüßt Johannes
 
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