wieviel Pressdruck würde dieses Formteil vertragen bevor es bricht?

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Moin

Szenario 1:

Pressdruck wirkt mit klassischer Furnierpresse punktuell auf die beiden hochstehenden Ränder: dieses Szenario is rein interessehalber, würde wahrscheinschlich schon bei 0,5 bersten in der Mitte oder? Testen will ich es jetzt nicht will die Form ja noch verwenden....

Szenario 2:

Pressdruck in Vakuumpresse: 0,4 - 0,6 sollten hoffentlich kein Thema sein oder? Die Schale ist leider nur 8 mm stark und liegt nur an 2 Punkten auf dem Boden auf....? Der Druck von oben würde aber gleichmäßig auf das Werkstück verteilt... Was meint ihr ?

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RaRoKa

ww-nussbaum
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Ich würde kein Risiko eingehen wollen und z.B mit einem Sandsack eine Gegenform fur die Vakuumpresse formen.
In einer herkömmlichen Presse geht das natürlich nur mit positiv und negativ Form
 

happyc

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Einen a.d. Waffel
Was ist denn das Ziel, warum muss da was gepresst werden? Ne neue Lage Furnier drauf? Dann solltest du dir auch Gedanken machen, wie der Druck über die Fläche halbwegs gleichmäßig aufgebracht werden kann…
 

wasmachen

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HinternDiwan
Zur Beurteilung ist nicht die dicke des fertigen 'Werkstücks' maßgeblich, sondern das Material selber und dessen vermutlich mehrlagigen Aufbaus.

Bei 0,5 (bar, da Hydraulikpresse) berstet da nichts. Die geht da auch nicht zu, die Hydraulikpumpe startet noch garnicht....
Also alles entspannt.


@Rest
Kann das sein, dass der TE hier n Zewitaccount von nem Mod ist? Bissl die Jungs aufmischen quasi?
 

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Das Ding soll die Basis Form
Was ist denn das Ziel, warum muss da was gepresst werden? Ne neue Lage Furnier drauf? Dann solltest du dir auch Gedanken machen, wie der Druck über die Fläche halbwegs gleichmäßig aufgebracht werden kann…

Das Ding soll die Basisform sein um aus 8 Lagen Furnier einen neue Schale zu Pressen … gleichmäßig wäre mit Vakuum ja nicht das Problem
 
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Zur Beurteilung ist nicht die dicke des fertigen 'Werkstücks' maßgeblich, sondern das Material selber und dessen vermutlich mehrlagigen Aufbaus.

Bei 0,5 (bar, da Hydraulikpresse) berstet da nichts. Die geht da auch nicht zu, die Hydraulikpumpe startet noch garnicht....
Also alles entspannt.


@Rest
Kann das sein, dass der TE hier n Zewitaccount von nem Mod ist? Bissl die Jungs aufmischen quasi?


Sicher lieb gemeint das Bild aber man muss in kg pro cm2 rechnen für den Vergleich…
 

wasmachen

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HinternDiwan
Dann rechne halt einfach mal, die Größe des Werkstücks dürfte dir ja vorliegen.

Bei meinem favorisierten Schichtaufbau wärs grob bei 20bar gebrochen und ist platt.
 

Daniboy

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Nachdem da ja sicher 1 Tonne drauf wirkt bei der Fläche sollte das schon gut unterfüttert sein für die Vakuumpresse.
Es reicht ja nicht, dass es nicht bricht, es soll sich ja nicht so verbiegen, dass es dann eine fehlerhafte Form ergibt.
 
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Nachdem da ja sicher 1 Tonne drauf wirkt bei der Fläche sollte das schon gut unterfüttert sein für die Vakuumpresse.
Es reicht ja nicht, dass es nicht bricht, es soll sich ja nicht so verbiegen, dass es dann eine fehlerhafte Form ergibt.


0,4 im untersten Fall.... 0,4- 0,6 war kein Thema bei Schalen die 1,2 cm dick waren, die 0,8 cm machen mir eher nen Kopf
 

Mitglied 120553

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Herrlich solche Threads . Jetzt habe ich ihn noch mal in Ruhe durchgelesen und hoffentlich auch verstanden , um was es geht :emoji_innocent: . Nicht um das bloße Furnieren , sondern um das Erstellen einer dreidimensionalen Sitzschale . Ich glaube nicht das das so funktioniert . Wenn der Leim trocken ist , wird sich das mehr oder weniger wieder grade oder plan ziehen . Die Holzfasern müssen sich ja partiell dehnen können . Dazu müsste man sie feucht machen (→ heißer Wasserdampf ?) Ich kann mich aber auch irren . Ist ja menschlich . Dort und da gibt es ein kleine Filmchen von der industriellen Fertigung . Die Pressen dort mit glaube ich 300 Tonnen aufwärts :emoji_thinking: .
 
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yoghurt

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Hallo,
dann unterfütterst Du das Ding und schiebst es in den Vakuumsack. Zum Unterfüttern muss es ja kein Sandsack sein, da langen auch irgendwelche Reste.

Du kommst vermutlich um einen Versuch, den Du dann verwirfst nicht herum.
 

wirdelprumpft

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erstaunlich das es Kunden gibt die so einen Aufwand bezahlen - da sind ruck zuck 10 Std. weg und man hat dann ggf. noch nicht mal was brauchbares - die Frage welchen Leim ist ja auch nicht ganz einfach - Weißleim begünstigt Rückverformung und PU-Leim ist bei Schichtverleimung in der Verarbeitung gewöhnungsbedürftig - wünsche aber mal gutes Gelingen - der Pressdruck wäre glaub meine kleinste sorge bei sowas
 
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Herrlich solche Threads . Jetzt habe ich ihn noch mal in Ruhe durchgelesen und hoffentlich auch verstanden , um was es geht :emoji_innocent: . Nicht um das bloße Furnieren , sondern um das Erstellen einer dreidimensionalen Sitzschale . Ich glaube nicht das das so funktioniert . Wenn der Leim trocken ist , wird sich das mehr oder weniger wieder grade oder plan ziehen . Die Holzfasern müssen sich ja partiell dehnen können . Dazu müsste man sie feucht machen (→ heißer Wasserdampf ?) Ich kann mich aber auch irren . Ist ja menschlich . Dort und da gibt es ein kleine Filmchen von der industriellen Fertigung . Die Pressen dort mit glaube ich 300 Tonnen aufwärts :emoji_thinking: .

Das freut mich das solche Themen auch fantastisch findest ! :emoji_slight_smile:

Anfeuchten von Furnier ist kein Thema, und als Leim nimmt man wohl D2 Leim. Die Form an sich ist wohl harmlos, da werden mit Vakuum noch ganz andere Dinge gebogen...
 

Mitglied 120553

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Das freut mich das solche Themen auch fantastisch findest ! :emoji_slight_smile:

Anfeuchten von Furnier ist kein Thema, und als Leim nimmt man wohl D2 Leim. Die Form an sich ist wohl harmlos, da werden mit Vakuum noch ganz andere Dinge gebogen...

Nichts für ungut . Ich hoffe nun , das du bald ein Bild vom ersten Prototypen hier einstellst . Meist versandet so ein Thread in intensiven theoretischen Exzessen . Am realen und auch physisch vorhandenem Objekt kann man dann viel trefflicher diskutieren :emoji_thinking:
 

yoghurt

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Hallo,
nach meiner Erfahrung musst Du ein gewisses Maß an Rückstellung einplanen. Bei PU weniger als bei Weißleim. Ich habe dann die Form um dieses Maß überhöht, dann ging es. Da Deine Stuhllehne recht klein ist, bietet es sich vielleicht an mit einem dünnen Sperrholz eine Schablone herzustellen, vielleicht besser die konvexe als die konkave und diesen Bogen dann auf x Spanplattestücken zu übertragen um eine solide Pressform zu erstellen. Entweder beide Seiten oder für den Vakuumsack nur die konvexe.
 

wirdelprumpft

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Woodinator Profibastler hat glaub ne Yeti - da würde ich mir ne Photogrammetrie App suchen (leider gibt es 123Catch nicht mehr)
und mir so ein 3D Modell der Sitzfläche / Rückenlehen erstellen.
Aus dem 3D Modell dann mit der CNC die Pressform herstellen (je nach Presse ein oder 2-teilig).
Aufwand ist das so oder so egal ob herkömmlich wie Yoghurts Variante oder die Digitale aber letztere mach mir eindeutig mehr Spaß
 
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das sind sicherlich alles Möglichkeiten, aus einem 3 D Modell eine untere Pressform wahrscheinlich die aufwendigste...

3 Stege als Stütze sind ja wesentlich einfacher...und reichen 100%

Die Frage war ja ob man sich diese bei Pressdruck 0,4 To / qm sparen kann, mich hat interessiert ob das jemand aus dem Ärmel schütteln kann -

bei Lehnen mit 12-15 mm hab ich nicht mal Stützen verwendet, alles easy, bei 8 mm kann man die Lehne halt schon mit Muskelkraft biegen, k.A. wieviel 0,x To ich da mit meinen Muckies aufbringe..,

Ich werde jetzt mal 3 Stege drunterbasteln, bevor es bricht....
 

yoghurt

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Hallo,
mit „nur Stegen“ hat sowas bei mir mal gebeult. Wenn Du natürlich das alte Teil als Schablone verwendest, besteht diese Gefahr nicht.
 
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Nichts für ungut . Ich hoffe nun , das du bald ein Bild vom ersten Prototypen hier einstellst . Meist versandet so ein Thread in intensiven theoretischen Exzessen . Am realen und auch physisch vorhandenem Objekt kann man dann viel trefflicher diskutieren :emoji_thinking:
Nun Tips gerne posten hier der erste Versuch :

Furnierreste (Eiche hoffentlich) 8 Lagen, D4 Rhenocol Leim, Pressdruck 0,4 unterste Stufe Presszeit 20 min - die Tatsache das die Ränder nicht gebrochen sind deutet für mich das da deutich mehr Druck geht, die Blasen das mehr Druck muss und weniger Zulage die Zeit müsste passen was soll mehr Zeit noch bringen wenn die Blase am Anfang schon da ist...das war nur zusammengerotzt, nächstes mal würde ich die Lagen sauberer zuschneiden, weniger Zulagen und mehr Druck dann müsste das gut gehen...

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