"wie / mit was" Stern o.ä. aussägen

Donut009

ww-birnbaum
Mitglied seit
6 November 2017
Beiträge
240
Hallo zusammen,

eigentlich eine simple Fragen: Unser kleiner hat so ein Spielzeug wo er Holzklötze durchstecken kann (also Quadrat durch Quadrat, Kreis durch Kreis usw)
Dazu fehlt der Stern. Die Formen sind relativ dick. Haber daher zwei Reste 18er Fichte aufeineander geleimt und wollte daraus den Stern machen. Bekomme ihn aber einfach nicht sauber hin.

Wie macht man das am besten bzw mit welchem Werkzeug? Braucht man für sowas zwingend eine Bandsäge?
Besonders schwer finde ich es weil man das kleine Teil nicht spannen kann (ist vielleicht 45x45 mm)

Grüße Marco
 
Zuletzt bearbeitet:

marcus_n

ww-robinie
Mitglied seit
23 August 2020
Beiträge
2.112
Ort
Augsburg
MIt doppelseitigem Klebeband auf ein größeres, dünnes Brettchen kleben. Aussägen mit Stichsäge, Laubsäge, Feinsäge oder was sonst zur Hand ist. Danach mit Haarfön anwärmen und wieder vom Brettchen abziehen.
 

markusonlein

ww-ulme
Mitglied seit
7 Dezember 2010
Beiträge
178
Ort
Eifel
Hallo Marco,
in die Mitte des Sterns ein Loch Bohren, auf den (Werk)-Tisch ein Brett festspannen, den Stern senkrecht dran "spaxen" und dann die Zacken mit der Feinsäge, Zugsäge, Fuchsschwanz aussägen.
Für jeden Zacken lösen, drehen, wieder festziehen.
Vielleicht hilft es auch, die Innenecken der Zacken vorher möglichst senkrecht zu bohren; sieht dann noch etwas ordentlicher aus.
Gruß Markus
 

Donut009

ww-birnbaum
Mitglied seit
6 November 2017
Beiträge
240
Danke für die Tipps. Denke ich werde es einfach weiter versuchen. Muss mir bei Gelegenheit eine Laubsäge kaufen oder den Tipp mit Klebeband + Stichsäge testen.

Das zweite Problem das ich hatte war die Dicke (sind ja fast 40 mm) und dass da das Sägeblatt nicht verläuft. Habe hier gerade leihweise eine alte Dekupiersäge. Allerdings läuft da der Schnitt sofort in eine Kurve und auch nach unten läuft er seitlich weg. Ich hab von dem Teil auch keine Ahnung und bin mir auch nicht sicher ob die Maschine & Sägeblätter was taugen bzw korrekt eingestellt sind. Daher war ich auch auf der Suche nach Tipps wie Klebeband+Stichsäge oder Laubsäge (wo ich nicht gedacht hätte, dass das bei der Dicke gut funktioniert...

PS: Zeichnen spare ich mir mal, aber die Geometrie ist ja simpel
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:

Donut009

ww-birnbaum
Mitglied seit
6 November 2017
Beiträge
240
Das Stück in die Hobelbank klemmen und immer einzelne Zacken mit der Japansäge, Fuchsschwanz o. ä. sägen..
Hobelbank habe ich leider keine. Bin nicht so aufs Holzwerken spezialisiert, auch wenn ich langsam Gefallen daran finde. Aber meine Werkstatt ist von der Mopedreparatur bis eben zu sowas eher universell ausgelegt :emoji_slight_smile:

Wenn wir schon dabei sind: Taugt sowas als Alternative zur Vorderzange (oder wie man die Zwinge nennt): https://www.feinewerkzeuge.de/tischlerschraubstock.html
 

marcus_n

ww-robinie
Mitglied seit
23 August 2020
Beiträge
2.112
Ort
Augsburg
Schau dir in dem gleichen Schopp mal die mobile Hobelbank von Pinie an. Die finde ich sehr gut. Hab ich immer auf Montage für kleine Arbeiten dabei.
 

Donut009

ww-birnbaum
Mitglied seit
6 November 2017
Beiträge
240
Schau dir in dem gleichen Schopp mal die mobile Hobelbank von Pinie an. Die finde ich sehr gut. Hab ich immer auf Montage für kleine Arbeiten dabei.
Danke, die sehen super aus. Kann ich gut auf meine bestehende Standard-Werkbank spannen. Das ist ne 40er Buchen-Küchenplatte mit der Wand relativ stabild verschraubt. Da wackelt nichts. Somit passt die Basis und mit so ner kleinen mobilen Bank kann ich dann auch mal was senkrecht spannen (oder was kleines)
 

xv_treiber

ww-eiche
Mitglied seit
22 Dezember 2010
Beiträge
337
Ort
Bayern_mittig
Tip zur geliehenen Deku-Säge: Das Sägeblatt muss absolut senkrecht zum Tisch eingestellt sein. Dann muss es gut gespannt werden, so dass beim dran zupfen ein heller Ton zu hören ist. Auch die Qualität des Sägeblatts spielt eine Rolle (ich selber verwende Pegas und gelegentlich auch Niqua). Es gibt gestanzte (eher billige) Sägeblätter oder auch geschränkte Typen (damit kann man auch sehr gut und einfach geradeaus sägen). Für die von dir gestellte Aufgabe wäre eine Dekupiersäge prädistiniert. Gute Sägen schneiden bis 55 mm Material und mit etwas Übung extrem genau.
 

raziausdud

ww-robinie
Mitglied seit
22 Juni 2004
Beiträge
3.290
Ort
Südniedersachsen
Wenn das Sägen nicht so genau hinhaut, nicht ganz bis zum Riss sägen, den Rest dann feilen/schleifen. Es ist doch nur ein Teil. Das dünne Brettchen aus #2 reduziert auch die Ausrisse an den Kanten der Unterseite.

Hat jemand eine Idee, wie man die Form deckungsgleich auf Ober- und Unterseite anreißen kann - ohne ein Mittelpunktloch zu bohren! Dann wäre die Aufgabe auch schön fürs Arbeiten mit einer Handsäge, abwechselnd von beiden Seiten am Riss entlang. Auch hier: es ist doch nur ein Teil ...

Rainer
 

xv_treiber

ww-eiche
Mitglied seit
22 Dezember 2010
Beiträge
337
Ort
Bayern_mittig
Noch n Tip zum Vorgenannten: Dekupiersägeblätter gibt es auch mit gegenläufigen Sägezähnen. D. h., von oben nach unten sind die Sägezähne abwärts gerichtet und am letzten (unteren) Viertel des Sägeblatts gehen die Zähne gegenläufig nach oben. Also wird das Material von oben nach unten und die Unterseite nach oben geschnitten. Ergebnis: oben wie unten saubere Schnittkanten.
Und Anreissen für die gestellte Aufgabe: Motiv auf Papier zeichnen oder drucken und oben auf das Material aufkleben. Wollte ich unten nun den Anriss identisch haben (was normal nicht bei ner Deku-Säge erforderlich ist), das Motiv auch unten aufkleben. Deckungsgleich dadurch, dass Marker ausserhalb des Motivs vorgesehen sind, welche mit entsprechenden korrekt senkrechtem Bohrungen (und z. B. durchgeschobenen Drahtstiften) unten übernommen werden.
 

raziausdud

ww-robinie
Mitglied seit
22 Juni 2004
Beiträge
3.290
Ort
Südniedersachsen
Zeichnung zweimal auf Papier kopieren, ausschneiden und mit wiederablösbaren Layout Sprühkleber oder Fixogum aufkleben, kann danach rückstandslos abgezogen werden.
Damit hast Du aber noch nicht erklärt, wie man die beiden Zeichnungen deckungsgleich auf beiden Seiten montiert. Ich hab inzwischen ein Idee: durch genaues Ausmessen. p.s.: "eins höher" in #16 gibt es dazu einen guten Vorschlag.

Rainer
 

Donut009

ww-birnbaum
Mitglied seit
6 November 2017
Beiträge
240
Hätte auch gedacht, dass das mit der Dekupiersäge funktionieren müsste. Einstellen kann man an der leider quasi nichts. Den hohen Ton beim Spannen bekomme ich hin. Nur kommt es mir aber so vor als wäre das Blatt insich leicht verdreht. Den Tisch kann man auch nur nach Augenmaß rechtwinklig zum Blatt einstellen. Also nicht die optimalen Voraussetzungen... Habe daher auch nicht noch mehr Zeit investieren wollen und habe stadessen hier nachgefragt (in der Hoffnung auf Alternativen). Auch wollte ich daher erstmal keine Blätter kaufen. Verdreht ist wahrscheinlich kein Blatt gut

Prinzipiell finde ich so ne Dekupiersäge aber interessant. Damit kann man sicher auch gut Schablonen für die Fräse sägen. Ab welchem Preis wird da die Qualität akzeptabel? Ist Proxxon da zb schon brauchbar?
 

marcus_n

ww-robinie
Mitglied seit
23 August 2020
Beiträge
2.112
Ort
Augsburg
razia: ja ist ein wenig schwierig zu beschreiben obwohl ganz einfach. Wenn der Holzrohling bsp.weise 7x7 cm hat, kommt auf die Zeichnung einfach ein Quadrat mit 7x7 drauf und wenn man das dann passergenau draufklebt, stimmt es oben und unten. Früher haben wir sowas auch mit Kohlepapier auf den Rohling durchgepaust, aber ich weiss gar nicht ob es Kohlepapier noch gibt.
 

marcus_n

ww-robinie
Mitglied seit
23 August 2020
Beiträge
2.112
Ort
Augsburg
donut: Die Proxon ist schon arg klein. Gut für Modelleisenbahnbau u.ä.
Größere Dekupiersägen gehen dann schnell mal ins Geld. Aber wenn du eh eine hast, experimentier doch damit rum, das schaffst du schon.
 

pedder

ww-robinie
Mitglied seit
19 Oktober 2007
Beiträge
5.230
Ort
Kiel
Außerhaln des Werkstücks zwei Punkte auf die Schablone zweicheen. Erste Schablone Aufkleben. durch die Punkte bohren Zweite Schablone von der Unterseite durchpausen und auf die Bohrlöcher aufkleben.
 

Túrin

ww-robinie
Mitglied seit
20 Dezember 2009
Beiträge
5.288
Ort
deheeme
Bei einem perfekten Würfel sollte man die Schnittlinien doch sauber auf die andere Seite winkeln können. Braucht aber auch einen passenden Winkel.
 

raziausdud

ww-robinie
Mitglied seit
22 Juni 2004
Beiträge
3.290
Ort
Südniedersachsen
Erste Seite anzeichnen, durch die fünf Ecken je eine kleine Bohrung/an den fünf Ecken je eine Bohrung, fertig sind die Punkte für die Rückseite

(was einem über Nacht so alles einfällt ...:emoji_wink:, ich brauchte halt vorher das Prinzip mit dem Durchbohren. Danke dafür.)
Rainer
 
Oben Unten