Wie könnte das Bett konstruiert sein??

Ecki1975

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Hallo zusammen,
nach langer "passiver" Nutzung des Forums bin ich an dem Punkt, an dem ich aktive Hilfe bräuchte :emoji_slight_smile:
Kurz zu mir: Ambitionierter Woodworker - Kenntnisstand zwischen Makita und Festool :emoji_wink:

Zu meinem aktuellen Projekt:
Schwebebett aus Eiche - wird selbst besäumt und gehobelt - evtl. geräuchert - Holz liegt bereit und wartet 52mm für Rahmen und Kufen sowie 27mm für Kopfteil und was noch so anfällt.

Am besten gefällt mir das Bett von Team7 Riletto.
Jetzt sitze ich am Zeichenbrett und versuche herauszufinden, wie das konstruiert ist. Vor allem ein Punkt treibt mich um:

Wie können die Kufen so weit nach innen gesetzt sein und wie erfolgt die Verbindung zum äußeren Rahmen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der äußere Rahmen breiter als 10cm ist - das wäre ja sonst eine Materialschlacht ...
Ich vermute mal, dass auf Höhe der Kufe noch ein durchgehender Holm sitzt, aber wie ist dieser dann mit dem Rahmen verbunden, dass er die ganze Kraft aufnimmt? Und das auf 5cm Stärke? Und das auch nur mit einer Kufe im unteren Drittel und der Rest auf das Kopfteil gestützt?

Bin für jegliche Idee dankbar!!

Im Anhang zwei Bilder - leider sieht man nie das "Innenleben".

Danke und Grüße
Ecki
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Ecki1975

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Hallo Marcus,
dankeschön, hab mir gerade die Videos angeschaut. Auch ein schönes Bett - allerdings hat er die Probleme natürlich schön "umschifft". Durch den breiten Rahmen verdeckt er die Stärke der Kufen komplett und durch den umlaufenden Kasten bringt er eine super Stabilität zustande. Was mich ja wurmt ist, warum komme ich nicht drauf, wie die das ohne Kasten und breite Blende gemacht haben.

Hier noch ein Bild, das ich gerade gefunden habe. Da sieht man nochmal, wie weit die Kufe nach innen verschoben ist.

Grüße
Ecki
 

Little John

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Hallo Ecki,
ich vermute, das die Kufe am Kopfteil wesentlich breiter ist.
Was mich ja wurmt ist, warum komme ich nicht drauf, wie die das ohne Kasten und breite Blende gemacht haben.
Wie kommst du darauf, das dies so ist, der Kasten ist lediglich mit zwei verschiedenen Materialien verkleidet, unten Holz oben Leder( oder was das ist).

Es grüßt Johannes
 

carsten

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Hallo

hab die beiden Bilder mal entfernt (stichwort Urheberrecht) nach Team7 Riletto. googeln findet man Bilder zu dem Bett und kann über die Konstruktion fachsimpeln
 

Ecki1975

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Hallo Johannes,
da hast Du einen guten Punkt. Mit Kasten hatte ich allerdings das Video von Küstenholz gemeint. Er hat sein Bett nicht auf Kufen gestellt sondern auf einen Kasten der insgesamt nach innen gesetzt ist und so den Schwebeeffekt erzielt.

Den obere Kasten bei "meinem" Bett kann ich mir allerdings auch nicht als tragendes Element vorstellen. Der Platz wird ja für die Matratze gebraucht. Also müsste sich die Verbindung und alles doch auf Ebene des Massivholzteils abspielen, oder? Vielleicht stehe ich nur komplett auf der Leitung aber mir ist es immer noch nicht schlüssig.

Grüße Ecki
 

IngoS

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Hallo,

beim Riletto sieht mir das nach einem Stahlrohrfuß aus. Damit wäre das kein Problem.

Gruß Ingo
 

Ecki1975

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Da würde ich Dir komplett zustimmen, wäre das Bett nicht metallfrei angepriesen
Da mir das wurscht wäre (wer braucht ein metallfreies Bett in Zeiten von 5G ), wo meinst Du sitzt der Fuß und wie verbindet er Rahmen und Kufe?
Grüße Ecki
 

IngoS

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Da würde ich Dir komplett zustimmen, wäre das Bett nicht metallfrei angepriesen
Da mir das wurscht wäre (wer braucht ein metallfreies Bett in Zeiten von 5G ), wo meinst Du sitzt der Fuß und wie verbindet er Rahmen und Kufe?
Grüße Ecki
Hallo,

Der Fuß wird eine Konstruktion in Trapezform sein. Also, eine Traverse zwischen den beiden Bettseiten, in die die schrägen Streben eingezapft sind. Ja, würde mit Holz auch funktionieren.

Gruß Ingo
 

Ecki1975

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Hallo Ingo,
Danke für den Tipp. Hättest Du noch eine Idee, wie ich den Rahmen an dem Trapez befestigen kann? Die Verbindung sollte ja flächenbündig sein. Wenn ich den Querholm, der dann auch die Kufe unten bildet (Trapez), auf die Hälfte ausklinke bleiben ca. 25mm stehen, auf denen dann das komplette Gewicht des Randes ruht. Hättest Du da Bedenken? Ich habe hier dummerweise kein Zeichenprogramm, sonst hätte ich mal skizziert. Aber, kann ja sein bzw. ist nicht unwahrscheinlich, dass sich jemand auf den Rand des Bettes setzt und das muss dann ja erstmal auf die zurückgesetzt Kufe übertragen werden.

Danke und Grüße
Ecki
 

Ecki1975

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Hey super, vielen Dank für die Hilfe!! Ich denke,es wird auch diese Lösung werden - krampfhaft zu versuchen das genau nachzubauen und dann wackelt alles, bringt auch nichts. Allerdings würde mich immer noch interessieren, wie die das gemacht haben. Immerhin sieht man ja unten nichts vorstehen bzw. erst viel weiter hinten. Nichts schaut unten vor, oben kann nichts vorstehen... Magic
Habe heute das Holz besäumt,wenn der Keilriemen für meine Hobelmaschine nächste Woche kommt, geht's weiter
Danke und schönen Samstagabend!
Wolfgang
 

ChristophW

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Also von den Bildern/Produktbroschüre würde ich folgendes annehmen:
  • Hinten scheint einfach ein Brett durch zu gehen das stabilisiert schon mal ordentlich
  • Vorne hängt das umlaufende Brett über dadurch wirken die Füße weiter innerhalb als sie tatsächlich sind
  • Im Bild wird das ganze durch Licht und Schatten noch hervorgehoben, die Wirkung hängt sicher auch von der Raumsituation ab
 

Ecki1975

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Hallo Christoph,
dass die Fotografen da einiges an Stimmung gemacht haben vermute ich auch. Die erste Lösung von Ingo gefällt mir eigentlich recht gut und wenn man eben nicht so weit nach innen geht, sollte das soviel übertragen - auch wenn man sich mal auf die Kante setzt. Im Moment raufe ich mir die Haare, wie ich das alles zerlegbar mache. Gerade die Außenecken oder die Verbindung Kufe-Rahmen. Zum Glück habe ich nicht den Ehrgeiz das auch noch metallfrei zu bauen. Ich muss mal im übergroßen Möbelhaus nachfragen, ob die das Bett evtl. haben und dann mal unter die Haube schauen :emoji_slight_smile:

Danke und Grüße
Ecki
 

gand-alf

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Etwas ähnliches habe ich in 2016 mal gebaut. PDF angefügt. Ist aus "yellow poplar". War mein 2. Projekt nach einem Messerblock :emoji_slight_smile:
Es fehlen noch die Längsleisten an den Bettseiten innen. Diese sorgen dafür, dass der Rahmen nicht über den "Fuß" gleitet. Zudem liegen dort die Bettrahmen drauf.
Eine Eckverbindung wie gezeigt ist bei den Dimensionen aber nicht so doll. Meine Inspiration kam von einem Bett, bei dem die Eckverbindungen mit enormen Schwalbenschwänzen gemacht wurden. Habe ich mich damals nicht rangetraut.
viele Grüße
Reinhard
Gästebett.png Gästebett.png
 
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