wie fräst (?) man so einen Griff?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von holtzer, 5. Dezember 2019 um 01:29 Uhr.

  1. holtzer

    holtzer ww-ahorn

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    Hallo zusammen,

    ich möchte für einen Schrank so einen Griff "bauen"


    Wie mache ich das? Bisher habe ich mit der Oberfräse nur alle Arten von Nuten und Kanten gefräst und denke auch das müsste gehen - aber wie? Anleitungen finde ich nur zu "ganzen" Griffen und nicht zu "halben".
    Oder mache ich den inneren Radius mit einem Forstnerbohrer o.ä.?

    Danke für sachdienliche Hinweise :emoji_wink:
     
  2. q016397

    q016397 ww-pappel

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    Ich würde mir aus Sperrholz eine entsprechende Schablone bauen und dann mit der Oberfräse und Kopierring auf das Werkstück übertragen. Die Kante der Schablone, an der der Kopierring läuft, muss absolut perfekt gearbeitet werden, weil eben auch Fehler perfekt kopiert werden.
    VG
    Andreas
     
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  3. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    ich sehe auf dem Bild hauptsächlich einen Strich. Zeig das Teil mal in der Seitenansicht, damit man die Form des Griffprofils richtig erkennen kann.

    Gruß

    Ingo
     
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  4. chrisil

    chrisil ww-eiche

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    Mei... wie schon erwähnt, mit Schablone und je nach Form der Mulde mit nem entsprechenden Griffmuldenfräser wie z. b. Sowas
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  5. holtzer

    holtzer ww-ahorn

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    danke! Das mit der Schablone habe ich befürchtet :emoji_wink: Das trau ich mir irgendwie nicht zu, zumals es, wie richtig beschrieben perfekt sein muss.
    Die "Stirnseite"/innen war erstmal plan, also ganz gerade gedacht, so eine zusätzliche Mulde wäre natürlich sehr schick.

    Ich glaube ich schau mal, ob ich nicht im Baumarkt so einen Griff als Vorbild bekomme um dann von dem Stück zu fräsen/kopieren.

    P.S. die äussere Rundung wäre Luxus, in erster Linie geht es mir um eine saubere innere Rundung.
     
  6. tiepel

    tiepel ww-robinie

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    Hi,
    also, mich wundert, dass hier überhaupt Empfehlungen zur Herstellung gegeben werden konnten.
    Ich sehe das eher wie Ingo, also ich kann nicht erkennen, wie das Ding aussehen soll.
    Gruß Reimund
     
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  7. Lico

    Lico ww-eiche

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    Zu sehen ist ein Detail einer Schranktür mit der Vorderkante einer Schrankseite aus Multiplex. Das ist bloß eine gefräste Ausklinkung in der Schranktür. Abgesehen davon, dass es aus Gründen des Insektenschutzes zumindest für einen Kleiderschrank keine ideale Lösung wäre, kann man das relativ leicht mit einem Modell für die Oberfräse machen. Das Modell muss man natürlich erstmal machen. Aber wer hat gesagt, dass der Besitz einer Oberfräse alle Probleme der Holzbearbeitung löst, ein bisschen Handwerk ist die Tischlerei immer noch.

    Lico
     
  8. holtzer

    holtzer ww-ahorn

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    :emoji_slight_smile: Message angekommen :emoji_wink:
     
  9. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    nach mehrmaligem anschauen habe ich nun auch rausgefunden, wie es sein soll. Solche Ausnehmungen kenne ich eher für Schubladen und da müsste das Bild um 90° gedreht werden.
    Na ja, zur Lösung ist ja schon alles geschrieben.

    Gruß

    Ingo
     
  10. holtzer

    holtzer ww-ahorn

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    ja, genau so ist es gedacht
     
  11. Lico

    Lico ww-eiche

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    Beitrag zurückgezogen. Das war nicht zuende gedacht

    Lico
     
  12. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

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    Das ist das geringste Problem, die kannst du ja durch den Durchmesser deines Fräsers festlegen.
    Als Schablone nimmst du einfach ein Stück Sperrholz (Multiplex) in der Breite deiner Ausfräsung (1). Dann nimmst du zwei schmalere Streifen (2) der selben Dicke und befestigst sie seitlich an deinem Brettchen und zwar so, dass sie seitlich soweit vorstehen, wie die Griffmulde tief sein soll. Sollen die Außenecken gerundet werden, musst du die Schablone noch entsprechend abrunden. Das Ganze zwingst du bündig mit der Vorderkante auf deine Tür und fräst entlang der Schablone mit einem Bündigfräser. Üblicherweise haben die einen Durchmesser von 19mm so dass die Innenecken einen Radius von 9,5mm haben.
    Anbei eine Skizze:
    Skizze_Schablone.jpg
    Falls du keinen Bündigfräser hast, geht auch Kopierhülse mit Nutfräser. Dann ist aber für die Herstellung der Schablone Rechnen angesagt. Sie muss dann nämlich um die Differenz Durchmesser Kopierhülse minus Durchmesser Fräser größer werden.
    Ich hoffe das hilft dir ein bischen
     
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  13. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    muss da nicht noch durch 2 geteilt werden?
    Klar, in der Breite käme es so hin, aber in der Tiefe?

    Gruß

    Ingo
     
  14. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

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    Stimmt, es sollte eigentlich Radius Kopierhülse minus Radius Fräser heißen.
    Danke für die Korrektur.
     
  15. conny_g

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    Ich habe bei meinen Sideboards aus beschichtetem Multiplex etwas entfernt ähnliches gemacht, vielleicht hilft es:

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  16. pixelflicker

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    Also wenn man auf die äußeren Rundungen verzichten kann, dann ist es doch ganz einfach. Dann schraubt man einfach drei Bretter zusammen, damit man eine U-Förmige Schablone bekommt und die innere Rundung ergibt sich durch den Fräser. Oder sehe ich da was falsch?
     
  17. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    @pixelflicker: Du meinst einfach drei Leisten mit dem Abstand vom Fräser zur Außenkante der Oberfräsen-Grundplatte ... ?! Ich auch :emoji_wink:.

    Außenrundung dann per Hand schleifen, eventuell mit Stich- oder Laubsäge grob vorarbeiten.

    Rainer
     
  18. Lampung

    Lampung ww-pappel

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    Hallo,
    Ich bin etwas verwundert ob der komplizierten Überlegungen. Das ganze sollte doch mit den drei Leisten komplett realisierbar sein. Auch die Außenrundungen entstehen bei der Nutzung von Kopierhülse oder Bündigfräser „automatisch“ da beides rund ist und somit die 90Grad Ecken nicht direkt abgebildet werden können. Der Radius von Innen-und Außenrundung ist abhängig vom gewählten Durchmesser von Kopierhülse bzw. Bündigfräser jedoch innen und außen stets gleich.
    Oder sehe ich das jetzt zu einfach?
    Herzlichen Gruß
    Boris
     
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  19. enovs

    enovs ww-ahorn

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    Die Außenrundungen entstehen eben nicht automatisch, da wird der Fräser saubere 90 Grad produzieren
     
  20. raziausdud

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    Ja genau Boris,

    die Außenrundung wird durch den Abstand von Kopierhülse zum Fräser bestimmt, die Innenrundung durch den radius des Frä
    Nicht automatisch, aber bei Einsatz eines Kopierrings macht der Fräser durch den Abstand zur Ecke einer Schablone (!) einen Bogen, mit dem Radius R = r Kopierring - r Fräser. Wenn ich da richtig liege ... siehe auch unten.

    Die Frage wäre jetzt noch: mit welcher Schablone und/oder welcher Kopierring-Fräser-Kombination bekommt man hier beim Griff innen und außen den gleichen Radius? Geht das überhaupt mit einer einzigen Schablone?

    "Das mit den Kopierring-Fräser-Kombinationen" scheint schon die hohe Schule der Vorstellungskraft und des Rechnens zu sein. Ich bekomme das wenn überhaupt nur mit Mühe, und dann auch nur zeichnerisch gelöst. Darum geht es gerade auch hier, vielleicht schaut da mal ein "Fräs-Guru" rein, das Thema wurde (zumindest von mir, aber offensichtlich auch vom Themenstarter) ohne Lösung abgebrochen:
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    Rainer
     
  21. Lico

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    Liegst Du!
    Das ist jetzt in unreine geschrieben, aber ich vermute, wenn der Abstand zwischen Fräser und Kopierring genau so groß ist, wie der halbe Durchmesser des Fräsers.

    Lico
     
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  22. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Hallo Lico,

    ich denke, da kann ich Dir ein "da liegst Du richtig" zurückgeben :emoji_wink: . Danke für Deines.

    Mal durchgespielt mit geraden Zahlen: innen macht ein 10mm Fräser einer Radius von 10mm, klar eigentlich. Der Fräser steht 10 mm von einem 20mm Kopierring entfernt und macht somit einen Bogen mit 10mm um die Außenecke der Schablone.
     
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  23. conny_g

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    Der Fräser steht mit der Außenkante 5mm von einem 20mm Kopierring entfernt. Sein Zentrum ist 10mm entfernt.
    Sein Zentrum macht einen 10mm Radius um die Außenecke, aber die Kante / der Außenradius des Fräsers fährt die Kurve 5mm weiter innen ab. Also ist der tatsächlich gefräste Radius 5mm.
     
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  24. Lico

    Lico ww-eiche

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    Ja, in dem Fall ist aber unsere oben formulierte Bedingung nicht erfüllt. Ich neige bei solchen Sachen immer zu irgendwelchen Denkfehlern, deshalb hab ich mir oben eine Hintertür offen gehalten. Jetzt hab ich das mit einem Zirkel zeichnerisch überprüft. Differenz zwischen Außenrand Kopierring und Fräser 10mm. Fräserdurchmesser 20mm führt zu einem Außenradius von 10mm. Der Innenradius muss offensichtlich genau so groß sein, weil man mit dem Kopierring von beiden Seiten in die Ecke fahren kann und immer alles stehen bleibt, was vom Radius des Fräsers nicht erreicht wird.

    Lico
     
  25. conny_g

    conny_g ww-esche

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    Regensburg
    Das ist jetzt aber verwirrend. Du sprichst von Fräser von 20mm, eins weiter oben waren wir aber bei Kopierring 20mm, Fräser 10mm. :emoji_slight_smile:

    Bei einem Fräser von 10mm und Kopierring 20mm ist der "verbleibende" Radius zwischen Kopierring und Fräser 5mm, also ist der Radius um eine Außenecke 5mm.

    Bei einem Fräser von 20mm und Kopierring 30mm ist der "verbleibende" Radius zwischen Kopierring und Fräser 10mm, also ist der Radius um eine Außenecke 10mm.

    Man könnte es so generalisieren:
    Die Radius der Außenecke ist immer gleich der Differenz der Radien von Fräser und Kopierring.
     
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