Wer arbeitet seine Schnittflächen (Kreissäge) nach?

hainwerker

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Ich bin gerade daran Platten aus 22mm Esche zu verleimen. Nach dem abrichten und Hobeln also auf die Tischkreissäge und auf Breite schneiden, bzw. die zweite Seite parallel zur ersten abgerichteten Kante schneiden. Leider sind die Schnittflächen nicht so perfekt wie sie sein könnten. Ich hatte einen älteren Faden von @Alceste gelesen, da schien die gängige Meinung zu sein, leichte Sägeblattspuren sind normal und bei meinen bisherigen Sägen (Ulmia, Scheppach und frommia) ist es definitiv so. Bei mir kommt leider manchmal noch ein ganz leichtes "Delle" hinzu, vielleicht ein leichtes flattern vom Sägeblatt?
Wenn ich die Bretter zusammensetzen ist die Fuge auf jeden Fall noch leicht zu sehen. Wenn ich die Schnittkante mit einem scharfen Handhobel nacharbeite verschwindet sie komplett und ist bei passender Maserung nicht mehr auszumachen.
Meine Frage: macht das jemand tatsächlich? Ich könnte durchaus drauf verzichten, aber die Fuge will ich auch möglichst wenig sehen :emoji_grin:
Mich interessiert sowohl, was die anderen Hobbyisten machen, wo Zeit keine rolle spielt, als auch was im professionellen Bereich gemacht wird. Das da keiner nen Handhobel auspackt ist ja klar. Wird da tatsächlich nochmal geschliffen? Oder direkt verleimt? Eine aktuelle Formatkreissäge ist ja auch nochmal ne andere Nummer, als meine alte frommia...
 

Heener

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Ich schiebe meist noch mal durch die Dickte, damit die Fuge dicht ist.
D. Ricker hat mal empfohlen, mit dem Handschleifer kurz über gehobelte Flächen vor dem Verleimen zu gehen......
 

hainwerker

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Ich schiebe meist noch mal durch die Dickte, damit die Fuge dicht ist.
D. Ricker hat mal empfohlen, mit dem Handschleifer kurz über gehobelte Flächen vor dem Verleimen zu gehen......
Das werde ich bei schmaleren Teilen mal testen. Die aktuellen sind leider zu breit (für meinen Hobel)

Schleifen um die Fläche wieder aufzurauhen?
 

Alceste

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Du kannst versuchen nochmal nach zuschneiden so 2 mm oder so. Am besten mit einem Blattnmit mehr Zähnen. Aber dafür muss alles passen also kein Dreck auf dem Maschinentisch und Anschlag.
 

dsdommi

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Man muss mir mal eben helfen.
Es geht doch hier um das Formatieren nachdem die Platte bereits verleimt ist oder ?
Ansonsten verstehe ich das Vorgehen nicht.
Warum sollte denn das Brett wenn es noch nicht fertig verleimt ist auf die TKS ?
 

hainwerker

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Man muss mir mal eben helfen.
Es geht doch hier um das Formatieren nachdem die Platte bereits verleimt ist oder ?
Ansonsten verstehe ich das Vorgehen nicht.
Warum sollte denn das Brett wenn es noch nicht fertig verleimt ist auf die TKS ?
Gerne. Ich meinte tatsächlich vor dem verleimen.
Mein Vorgehen war Bohlen abrichten, auf Dicke hobeln und dann die letzte der vier Seiten auf der Tischkreissäge schneiden, da die Teile zu hoch wären um sie aufrecht durch meinen Dickenhobel zu schieben.
 

hainwerker

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Du kannst versuchen nochmal nach zuschneiden so 2 mm oder so. Am besten mit einem Blattnmit mehr Zähnen. Aber dafür muss alles passen also kein Dreck auf dem Maschinentisch und Anschlag.
Das werde ich am Wochenende mal testen. Bisher hatte ich ein sehr grobes Blatt drauf.

Dem Tipp mit dem nochmal über die Abrichte ist gut, habe ich tatsächlich auch gerade in einem Video von einem Möbelbauer gesehen. Der hat das genauso gehandhabt.
Problem ist, dass meine abrichte schei** ist, da mache ich es schlimmer als auf der Säge. Aber das ist ein anderes Thema :emoji_grin:
Ansonsten klingt das für mich nach dem sinnvollsten Weg!
 

Alceste

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willyy

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das hängt m.M.n. von der verwendeten Säge ab. Ich hatte eine Metabo, die wurde auch mal als Baustellensäge verwendet und da hat scheinbar der Parallelanschlag was abbekommen.
Das Profil war konkav zu der Seite hin wo man das Brett anlegt.
Ich hatte alle Schnitte mit einer minimalen Hohlfuge und zusammengelegte Bretter waren niemals dicht.
Auf meiner jetztigen Säge ist das Profil gerade und ich kann auch direkt verleimen.
 

hainwerker

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Das wäre das Standardvorgehen.



Das Problem solltest du IMO zuerst angehen! Das mit der Säge mach ich nur dann, wenn das Teil zu groß für die Abrichte ist.
Angehen ist gut, die muss leider ausgetauscht werden. Ein älteres emco Modell, bei dem keiner!! der Tische in der Neigung eingestellt werden kann. Die in eine Flucht zu bekommen ist leider ein Ding der Unmöglichkeit. Da ist dann zwar die Oberfläche schön, dafür hat das Teil einen Bogen.
Man lernt mit seinen Fehlkäufen oder so...

Für das Projekt habe ich von hand abgerichtet und dann den dickenhobel genutzt. Da es alte Bänke sind waren die Bohlen schon so gut wie plan, da ging das.
 

hainwerker

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das hängt m.M.n. von der verwendeten Säge ab. Ich hatte eine Metabo, die wurde auch mal als Baustellensäge verwendet und da hat scheinbar der Parallelanschlag was abbekommen.
Das Profil war konkav zu der Seite hin wo man das Brett anlegt.
Ich hatte alle Schnitte mit einer minimalen Hohlfuge und zusammengelegte Bretter waren niemals dicht.
Auf meiner jetztigen Säge ist das Profil gerade und ich kann auch direkt verleimen.
Gerade sind sie ja zum Glück, nur die Oberfläche ist quasi so rau, dass die Fuge nicht perfekt aussieht. Aber keine richtigen Lücken irgendwo.
 

Alceste

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mach doch mal Bilder von der Maschine und pack die in einen neuen Thread mit einer genauen Fehlerbeschreibung. Hier sind ja einige unterwegs die was von Maschinenbau verstehen und auch entsprechende Maschinen für Anpassungen haben. Vielleicht fällt ja jemandem was ein und man die Maschine irgendwie dazu bringen das zu tun wofür sie gedacht ist. Ich halte Emco im Holzbereich nicht für wirklich gut, aber so schlecht können sie ja auch nicht sein (die Metallzerspanungsmaschinen sind sehr gut).
 

hainwerker

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mach doch mal Bilder von der Maschine und pack die in einen neuen Thread mit einer genauen Fehlerbeschreibung. Hier sind ja einige unterwegs die was von Maschinenbau verstehen und auch entsprechende Maschinen für Anpassungen haben. Vielleicht fällt ja jemandem was ein und man die Maschine irgendwie dazu bringen das zu tun wofür sie gedacht ist. Ich halte Emco im Holzbereich nicht für wirklich gut, aber so schlecht können sie ja auch nicht sein (die Metallzerspanungsmaschinen sind sehr gut).
Das kann ich beizeiten gerne mal machen. Mit der entsprechenden Ausrüstung kann man der bestimmt wieder leben einhauchen, aber ich hoffe eher auf eine funktionierende bei Kleinanzeigen, als auf ein neues Projekt :emoji_slight_smile:
Der Dickenhobel ist zum Glück wirklich gut für die Größe (ist eine kKombimaschine) da tun die bezahlten 200€ nicht so dolle weh.
 

hainwerker

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Danke auf jeden Fall für die Antworten bis hier hin! Was mich bestärkt ist, dass es scheinbar durchaus normal ist, gesägte Flächen für eine Leimfuge auf die eine oder andere Art nochmal.zu bearbeiten :emoji_slight_smile:
 

ClintNorthwood

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Ob man es glaubt oder nicht, ich hatte in so einem Fall 2 mm mit einem Metallkreissägeblatt abgeschnitten auf meiner CS 70.
War einfach nur zu faul, das Blatt zu wechseln.
2 Dinge habe ich bekommen.
Haufenweise Gegenwind hier im Forum.
Und unglaubliche glatte, wie gehobelt aussehende Schnittkanten.

Das man bei den modernen Leimen heutzutage nichts mehr aufrauhen muss, war vor einigen Jahren Thema hier und wurde durch technische Merkblätter untermauert.
 

Heener

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Ob man es glaubt oder nicht, ich hatte in so einem Fall 2 mm mit einem Metallkreissägeblatt abgeschnitten auf meiner CS 70.
War einfach nur zu faul, das Blatt zu wechseln.
2 Dinge habe ich bekommen.
Haufenweise Gegenwind hier im Forum.
Und unglaubliche glatte, wie gehobelt aussehende Schnittkanten.

Das man bei den modernen Leimen heutzutage nichts mehr aufrauhen muss, war vor einigen Jahren Thema hier und wurde durch technische Merkblätter untermauert.
Wenn der Hobbyist nicht mehr so gute Messer in der Hobelmaschine hat, macht das leichte Überschleifen Sinn.
Die Zahnhobel früher sind wohl nicht aus Übermut verwendet worden.
Aber ja, die modernen Leime sind schon echt gut
 

hainwerker

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Und unglaubliche glatte, wie gehobelt aussehende Schnittkanten.

Das man bei den modernen Leimen heutzutage nichts mehr aufrauhen muss, war vor einigen Jahren Thema hier und wurde durch technische Merkblätter untermauert.
Du meinst eins mit flach-trapez (oder wie die heißen?) für alu etc.? So eins hätte ich da, ich bin grundsätzlich für alles offen :emoji_wink:
 
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