Wer arbeitet seine Schnittflächen (Kreissäge) nach?

weissbuche

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Ich würde nie auf die Idee kommen, eine auf der Abrichte gefügte Fläche zu schleifen. Eine, selbst mit schlechten Messern, gefügte Fläche wird doch durch schleifen nicht besser. Mit dem Schleifkorken schleift man schmale Flächen doch automatisch etwas rund, genauso ist das mit Handbandschleifern o.ä.. Selbst wenn ich mir viel Mühe gebe, würde ich nichtmal meiner Kantenschleifmaschine 100%ig vertrauen. Zahnhobel und das Aufrauen von Leimflächen stammen aus einer Zeit mit ganz anderen Leimen und ganz anderer Leimtechnik, daß kann man für PVAC -Leime vergessen.
Scharfes Werkzeug und ein gut eingestellter Parallelanschlag sind die Voraussetzung für saubere Arbeit.
 

ClintNorthwood

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War eins von Festool mit blauem Symbol drauf für Metalle. Was für Zahnwinkel es im Allgemeinen gibt interessiert mich nur am Rande. Ich orientiere mich an den Vorgaben der Hersteller. Meistens jedenfalls.
 

Alceste

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War eins von Festool mit blauem Symbol drauf für Metalle. Was für Zahnwinkel es im Allgemeinen gibt interessiert mich nur am Rande. Ich orientiere mich an den Vorgaben der Hersteller. Meistens jedenfalls.

Das Blatt ist dabei völlig wurscht so lange es kein übermäßig grobes ist. Die CS70 macht bei solchen Aktionen übrigens durchweg eine gute Figur, die läuft sehr schön ruhig, trotzdessen dass es sich nur um eine Montagesäge handelt!
 

magmog

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Das Blatt ist dabei völlig wurscht so lange es kein übermäßig grobes ist. Die CS70 macht bei solchen Aktionen übrigens durchweg eine gute Figur, die läuft sehr schön ruhig, trotzdessen dass es sich nur um eine Montagesäge handelt!


...na ja, mit negativem Spannwinkel und Z96 bei 250∅ ist es spätestens bei 52-er Buche
bereits beim Querschneiden schwierig!

Entweder mit Schlitten oder perfektem Besäumbrett lassen sich mit z.B.
Z24 WZ bei 350∅ verleimfähige Schnitte erzielen.
Höhe des Sägeblatts ca. 10-15mm über Materialstärke einstellen.

Zahnen und Schleifen sind bei modernen Leimen nicht anzuraten, es wird nur die Adhäsion gemindert.
 
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ClintNorthwood

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Schon 1000mal sauber gesägte Flächen verleimt, hat immer geklappt, nie was passiert.
Und ich logischerweise viel weniger.
Dafür habe ich vor meiner ersten Leimholzherstellung gehobelte Flächen verleimt, mal mit dem Minimum an Leim wie hier mal beschrieben, mal mit soviel, dass es für das gute Gewissen herausquoll, dann das gleiche mit aufgerauhten Flächen und auch mit sägerauhen.
Beim anschließenden Bruchtest immer das gleiche Ergebnis. Das Holz brach immer nur neben dem Schnitt.
Gutes Material verzeiht halt einige Fehler so gut, dass viele Handwerker gewerkübergreifend weiter auf ihren eigentlich nicht ganz korrekten Arbeitsweisen beharren.
 

dsdommi

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Sorry , aber ich kapiere es immer noch nicht.
Du hast doch eine Abrichte und hast nach deiner Beschreibung eine Seite schon abgerichtet bzw gefügt.. Jetzt sägst du aus dem Brett schmalere Stücke mit der TKS um ein neues Brett zu verleimen ohne dass du die neuen Kanten fügen willst.
Ist das so richtig ?
Falls ja , warum fügst du die neuen Kanten nicht auch einfach auf der Abrichte ? Das dauert dich nur paar Sekunden.
 

Lorenzo

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Scharfes Werkzeug und ein gut eingestellter Parallelanschlag sind die Voraussetzung für saubere Arbeit.
Und ein gleichmäßiger Vorschub und Druck gehen den PA, oder noch besser, Führung durch den Formatschlitten.

Ich ergänze meine Aussage daher, klar hab ich schon gesägte Flächen verleimt, sämtliche Gehrungen zum Beispiel.

Die Dellen, die erwähnst @hainwerker kommen vermutlich von ungleichmäßigem Druck gegen den PA und stockendem Vorschub. Zum Beispiel beim umgreifen oder so. Druck gegen den PA nicht übertreiben, der dient nur als Führung. Je leichter der gebaut ist, umso wichtiger!
 

hainwerker

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Der Parallelanschlag ist auf jeden Fall fest, der lässt sich sogar hinten klemmen, die frommia 635 hattest du sogar mal in "interessante Angebote" gepostet meine ich.
Und ein gleichmäßiger Vorschub und Druck gehen den PA, oder noch besser, Führung durch den Formatschlitten.
Die Dellen, die erwähnst @hainwerker kommen vermutlich von ungleichmäßigem Druck gegen den PA und stockendem Vorschub. Zum Beispiel beim umgreifen oder so. Druck gegen den PA nicht übertreiben, der dient nur als Führung. Je leichter der gebaut ist, umso wichtiger!

Aber zu viel Druck kann durchaus sein, ich schiebe immer Recht kräftig auch nach rechts, das werde ich mal testen.


Die Sägeblätter sind auf jeden Fall ordentlich scharf, das grobe Blatt gerade sogar neu.

Ich Versuche am Wochenende mal ein bisschen mit allen Tips und berichte vom Ergebnis:emoji_slight_smile:
 

hainwerker

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Sorry , aber ich kapiere es immer noch nicht.
Du hast doch eine Abrichte und hast nach deiner Beschreibung eine Seite schon abgerichtet bzw gefügt.. Jetzt sägst du aus dem Brett schmalere Stücke mit der TKS um ein neues Brett zu verleimen ohne dass du die neuen Kanten fügen willst.
Ist das so richtig ?
Falls ja , warum fügst du die neuen Kanten nicht auch einfach auf der Abrichte ? Das dauert dich nur paar Sekunden.
Du hast aufmerksam gelesen und ich Quatsch geschrieben, stimmt.
Ich hatte tatsächlich mein geplantes Vorgehen beschrieben, nicht das, wie ich es tatsächlich gemacht habe. Dachte erst das spielt für die Frage keine und so musste ich weniger erklären. Am Ende konnte ich die Abrichte aber aufgrund der nicht einstellbaren Tische gar nicht nutzen... Ich habe den Brettern daher auf der TKS mit dem Schiebeschliten eine gerade Kante angeschnitten und dann am Parallelanschlag die zweite kante geschnitten.
Sorry also für die Verwirrung und danke fürs nachfragen!
 

hainwerker

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Danke nochmal für alle Tips. War gerade in der Garage und habe mehrere Dinge probiert:
- feineres Blatt: 47 Zähne bei 250mm, davor waren es 18 glaube ich
- Sägeblatt weiter versenkt ( stand vorher noch recht weit raus)
- leichteren Druck gegen den Parallelanschlag
- stetigerer Vorschub (hab dafür nochmal einen anderen Schiebestock geschnitten, das hat es mir leichter gemacht nicht zu stocken)
- nur die Ränder nochmal dünn nachgeschnitten
- sehr langsam geschoben (aber so, das noch nichts verbrennt)

Das Ergebnis ist um Längen besser. Fügen würde sicher die letzten Prozent noch rausholen, aber da ich das von Hand machen müsste, verzichte ich für das Projekt wohl drauf :emoji_slight_smile:
 

magmog

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.......wenn Sägeblättr nicht auf voller Breite schneiden können,
neigen sie dazu seitlich auszuweichen und beginnen dann zu flattern,
spätestens wenn sie nicht mehr 100 %-tig scharf sind.
Entsprechend ist die Schnittfläche dann nicht so wie gewünscht.
 

hainwerker

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.......wenn Sägeblättr nicht auf voller Breite schneiden können,
neigen sie dazu seitlich auszuweichen und beginnen dann zu flattern,
spätestens wenn sie nicht mehr 100 %-tig scharf sind.
Entsprechend ist die Schnittfläche dann nicht so wie gewünscht.
Dann war mein Sägeblatt wohl noch scharf, aber meistens hatte das Sägeblatt auch die Zähne komplett im Holz.
 
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