Welche Körnung für meine Tormek Super Grind 2000?

Woodtommi

ww-pappel
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Hallo zusammen, ich bin über einen Garagenfund an eine etwas ältere Tormek gekommen. Vorweg muss ich sagen, dass ich in Sachen Messerschärfen ein absoluter Anfänger bin. Die Maschine läuft leise und die Scheiben haben keine Unwucht bzw. schlagen nicht aus. Auf der Schleifscheibe kann ich leider keine Nennung der Körnung finden. Es handelt sich um eine originale Tormek Super Grind 2000 Scheibe. Welche Körnung könnte die Scheibe haben? Woran erkenne ich, ob die Scheibe noch gut ist bzw. wann sie gewechselt werden sollte? Welche Körnung könnt ihr zum Schärfen von Küchen-und Jagdmesser empfehlen? Welches Zubehör könnt ihr für den Anfang empfehlen? Vielen Dank im voraus. Über ein paar Antworten würde ich mich freuen.
Gruß Tommi
 

pedder

ww-robinie
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Sind das nicht die Standardscheiben mit Körnung 220 (was auch immer die Zahl aussagt?) die man mit den Steinpräparierer angeblich auf Körnung 1000 umrichten kann?

Wenn die Scheibe abnutzt, wird irgendwann der erzeugte hohlschliff zu tief. Wenn man den nicht möchte, muss man das beim Schleifen eh aktiv vermeiden durch Bewegung der Schneide. Ansonsten altern die Dinger nach meinem Eindruck nicht.
 

fahe

ww-robinie
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...auf meiner Supergrind 2000 ist die Tormek-Standardschleifscheibe. Ab und an wird die mit der Tormek-Abziehvorrichtung mit Diamant abgerichtet.

Ich bin war jetzt extra einmal schnell messen: Reichlich 235 mm Durchmesser sind noch übrig. Erste Scheibe seit x Jahren. Bei den Billignachbauten berichten Nutzer, dass sie das in kurzer Zeit "hinkriegen".

Allerdings versuche ich natürlich auch nicht, mit der Tormek Umschleifarbeiten etc. in Angriff zu nehmen... wäre imho auch verschwendete Lebenszeit, weil es viel zu lange dauert.

Garagenfunde sind oftmals nicht vollständig.
Ich wüsste kein Teil, das an einer Tormek ab diesem Alter nicht ersetzbar wäre. In meiner werkelt bspw. schon seit Jahren auch die Edelstahlwelle. Was freilich zu beachten ist: Alle Einzelteile gibt's nicht zum Scheppachpreis.
 

willyy

ww-robinie
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wüsste kein Teil, das an einer Tormek ab diesem Alter nicht ersetzbar wäre
ich habe auch mit keiner Silbe erwähnt, dass es keine Ersatzteile mehr gibt?
Meine Frage zielte darauf ab, ihm evtl. zu sagen dass was fehlt bzw. was man sinnvollerweise brauchen kann bzw. was davon vorhanden ist.

@Woodtommi
hallo Namensvetter, Du schreibst für Küchen und Jagdmesser. Dafür reicht die original Scheibe locker und dreimal.
Wenn es auch Richtung Stechbeitel und Hobel gehen soll, dann zuerst die Spiegelseite "auber" machen, d.h. plan scheifen.
Mit der Tormek bekommt man eine gute Arbeitsschärfe hin.

Ein Servicetelefon Mensch eines Schleifmittelherstellers sagte mir mal, dass die Angaben zu Körnungen bei Scheifscheiben, Schleifpapieren und Gummischeiben nicht genormt sind. D.h. gleiche Angaben können identisch sein, müssen aber nicht.
Die Körnung 200 oder 220 für Tormek habe ich auch im Kopf.
Das Umrichten der Körnung "funktioniert" tatsächlich, zumindest schaut das Schleifbild nachher anders bzw. feiner aus.

Fang mal an mit der Kombination aus original Schleifscheibe und Lederscheibe zum Abziehen. Und wenn noch Wünsche offen bleiben melde Dich.
 

fahe

ww-robinie
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ich habe auch mit keiner Silbe erwähnt, dass es keine Ersatzteile mehr gibt?
Ich finde schlicht erwähnenswert, dass auch für Maschinen, die älter als 35 Jahre alt sind, nicht nur weiter Ersatzteile erhältlich sind, sondern auch die Weiterentwicklung nachfolgender Typen wo immer es ging evolutionär war und dabei beachtet hat, dass Besitzer alter Maschinen sinnvolle Dinge mit dem aktuellen Stand nachrüsten können. Die Edelstahlwelle ist imho so ein sinnvolles Ding.

Die SG-250, die kurz vor der Supergrind 2000 beim Vorgängermodell die bis dahin übliche Natursandsteinschleifscheibe ergänzte und später ganz ablöste, soll eine Körnung von 220 haben. Mit dem Steinpräparierer bekommt man die Scheibe feiner... ob die dann wirklich der angegebenen 1000er Körnung entspricht - keine Ahnung. Auf jeden Fall ist sie damit fein genug, dass Abziehen mit Abziehpaste danach eine sehr gute Schärfe ergibt. Zum Abziehen finde ich die Kompositscheibe besser, die gibt's aber wohl nur für die großen.
 

derdad

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Das Umrichten der Körnung "funktioniert" tatsächlich, zumindest schaut das Schleifbild nachher anders bzw. feiner aus.
Wie funktioniert das?
Man kann ja die Körnung, also die Grösse der Schleifkörner nicht kleiner machen auf der Scheibe? Zumindest stell ich mir vor, wenn ich die Körner mit irgend etwas zerdrücken, verlieren sie die Bindung an der Scheibe und fallen leicht ab. Natürlich fallen sie auch so mit der Zeit ab, dadurch bleibt die "Schärfe" der Scheibe erhalten, aber die Bindung bleibt doch eine Zeitlang erhalten.
LG Gerhard
 

willyy

ww-robinie
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ganz verstanden hab ich das auch nicht. Der "Wolfgang" von Tormek ist mir auf die Frage auch ein bisschen ausgewichen.
Ich vermute, dass der harte Stein eher die Spitzen der Körner abträgt, damit werden die Riefen, die sie anschließend hinterlassen weniger tief.
Das Schleifbild ändert sich zumindest deutlich sichtbar.
 

derdad

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ganz verstanden hab ich das auch nicht. Der "Wolfgang" von Tormek ist mir auf die Frage auch ein bisschen ausgewichen.
Ich vermute, dass der harte Stein eher die Spitzen der Körner abträgt, damit werden die Riefen, die sie anschließend hinterlassen weniger tief.
Das Schleifbild ändert sich zumindest deutlich sichtbar.
So denke ich mir auch. Die Körner werden stumpfer gemacht.
Dieses Phänomen hat man ja auch bei normalem Schleifpapier. Bei abgenutztem Schleifpapier hat man das Gefühl es schleift feiner.
LG Gerhard
 
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