Welche Dübellehre würdet ihr empfehlen?

oliver47228

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Hallo ihr erfahrenen Woodworker,

Ich möchte mir eine Dübellehre (Dowel jig) zulegen. Welche würdet ihr empfehlen? Es gibt ja einige, aus England oder Amerika. Ich bin sehr unentschlossen und von der Auswahl der vielen Modelle überfordert. In den YT Videos komme ich auch nicht so richtig weiter, jedenfalls war das bisher für mich keine Entscheidungshilfe. Am sympathischsten find ich bisher die von Jessem, kann das aber sachlich eher nicht begründen. Sagt ihr mir doch bitte mal Vor- und Nachteile der Geräte, oder was das Auswahlkriterium sein könnte.
 

Undead

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Und wieso nicht einfach eine stink normale Dübellehre von Wolfcraft ?
Muss es unbedingt von den Ammis oder der Insel sein ?

Auch wir haben im eigenen Land gute Produkte, mit dem Generationen arbeiten konnten.

Ich habe die Dübellehre von Wolfcraft und dieses Hand-Dübelteil. Funktioniert beides einwandfrei . Kannst du dir ja auch mal anschauen.

Mit freundlichen Grüßen Olli
 

derdad

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Einen schönen Abend!
Ich besitze keine Dübellehre, hab bis jetzt noch mit keiner gearbeitet. Aus Interesse hab ich mir jetzt auf YT dieses Teil von JessEm angesehen. Meiner Ansicht nach sind da zu viele Verstellmöglichkeiten drauf. Die Hersteller versuchen die Dinger sehr vielseitig zu bauen, je mehr Einstellmöglichkeiten jedoch vorhanden sind, umso mehr Fehler und Ungenauigkeiten passieren. Ich sprech da aus 35 Jahren Tischlererfahrung.

LG Gerhard
 

WinfriedM

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Die JessEm macht auf dem youtube-Video auf mich schon einen sehr guten Eindruck. Man merkt, dass die Kanadier bei solchen Werkzeugen noch richtig Herzblut reinstecken. Diese Wolfcraft-Dinger scheinen für Standard-Dübelfälle hinreichend gut, aber schön und durchdacht geht anders. Eher auf billige Herstellung optimiert.

Allerdings gäbs wohl hier für eine Dübellehre für 129-199 Dollar nur einen extrem kleinen Markt.

Wie willst du das Problem lösen, dass es für die Jessem nur zöllige Bohrbuchsen gibt?
 

tupilak

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Hallo,
geh mal auf www.Neutechnik.de und gib Dübelking ein.
könnte womöglich was sein.
gruß!
Ja, ist es, für die Tonne.
Vor Jahren selbst auf die Werbung reingefallen,
lässt sich nicht mal als Zubehörspender für andere Sachen nutzen,
ganz davon ab das man das Teil nicht mit allen (Akku)Bohrmaschinen nutzen kann.
Dann eher die empfohlenen Teile von Wolfcraft/KWB.
Zu bedenken ist ausserdem, das Dübelverbindungen kaum Spielraum lassen,
da ist die Flachdübelempfehlung von Ingo für Anfänger besser geeignet.
Und es muss keine Fräse von Lamello oder anderen hochpreisigen Herstellern sein,
die günstigeren tun es im Hobbybereich auch.
 

borisffm

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Hallo,

Ich habe auch über die Anschaffung von einer Dübellehre nachgedacht. Jessem ist sehr wahrscheinlich sehr gut und universell. Bis jetzt habe ich aber keine Erfahrungsberichte darüber gesehen.

Ich habe bis jetzt immer mit einfachen selbstgebastelte Schablonen gearbeitet und für viele Löcher habe ich mir Wolfcraft Dübelleiste vor paar Jahren gekauft.
Ich kann aber die Wolfcraft Dübelleiste nicht wirklich weiter empfehlen. Für das Dübeln zumindest. Um genau damit zu sein, muss man sehr gut aufpassen. Die Kunststoffteile sind nicht wirklich präzise hergestellt.

Flachdübelfräse habe ich auch.
Domino wäre gut, aber fürs Hobby finde ich die übertrieben.

Boris
 

oliver47228

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Ich glaube, kaum einer arbeitet hier mit Holzdübeln. Ich dachte so gut wie jeder hier hat eine Dübellehre. Ich baue gerade an einem Stand für meine Gts10 und da war das erste was mir fehlte eine präzise Dübellehre um Verbindungen herzustellen. Die von Wolfcraft kann ja nur Bretter verbinden, wenn es mal ein Kantholz 80/80 mit Brett verbinden soll ist die schon raus. Ich glaube es gibt da kaum Alternativen zu. Und das Argument, die Wolfcraft sei ein deutsches Prdukt glaube ich nicht. Die kommt bestimmt aus fernost. Ich kaufe gerne wertig und Nachhaltig, ich glaube das ist die Jessem oder eine vergleichbare Lehre schon geeignet.

Wen es interessiert, ich hab mal ein Herstellervideo gefunden von so einer, die ich meine

https://m.youtube.com/watch?v=A3tE61O0zzk
Mir scheint das System mit dem versetzen schon durchdacht, es funktioniert eben auch bei Kanthölzern und dicken Balken
 

Fritze

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Für Kanthölzer nehme ich meist Dübelmarkierer.
Die Lehre im Video ist ja nicht schlecht, nur wenn's eine Kanadische ist wird die ja Zoll Maße haben. eine mit Metrischen Maßen wäre da schon besser. Darauf würde ich achten.
Anbei mal ein Bildchen von meinen GTS 10 Untergestell.
 

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Jürgen F

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Hallo Oliver,
ich hab den Kauf meiner Jessem-Dübelschablone nie bereut!
Mein letztes Projekt war eine Treppe mit filigranen Unterbau (nur 3 Stufen in den Wintergarten) im Keller mit der Jessem vorbereitet (Flachdübel wären zu groß) und dann vor Ort zusammengesteckt keine Probleme, alles passt, einmal eingestellt - ruck zuck gebohrt, da macht das Arbeiten richtig Spaß!
Wenn du nicht aufs Geld achten muss kann ich dir die Jessem nur empfehlen!
 

pixelflicker

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Hallo,

ich selbst nutze auch den Meisterdübler von Wolfcraft. Mit dem komme ich sehr gut klar und bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Es stimmt schon, dass man damit nicht alles machen kann. Das was nicht geht, mach ich dann eben mit Dübelspitzen.

Die JessEm sieht schon schick aus, aber die Funktionialität unterscheidet sich ja quasi nicht von der von Wolfcraft. Ich sehe da jedenfalls nicht den großen Vortiel, außer, dass man da sehr viele Dübel nebeneinander setzen kann, aber das finde ich sowieso übertrieben. Den Preis würde ich dafür nicht zahlen wollen.
 

ranx

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moin,

ich habe mir für 150 € eine gebrauchte Dübelbohrmaschine gekauft.
Ohne Pneumatik und Steuerung funktioniert die einfach und zuverlässig.
10 Schubladen für einen kleinen Schrank waren schnell gebohrt und
zusammen geleimt. Sonnst hätte ich das mit der Flachdübelfräse gemacht.
Vom Platzbedarf der Maschinen natürlich ein riesen Unterschied ...
aber ich sammele ja alte und neue Bohrmaschinen, Sägen usw... :emoji_grin:
https://www.google.de/search?q=Ayen...8a7YAhVIZFAKHV7FBxkQ_AUICygC&biw=1280&bih=650
Ayen DB1000H1 in der Google Bildersuche

LG uwe
 

ranx

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moin,
@WinfriedM

gibt es auch, habe ich schon mal gesehen. Da wird dann die Handbohrmaschine mit
Euro Hals eingesetzt. Die Vorrichtung beinhaltet auch einen Arbeitstisch mit
Anschlägen.

Wer 120€ für eine Dübellehre ausgeben will sollte auch mal über den Tellerrand
hinaus sehen. Wenn es darum geht Geld in Werkzeug umzuwandeln und auf
möglichst kleinem Platz unterzubringen ist so eine "große" Maschine natürlich
der falsche weg.

LG uwe
 

yoghurt

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Hallo,
laut Lamello-Homepage haben die zu Anfang nur stationäre Flachdübler gebaut. Da würde mich mal ein Foto interessieren...
 

Spatianer

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Ich habe selber auch keine Dübellehre möchte aber schon seit einiger Zeit eine anschaffen aber bisher haben mich die hohen Preise abgeschreckt.
Vom Design her denke ich dass der Dowelmax (einfach mal danach googeln) von der Genauigkeit und von den Einsatzszenarien am Besten ist. Bei den Preisen (mit 6,8,10 mm Büchsen) die dafür aufgerufen werden kommt aber eig nur ein Selbstbau in Frage oder dann eine gute Flachdübelfräse und die ist sogar noch billiger :rolleyes:
 

WinfriedM

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Die Dowelmax wirkt mir wesentlich komplizierter, als die Jessem. Ich liebe da eher minimierte Designs. Gerade diese Spacer beim Dowelmax braucht die Jessem nicht.
 

tiepel

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Hi,

beim Suchen nach "Dowelmax" bin ich zufällig bei Amazon darauf gestossen:

Dübellehre

Sieht nach solidem Maschinenbau aus.
Kennt das Ding jemand? Ein Nachteil ist sicher, dass man in der Brettdicke beschränkt ist.

Gruß Reimund
 
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