Vorschubapparat an Fräse - Montage an Decke ?

Orgelbauer

ww-robinie
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Moin, moin, liebe Holzgemeinde,
ich plane eine Neuordnung meiner Werkstatt. Dazu kommt vielleicht ein Vorschubapparat an die Tischfräse.
Da ab-und-zu bei Kreissägen auf einen seitlich schwenkbaren Oberschutz verwiesen wird (zB. Felder) kam mir die Idee, den Vorschub vielleicht unter der Decke zu montieren. Und nein, bislang ist der Feldermann "sprachlos" zu dieser Fräge. :emoji_thinking:
Also meine Fragen:
  • 1. hat das schon jemand probiert ? :emoji_spy:
  • 2. besteht evtl. die Gefahr des Abgleitens von der senkrechten Säule (auf den Kopf gestellten) ? Die Mechanik ist ja "normal" auf senkrechte Belastung an der Säule ausgerichtet ?
  • 3. …oder ist alles Unsinn … weil oben die Kurbel nur „aufgelegt“ ist ?
  • 4. oder ist die Mechanik derart fest (weil ja klappbar nach unten angeboten), daß meine Frage eigentlich überflüssig ?

Für alle wohlmeinende Aufklärung herzlichst dankend grüße ich vom kalten Waldesrand ins Ländle :emoji_grin:
 
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spitfire MK1

ww-birnbaum
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Hallö Klaus,
auch ich habe diese Lösung ( Vorschubapparat an der Decke) verwirklicht. Ich konnte vor einiger Zeit eine Holzher ETZ günstigst ergattert. Auf meine Hammer Winner mit Fräse konnte ich das schwere Ding (ca. 55 Kg)
nicht aufbauen. Also habe ich das Trumm mit dem Fuß an die Decke geschraubt Um auf eine aktzeptable Höhe zu bekommen habe ich zwischen Decke und Fuß des Vorschubs eine Schweisskonstruktion dazwischen gebaut.
Jetzt kann ich alle Achsen des Vorschubs bedienen. Der waagrechte Ausleger des Vorschubs bleibt an der Oberseite des Standrohres ( jetzt natürlich unten) an einem Sicherungsring hängen. Die Höhenverstellung betätige ich ganz normal über das Höhenverstellrad.
Ich hoffe ich habe Dir geholfen.
Gruß Günter
 

Orgelbauer

ww-robinie
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Suupii Günter,
das klingt so, wie ich es mir vorstellte. Bei "normalen Deckenhöhen" (Keller/Garage usw /2,2m ~2,5m) sah ich da denn auch so keine großen Konstruktionen. Zumal ja ca. 90cm für die Fräse und ca. 60cm für die senkrechte Säule abzuziehen wären.
Da kommen fast noch Gedanken, eine "Laufschiene" zum seitlichen verschieben unter der Decke anzubringen...
Natürlich ist das Nichts, für Leute, die entsprechende Werkstatt-/Hallenhöhen haben. Dort ist ja eh meist genügend Platz zur Seite/Hinten.

Dank Dir mit Grüßen
 

Orgelbauer

ww-robinie
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Moin und Danke Günter,
hatte jetzt kein Rohr im Sinn... doch das ist ja ne einfache Lösung. Könnte sein, daß bald mehr Holzwürmer auf solche Ideen kommen ? :emoji_nerd::emoji_spy::emoji_thinking:
Gut gelöst finde ich !
Wieviel Platz/Höhe unter dem Handrad bis Maschinentisch hast Du noch ?
Wie ist die senkrechte Säule gegen herunterfallen gesichert ?
Ist sie ab Werk verankert - oder hast Du da "eingegriffen" ? Vielleicht hast Du auch da ein Bildchen ? (bitte)
Mir schwebt auch eine Schwenklösung an der Wand vor, da die Maschine bei mir bis an die Wand steht ...und der Klappmechanismuß am Maschinentisch m.E. die letzte Variante würde.
Die Schwenkung am Tisch selbst befestigt, erledigt sich von allein, weil dann die Sägen-Schnittbreite zu arg eingeengt würde.
Du bekommst von mir sogleich :emoji_thumbsup::emoji_thumbsup::emoji_thumbsup: für Deine Lösung.


[Spaßan (3D. entspricht 75 Gummipunkten - ab 100 gibt es ne Baggerfahrt im Harz - bei Schönwetter in der Schaufel) Spaßaus]:emoji_grin:
 

spitfire MK1

ww-birnbaum
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Hallo Klaus,
stell Dir mal den Vorschub normal stehend vor. Der Befestigungsfuß befindet sich am unteren Ende der Tragsäule. Den fuß konnte ich nach oben verschieben. Keine Ahnung wie es bei anderen Herstellern gebaut ist. Am unteren Ende der Tragsäule ist eine Ringnut eingedreht, in der sich eine Art Seegerring befindet. Stellt man den Vorschub jetzt auf den Kopf rutscht der Befestigungsfuß in Richtung des Aggregates. Zieht man den Fuß nach oben , kann der Fuß nicht von der Tragsäule rutschen, da derSeegerring dies verhindert. Dieser Ring trägt bei mir den gesamten Vorschub kopfüber. Ist kein Ring wie bei mir vorhanden könntest Du in die Wandung der Säule ein Loch bohren und dann eine Schraube oder zwei einbauen als Absturzstopp. Der Abstand zwischen Höhenhandrad und Formatsäge beträgt 65 mm. Damit steht der gesamte Sägetisch mir zur Verfügung.Gut genug habe ich nicht nachgedacht. Grund: Parallelanschlag kann ich nur in dere flachen Stellung unter dem Höhenstellrad durchschieben. Trotzdem nicht weiter tragisch, ich ziehe den Anschlag zurück ( hoher Anschlag) und schiebe dann zur R/H Seite. Schwenkvorrichtungen oder Laufschiene halte ich nicht für eine gute Lösung für diesen Vorschub. Das Gewicht ist schon immens und die Kraft für die Bewegung des Materials (Holz) ist erheblich.
Ich hoffe ich habe Dir geholfen.
Gruß
Günter
 

teluke

ww-robinie
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Und wenn Du etwas sägen willst das höher ist als 65mm?

Ich halte das für eine Schnapsidee.

Du kannst doch das Teil nicht abschrauben wenn es gerade mal stört? Da brauchst Du zwei Mann Hilfe.
Außerdem entsteht da im Betrieb ein gewaltiges Moment an den Schrauben in der Decke.
Die Basis dort müsste deutlich größer sein und das kpl. Konstrukt müsste bei Nichtgebrauch in die Höhe verschoben werden können. Z.B. mit einem elektrischen/pneumatischen/hydraulischen Hubzylinder.

Ich denke die Abklapplösung, oder noch besser die Wegschwenklösung ist da um Längen besser.
Bei beiden Lösungen bleibt der Maschinentisch kpl. frei.
Beide Lösungen leicht von einem Mann zu bedienen.
 

Ser_i_ous

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Ich könnte mir vorstellen, dass das Handrad in diesem Fall demontierbar sein wird...
Ich hätte die Grundplatte auch größer gemacht, rein für das gute Gefühl... aber die Decke sieht nach Beton aus, mit den richtigen Ankern kann sowas große Lasten aufnehmen...
Aber das finde ich dennoch vertrauenserweckender als die SpielzeugHalterung an den Hammer Fräsen
 

Hondo6566

ww-robinie
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Also mich würde das total nerven wenn das mir ständig im Blickfeld herumhängen würde. Wie oft braucht man den schon an einer kombinierten?
Da hätte ich auch was zum abklappen gebaut.
 

Orgelbauer

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Danke Günter.
Du hast mir sehr geholfen ! :emoji_thumbsup:
Da ja "Spiel" auf der senkrechten Säule ist, kann m.E. die Zwischen-Abstandslösung von der Decke doch ausgetüftelt werden, weil mehr Tiefgang, als bis die als Rolle auf dem Maschinentisch aufliegt, braucht es doch nie ! Der Maschinentisch hat ja keine Absenkung. Damit müßte also das Höhenrad auch weiter nach oben wandern...
Ich hatte früher mal die Lösung mit Abklapp-Vorrichtung ...die hat auch gehalten (hatte ne Verriegelung für Vorschubbetrieb)... doch das ist Vergangenheit. Und heute plane ich halt etwas anders.
Danke und Grüße :emoji_slight_smile:

PS: der Platz zum Runterklappen ist bereits verplant, darum meine Suche in verschiedene Richtungen. :emoji_nerd:
 

Ser_i_ous

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Sagt mal, stört nur mich das wie das von den Österreichern gebaut ist?
So wie sich Hr. Rech müht das Ding zu schwenken, ist es alles andere als leicht... das hängt aber letztendlich auch nur an einem
gekanteten Teil aus max 2-3 mm Blech... ist zwar mit sicherheit ausreichend, aber ich finde das hat was von Dachrinnenblech :emoji_wink:
 

Orgelbauer

ww-robinie
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Moin,
würde ich so nicht ausdrücken. "Damals" mein erster war etwas anders ausgeführt. Da aber über 20 Jahre her, ist kein Bild mehr zu liefern.
Du baust ja nicht alle 2Minuten um von Sägen auf Fräsen, zB.
Und , so Du "nur" ein Säge-/ Fräsenkombi hast, wird das Teil weniger genutzt, als bei der 3er-Kombi, wo er sogar zum Abrichten mit herangezogen werden kann (siehe Filme Felder), was ich durchaus genial finde. ZB bei vielen Rahmenhölzern...
Also der Klappmechanismus wird teils unterschiedlich ausgeführt (Hersteller). Und ja, so ein Vorschubsapparat hat Kilos, die schnell in Richtung >60kg sein können, je nach Ausführung und Hersteller. Das ist ein Kraftpaket, was an Fräse/ Säge/ Hobel a) das Holz bewegen, b) die Gegenkräfte durch Spanwerkzeug aufnehmen und c) eine Portion Sicherheitsreserve haben muß. :emoji_point_up_2:
...Bedienung Klappmechanismus durchaus ein Ersatz für Mukki-Bude :emoji_muscle::emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:

:emoji_upside_down:...und nein, auch hier gibt es m.E. bislang nicht DIE Lösung. Nur hab ich auch noch in keinem Forum/ YT-Fillem gesehen/gehört, das so ein Klappmechanismus zusammengeklappt wäre. Vielleicht überleben ja doch die Konstruktionen ihre Bediener ?:emoji_thinking:
Zu schlechtes Essen ? Zu schlechte Luft ? ...Zu oft nach`n Aaazt gewesen ? Wer kann das schon sagen ? :emoji_spy: :emoji_upside_down:
 

teluke

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Aber das finde ich dennoch vertrauenserweckender als die SpielzeugHalterung an den Hammer Fräsen

Ich kenne die "Spielzeughalterung" an den Hammer Fräsen nicht.
Aber meine Fräse ist auch von Felder. Der Vorschubapparat sitzt da auf einer Wegschwenkvorrichtung.
Diese Konstruktion ist absolut stabil und super gut ohne Anstrengung zu nutzen.
 

Orgelbauer

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Du wirst lachen... genau diese Vorrichtung in Verbindung zu meinen Platz- und Stellmöglichkeiten brachte mich auf die Frage ! :emoji_thumbsup:
Natürlich auch die Freiheit, mal über die Grenzen meines Gedankenkartons hinweg zu denken. Von weiter weg sieht manches anders aus und manch Lösung ergibt sich durch andere Blickwinkel. ...Vielleicht sollte ich mir auch mal jene Vorrichtung genauer anschauen.
Weil, wenn die auf den Kopf gestellt ...? gleich mal hinklikkern... :emoji_thinking:
Dank Dir vielmals, für Deinen Hinweis. :emoji_sunglasses:
 

Orgelbauer

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Moin...
muß mich vielleicht korrigieren. Das dürftige Bild scheint Hoffnung zu geben. :emoji_open_mouth: Irgendwie knapp unter Tischoberfläche würde das teil nix behindern. Also Vorschub fast an Wand schwenkbar. Jetzt noch die Armlänge herausbekommen ... und wenn´s paßt ? ...FreuSieFreu ! :emoji_upside_down::emoji_slight_smile:
Na-denn... :emoji_spy:
 

predatorklein

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hallo

Ich kenne die "Spielzeughalterung" an den Hammer Fräsen nicht.

Ist auch keine " Spielzeughalterung " :

https://at.feldershop.com/Fraesen/V...-Vorschubapparat-Abklappvorrichtung-oxid.html

Hier mal das Felder Teil , hatten wir an der KF 700 :

https://at.feldershop.com/Fraesen/V...ELDER-Vorschubapparat-Abklappvorrichtung.html

Damals gab´s die Gasfederunterstützung noch nicht .

Und was ein Wunder , sehen beide ziemlich ähnlich aus :emoji_slight_smile:

Dürften von der Materialdicke her kaum unterschiedlich sein .

Das Teil ist ziemlich durchdacht und war an der KF 700 easy zu händeln .

Die " Wegschwenkvorrichtung " gab es damals auch noch nicht , ist natürlich nochmal einfacher .

Gruß
 

dts2805

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Das Blöde bei den Hammer Geräten ist, dass sie, anders als bei den Felder Maschinen, keine pneumatische Unterstützung haben. Alles muss rein mit Muskelkraft hoch gewuchtet werden. Das ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig...
 

MacWolf

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Dass keine pneumatische Unterstützung für die Hammer vorgesehen ist, hat mich auch ein wenig gestört. Ich bin zwar nur Hobby-Tischler und muss daher nicht allzuoft den Vorschub in die Höhe hieven, bin aber als ehemaliger Beamter und mit meinen bald 68 Jahren nicht übertrieben mit Muskeln bestückt :emoji_wink:
Ein Mitarbeiter von Felder hat mir erzählt, dass ein Kunde das Problem mit einem Flaschenzug gelöst hat. Ich hab zwar nicht gesehen, wie das aussieht, aber eine Überlegung wäre es wert.

Viele Grüße
Wolfgang
 

IngoS

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Dass keine pneumatische Unterstützung für die Hammer vorgesehen ist, hat mich auch ein wenig gestört.
Das Blöde bei den Hammer Geräten ist, dass sie, anders als bei den Felder Maschinen, keine pneumatische Unterstützung haben
Hallo,

warum habt ihr denn dann Hammer gekauft und nicht Felder, oder noch besser Format 4.:emoji_slight_smile:
Man bekommt, was man bezahlt.
ich bin als inzwischen 70jähriger Beamter immer ganz ohne Vorschubapparat ausgekommen.

Gruß

Ingo
 

MacWolf

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Hallo „Kollege“ Ingo,

gut gesagt :emoji_wink: Natürlich hätte ich mir noch lieber eine Felder gekauft, aber da hätte ich beim Bierkonsum zurückstecken müssen :emoji_wink:
Ich bin ja mit meiner Hammer sehr zufrieden, die pneumatische Unterstützung wäre halt ein Nice to have gewesen ...

Viele Grüße
Wolfgang

P.S.: Darf ich fragen, in welchem Ressort du tätig warst?
 
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