Verstellbare Hand-Reibahle

elmgi

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Hallo zusammen,

ich überlege ob es möglich ist vorhandene Bohrungen in Holz - von z.B. 20 mm Durchmesser (Buche-Multiplex 40 mm) - mit einer verstellbaren Hand-Reibahle auf z.B. 20,2 mm / 20,3 mm sauber aufzuweiten.
Meine bisherigen Anfragen (Wabeco/Metallfachleute wie Feinmechaniker etc.) ergaben (ausser Vermutungen) leider keine verwertbaren Ergebnisse.

Hat das schon jemand persönlich versucht oder kann dazu etwas verlässliches aussagen?

Grüsse

Elmar
 

lunateide

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Hallo Elmar,

das Problem ist mir vertraut.
Lochreihen in Werkbankplatte.

Mit einem Hartmetall-Kunstbohrer einer renomierten Firma habe ich 19 mm Löcher allerdings in eine Küchenarbeitsplatte gebohrt mit dem Ergebnis, meine Steckwerkzeuge gingen nicht rein.

Ich habe dann mit einem Metallspiralbohrer (19,0 mm) mit dem kleinsten Gang einer Handbohrmaschine in einem mobilen Bohrständer alle Löcher nachgebohrt.

Den Bohrständer habe ich für jede Bohrung mit Schraubzwingen gesichert.

Da kommt Freude auf.

Gruß
Roland
 

Eddy

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Ich habe bei mir 19er Löcher gebohrt, und keine Probleme mit meinen
Steckwerkzeugen:emoji_wink:
Gekauft alle bei Schmid feine Werkzeuge.

Gruß Eddy
 

fritz-rs

am 7.9.2016 verstorben
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Wenn die Handreibahle scharf ist, geht das bei Hartholz.
Es geht noch besser, mit Reibahlen mit FixØ.

Gruß Fritz
 

GertG

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Wenns nur um ein paar Zehntel geht, funktioniert auch ein geschlitzter Bolzen mit minimalem Untermaß, in dessen Schlitz man Schleifleinen einklemmt, welches einmal um den Bolzen reicht.
Mit diesem Werkzeug und einem Akkuschrauber läßt sich eine Bohrung einigermaßen zylindrisch ausläppen.
Wird das Spiel zu groß, obwohl das Fertigmaß noch nicht erzeugt ist, legt man einfach eine Lage Leinen mehr um den Bolzen.

Der muß auch nicht zwingend aus Metall sein, sondern kann auch aus hartem Holz (Dübelstab/Besenstiel o.ä.) hergestellt werden.
 

elmgi

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Hallo Gert,

danke für Deine Anregung, aber wie Du schon selbst schreibst "läßt sich die Bohrung einigermaßen..."
Ich benötige aber eine sehr präzise Lösung, bei der eine Abweichung von 2/10 mm schon grenzwertig ist.
Statt nun alle Bohrungen aufzuweiten werde ich die zylindrischen Teile der Steckwerkzeuge auf ein bestimmtes Sollmaß abdrehen lassen. Dadurch reduziert sich zwar die Zahl der möglichen Steckwerkzeuglieferanten, aber meine "Wunschkandidaten" bleiben - Gott sei Dank - davon unberührt.

Grüsse

Elmar
 

GertG

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Die "paar Zehntel" beziehen sich auf das, was Du gerne an Material weghaben möchtest.
Nicht auf die Toleranz des Ergebnisses.
Ich wollte damit andeuten, daß man mit dieser Methode besser keine 10er Bohrung auf 35mm aufweitet.

Es ist aber immer schwierig mit solchen Tips, da man nie weiß, was der Gegenüber für Vorkenntnisse und Fähigkeiten hat.
Mit einer ähnlichen Vorrichtung läppen wir Pumpenzylinder mit einer Toleranz < 1/100mm.

Am einfachsten ist natürlich immer ein maßhaltiges Werkzeug zum Bohren.
Wobei allzu enge Passungen bei Massivholz auch gerne mal bis zum Klemmen zuquellen.

Ist halt ein Naturmaterial; unser Holz.
 

elmgi

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@ Gert,

ich hatte ja im ersten Beitrag erwähnt, dass es lediglich um eine Aufweitung von 2/10-3/10 geht.
Wären einige Zehntel unerheblich, hätte ich auch gleich die Bohrungen mit Durchmesser 20,5 ausführen lassen. Hatte aber diesbezüglich mit Herrn Epple telefoniert, dessen Steckschraubzwingen Schaftdurchmesser 20 besitzen und der aus bestimmten Gründen auch nicht auf 20,5er Bohrungen geht.
Ich habe für mich lediglich einen Weg gesucht, der einerseits die gewünschte Präzision ermöglicht, andererseits aber den (Kosten)Aufwand im Rahmen hält.

Grüsse

Elmar
 
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