Verbesserung meiner Arbeitsmethoden und/oder Werkzeuge

klein08

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Liebes Forum,

als Bürohengst kenne ich die Holzbearbeitung nur von der nichtkommerziellen Hobbyseite. Allerdings habe ich die Gene meines Vaters geerbt (seines Zeichens passionierter Hobby-Woodworker seit 40 Jahren) und baue die meisten Möbel, Lautsprecher und Konstruktionen bei uns selbst. Einen ausreichend großen Raum habe ich mir auch sichern können.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass ich mir das Leben durch meine Unerfahrenheit häufig etwas schwer mache und daher würde ich Euch gerne schildern, wie ich derzeit bei meinen häufigsten Arbeiten vorgehe. Freuen würde ich mich über Anregungen, was ich ändern sollte oder was ich mir an Maschinen kaufen sollte.


Laminat

Das schneide ich derzeit mit der Kappsäge (Metabo KGS 216M) und Ausschnitte mit der Stichsäge (Metabo STE 90 SCS). Das klappt super und ich sehe kein Verbesserungspotential.


Regale und Schränke

Bretter (meist Fichte/Tanne/Kiefer/Buche in 18mm), bei denen man nur eine Seite der Querschnittkante sieht, werden mit der Kappsäge geschnitten. Die andere Seite (unten) hat teils heftige Ausrisse, trotz 64-Zahn-Blatt aus dem örtlichen Fachhandel.

Sind beide Seiten zu sehen (oder der Schnitt länger als 30cm), wird zunächst mit der Stichsäge vorgeschnitten und anschließend mit der Oberfräse (ab Freitag Perles OF3 808E) die Kante begradigt. Ich würde mich freuen, wenn das einfacher ginge.

Abgerundete Kanten werden halt mit dem Abrundfräser hergestellt.

Geschliffen werden Flächen mit einem Excenterschleifer von Bosch grün. Kleinere Dinge mit der Schleifmaus von Metabo. Der Rest von Hand.


Löcher und Schrauben

Alle Sorten Löcher und Schrauben werden mit dem Akkubohrer Metabo 18V Li hergestellt bzw. geschraubt. Reicht die Kraft mal nicht aus oder ich brauche Schlag, nehme ich die 230V Bohrmaschine von Bosch grün. Reicht in unserem Haus beides völlig aus.

Für gerade Bohrungen (z.B. für Schnellverbinder) habe ich einen Bohrständer.*


Sonstiges

Von den Vorbesitzern ist ein Doppelschleifer hier geblieben, den ich aber erst einmal im Einsatz hatte. Außerdem eine selbst gebastelte Tischkreissäge aus Bohrmaschine mit Aufsatz, aber ich würde nicht von perfekter Rechtwinkligkeit sprechen. Wahrscheinlich zerlege ich das Teil im Zuge des gerade stattfindenden Umbaus des Werkkellers.

Baue ich gerade mal wieder ein Paar Lautsprecher, wird MDF bearbeitet und die runden Ausschnitte mache ich mit einem selbstgebauten Fräszirkel. Nicht komfortabel, aber funktioniert. Alle anderen Arbeitsschritte sind oben bereits enthalten.


Das sollte alles gewesen sein. Falls ich eine wichtige Angabe vergessen habe, bitte einfach nachfragen.

Über jeden Tipp, der mir das Leben in Zukunft einfacher machen wird, bin ich sehr dankbar.
 

Dusi

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Dir fehlt definitv eine Tischkreissäge oder Handkreissäge mit Schiene. Die Vor- und Nachteile sind hier im Forum tausendfach diskutiert, da wirst du wochenlang lesen können, wenn du danach suchst.

Aber du brauchst eine Möglichkeit lange gerade schnitte machen zu können.
Ach ja und vergiss nicht, dass man zum Holzwerken auch noch ein paar Handwerkzeuge braucht. Hobel, Stemmeisen z.B.
 

klein08

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Ah ja, vielen Dank für den Hinweis. Ich hätte erwähnen sollen, dass ich in den letzten Tagen viel gelesen habe und gerade auch zum Thema Tisch- und Handkreissäge. Ich stelle mir durchaus die Frage, ob ich dies brauche. Länge Schnitte sind ein Argument, aber es geht ja auch mit der Stichsäge und wenn eh mit der Oberfräse nachgearbeitet wird, macht es keinen großen Unterschied, ob der Schnitt perfekt gerade ist oder nicht. Oder schneidet eine Tischkreissäge wirklich so sauber, dass der 2. Arbeitsgang entfällt? Wieso kann sie das, obwohl sie doch der Kappsäge so ähnlich ist und die solch unsaubere Kanten auf einer Seite produziert?

Handwerkzeuge vergaß ich zu erwähnen. Davon ist für meinen derzeitigen Bedarf genug vorhanden und wenn mal etwas fehlt ist es ja keine große Ausgabe das nachzukaufen - jedenfalls im Vergleich zu Elektrowerkzeugen.
 

lesepirat

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Ich verstehe deine Frage/Problem nicht. Scheinbar bist du mit deiner Arbeitsweise zufrieden, also bleibt dabei. Für mich, wie für Dusi, erleichtert eine TKS und/oder HKS die Arbeit/das Hobby unheimlich. (Ja, der 2. Arbeitsschritt entfällt.) Und:
ist es ja keine große Ausgabe das nachzukaufen
Wenn du dich da mal nicht verschätzt, :emoji_wink: aber auch das ist eine Frage des Anspruchs....
 

seschmi

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Bretter (meist Fichte/Tanne/Kiefer/Buche in 18mm), bei denen man nur eine Seite der Querschnittkante sieht, werden mit der Kappsäge geschnitten. Die andere Seite (unten) hat teils heftige Ausrisse, trotz 64-Zahn-Blatt aus dem örtlichen Fachhandel.

Es ist mir nicht ganz klar, warum du "heftige Ausrisse" hast. Eigentlich sollte ein 64 Zahn Blatt einigermaßen schöne Schnittkanten machen. Ist das Blatt vielleicht einfach stumpf? Hast Du schonmal ein anderes Blatt probiert? Was ist es denn für ein Blatt?
 

klein08

ww-fichte
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Meine Frage hast Du doch gut erfasst und sogar zum Teil beantwortet. Die Tischkreissäge kann also meinen 2-stufigen Prozess in einem zusammenfassen. Das ist ja schon mal super.

Mich würde noch interessieren, wieso das Schnittergebnis so viel anders ist, als bei der Kappsäge, denn beide Werkzeuge arbeiten ja mit einem runden rotierenden Sägeblatt.

Auch würde mich interessieren, was genau ich brauche, damit ich ein solches Schnittergebnis erziele. In meiner Erinnerung sahen die Schnitte mit Vaters Handkreissäge ähnlich meiner Kappsäge aus. Modell und Blatt kann ich auswendig nicht mehr nennen.

Mein Kappsägenblatt liefert seit Kauf konstante Ergebnisse. Stumpf im Sinne von Abnutzung schließe ich mal aus. Marke? Da muss ich nachschauen. Hab im Laden einfach das mit dem feinsten Schnittergebnis für meine Säge verlangt und auf den Rat des Verkäufers vertraut.
 

MysteriumHolz

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Mich würde noch interessieren, wieso das Schnittergebnis so viel anders ist, als bei der Kappsäge, denn beide Werkzeuge arbeiten ja mit einem runden rotierenden Sägeblatt.

Ich kenne Deine Kappsäge nicht, aber ich glaube, dass das Video von Heiko Rech hier recht aufschlussreich ist, d.h. Dir gut zeigen kann, was mit z.B. einer guten Tauchsäge und richtiger Sägetechnik möglich ist:

[ame=http://www.youtube.com/watch?v=L0agK9nLUj4]Fügen mit der Handkreissäge - YouTube[/ame]

Vielleicht kriegst Du ja noch Tipps für bessere Ergebnisse mit Deiner Kappsäge.
 

kpwn

ww-kiefer
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Ausrissfreie Schnitte an der Kappsäge sind mit Opferbrett leicht zu erreichen. Bau dir ein L förmiges Auflage aus Holz und befestige sie sicher auf dem Maschinentisch der Kappsäge. Säge einmal damit ein Schlitz entsteht in den ganz genau das Sägeblatt passt. Wenn du darauf deine Werkstücke sägst sollte es deutlich weniger Ausrisse geben. Voraussetzung ist jedoch immer das richtige und vor allem scharfe Sägeblatt.

Wenn ich lange Werkstücke schneide benutze ich nur die TKS. Ein nachbearbeiten ist bei mir nicht erforderlich.
Mit einer Tauchsäge sollte das auch zu erzielen sein.

Handwerkzeug wurde ja bereits genannt. Du wirst dich wundern wie oft du es benutzen wirst. Geräte Privat stellt wohl keiner Serien her und viele kleine arbeiten gehen mit Handwerkzeug einfach sehr schnell.
 

Sägenbremser

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Hallo Klein

ein Name, braucht ja nicht deiner sein, wäre
als Anrede schön. Ich mag einfach solche mehr
einfachen Attitüden in meiner Kommunikation.

Deine Kappsäge ist ja eine eher einfache Maschine.
Würde mal die Passungen der Führungen mit etwas
gesundem Misstrauen beäugen. Diese Säge hat ein
Bekannter von mir mal für runde 80Euro bei seinem
Lieblingsdiscounter erstanden und nach meinem etwas
bösen Blick auch sofort wieder dort hin zurück gebracht.

Hast du das Laminat, ganz böses Wort, auch zuvor damit
abgekappt? Danach schneidet das gute Blatt bestimmt nicht
mehr ausrissfrei, obwohl es noch recht lecker aussehen mag.

Zum runden, rotierenden Sägeblatt kann ich dir glaubhaft
versichern - meine rostige Attika Säge dreht auch recht rund,
aber die Schnittergebnisse sind leider nur für Schalholz gut.
Jenseits der Baustellenarbeit ist das wirklich nicht die Säge
meiner Wahl gewesen, dort ist sie aber unverzichtbar nach
der glaubhaften Aussage meiner freundlichen, rumänischen
Beton.-und Mörtelkünstler.

Wie machst du das mit dem Kantennachfräsen, auf einer
Führungsschiene, mit einem Parallelanschlag, oder anders?

Empfinde schon, daß dir hier einige Foristi, mit mir so noch
nicht bekannten Freundlichkeit geantwortet haben. Ich hoffe
das es auch weiterhin so bleiben könnte.

Mit freundlichen Grüssen, Harald
 

klein08

ww-fichte
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Das Video ist ja furchtbar, jetzt sitze ich hier schon wieder die ganze Zeit und schaue mir verschiedenste youtube-Videos an. :emoji_wink: So viele Anregungen...

Opferbrett habe ich, wenn auch nicht fest verbunden, bereits versucht. Das brachte leider keine Besserung. Ich werde morgen, wenn die Familie nicht gerade schläft, einen neuen Versuch mit fester Verbindung durchführen. Ich bin gespannt.

Handwerkzeug benutze ich häufig, das ist richtig. Sogar mein Schleifklotz kommt ständig zum Einsatz und ich stehe eigentlich mit Schleifen ohne Strom auf Kriegsfuß. :emoji_wink:

Ihr bringt mich immer mehr Richtung Tischkreissäge, auch wenn die Anzahl der Schnitte >30cm bei mir eher selten vorkommen. Einen Arbeitsgang zu sparen wäre schon eine Erleichterung. Was mich abhält ist, dass es bestimmt gleich wieder heißt, es muss ein richtig teures Gerät sein. Gutes Werkzeug ist super, schlechtes grauenhaft, aber wenn der Preis den Wert der Möbel, die damit insgesamt gefertigt werden übersteigt, kann ich das nicht mal vor mir selbst rechtfertigen.

Die Führungen meiner Kappsäge würde ich gerne auf Passgenauigkeit beäugen, wenn ich denn wüsste, welche gemeint sind. Lässt sich das für einen Laien schildern?

Das Laminat kappe ich mit dem gleichen Sägeblatt, aber bevor das erste Brett auf der Säge lag, habe ich Fichte gesägt und das sah mit dem nagelneuen Blatt nicht anders aus.

Da meine Perles Oberfräse erst Freitag geliefert wird, hatte ich bislang weder Führungsschiene noch Parallelanschlag. Daher habe ich mir mit 2 Schraubzwingen und einem geraden Stück Holz beholfen. Das wurde passend auf dem abzufräsenden Werkstück eingespannt und die Fräse daran entlanggeführt. In Zukunft plane ich dem mitgelieferten Parallelanschlag eine Chance zu geben. Gibt es bessere Möglichkeiten? Not macht halt erfinderisch.

Habe ich eine Hausregel missachtet, weshalb Du überrascht bist, dass man mir freundlich antwortet? Ich hoffe doch nicht. Ich habe sogar extra bei der Registrierung die Forenregeln angeschaut, auch wenn es nur Standardregeln mit Selbstverständlichkeiten waren, zumindest für mich.

Ich hoffe keinen Fehler gemacht zu haben und freue mich ebenso, wenn es freundlich bleibt
Ingo
 

TomfromMuc

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Hallo Ingo,

wenn Du vor allem kleine Dinge sägst, wäre eine Tischkreissäge mit Zugfunktion die richtige Wahl. Ich habe die UK 333 und bin recht zufrieden damit. Gibt es auch in einer Nummer kleiner. Den Wert eines kleinen Möbelstückes übersteigt die zwar schon, auf Dauer rentiert sich das aber sicher und der Spaßfaktor / Erfolg steigt dramatisch. Die richtigen Sägeblätter sind entscheidend. Hab eine Weile experimentiert aber inzwischen eines gefunden, wo ich oft bei beidseitig beschichteten Platten den Unterschied zwischen Ober- und Unterseite kaum erkennen kann.
Bei Deiner Kappsäge würde ich auch stark auf das Sägeblatt als Verursacher tippen. Stell doch mal ein paar Fotos vom Ergebnis ein.

Viel Erfolg bei den Projekten. LG Tom
 

elchimore

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Hallo Ingo,
.......
Da meine Perles Oberfräse erst Freitag geliefert wird, hatte ich bislang weder Führungsschiene noch Parallelanschlag. Daher habe ich mir mit 2 Schraubzwingen und einem geraden Stück Holz beholfen. Das wurde passend auf dem abzufräsenden Werkstück eingespannt und die Fräse daran entlanggeführt. In Zukunft plane ich dem mitgelieferten Parallelanschlag eine Chance zu geben. Gibt es bessere Möglichkeiten? Not macht halt erfinderisch.
.......

Du wirst auch weiterhin auf ein aufgespanntes Brett setzen müssen.... Mit dem Parallelanschlag folgst du ha jeder Kurve deines Sägeschnittes. :eek:

Ja und Handkreissäge mit Schiene (Tauchsäge) und/oder Tischkreissäge halte ich auch für unverzichtbar.

Schönen Feiertag noch
Micha
 

Fiamingu

ww-robinie
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Hallo Ingo,
erst mal herzlich wilkommen im Forum.
zu den Sägen: die Tauchsäge auf der Führungsschiene
sowie die TKS haben bei der Holzbearbeitung beide ihre
Daseinsberechtigung. Auf der TKS kannst du keine Platten-
zuschnitte machen, es sei denn du holst dir eine Format-
kreissäge. Winkelschnitte "ohne" ausrisse sind damit doch
schneller zu bewerkstelligen und die Widerholgenauigkeit
ist da (je nach Modell) auch gegeben. Die Tauchkreissäge
auf einem Zuschneidbrett ist da auch eine Möglichkeit um
Winkelschnitte leichter zu machen. Ausrisse lassen sich
auch minimieren in dem man darauf achtet für den jewei-
ligen Werkstoff auch das richtige Sägeblatt aufzurüsten.
Zu deiner OF: Mache dir schon mal gedanken ob du nicht
einen Fästisch bauen möchtest. Ist ein Dauerthema im
Forum.
 

Instm64

ww-kastanie
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Hallo Ingo,

Ich finde den Thread sehr interessant weil ich die Parallelen zu meinem Start sehe. Ich habe auch gedacht eine Kappsäge ist das wichtigste Werkzeug in der Werkstatt. Für ~350 € habe ich damals die KGS 254 gekauft und dachte es wäre bei dem Preis eine hochwertige Maschine. Mittlerweile ist sie nur im Weg und ich denke über den Verkauf nach. Es muss ja einen Grund haben warum ich die Metabo für 350 € bekomme und Bosch etc. ab 800 aufwärts losgeht. Das Standard Blatt ist gerade mal zum Brennholz schneiden gut und der Arm ist so windig das kein gerader Schnitt mit Auszug machbar ist.

Auf dem Stichsägen Trip war ich in der Zwischenzeit auch mal. Mit guten Blättern und Anschlag geht das auch ganz gut. Verläuft das Blatt einmal ist das Werkstück hin.

Ich bin gerade bei dem Schritt Zuschnittbrett angekommen und habe mir dafür eine Tauschkreissäge geholt, die ein genaues Arbeiten ungemein erleichtert, wenn auch mit mehr Aufwand als eine TKS.

Jetzt fängt das Holzwerken an unheimlich Spaß zu machen, leider fehlt mir die Zeit dazu.
 

Sägenbremser

ww-robinie
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Verstehe das auch nicht wirklich
wo bei Metabo die Reise hin gehen soll.

Hatte mal eine Metabo Kappsäge 1600?
was auch immer noch im Code, die benützt
mein Schwager heute noch zum Schneiden seiner
Keilrahmen. Das war vor 2000 schon die beste
Kappsäge am Markt gewesen. Wenn ich mir den
etwas windigen Schrott heute von der Firma anschaue,
frage ich schon wenn sie damit glücklich machen wollen.

Irgendwann ist auch ein Markenname nur noch eine platte
Hülse geworden und muss sich in das Getümmel der vielen
PRC Geräte stürzen, wenn man dort auch bauen läßt finde
ich das auch durchaus gerecht.

Gruss, Harald
 

Michael82

ww-kirsche
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Bzgl. Metabo:
Ich habe bis jetzt sehr gute Erfahrungen mit den Geräten aus diesem Haus. Habe den sxe450 excenter, einen powermaxx und eine ältere stichsäge ste70. Es ist aber richtig das hier zweigleisig gefahren wird. Wie Bosch blau und grün. Leider gibt es bei metabo keine klare (zB farbliche) Abgrenzung. Das schadet meiner Meinung nach der Marke insgesamt.
 

glooblooz

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Hi Instm64,

"Stichsägentrip" :emoji_slight_smile: Das hatte ich auch mal. Kappsäge habe ich aber bis heute keine. Nach der Stichsäge habe ich mir eine Tauchsäge mit Schiene gekauft und letztes Jahr eine Tischkreissäge mit Zugfunktion. Durch letztere kann ich mir die Kappsäge wohl schenken. Beides hat natürlich seine Daseinsberechtigung, aber ich verstehe klein08 was die Frage nach den Kosten angeht. Und: es gibt hier Forenmitglieder, die allein mit der Tauchsäge komplette Küchen gebaut haben!

LG
Achim
 

glooblooz

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Leider gibt es bei metabo keine klare (zB farbliche) Abgrenzung. Das schadet meiner Meinung nach der Marke insgesamt.

Sehe ich auch so und finde das sehr schade. Ich habe auch den SXE und eine Hobelmaschine von Metabo. Beide sind wirklich super. Was ich dann halt nicht verstehe, sind z.B. die Schrauberbits. Die sind absoluter Müll. Festool macht so etwas bspw. nicht. Wenn es Bits von Festool gibt, dann auch in Festool-Qualität. Das find ich schon wichtig, dass man sich auf eine Marke verlassen kann.
 

klein08

ww-fichte
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So viele Antworten, ich danke Euch allen für die rege Beteiligung!

Ich lese also heraus, dass mir eine TKS für lange gerade Schnitte ans Herz gelegt wird, eine Kappsäge aber eigentlich rein von der Schnittgüte meinen Wunsch ebenso erfüllen müsste.

Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, Bilder der Schnittkanten zu machen und weiter zu testen. Ja, richtig herum ist das Blatt drin.

Ich sehe, Metabo spaltet ja die Geister. So, wie es jede andere Firma auch tut (unterhalb dvon Festool). Von schiefen Schnittkanten, wackelnden Lagern, etc. kann ich jedenfalls nicht berichten. Zumindest fällt mir nichts auf und ich bin zufrieden (was den Schnitt bis auf die Ausrisse angeht). Aber das bin ich ja auch mit meiner grünen Bosch Schlagbohrmaschine, was gar nicht gehen dürfte.

Ich bin gespannt, wo meine Reise hingehen wird. Leider wird es nicht dazu kommen, dass ich mir einfach eine TKS aus dem vierstelligen Bereich in den Keller stelle. Das wäre zwar toll, hätte aber keine Verhältnismäßigkeit zu meinen Projekten nach derzeitiger Planung. Zunächst muss die Kappsäge weiter getestet werden und wenn das nicht zur Lösung führt und es keine TKS aus einem vertretbaren Preisbereich gibt, die mir einen Arbeitsgang spart, dann muss ich wohl beim jetzigen Vorgehen bleiben (auch wenn ich natürlich durch das viele Lesen angefixt bin).
 

Sägenbremser

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Hallo Ingo

sei dir mal versichert, daß meine frühen DIY
Versuche ausschliesslich mit den Tannengrünen
stattgefunden haben. In den frühen 70ern gab
es im Hobbybereich nichts besseres zu erwerben
und mein Vater liebte keinen Schrott im Haus.

Jetzt zu den nicht befriedigenden Ergebnissen beim
Sägen mit deiner Kappsäge. Du hast ein Sägeblatt
mit ca. 60 Zähnen verwendet. Stand auf der Packung
etwas von negativem Schnittwinkel? Also eine Zahl mit
einem "-" vor der Gradangabe? Für reine Kappsägen ein
fast unvermeidliches Muss. Im Lieferzustand werden die
billigen Sägen leider fast immer mit einfachen Säge-
blättern ausgeliefert, die das Werkstück eher von dem
Maschinentisch hochziehen und wirklich verboten gehören.

Wenn solch ein recht feines Sägeblatt überhaupt noch im
unteren Holzbereich bemerkbare Ausrisse produzieren kann,
ist es stumpf oder die Sägekonstruktion nicht ausreichend
stabil ausgelegt. Wenn du zuvor einige qm Laminatboden
damit gesägt hast, würde mich das nicht besonders wundern.
Meine Ansicht zu diesen Bodenbelägen tut jetzt hier nichts
zur Sache, ist aber sehr negativ von mir besetzt.

Hast du mal einige Schnitte mit fest gesetzter Zugfunktion
ausprobiert, gibt es dabei auch diese Ausrisse?

Du siehst, wir sind noch nicht ganz fertig mit deinem
Problem und werden alles tun um deine Freude am
Umgang mit unserem Lieblingswerkstoff auch weiterhin
pflegen zu können.

Liebe Grüsse, Harald
 

klein08

ww-fichte
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Hallo Harald,

an die Packung des Blattes kann ich mich wirklich nicht erinnern. Ich werde morgen wirklich mal anhand der Beschriftung herausbekommen, welches Blatt es nun war. Jedenfalls wurde es direkt nachgekauft und ist nicht das mitgelieferte. Auch kann ich schon mal Entwarnung geben, anheben tut sich da nix. Eher presst es beim Sägen das Werkstück gegen die Auflage und die hintere Begrenzung.

Laminat ist kein Parkett, korrekt. Laminat kostet weniger als Parkett, jedenfalls wenn man wie wir kauft. Nach dem Hauskauf ist halt nicht gleich Geld da, um alles optimal zu machen und gegenüber den abgewohnten Teppichfliesen der Vorbesitzer haben wir uns schon deutlich gesteigert. Da muss manches bis später warten - und durch den Knirps wird manches auch eher zu vieles. Oder ich müsste noch mehr arbeiten, wobei ich die Vorstellung nicht prickelnd finde. Also liegt Laminat, bis wir wieder renovieren und dann kommt mit etwas Glück echtes Holz auf den Estrich.

Stumpf ist das Blatt vielleicht, aber dann War es das wie gesagt am Anfang auch schon. Die ersten Schnitte waren echtes Holz mit gleichem Ergebnis. Dann folgte das Laminat und ja, es sind schon etliche Quadratmeter zusammen gekommen. Müsste bei einem stumpfen Blatt nicht auch die obere Kante Ausrisse zeigen? Die ist nämlich völlig sauber.

Mit Tannengrün meinst Du Bosch? Das waren übrigens auch meine ersten Maschinen zum Arbeiten, da mein Opa großer Bosch-Fan ist und mein Vater all seine Maschinen von seinem Vater bekommen hat... Vieles davon halte ich auch aus heutiger Sicht nicht für schlecht, denn bis auf eine Akku-Bohrmaschine arbeitet alles absolut zuverlässig. Sicher hat jede der Maschinen irgendeine Macke, aber man lernt damit umzugehen. Weder er noch ich nutzen im Normalfall die Geräte täglich.
 

Undead

ww-esche
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Moin,
Also ich habe hier eine Metabo KGS216M stehen die ich zum ablängen von Bohlen, Leisten, Terassendielen usw nutze. Das Schnittbild mit dem Mitgelieferten Sägeblatt ist unter aller Kanone, meins war bei Auslieferung schon Stumpf, nach einem Besuch beim Schärfdienst kann man es zum groben ablängen nutzen. Dann habe ich mir noch ein Edessö 48 Zahn Sägeblatt gekauft mit dem ausrissfreie Schnitte kein Problem darstellen. Für Fußleisten, Aluprofile und Kunststoffe habe ich dann noch ein 60 Zahn Blatt von Elu.

Die Festool HKS nutze ich mit den original Festool Blättern, hier sind alle fast ganz Ausrissfreie !

Also du kannst nicht behaupten Säge ist Säge nur weil sie runde Sägeblätter haben, es kommt auf viel mehr an als nur auf die Schärfe und Schneidengeometrie.

MfG Olli
 

klein08

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Ich habe nie behauptet, dass es keine Qualitätsunterschiede gibt. Die Frage in Deinem Fall wäre doch, würde eine Festool-Kappsäge unsauberere Ergebnisse liefern, als Deine HKS von Festool?

Meine Frage war ja nicht, gibt es Unterschiede in der Qualität von Werkzeug. Das kann ich aus eigener Erfahrung mit ja beantworten.

Vielmehr war die Frage, welche Begründung gibt es, dass eine TKS oder HKS einen saubereren Schnitt liefert, als eine Kappsäge? Natürlich bei vergleichbarer Qualität der beiden Sägen.

Mein Blatt ist übrigens von EDN-Neuhaus. 64 Zahn, 215mm, negativer Spanwinkel. Vielleicht kam es ja auch schon stumpf bei mir an. Ich könnte ja mal schauen, was einmal Schärfen in meiner Nähe kostet.
 

Sägenbremser

ww-robinie
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Köln
Hallo Ingo

hast du das mit dem arretierten Auszug
schon mal probiert?

Ein negativer Schnittwinkel produziert auf
einer Kappsäge schon ein sehr gutes Bild.
Die Standzeit ist allerdings erheblich kleiner
als bei einem üblichen Sägeblatt.

Bosch war in meiner Kindheit/Jugend noch
hellblau, das dunkle Grün für ihre DIY Dinger
haben sie einfach genommen weil Metabo da
schöne Verkaufserfolge mit eingefahren hatte.

Ja Lamminat - hatte ich vor längerer Zeit schon
mal errechnet welche Mengen Brennstoffe da
in Europa produziert werden. Deutschland ist
aber auch noch der führende Verbraucher dieses
Holzderivates. Schon beim Ermitteln der recht
umweltunfreundlichen Decklagen ist mir etwas
schwindlig geworden. Das speziell die preiswerten
Varianten auch noch um die halbe Welt getörnt
werden müsse, macht die Sache auch nicht ge-
rade appetitlicher für meine Vorstellung von einer
nachhaltigen Verwendung eines Naturproduktes.

Liebe Grüsse, Harald
 
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