Urteil von Bandsäge-Experten gewünscht.

Batucada

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Ich hab' heute einen Stapel Leisten auf der Bandsäge abgetrennt, 5 mm Dicke, 50 mm Schnitthöhe, etwa 1 m lang. Das Holz ist amerikanische Kirsche. Nach jedem Trennschnitt, das Holz neu abgerichtet (Spandicke 0,5 mm, 1 Durchgang).
DSC_6171.jpg

DSC_6174.jpg
Ich hab' jetzt meine Technik soweit verbessert, dass ich am PA auf Anhieb einen geraden Schnitt ohne Verläufe zustande bringe.
Mich würde es interessieren, wie Experten die Schnittgüte beurteilen.

Danke schon mal für die Antworten.

Batucada
 

elmgi

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Jetzt müsste man nur wissen wie deine Schnittgüte zu beurteilen ist
Ooch, immer diese existentiellen Fragen?!:emoji_cold_sweat::emoji_grin:

Dann etwas präziser (fassbarer):

Auftrennen mit Hilfe von Andruckvorrichtungen: 0,5 mm Spanabnahme mit der Dickte genügt, um die Sägespuren der Bandsäge zu entfernen.
Händisches Andrücken an den Parallelanschlag: Circa die doppelte Abnahme ist nötig, um eine einwandfreie Oberfläche zu erzielen.
 

Batucada

ww-robinie
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Auftrennen mit Hilfe von Andruckvorrichtungen: 0,5 mm Spanabnahme mit der Dickte genügt, um die Sägespuren der Bandsäge zu entfernen.
Ich sortier das mal für mich: Die Andruckvorrichtung(en) - das bezieht sich doch sicher auf die Bandsäge! Mit Andruckvorrichtung ist das Ergebnis dem obigen Zitat zufolge also noch um Klassen besser. Wenn die Andruckvorrichtung auch gleichzeitig noch den Vorschub erzeugt, das wäre dann sicher noch mal ein weiterer Quantensprung! Oder?

Batucada
 

Batucada

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So hat Holz-Opa (Mainz) mit seiner Bandsäge Sägefurniere in hervorragender Qualität gesägt. War vor Ort und habe das mit eigenen Augen gesehen!
Ich kenne seine Maschine und die Zubauten dazu, zumindest von seinen Bildern her. Aber leider hat er es aus der Hand gegeben oder bin ich da falsch informiert. Ich hab' es nicht mehr weiter verfolgt, seit dem er nicht mehr im Forum aktiv ist.

Aber soweit wie er will ich es doch nicht treiben. Mir reicht es, wenn ich die Herstellung dünner Leisten mit geringst möglichen Verschnitt betreiben kann.

Batucada
 

vangogh

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Ich bin weit davon entfernt ein Experte zu sein. Aber ein Vorschub ist definitiv ein Quantensprung. Perfekte Ergebnisse und die Finger sind immer meilenweit aus dem Gefahrenbereich. Ich gebe meinen nie wieder her. Eher würde ich noch einen Frequenzumrichter dran bauen, damit er bei Bedarf noch langsamer laufen kann.
 

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Lorenzo

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Mir reicht es, wenn ich die Herstellung dünner Leisten mit geringst möglichen Verschnitt betreiben kann.
Ich würd sagen, das dass schon ziemlich gut ausschaut. Ein Sägeschnitt mit relativ schnellem Handvorschub und scharfem Blatt sieht bei mir ziemlich genau so aus. Halber Millimeter Abnahme um die Sägespuren los zu werden dürfte hinkommen. Und auch wenn ich den Vorschubapparat von @vangogh gerne hätte, im Prinzip reicht mir das.
 

Dietrich

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Hallo Batucada,

das ist soweit i.O. mit einer Andruckvorrichtung wird es noch besser, aber es bleiben die Streifen der Sägezähne.
Ein motorischer Vorschub bringt erstmal nichts, denn die üblichen Geräte schieben viel zu schnell für Top-Qualität.
Was der normale Vorschub in der Minute schiebt, sollte er in einer Stunde schieben...dazu perfekt rundlaufende Rollen....(Abdrehvorrichtungen montiert)...dazu wenig geschränkte und superscharfe Bänder und ein Anschlag der sich im Zehntelbereich positionieren lässt.
So schaffte Holz-Opa Hobelqualität mit der Bandsäge.
Vermutl. hilft auch das enorme Gewicht seiner Gußbandsäge und deren Vibrationsarmut bei der Sache.

Ich selbst war sofort begeistert von dem Vorgehen von Holz-Opa und vor allem der positionierbare Anschlag hatte es mir angetan, den ich vor einigen Monaten mit etwas anderen Mitteln umgesetzt habe. Mir ging es nicht um die Hobelqualität, da gehört ja auch viel mehr dazu, aber Zapfen sägen ohne Nacharbeit und Füllungen mit nur einem Hauch von Dickenhobel und sehr wenig Verlust zu produzieren hat was.

http://www.woodworking.de/cgi-bin/h...l/md/read/id/118322/sbj/geschafft-die-bilder/
Gruß Dietrich
 

Batucada

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Ich bin weit davon entfernt ein Experte zu sein.
Wer ein so tolles Equipment besitzt, ist sicher nahe dran, ein Experten zu sein, du solltest dein Licht nicht unter den Scheffel stellen :emoji_wink:
Perfekte Ergebnisse, das glaube ich dir. Das mit dem Frequenzumrichter überleg dir noch einmal genau. Warum langsamer? Ich habe meinen FU etwas auf Überdrehzahl getrimmt. Für eine reduzierte Geschwindigkeit wähle ich den kleineren Durchmesser auf eine Stufenscheibe, die ich auf dem Antrieb montiert habe. Das sichert mir einen gleichbleibende Schnittleistung. Die Drehzahlreduzierung halbiert das belastbare Drehmoment. Aber klar, für gelegentliches Ausprobieren bei halber Drehzahl ist ein FU schon eine feine Sache.

Batucada
 

Dietrich

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Hallo Vangogh, hallo Kollegen,

da bekommen wir mal ein eben Bild dazwischen geschoben welches eine eigene Diskussion wert wäre, das ist fast...Holz-Opa Niveau, Bandsägen-technisch absolute Königsklasse, Gratulation!
Warum "fast", wegen der Vorschubgeschwindigkeit und dem Anschlag, der für große Serien ein Pfund ist, aber eben nicht für Dinge im Bereich deutlich kleiner als 1 mm.
Dennoch phantastisch.

Gruß Dietrich
 

Batucada

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Ich selbst war sofort begeistert von dem Vorgehen von Holz-Opa und vor allem der positionierbare Anschlag hatte es mir angetan, den ich vor einigen Monaten mit etwas anderen Mitteln umgesetzt habe. Mir ging es nicht um die Hobelqualität, da gehört ja auch viel mehr dazu, aber Zapfen sägen ohne Nacharbeit und Füllungen mit nur einem Hauch von Dickenhobel und sehr wenig Verlust zu produzieren hat was.
Von Holz-Opa war ich auch immer begeistert. Alleine schon deswegen, weil er sich im Laufe der Zeit ein beachtliches Wissen angeeignet hat, das seinesgleichen suchte. Einen positionierbaren Anschlag habe ich mittlerweile auch, vorne und hinten geführt, da macht das Einstellen alleine schon so viel Spaß, daß ich vor lauter Freude bald das Sägen vergesse :emoji_sunglasses:

Batucada
 

Herr Dalbergia

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Das Sägeblatt: 30 x 0,7 mm, Ausführung Z9+, Uddeholm mit gehärteten Zahnspitzen, Rollendurchmesser 600 mm, Bandspannung 1900 N

Batucada
Also, für 50mm Kirsch, was für mich ein recht weiches Holz ist, und eine rechte niedrige Werkstückhöhe würde ich das befriedigend nennen.
Warum musst du immer wieder nach jedem Schnitt abrichten? Möchtest Du schon eine Seite immer gleich verleim fertig haben? Ist das band ein HEMA Ikarus oder ein "günstiges"? Ist das band ganz frisch oder schon länger im Einsatz?

Aber so ein Foto kann auch täuschen, wobei ich da halt, und ich meine es nicht böse oder arrogant, eine schon recht rauhe Oberfläche sehe....

Cheers, Alex
 

Batucada

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Das Sägeblatt: 30 x 0,7 mm, Ausführung Z9+, Uddeholm mit gehärteten Zahnspitzen, Rollendurchmesser 600 mm, Bandspannung 1900 N
Ist das Band ein HEMA Ikarus oder ein "günstiges"? Ist das Band ganz frisch oder schon länger im Einsatz?
Es ist kein Hema-Ikarus. Meine Abmessung 30x0,7 gibt es im Ikarus-Programm nicht. Es ist ein Band, so wie ich es beschrieben habe. Und sicher keines von den Günstigsten. Ich schneide normales Holz, weshalb ein Bimetallband nicht unbedingt vonnöten ist.

Und ja, für den vorgesehenen Zweck richte ich vorher immer ab, um gleich eine fertige Verleimseite zu bekommen. Ich hätte gerne breitere Streifen geschnitten, wenn mir ein solches Reststück zur Verfügung gestanden hätte.

Zum Foto, ich habe nicht versucht, das Foto zu schönen, sondern eher in der umgekehrten Richtung die Berge und die Täler plastisch hervor zu heben, um es deutlich zu machen, dass es keine glatte Fläche wie'n Kinderpopo ist. Ich wollte nicht an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen, sondern ich bin überhaupt an einer ehrlichen technisch sachlichen Beurteilung interessiert, um zu erfahren, wo es noch etwas zu feilen gibt. Holzwerken betreibe ich als Hobby und damit bin ich, was die Handhabung von Maschinen für die Holzbearbeitung angeht, in der gesamten epischen Breite ein Autodidakt.

Aber ich weiß, dass man von dir noch was lernen kann, Danke für deine Antwort.

Batucada
 

Herr Dalbergia

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Es ist kein Hema-Ikarus. Meine Abmessung 30x0,7 gibt es im Ikarus-Programm nicht. Es ist ein Band, so wie ich es beschrieben habe. Und sicher keines von den Günstigsten. Ich schneide normales Holz, weshalb ein Bimetallband nicht unbedingt vonnöten ist.

Und ja, für den vorgesehenen Zweck richte ich vorher immer ab, um gleich eine fertige Verleimseite zu bekommen. Ich hätte gerne breitere Streifen geschnitten, wenn mir ein solches Reststück zur Verfügung gestanden hätte.

Zum Foto, ich habe nicht versucht, das Foto zu schönen, sondern eher in der umgekehrten Richtung die Berge und die Täler plastisch hervor zu heben, um es deutlich zu machen, dass es keine glatte Fläche wie'n Kinderpopo ist. Ich wollte nicht an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen, sondern ich bin überhaupt an einer ehrlichen technisch sachlichen Beurteilung interessiert, um zu erfahren, wo es noch etwas zu feilen gibt. Holzwerken betreibe ich als Hobby und damit bin ich, was die Handhabung von Maschinen für die Holzbearbeitung angeht, in der gesamten epischen Breite ein Autodidakt.

Aber ich weiß, dass man von dir noch was lernen kann, Danke für deine Antwort.

Batucada
alles gut...das ergebnis ist für den aufwand und den zweck ohne jeglichen tadel
 

Lorenzo

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Ich hab Holz Opas Maschine und Erklärungen dazu gesehen und finde es echt erstaunlich was alles geht! Ich selbst habe nicht den Anspruch da ran zu kommen. Auch wenns bei mir nicht wirklich auf Zeit ankommt, wäre es mir zu langwierig den Vorschub auf kaum mehr wahrnehmbare Geschwindigkeit zu reduzieren. Ich hobel hinterher einfach nochmal.
Ich hab aber auch nicht so teure und schwierige Hölzer möglichst verlustfrei aufzutrennen. Zumindest nicht in Holz Opas Ausmaßen.
Interessant wäre aber tatsächlich noch ein Sägeschnitt in deutlich mehr Materialhöhe, da wird es schnell viel anspruchsvoller was die Maschineneinstellungen angeht.
Eine Frage noch an Herrn Dalbergia: Ich säg auch ab und zu Sägefurniere, und mir schwebt da auch für die nähere Zukunft wieder ein Projekt vor. Ich komm bisher mit den HEMA Bändern in Uddenholm zahnspitzengehärtet gut klar, mich würd aber doch interessieren wieviel ein Ikarus ausmachen würde? Oder auch andere Bänder die du so kennst. Ich hab schonmal ein Ikarus im Warenkorb hgehabt, und dann doch wieder gelöscht vor dem bestellen weil ich nicht wusste ob sich das lohnt...
 
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