Unterkonstruktion Gartenhütte

MPP33

ww-kiefer
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Es kreucht und fleucht schon wieder eine Idee in meinem Kopf herum.
Töchterchen hat/bekommt einiges an Turnequipment für den Garten und langsam nervts mich in unserer Garage (sperrige Dinge wie Sprungbrett, 6x1,5m Airtrack, bald eine 3x2m Fallschutzmatte und ein Reck...)

Wir haben gerade unseren Garten fertiggestellt und wir wünschen uns sowieso eine Gartenhütte in der man einerseits Sachen einlagern kann die man quasi direkt vor der Hütte verwendet, andererseits sollen die Mädels in 6-7 Jahren (früh genug...) die Möglichkeit für gesellige Beisammensein mit Freunden haben ohne die Gefahr, dass die Geselligkeit unser Haus ruiniert.

Wir hätten uns folgende Hütte angelacht:
Ja ich weiß, 19mm wird eine relativ windige Hütte sein, aber sie ist finanziell attraktiv weil sie eine passable Größe hat (2x3m Turnmatte muss an eine Wand passen!), eine überdachte Fläche wo auch ein paar Leute drunter passen. Ich gehe davon aus, dass sie ihren Zweck erfüllt.
Hinzu kommt, dass die Hütte (nicht die Nebenüberdachung) bereits einen Boden mit (nicht tragendem) Rahmen beiliegen hat.
https://www.steinershopping.at/gart...MI1IHcobr6lQMVbFFBAh3K3wEyEAQYAiABEgIeHvD_BwE

Folgende Problemstellung:
- Die Hütte soll quasi mit 3 Ecken auf auf aufgeschüttetem Lehm stehen (ca. 1m, fällt die nächsten Jahre sicher noch weiter ein). Dabei handelt es sich um die Hinterfüllung unserer Gartenmauer.
- Ich will derzeit keinen Bagger mehr im Garten haben, ich will die "gute Erde" nicht mit Frostschutzschotter versauen oder großartig betonieren.
Es soll bei nichtgefallen auch ohne riesen Aufriss entfernbar sein.
- (Wasch)Betonplatten auf dünnem Splittbett werden genau wie es beim Pool geschehen ist einsinken und die Hütte steht schief.

Deshalb der Gedanke: Punktfundamente die wo nötig bis auf den Drainage Schotterkoffer ~60-80cm tief) hinunterreichen und somit nicht weiter absinken und darauf einen tragenden Holzrahmen abstellen.
Der Holzrahmen soll sich dann auch auf den überdachten Bereich erstrecken und als Rahmen für WPC Terrassendielen dienen


Lange Rede, kurzer Sinn:
- Wie dimensioniere ich den Rahmen
- Wo sollten die Punktfundamente sein?
- Welches Holz nimmt man dafür
- Wie sieht die Verbindung Punktfundament zu Holzrahmen in der Praxis am besten/einfachsten aus?

Bei den Fundamenten würd ich mit dem Erdbohrer runterbohren und den oberen Bereich mit einem DN160 Rohr schalen.
Mit sauber ausgerichteten Rohren vor dem betonieren gehe ich davon aus, dass ich die Fundamente derart eben hinbekomme, dass ich keine Justiermöglichkeit für die Verbindung zum Rahmen für notwendig halte.

Ich freue mich auf jeglichen Input wie ich dieses Projekt angehen kann.
"Geh zum Profi" brauche ich nicht - für mich ist Teil der Herausforderung so etwas selbst zu machen/schaffen/lernen nach meinem Motto "ich kann alles - wenn ich es können will".
 

isar21

ww-pappel
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Hallo MPP33,

Deine Frage ist schon etwas älter, vielleicht hilft es trotzdem noch.
Die Kinder wachsen ja weiter und freuen sich auch nächstes Jahr noch über eine Hütte.
Laut den Angaben im Webshop des Anbieters hat die Laube ohne Dachüberstand 5,66 × 2,90 m, davon etwa 3,37 m Hütte und rund 2,30 m überdachte Fläche. Ich würde in dieser Reihenfolge planen:

1. Raster zuerst. Leg den Rahmen so, dass die Wandelemente der Hütte vollständig auf Rahmenhölzern stehen, also umlaufend unter den Wänden und bis unter die Pfosten des Anbaudachs. Fundamente an alle Ecken, unter jeden Pfosten des Anbaudachs und dazwischen so viele, dass die freien Felder des Rahmens kurz bleiben. Je kürzer das Feld, desto schlanker darf das Holz sein. Die Pfosten sind Punktlasten, die gehören direkt über ein Fundament.
2. Fundamente. Bis auf den Schotterkoffer runter ist der richtige Gedanke. Im Lehm würde ich zusätzlich auf frostfreie Tiefe achten, in Österreich je nach Region 80 bis 120 cm. Lehm hält Wasser und friert am Beton an. Wenn das DN160-Rohr bis ganz unten geht oder Du den Beton mit Folie ummantelst, kann der Frost das Fundament schlechter anheben. Außen herum auf jeden Fall Schotter, dann bekommst Du es auch leichter wieder raus. Achte nur darauf, dass das Wasser aus dem Schotter nach unten in den Koffer ablaufen kann, sonst steht es im Lehm wie in einer Wanne.
3. Holz. Für den Rahmen Lärche oder Douglasie, alternativ kesseldruckimprägnierte Kiefer. Wichtiger als die Holzart ist, dass alles trocknen kann und Wasser abläuft: Abstand zum Beton, kein stehendes Wasser auf den Hölzern, Hirnholz geschützt.
4. Verbindung. Ich würde trotz sauber gesetzter Rohre eine Justierung einplanen, etwa eine einbetonierte Gewindestange mit Mutter und Unterlegplatte oder einen Pfostenträger mit Gewinde. Das kostet wenig und rettet Dich, falls ein Fundament doch einen Zentimeter daneben liegt. Zwischen Holz und Beton kommt eine Bautenschutzmatte oder ein EPDM-Streifen.
5. Höhen. Überleg Dir früh, ob die WPC-Dielen bündig mit dem Hüttenboden liegen sollen. Dann liegt der Rahmen unter der Terrasse tiefer als unter der Hütte, genau um den Unterschied der Aufbauhöhen. Den Abstand der Unterkonstruktion für die Dielen findest Du in der Verlegeanleitung des Dielenherstellers.

Bei den Querschnitten lege ich mich aus der Ferne nicht fest, die hängen am Fundamentabstand, den Du jetzt wählst. Wenn Du mir das Raster schickst, das Dir vorschwebt, zeichne ich Dir gern einen Grundriss mit Fundamentlage und einen Schnitt dazu.

Viele Grüße, Stephan
 

Zahlengourmet

ww-fichte
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Wo diese Fundamente anordnen? In den Ecken, in den Wandmitten (unter den Wandständern) und unter jeder Einzelstütze des Vordaches.
Du kannst statt Fundamenten auch Betonsteine als Gründung nehmen. Je nach Lage und Baugrund die Frosttiefe beachten!
 

Eilberger

ww-birke
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Bei 1m hoch aufgeschütteter Lehm, wird es ohne "großen Aufriss" kaum gehen. Die Schraubfundamente etc sind super, brauchen aber festen gewachsenen Boden....
Das senkt sich alles ab und die Hütte wird schief. Evtl kann man es ja an der besagten Stützmauer aufliegen lassen/Verschrauben?

Was komplett anderes, mit dem ich aber sehr gute Erfahrungen hab, ist das einrammen von Leitplanken oder Eisenbahnschienen. Daran dann einen Rahmen verschrauben. Da stehen bei mir ganze Maschinenanlagen drauf... brauchst aber auch einen Bagger (minibagger reicht NICHT) Hier spielen die 1m Aufschüttung weniger Rolle. Eine Leitplanke z.b. hat 4,3m. 4m in den Boden, 30cm schauen raus zum verschrauben
 
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Martin45

ww-robinie
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So Punktfundamente wirst du meiner Erfahrung nach recht eng setzen müssen.
Ein bisschen Bewegung bei so Häusern musst du immer einrechnen. Mit dem Billighaus und 19mm ist die Chance hoch, dass du in einiger Zeit Probleme mit der Tür (Passgenauigkeit/Fugen/Spalte bekommst oder an anderer Stelle.
Du möchtest das Haus lange Zeit nutzen. Da sind ein z.B. doppelter Hauspreis nur ein paar Euro im Monat und sparen am falschen Ende gespart.
 

Zahlengourmet

ww-fichte
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So Punktfundamente wirst du meiner Erfahrung nach recht eng setzen müssen.
Ein bisschen Bewegung bei so Häusern musst du immer einrechnen. Mit dem Billighaus und 19mm ist die Chance hoch, dass du in einiger Zeit Probleme mit der Tür (Passgenauigkeit/Fugen/Spalte bekommst oder an anderer Stelle.
Du möchtest das Haus lange Zeit nutzen. Da sind ein z.B. doppelter Hauspreis nur ein paar Euro im Monat und sparen am falschen Ende gespart.
Grundsätzlich stimme ich Dir da voll zu. Aber wie ich das aus oben verlinkter Skizze zu erkennen glaube, ist das Ganze ohnehin eine Art "fliegender Bau" /sehr "windig"/klein. Die Lasten sind so gering, daß sie mit sparsam angeordneten Punktfundamenten leicht abgetragen werden können. Boden ohne Baugrundgutachter kann -vorausgesetzt, es kommt nicht direkt Torf/Moor/organisches Material zum Vorschein- mit 200kN/m² belastet werden. Das wiegt die ganze Hütte nicht.....
Und Bewegung: Holz ist elastisch/nicht so setzungsrißempfindlich. Die Wände anständig ausgesteift -da reichen Kopfbänder- und das Bauwerk ist relativ setzungsunempfindlich. Und kann auch leicht wieder demontiert werden, falls es mal nicht mehr gebraucht wird......

Bei einer derartigen Hütte OHNE Betonfundamente und exponierter Lage ist wahrscheinlich der Abhebenachweis maßgebend.

Der TE soll sich einen Zimmerermeister suchen und vor Ort beraten lassen. Fernberatungen ohne genaue Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten sind nicht empfehlenswert.....
 
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