Trocknungsgeräusche?

schorsch

ww-robinie
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Halllo,
habe vor kurzem einen Kirschbaumstamm an der Kreissäge zu dünnen Brettchen von ca 8mm Stärke eingeschntten. Der Stamm war nicht besonders groß, etwa 1m lang und 25cm im Durchmesser. Lag bei mir etwa 1 Jahr an einem schattigen, trockenen Plätzchen herum. Beim einschneiden habe ich mich schon über den intensiven Geruch nach Bittermandel gewundert. Jetzt aber geben die Brettchen deutlich vernembare Geräusche von sich. Hört sich an wie ein knistern oder rieseln. Hat so etwas von euch schon jemand beobachtet?
Gruß Georg
 

heiko-rech

ww-robinie
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Hallo Georg,

das typische Geräuch bei der Holztrocknung ist eher ein kurzes Knallen, wenn ein Riss aufgeht oder regelrecht aufspringt. Das bekommt man aber eher selten mit.

Ein wie von dir beschriebenes Geräusch hört sich ja eher nach einem fressenden Hozschädling an, der sich in deinem Holz gerade stark vermehrt. Siehst du irgendwelchen Fraßgänge oder ähnliches

Gruß

Heiko
 

schorsch

ww-robinie
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Hallo,
es handelte sich tatsächlich um Trockengeräusche.
Ich habe die Holzfeuchte gemessen, sie betrug ca. 30%.
Aufgrund der sehr dünnen Bretter und des trockenen Innenraumklimas trockente das Holz sehr schnell.
Würde große Querschnitte mit solch einer Geschwindigkeit getrocknet käme es bestimmt zum Zellkollaps.
Gruß Georg
 

Finger

ww-birnbaum
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Hi ,
ich würde sagen das handelt sich um einen Zellkollaps. Die Begründung ist das bei einem Innraumklima die Raumfeuchte zu niedrig ist und damit zu viel Feuchtigkeit dem Holz entzogen wird, weil das Holz noch freies Wasser hat bei einer Holzfeute von 30%
 

derdad

Moderator
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Hi Finger!
Hab von Zellkollaps schon gehört, aber nur in Zusammenhang mit künstlicher Trocknung. Bei natürlicher Trocknung geht der Feuchteausgleich so langsam vor sich, dass kein Zellkollaps entstehen kann.

Ich tippe auch auf unsere lieben kleinen Freunde. Gerade im Kirschsplint und wenn der Stamm nicht geschält wurde fühlen sich die netten Haustierchen sehr wohl.

gerhard
 

Finger

ww-birnbaum
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Hi Gerhard,
da wirst du nicht der einzige sein, der das bis jetzt nur im Zusammen hang mit Künstlicher Trocknung gehört hat. Da eigendlich keiner das Holz in einen geheizten Raum (Innenraum Wohnug ) holt, wenn es noch über Fasersättigung ist.

Natürlich ist das mit den kleinen Freunden möglich, aber das andere geht auch und wäre bei der stärke noch nicht mal verwunderlich.
 

500/1

ww-esche
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Hallo,
also bei 8mm Dicke nimmt die Holzfeuchte doch innerhalb von ein paar Tagen ab.
Vor allem wenn der Stamm bereits ein Jahr gelegen hat.
Ich tippe mal eher auf sich abbauende Spannungen in den Brettern.
Gerade das Obstholz ist da manchmal unter extremen Spannungen.
Ich hab mal Zwetschgenbretter getrocknet, die entstandenen Bretter sind regelrecht explodiert.
Zellkollaps ist ohne die hohen Druckdifferenzen einer Trockenkammer eher unwahrscheinlich.
Nach einem Jahr waren es noch 30%?? Das ist eigentlich zu hoch.
Waren da bereits Risse im Stamm?
Wie hoch ist die Holzfeuchte jetzt?
Welches Messgerät verwendest du?
Wurmbefall wäre in der Regel beim Auftrennen aufgefallen.
War da denn was?
Sieht man an den Brettchen schon Risse?
Oder Verformungen?
 
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