Terrassendielen sinnvolle Breite

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Tastaturix, 9. August 2017.

  1. Tastaturix

    Tastaturix ww-pappel

    Beiträge:
    2
    Ort:
    Niederbayern
    Gutes Tag,

    ich hoffe es geht Euch gut!

    Wir bauen aktuell eine überdachte Terrasse vor dem Haus und ich habe für den Terrassenboden wunderschöne heimische Lärchendielen zur Verfügung gestellt bekommen. Diese lagern schon mehrere Jahre draußen und haben aktuell ein unbesäumtes Roh-Format von 400 mm Breite x 40 mm Höhe x 5000 mm Länge.

    Meine Frage an die Profis hier im Forum ist, auf welche Breite kann ich die Dielen sinnvoll maximal beschneiden / besäumen und wie viel Abstand muss zwischen die Dielen?
    Gibt es sonst noch etwas worauf ich achten muss?

    Ziel wären möglich breite Dielen, die sich aber nicht komplett werfen.

    Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe!

    Stefan
     
  2. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    üblich sind so 140 mm. Das ist auch ein bei Schreinern übliches Maß.
    Nur zuschneidetechnisch gibt das bei 400 mm Ausgangsbreite deutlichen Verschnitt.
    Würde also auf 125 -130 mm zuschneiden und dann Hobeln gibt dann ca. 120-125 mm fertig.
    Letztendlich bist du frei in den Maßen. Theoretisch könnte man auch mit unterschiedlichen Breiten arbeiten.
    Bei stehenden Jahresringen könnte man auch breiter gehen als die 140 mm.
     
  3. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Ebstorf
    Hallo,

    erst mal kannst du die Bohlen in der Mitte auftrennen, da werfen sie sich am stärksten, eventuell musst du in der Mitte sogar einige cm heraustrennen, weil da schon Risse sind. Wenn du dann besäumt hast, werden kaum mehr als 15 bis 18 cm übrig bleiben und das geht schon.
    Du kannst auch konisch besäumen, also parallel zu den Außenkanten. dann sind deine Bohlen konisch. Gibt ein interessantes, ungewöhnliches Bild und spart Holz.

    Gruß

    Ingo
     
  4. Friederich

    Friederich ww-robinie

    Beiträge:
    4.214
    Würde den Zuschnitt aber deutlich verkomplizieren. Ich wüsste jetzt auf Anhieb garnicht, wie man das am sinnvollsten macht.

    Eine andere Option zum Holzsparen: Jede Diele mit individueller Breite. Je nachdem, wieviel man aus einer Bohle herausholen kann.
    Die Ausbeute wird auch höher, wenn man die Dielen unterteilt. Bei 2X2,5m z.B. hat man viel wenger Verschnitt als bei 1X5m.

    Wegen der Breite ist halt die grundsätzliche Frage, ob man je 4 Stück herausholen kann, oder ob es nur für 2 Stück reicht.
    3 kommt wohl eher nicht in Frage. Das Mittelteil würd ich grundsätzlich verwerfen.
    Splint natürlich auch nicht mitverwenden, bei Lärche. Wobei ein kleine Splintkante unterseits ruhig belassen werden kann. Wenn an dieser unteren Fläche noch viel viel weggehobelt wird, entsprechend mehr.

    Alles in allem wird aber nach dem Zuschnitt erstaunlich wenig Holz übrigbleiben.
    Gut überlegen, ob es reicht, oder ob man alle Möglichkeiten zur Optimierung ausreizen muss.
     
  5. IngoS

    IngoS ww-robinie

    Beiträge:
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    Ort:
    Ebstorf
    Hallo Friedrich,

    Das macht doch nicht mehr Arbeit als alles parallel zu sägen.
    Ich mache das bei meiner Eiche, außer für Rahmenhölzer grundsätzlich, um Material zu sparen. Eine Baumkantige Bohle ist ja meist konisch. Wenn man dann jeweils parallel zur Baumkante besäumt, bleibt ein konisches Brett übrig. Trennt man das längs auf und dreht eine Hälfte um, hat man insgesamt eine größere Breite, als wenn man 2 parallele Bretter herausgeschnitten hätte.

    Deine Hinweise zu unterschiedlich breiten Bohlen und der Einteilung in kürzere Längen bringt natürlich auch was.

    Gruß

    Ingo
     
  6. seschmi

    seschmi ww-robinie

    Beiträge:
    645
    Ort:
    Mittelfranken
    Ich mache Terrassendielen inzwischen lieber schmaler, ca. 9-10cm. Dann bleibt das Wasser weniger stehen, man hat weniger Probleme mit wölben, es wird weniger rutschig und Dreck fällt leichter zwischendurch. Man kann die Kanten großzügig runden (6-10mm) statt fasen, dann ist das auch sehr angenehm zum drauf laufen.

    Überbreite Bretter werden immer uneben, und dann bleiben Pfützen mit Schmodder stehen. Ich denke, Profis verwenden die 14er Bretter v.a., weil man die überall kriegt und weil es so weniger Arbeit beim Verlegen ist.

    Außerdem finde ich es schmal schöner - das ist aber Geschmackssache. Bootsdecks, Stege, Parkett etc. sind aber auch meist schmaler.

    Du kriegst dann auch mehr raus. Wenn die Bohle eine Mittelbohle (mit Markröhre) ist, würde ich das Mittelstück raustrennen und verwerfen, bei den weiter außen liegenden Brettern würde ich aber bei schmaleren Brettern auch den mittleren Teil verwenden.


    Nur so als Anregung...
     
  7. Tastaturix

    Tastaturix ww-pappel

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    Ort:
    Niederbayern
    Vielen Dank

    Guten Tag!

    Erstmal vielen Dank für die vielen netten Rückmeldungen und Ratschläge! Ich tendiere mittlerweile auch zu geringeren Breiten, allerdings schmerzt mein Herz ein bisschen, wenn ich daran denke die schönen Dielen zu feinen Streifen zu zerschneiden.

    Eventuell heben wir die Dielen auf und nehmen andere in geringerer Breite.

    Vielen Dank!

    Stefan
     
  8. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Dortmund
    Die Bretter sind doch schon das Resultat von Streifenschnitt. Am Anfang war der Baumstamm rund. :emoji_wink:

    Will man Holz sinnvoll nutzen, muss man es fast immer in Streifen schneiden.
     
  9. Túrin

    Túrin ww-robinie

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    Vieleicht gibt es auch die Möglichkeit, sich für die Dielung anderes Holz zu besorgen und aus den breiten Brettern etwas zu bauen, wo man die 400er Breite sinnvoll nutzen kann.
     
  10. Friederich

    Friederich ww-robinie

    Beiträge:
    4.214
    Also alle Schnitte mit dem Besäumniederhalter durchgeführt? Dann ergäben sich die Winkel zufällig und wären bei mehreren Brettern nicht exakt gleich. Das geht dann tatsächlich recht einfach. Ich persönlich könnte mich damit auch anfreunden, im Sinne der Resourcenschonung.
    Ich schätze aber, dem Normalverbraucher sieht das dann doch zu "interessant" aus.

    Ich bin halt davon ausgegangen, daß alle Bretter genau den gleichen Winkel aufweisen sollen.
     
  11. Friederich

    Friederich ww-robinie

    Beiträge:
    4.214
    Splint muß eh weg, und Bereich in der Mitte ebenso. Auch wenn du was anderes daraus baust.
    Bohlen in ganzer Breite werden praktisch nie verwendet. Die Mitte neigt einfach zu sehr zum Schüsseln oder gar Reißen.
     
  12. Túrin

    Túrin ww-robinie

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    3.090
    Ort:
    zu hause
    Na ja,
    bei Schränken bspw. wären Rahmenfüllungen denkbar. Auf der Bandsäge auf die Hälfte runtergeschnitten ergeben sich schöne Fladerungen. Aber das nur am Rande, geht ja um Dielen.
     
  13. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Ort:
    Ebstorf
    Hallo Friedrich,

    ja, genau so mache ich es z.B. bei Tischplatten und Regalböden. Das fällt den meisten Leuten gar nicht auf, wenn es nicht zu extrem wird.
    Ich drehe die einzelnen Lamellen so hin, dass die Außenkanten der Platte halbwegs
    parallel laufen. Einen Formatschnitt muss man ja sowieso zum Schluss noch machen.

    Gruß

    Ingo
     
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