Standbohrmaschine

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Moin zusammen,

Ich suche gerade nach einer Standbohrmaschine für meine Werkstatt.
Da ich leider schon Fehlgriffe mit anderen Maschinen hatte Frage ich nun mal lieber vorher die Profis.
Was könnt ihr mir empfehlen, worauf sollte ich achten damit ich eine gute Qualität mit dem richtigen Möglichkeiten habe.
Ich sehe welche von Scheppach, mit Laser, komisch geformten Griffen etc für günstig bis teuer.
Wiederum stellt sich mir die Frage ob dieser Hersteller das richtige für mich ist.
Ich suche eine Maschine die ich allgemein nutzen kann aber hauptsächlich für "Tischlerarbeiten" im Hobbybereich.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.
 

Sire Toby

ww-robinie
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Vielleicht denkst Du ja, das die von Dir getroffene Angabe „Tischlerarbeiten“ ausreicht.

Wie du an den Antworten merkst, ist das leider nicht so.

Einige entscheidende Faktoren:
-wie viel willst Du ausgeben?
-wie viel Platz hast Du?
-muss die Maschine immer mal bewegt bzw. weggeräumt werden?
-stört Dich der Aufwand, ggf. bei dickeren Forstnerbohrern einen Riemen umzulegen?

Zwei Antworten: wenig Geld, wenig Platz:
- Wabeko Bohrständer „OMG, er hat Jehova gesagt!“ und eine robuste Bohrmaschine ohne Schlag, zb von Fein.
Vorteile: viel Ausladung (haben viele tisch- oder Standbohrmaschinen nicht!), leicht genug von a nach b, wenig Platzbedarf, hohe Drehzahl (je nach Bohrmaschine), kein Riemenwechsel) Preiswert.
Nachteil: manchen etwas zu wenig steif in der Konstruktion (hat mich bei Holz nie gestört) Du wirst hier sehr unterschiedliche Meinungen zum Thema Wabeko hören- ich war mit meinem absolut zufrieden, als ich wenig Platz hatte.

-Genko/Metabo atb 20 (noch besser: atb 21r mit Regelgetriebe- illusionär, eine zu einem akzeptablen Preis zu erhalten)
fast perfekt bei viel Platz, super Ausladung für größere Holzteile, winkelverstellbar, immer mal wieder günstig zu bekommen (zwischen 500€ und 800€).

Nachteile: Riemen muss umgelegt werden

Drei Dinge ergänzt:
-die Bedeutung in einer Hobbywerkstatt wird mE nach überschätzt.
Deswegen wäre ich eher beim Bohrständer, das Geld ist bei anderen Maschinen besser investiert

- die meisten alten robusten Standbohrmaschinen haben eher zu wenig Drehzahl für Holz und eine geringere Ausladung- sind aus dem Metallbereich

- Sachen wie Laser klingen erstmal toll und sinnvoll- sind sie aber nicht. Du kannst mit einem Holzbohrer mit Spitze ohne Laser sehr exakt bohren. Ich habe so ein hochwertiges Laserteil an meiner atb 20 nachgerüstet, und benutze es eigentlich nie…

- wenn Du Stress vermeiden willst, nimm keine Maschine der üblichen Verdächtigen aus den Baumarkt oder von der Resterampe… die Serienstreuung ist relativ groß, und richtig ausprobieren kannst Du sie vor Kauf wahrscheinlich auch nicht.

(Und sei stark gegen das „WilljetztneueMaschienehaben“- Gefühl, dass wir alle kennen)

Grüße und gutes Gelingen, Tobias
 
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WoodyAlan

ww-robinie
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Ich hab für Holz auch nen Wabeco Ständer mit ner alten Fein zweigang. Forstner Bohrer 35mm in Eiche gar kein Problem (da verbiegt sich auch nix, gute Bohrer vorausgesetzt). Hatte noch nie all die Jahre Bedarf für was größeres.
Metal mach ich seltenst. Und wenn dann hier undcda mal a Bohrung in Flach Stahl bis max Max 6mm Stärke und solche Sachen. Und da hab ich mir testweise für 70€ (ohne große Erwartungen) eine parkside Tischbohrmaschine geholt. Windig is ja. Präzise? Nein. Aber sie bohrt anstandslos die gewünschten Löcher an die Stelle die angekörnert sind. Erst gestern 96 Löcher mitm stufenbohrer 6mm in 5mm winkelstahl randnah an den Kanten. Ne 68er bohrkrone in Eiche hat sie mit Geduld auch geschafft.

Ambitionierteren Usern im Metallbereuch is sowas natürlich nicht zu empfehlen, keine Frage.
 

rafikus

ww-robinie
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Kommt eine gebrauchte Maschine überhaupt in Frage?
Sollte dieses mit "Ja" beantwortet werden, dann kommen bestimmt noch weitere Vorschläge (auch von mir, da ich diesen Weg beschritten habe und sehr zufrieden bin).
 
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